Beiträge von sigisagi

    Gestern habe ich dann doch noch einen einzelnen, den Temperaturen Trotzdem den, Brätling gefunden. Sonst war aber gähnende Leere...

    Ja gut, teste ich dann mal. Scheint mir dann aber auch eher als Beifang mal ok zu sein!?

    Wo wir schon bei geschmacklichen Vorlieben sind: Was sagt ihr denn zu den Hexeneiern? Das Zeug wirkt schon sehr wild. Habt Ihr das schon probiert? Wie findet Ihr Sie?

    Ja gut, das könnt Ihr schon alle behaupten. Vielleicht seid Ihr auch alle bei der Schwefelkopf-/Morchel-Lobbi angestellt ^^

    Oder im Süden von BW ist einfach kein gutes Gebiet oder Ihr kommt alle aus Narnia.

    Lieben Dank für eure Antworten und Glückwunsch zu den Funden.

    Aber mal im Ernst, gibt's den grauen wirklich? Ich hab mittlerweile hunderte kontrolliert und nie den grauen gefunden. Das waren jetzt auch die ersten die mal etwas in die richtige Richtung gegangen sind.

    Ja, es gibt sie. Ich habe sie sogar schonmal in einer gemischten Pilzpfanne verputzt. Allerdings nicht selbst gefunden, sondern nur gezeigt bekommen. Im Gegensatz zu Morcheln, die sind nur ein Phantom. Da solltest du definitiv alle Berichte von irgendwelchen Funden ins Reich des Jägerlateins sortieren.

    Bei Morcheln stimme ich dir auch komplett zu. Die existieren faktisch nicht. Seit Jahren suche ich die Wiesen und Auwälder ab. Nix!

    Hi Sigisagi,


    Ich schließe Matthias an. Wenn bei einem Schwefelkopf irgendwo Farben ähnlich einen grün-gelben Textmarker auftauchen, kannst du vom grünblättrigen ausgehen. Auf die violett-grauen Lamellen bin ich auch schon reingefallen.


    LG Michael

    Aber mal im Ernst, gibt's den grauen wirklich? Ich hab mittlerweile hunderte kontrolliert und nie den grauen gefunden. Das waren jetzt auch die ersten die mal etwas in die richtige Richtung gegangen sind.

    Hallo zusammen,

    heute wollte ich mal schauen was die Pfifferlinge so treiben. Sie brauchen noch ein bisschen. Aber dafür konnte ich zwei Erstfunde machen. Bin mir ziemlich sicher, aber wüsste gerne ob Ihr die beiden auch so ansprechen würdet.


    1) Graublättriger Schwefelkopf. Ich habe schon dran gezweifelt ob es ihm überhaupt gibt. Sonst fand ich immer nur massenhaft den grünen.

    Habitat Mischwald. Das Holz auf dem er wuchs konnte ich Lieder nicht mehr identifizieren. Geruch: Naja, pilzig ungefähr.



    2) Stinkmorchel / Hexenei:

    Endlich durfte ich mal die Hexeneier finden. Und dann gleich recht viele. Aufgewühltes Laub, ich nehme an von Wildschweinen, hat viele davon sichtbar gemacht.

    Habitat: Buchenwald, Geruch: Erinnert an Rettich

    Sind ja echt ulkige Dinger. Die Konsistenz ist wirklich sehr speziell. Man meint fast dass sich darin etwas bewegt.



    Lieben Dank Euch.

    Heute war ich mal bei uns im Süden die Wälder kontrollieren. Was soll ich sagen? Trotz regen ist es immer noch zu trocken. Hab ausser dieser Hexe und zwei gelben Lohblüten leider nix finden können. Dafür hatte sie quasi keine Bewohner. Jetzt kommt leider wieder eine Trockenphaseund ich glaube nicht dran dass es noch mehr geben könnte.

    Hi!

    Aderbecherling, Fingerhutverpel, Käppchenmorchel. Alle (endlich) schon gefunden. Aber die Diva Esculenta scheint mir seit ich sie seit 5 Jahren suche, aktiv aus dem Weg zu gehen. Es ist zum verzweifeln. Hab das Gefühl die Saison ist jetzt durch. Käppchenmorcheln und Aderbecherlinge sind jetzt drüber und die Fingerhutverpeln standen letztes Wochenende in voller Pracht in Nord West NRW. Regen ist die nächsten 7 Tage nicht angesagt. Hat jemand noch irgendwelche Tips für mich?


    Noch was nebenbei. Kann das sein, dass viele Youtuber schon ein paar Tage oder 1-2 Wochen vor Veröffentlichung des Videos ihre Funde gemacht haben? Ich hab das Gefühl die Natur ist dort noch nicht so weit wie bei uns. Und Süddeutschland sollte ja eigentlich deutlich weiter sein oder?

