Hallo Günter
Vielen Dank für diese interessante Publikation. Ich dachte mir schon, C. neocallisteus wird mich hier nicht gross interessieren müssen, da er bei uns vermutlich sowieso nicht vorkommt und dann lese ich, dass er nur von drei Standorten bekannt ist und darunter ist einer natürlich genau aus der Schweiz. 
Als Zusammenfassung (vielleicht hilft es ja mal jemandem weiter, wenn er mit der Untergattung callistei zu kämpfen hat
) :
Cortinarius callisteus
Hutoberfläche glatt bis sehr fein schuppig, stumpf gelb bis orangegelb. Stiel keulig gelb-braun, Stielspitze hellgelb. Geruch (besonders der Hutoberfläche) deutlich lokomotivartig. In Europa und im östlichen Nordamerika in mesischen Nadelwäldern, meist mit Fichte, manchmal mit Kiefer, auf nährstoffreichen bis kalkhaltigen Böden. Zudem gibt es einen dokumentierten Fund unter Buche in Frankreich.
Cortinarius infucatus
Hutoberfläche glatt, selten schuppig, gelb, oft mit orangefarbener Tönung in der Mitte. Stiel keulig gelb-braun, Stielspitze hellgelb bis fast weiss. Farben haben insgesamt deutlich mehr Gelbtöne, als C. callisteus. Geruch oft eher schwach und nach Äpfeln, manchmal stärker und lokomotivartig. Weit verbreitet in Nordamerika und Europa. In Europa und im östlichen Nordamerika in mesischen Nadelwäldern, oft auf nährstoffreichen bis kalkhaltigen Böden. Im westlichen Nordamerika, hauptsächlich in kalkfreien Nadelwäldern.
Cortinarius neocallisteus
Hutoberfläche runzelig und glänzend, keine Fasern oder Schuppen, auch nicht am Rand. Farben ähnlich wie C. callisteus. Im Vergleich zu den anderen Vertretern dieser Untergattung ist C. neocallisteus kleiner und schmächtiger. Der Hutdurchmesser beträgt nur ca. 20 - 45mm (C. callisteus z.B. 30 - 90mm). Der typisch lokomotivartige Geruch fehlt hier. Bisher nur von drei Standorten her bekannt: Spanien, Kanada (British Columbia) und Schweiz (unter Fichte).
Cortinarius tofaceus
Hutoberfläche deutlich und fein schuppig bis fast filzig, gold- bis orangegelb, Schuppen und später der ganze Hut orangebraun. Stiel zylindrisch bis keulenförmig, selten knollig, blassgelb, im Alter bräunlicher. Geruch der Lamellen wie rohe Kartoffeln/Kartoffelkeller. C. tofaceus wächst in Europa und im Osten Nordamerikas in Laubwäldern mit Buchen, Eichen und Hasel, oft auf Mullböden, kommt aber auch in Nadelwäldern auf nährstoffreichen bis kalkhaltigen Böden vor.
Cortinarius callistei sp.
Ist nur von einem Standort in Schweden bekannt und wurde als C. callisteus gesammelt. Es gibt nur sehr spärliche Notizen zu den existierenden Sammlungen und es wurde kein Foto des Exemplars in frischem Zustand gemacht. In Ermangelung weiterer Daten und Sammlungen wurde die Art im Artikel nicht weiter behandelt.
LG
Benjamin