hast du einen Sporenabwurf gemacht?
Ich habe aktuell ein paar Sporenabwürfe verschiedener kleiner Täublinge unter Birke am Laufen. Die kann ich gerne morgen bzw. heute Abend nachreichen.
hast du einen Sporenabwurf gemacht?
Ich habe aktuell ein paar Sporenabwürfe verschiedener kleiner Täublinge unter Birke am Laufen. Die kann ich gerne morgen bzw. heute Abend nachreichen.
Moin,
gestern konnte ich bei einer Runde in meine renaturierte Tonkuhle unzählige winzige und ein paar erntereife Rotkappen finden. Nur die Birkenpilze machten sich rar. Dafür hat mich der Erstfund des Pappelraufußes für dieses Habitat besonders gefreut. Die Art scheint sich dort neu angesiedelt zu haben.
Bei folgendem Fund standen nur Birken in der Nähe. Es handelt sich um einen kräftig rot/violett gefärbten Täubling, der allerdings wie die allermeisten Russulas unter Birke zu den kleinen Täublingen gehört. Die Geschmacksprobe viel überraschenderweise mild aus. Um welche Art könnte es sich hierbei handeln?
Ich werde das Habitat Mitte der Woche wieder aufsuchen um die dann erntereifen Rotkappen einzusammeln. Dabei werde ich aber auch die anderen Arten (Täublinge, Fälblinge etc.) im Auge behalten.
VG Cornelius
Moin,
M.crocata habe ich auch erst dieses Jahr als Erstfund gehabt und mittlerweile schon bestimmt an 20+ Stellen gefunden.
Der scheint ein sehr gutes Jahr zu haben.
VG Cornelius
Alles anzeigenMoin,
na bist du bei dem fruchtigen Geruch nicht wahnsinnig geworden
Ich liebe das bei Pfifferlingen.
Gratuliere zum Fund.
LG
Daniel
Moin,
kann ich bestätigen.
An ein paar Stellen hat der Wald danach geduftet.
VG Cornelius
Moin,
folgenden Fund konnte ich vorgestern im basenreichen Laubwald tätigen.
Nachdem ich heute das Schnittbild angefertigt habe, strömte mir ein stark süßlicher Marzipangeruch entgegen.
Liege ich mit dem Marzipanfälbling richtig? Der wurzelartige Fortsatz der Stielbasis soll ja arttypisch sein.
VG Cornelius
Servus beinand',
ich meine hier schon Cortinareste zu sehen.
Ich hab zwar keine Bestimmungsidee, das schaut mir aber schon nach einem Phlegmacium aus.
An liabn Gruaß
Werner
Servus Werner,
ich werde die Stelle mal unter der Woche kontrollieren.
Lohnt es sich von der Art ein Exsikkat zu machen? Ich muss mir sowieso über Winter mal Fachliteratur zur Cortinarienbestimmung anlegen.
VG Cornelius
Alles anzeigenHallo Cornelius
Ich denke da eher an Hebeloma sacchariolens,
den Süssriechenden Fälbling.
Die Unterscheidung von Cortinarius und Hebeloma ist manchmal gar nicht so einfach.
C.osmophorus kann man ausschließen, der hâtte eine gerandete Knolle.
Den Geruch allerdings wäre identisch
Beim sehr seltenen Osmophorus sagt man ja: "riecht wie H.sacchariolens"
Gruß
Uwe
Hallo Uwe,
ich habe mir die Stelle gemerkt und werde die Woche nochmal schauen.
Auf der Arbeit habe ich die Möglichkeit zu mikroskopieren.
Vielleicht verrät ein Sporenbild mehr über die Gattung.
Mir kamen die Pilze relativ festfleischig vor, weshalb ich diese initiativ in die Gattung Phlegmacium eingeordnet hätte.
VG Cornelius
Hallo liebe Pilzfans,
bei meiner heutigen Tour habe ich einen sehr auffällig riechenden Cortinarius gefunden, der sicherlich zu den Schleimköpfen gehört.
Fundort ist ein basenreicher Laubwald, in dem Waldabschnitt dominieren Eichen.
Der Geruch hat stark an Parfüm erinnert, einen Duft den ich im Pilzreich noch nie gerochen habe. Die Geschmacksprobe viel mild aus.
