Ich wohn direkt in der Dübener Heide und brauch nur wenige Minuten bis zu den Pilzstellen. Ich hab schon als Kind auf den Schultern des Vaters gesessen und ihn "Da" "Da" und "Da" durch den Wald gescheucht. Als Kinder haben wir Steinis gesammelt und am Strassenrand an die Leipziger vertickt. Mit Studium began ich dann selbst in der Großstadt zu leben und es folgte eine lange Zeit der Pilzsuch-Abstinenz. Erst als ich selbst Kinder hatte und mit denen durch den Wald spaziert bin, kam die Leidenschaft wieder hoch. In Hamburg war das aber nicht einfach. Bis zum nächsten größeren Wald waren das schnell mal 1h Hin- und eine Stunde Rückfahrt.
Als mein Vater verstarb, sind wir von Hamburg zurück in das Dorf am Wald gezogen ... die beste Idee meines Lebens. Ich arbeite im HomeOffice und zähl die Minuten bis zum Arbeitsende runter, dann wird der Stift fallen gelassen und in den Wald gegangen. Logisch, dass man dann schnell vom normalen Pilzsammeler zum Nerd wird ![]()