    Hi Malker,

    mir geht's genau so wie dir. Ich finde einfach keine. Nie. Das Problem hier in Süddeutschland ist die große Trockenheit im Frühjahr. Wenn es mal gut regnet dann sind wir tatsächlich früher dran. Das ist aber die Ausnahme. Meist, zumindest hier ganz im Südwesten, zeigen sich die Pilze erst später und dann aber auch länger in den milden Winter rein. Aber das frühe Frühjahr ist meist eine Katastrophe weil die Wälder fast alle wie ausgetrocknet sind.

    Interessant. Lactarius Turpis wird ja teilweise sogar als DNS verändernt und krebserregend angegeben. Man liest aber auch dass er wohl nicht mehr so häufig eingelegt wird. Naja, es ist ja auch nicht alles was mal verwendet wurde zwingend zu empfehlen.

    LG

    Ja, sehr interessant. Vor allem dass die Zubereitung in dem Buch ja auch die direkte Verwendung, ohne Vermentation nennt.

    Kannst du den Geschmack beschreiben? Schmeckt das noch nach den Pilzen, oder ist das mehr wie mit den meisten eingelegten Dingen eine Frage des Mediums?


    In direkter Verwendung wäre der Aufwand ja sogar recht überschaubar.

    Ich kann mich sogar daran erinnern dass ich das früher anfangs auch mit Reizkern gemacht habe, weil ich dachte sie würden zu den Milchlingen gehören deren Milch man abgießen muss. Zumindest bei Reizkern macht das, mMn. Geschmacklich und Konsistenztechnisch keinen super großen Unterschied. Der typische Geschmack bleibt und matschig machen kann man die ja sowieso kaum.


    Naja, Ihr habt mir sehr geholfen. Vielleicht werde ich mich im nächsten Schweden Urlaub mal mithilfe von Einheimischen an die "falschen Reizker" ran tasten.

    So, jetzt möchte ich hier mal noch die entsprechenden Seiten nachliefern.


    Wie sich hier lesen lässt wird dieser Pilz als guter Speisepilz angegeben. Es folgt lediglich der Hinweis auf die Zubereitung.



    Die Zubereitung soll dann wie bei den finnischen Milchlingen, durch abgießen der austretenden Flüssigkeit geschehen.



    Jetzt bin ich einigermaßen verwirrt.

    Das Buch, dass ich von unterwegs leider nicht genau zitieren kann, ist eigentlich ein Buch dass sich explizit auf Deutschland bezieht, aber in Zusammenarbeit mit dem schwedischen PSV entstanden ist. Aber ich prüfe das nochmal, nicht dass ich hier Mist erzähle.

    Hallo zusammen,

    Ich hab da mal ein paar Fragen zu euren Erfahrungen und Verwendung von oben genanntem Pilz. Ganz generell wird er ja gerne als Verwechslungspartner der farbig-milchigen Reizker angegeben. Wenn man nicht genau hinschaut könnte der auch durchaus mal im Korb landen.

    Auf den einschlägigen Seiten wird er, wie viele der finnischen Milchlinge, ja gerne als giftig angegeben. Deswegen habe ich ihn bisher auch gemieden.

    Im Schweden Urlaub habe ich beobachten können dass der doch dort auch gesammelt und verzehrt wird. In Abwesenheit der echten Reizker konnten wir ihn auch sehr häufig finden. Und siehe da: mein Pilzbuch von Pelle Holmberg, der mir vor Jahren dort auch als einer der bekanntesten PSVs angepriesen wurde, gibt ihn als guten Speisepilz an. Klar, abgießen der Flüssigkeit die austritt, aber danach wie Reizker zu verwenden.

    Jetzt meine Frage an Euch: Habt ihr da Erfahrungen, verwendet Ihr den? Wie schätzt ihr den Geschmack ein?

    Lieben Dank für eure Hilfe.

    Hi Rika,

    Lieben Dank für deine Hilfe.

    Die Reizker haben sich bei uns einfach noch nicht gezeigt. Es hat hier viel zu lange nicht geregnet. Vorgestern hat es dann endlich angefangen etwas feuchter zu werden. Und Winter kann man das hier im Südwesten ja wirklich noch nicht nennen. Die letzten Pfifferlinge sind auch erst kurz vorbei. Die Reizker die ich heute gefunden habe waren ganz jung und scheinen wirklich erst jetzt anzufangen. Das finde ich aber tatsächlich nicht ungewöhnlich und konnte das die letzten Jahre immer so beobachten. Vielleicht dieses Jahr noch etwas später, aber der Fakt dass es jetzt noch ganz junge gibt, spricht dafür.


    LG

    Hallo Zusammen,

    Heute wollte ich in die Reizker, leider gibt es aber, bis auf ein paar wenige junge, noch nichts. Dafür habe ich die folgenden beiden Kameraden gefunden die ich leider so gar nicht einordnen kann und auch mit der Suche selbst nicht weiterkomme.

    Lieben Dank für eure Hilfe!