Anbei die Bilder:
Ich hoffe, dass wir den Pilz anhand des Standortes und des parfürmierten Duftes bestimmt kriegen.
VG Cornelius
Moin,
im Buchenwald käme noch Cortinarius largus infrage.
Allerdings kenne ich die KOH-Reaktion der Art nicht und bin selbst ein Anfänger in der Cortinarienbestimmung.
VG Cornelius
Danke für den schönen Beitrag, Cornelius.
Der farbenfrohe Wiesenpilz ist wie Claudia schon schrieb eine Mycena.
Ich vermute ganz stark Atheniella flavoalba (rosa Form). Ein treffendes Foto sowie eine ausführliche Beschreibung findest du auf der norwegischen Mycenaseite (mycena.no) unter Sect. 39. Adonidaea.
LG, Nobi
Hallo Nobi,
vielen Dank für den Ratschlag. Der Pilz wuchs in unmittelbarer Nähe zu einem der bislang unbestimmten Cortinarien auf einer feuchten Wiese unterhalb einer großen Eiche.
Die Sektion dürfte aber in jedem Fall passen.
VG Cornelius
Hallo Cornelius,
wenn du die Überschrift änderst in Saftlinge und Wiesenpilze im Westerwald, schaut bestimmt auch einer der Wiesenpilz-Experten nach deinen Bestimmungsvorschlägen. Bei Nummer 4 fällt mir z.B. Hygrocybe mucronella ein. War der bitter? Der hübsche rosafarbene ist vermutlich ein Helmling.
Man sieht jedenfalls bei dir gabs Regen. Der fehlt hier leider immer noch, deshalb ist nix los. er Stachelbart ist wunderschön und einen Kornblumenröhrling möchte ich auch endlich mal finden. Danke fürs Mitnehmen.
Hallo Wutzi,
bei dem vermeintlichen Helmling hatte ich auch schon an einen ausblassenden Korallenroten Helmling (Atheniella Adonis) gedacht.
Den Saftling habe ich leider nicht probiert, aber ich werde den Fund mal vergleichen.
VG Cornelius
Das ist ja ordentlich was.
Isst du die alle zusammen mit deinem Bruder auf?
Die Pfifferlinge haben wir frisch gegessen und die Röhrlinge sowie Herbsttrompeten getrocknet.
Wir haben aber bestimmt 80% der Samtpfifferlinge stehen lassen.
Hallo liebe Pilzverrückte,
am Wochenende war ich mit meinem Bruder zum Wandern im Westerwald. Dabei stand neben dem Wandern natürlich auch die Fungha auf dem Programm.
Neben einigen Anfragen die ich schon gestellt habe möchte ich euch hier weitere Funde vom Wochenende vorstellen.
Die ersten Funde ließen sich auf einer tollen Wiese auf/an der Fuchskaute machen. An dieser Stelle schonmal vielen Dank an Thorwulf für den Tipp.
Ich möchte hier nur einige Arten vorstellen, damit das nicht ausufert. Gängige Arten wie Düngerlinge und Jungfernellerlinge wuchsen dort massenhaft. Die dominierende Rötlingsart dürfte Entoloma cifula gewesen sein, zumindest passten die Farben und die Kegelform des Hutes.
Insgesamt durften wir an dem Wochenende viele besondere Erstfunde machen. Einige davon werde ich in diesem Thread vorstellen.
Kaum waren wir an der Fuchskaute angekommen standen wir auf einer Wiese mit viel Hieracium pilosella. Es dauerte nicht lange und wir hatten viele kleine, bunte Pilzgruppen entdeckt.