    1) Erst dachte ich Schweinsohr, das ist aber schon sehr groß, ich sehe keine Lilatöne. Über den Geruch kann ich nichts sagen da das Ding schon älter war. Man sieht auch gut dass es sehr madenzerfressen ist. Zu erkennen sind auch, was ich als Leisten bezeichnen würde, weswegen auch die Vermutung Schweinsohr erst nahe lag.

    Auf dem letzten Bild kann man links noch ein zweites benachbartes Exemplar erkennen. Beide in der Nähe eines alten Baumstumpfes.

    Konsistenz sehr brüchig und bröselig.

    Das ganze Gebilde war etwa Handballgroß.





    2) Irgendwas das mich an umgedrehte Becherlinge erinnert. Gummiartige Konsistenz. Kein auffälliger Geruch, keine erkennbaren Strukturen auf der Unterseite des Huts.



    Lieben Dank für eure Hilfe!


    Edit: Mist, falscher Themenbereich. Wie verschiebe ich denn den Beitrag?

    Die Tage habe ich nochmal genau darauf geachtet und versucht zu erkennen in was die Trompetenpfifferlinge denn genau wachsen. Und das scheint relativ eindeutig wirklich immer nur die Erde zu sein die sich im Holz abgesetzt hat. Interessanterweise sind mir dabei recht viele Gallertkäppchen aufgefallen. Die scheinen sich dieses Jahr sehr zu häufen und standen oft unmittelbar daneben, wenn nicht sogar mittendrin.

    Das mag anekdotische Beweisführung sein, aber unter krausen Kraterellen, die eher bei den normalen Pfifferlingen standen, bei Totentrompeten und bei den grauen Kraterellen ist mir dieses Vorkommen direkt an altem Holz nicht aufgefallen.

    Auch interessant: es sind vor allem die rein gelben Trompetenpfifferlinge, die nicht diese gräuliche Färbung unter dem Hut und nicht die leicht bräunlich Hutoberfläche haben, welche ich am oder Nahe Holz finde.

    Edit: wobei ich gerade an deinen Bildern sehe dass das mit der Färbung bei mir wohl eher zufällig zu sein scheint...

    Hallo,

    Bei Trompetenpfifferlingen habe ich das ganz ganz häufig. Sogar so dass ich gezielt an bemoßten Baumstümpfen suche. Zwar zersetzt er das Holz nicht direkte, aber die Bedingungen scheinen dem Myzel zu gefallen.

    LG

    Super, dann lieben Dank dir.

    Je nach Region ist das hier, vor allem in Südschweden sicher temperaturtechnisch eher mit Deutschland zu vergleichen. Ein paar Autostunden nebendran in Norwegen wird es aber doch teilweise schon sehr kalt. Wobei es noch keinen wirklichen Frost gegeben haben sollte.

    Frostschnecklinge gehören für meine Familie jedes Jahr zu den Highlights, und Du zeigst ziemlich sicher einen. Dennoch kann ich schwer auf den Punkt bringen, was "ganz typisch" für ihn ist - weil es nicht die einzelnen Merkmale für sich sind, sondern eben im Kontext der Gesamterscheinung.


    Trotzdem soviel: 1. die Lamellen sind sehr dick und fühlen sich wachsig an, stehen relativ entfernt. 2. Der Hut ist fast immer schleimig. 3. Die Farben sind genauso wie von Dir gezeigt, außerdem an Fraßstellen und im Alter mit rotbraunen Verfärbungen. 4. Der Stiel ist fleckig. 5. Der ganze Pilz empfindlich brüchig.


    Punkt 1 ist das Wichtigste, dafür kann man sich einen Blick aneignen und so auch andere Schnecklinge erkennen … andere schmecken aber nicht so toll wie der Frostschneckling, finde ich. (Nachtrag: "andere" klang jetzt viel, tatsächlich habe ich noch den Natternstieligen und den schwarzpunktierten verkostet, die kommen jedenfalls nicht an "meine" Frostschnecklinge ran)

    Danke dir! Dann werde ich mal Ausschau halten und versuchen mich da weiter ran zu tasten.

    Hi,


    sehe ich als H. hypothejus an; allerdings nur, wenn am Fundort Kiefern standen.

    Kann sehr gut sein. Das Wetter hat mir eine genauere Bestimmung der unmittelbaren Bäume leider nicht zugelassen. Gestern ist ein ganz schöner Sturm durchgezogen und ich hab mir die Kamdidaten auf der Flucht in den Camper geschnappt. Das Bild hier ist das einzige was ich aus ein paar Metern Umkreis noch habe.




    Naja,


    Norwegen, Birken und Nadelbäume. Was soll es sonst sein?


    GR Ingo

    Nicht sicher ob mein Ironiedetektor verrückt spielt oder deine Antwort ernst gemeint ist. Es war mir leider keine genauere Bestimmung der Bäume möglich.