Nr.1 halte ich für den Stumpfen Saftling (Hygrocybe chlorophana):
Nr. 2 dürfte der Kirschrote Saftling (Hygrocybe coccinea) sein. Bei dem bin ich mir aufgrund der leuchtend roten Farben sehr sicher:
Nr. 3 ist der einzige Saftling den ich zuvor schonmal gefunden hatte, der kegelige Saftling (Hygrocybe conica):
Nr. 4 ist ein winziger Saftling den ich bisher nicht identifiziert habe. Der war wirklich winzig (im Vergleich zu den anderen Arten):
Nr. 5 halte ich für den Honig-Saftling (Hygrocybe reidii):
Nr.6 dürfte der Papageiensaftling (Hygrocybe psittacina) sein:
Neben den Saftlingen ist mir ein weiterer farbenfroher Wiesenpilz aufgefallen, den ich bislang noch nicht zuordnen konnte:
An der Fuchskaute gab es zudem noch ein tolles Vorkommen von Lactarius controversus unter einer Gruppe von Salix. Die Pilze wuchsen im Hexenring (leider habe ich nicht den kompletten Hexenring fotografiert):
Zudem gab es in Hanglage in den Buchenwäldern massenweise Cantharellus friesii. Anbei ein Foto mit der Ernte des größten Vorkommens:
Weiterhin gab es vereinzelt Steinpilze und Flockis, sowie Totentrompeten (nur an 2 Stellen):
Der Ästige Stachelbart (Hericium coralloides) war ein besonderer Erstfund. Der junge Fruchtkörper wuchs am Buchentotholz in der stark frequentierten Holzbachschlucht:
Ein weiterer toller Erstfund war der Kornblumenröhrling:
Zum Abschluss noch ein Foto des Spechttintlings im Dunkeln (ebenfalls ein Erstfund):
Ich hoffe euch hat die Fotostrecke gefallen.
VG Cornelius
Bei Nr.1 hätte ich makroskopisch auf Cortinarius triumphans getippt.
Der Geschmack und der unauffällige Geruch würden auch passen.
Hat jemand Erfahrung ob C. triumphans auch mit Salix und/oder Quercus kann? Oder handelt es sich dabei um einen reinen Birkenbegleiter?
VG Cornelius
Alles anzeigenHallo Cornelius
Ich denke du könntest zumindest den dunkleren mal mit dem Kupferroten Hautkopf - Cortinarius uliginosus vergleichen. Dort würde auch das von dir beschriebene Habitat optimal passen. Der hellere könnte evtl. Cortinarius uliginosus f. lutea sein. Schau mal hier, auf dem rechten Fotos, wachsen sie z.B. auch durchmischt:
http://cortinarius.eu/?page_id=823
LG
Benjamin
Hallo Benjamin,
der Kupferrote Hautkopf scheint ein Volltreffer zu sein. Das verlinkte Bild erinnert sehr an die Gruppe vom Wiesensee.
Vielen Dank!
VG Cornelius
Alles anzeigenAlles anzeigenGriasDi Cornelius,
das schaut sehr nach einer Hohenbuehelia geogenia aus. Erdmuscheling.
An liabn Gruaß
Werner
Hallo Werner,
vielen Dank für die Auflösung.
Sowohl Standort (Basalt) als auch Geruch passen.
VG CorneliusDen habe ich letzte Woche an genau gleicher Stelle bei der Braunfelser Pilzwanderung auch gehabt. Hohenbuehelia geogenia stimmt.
Beste Grüße Harald
Wahnsinn. Die Welt ist ein Dorf.
GriasDi Cornelius,
das schaut sehr nach einer Hohenbuehelia geogenia aus. Erdmuscheling.
An liabn Gruaß
Werner
Hallo Werner,
vielen Dank für die Auflösung.
Sowohl Standort (Basalt) als auch Geruch passen.
VG Cornelius
Hallo in die Runde,
am Montag habe ich im Park unterhalb des Schlosses Braunfels einen Pilz gefunden, der einen starken Mehlgeruch aufwies. Für mich war das 1 zu 1 der selbe Geruch, der mir vom Maipilz bekannt ist.
Der Pilz stand zwischen einem Bergahorn und einer Linde und scheint totes Holz als Substrat zu zersetzen. Weiß jemand um welche Art bzw. Gattung es sich hierbei handeln könnte?
VG Cornelius
Nachdem es vorgestern gut geregnet hat sind für morgen und Samstag wieder gute Regenmengen vorhergesagt.
Hoffentlich bleibt uns in der Kältephase nächste Woche der Frost erspart. Dann dürften die Pilze gegen Ende Oktober nochmal richtig durchstarten.
Hallo in die Runde.
Im Westerwald gab es neben den eben präsentierten Cortinarien an einem Standort Pilze die eindeutig zu den Hautköpfen gehören.
Beide Farbvarianten wuchsen am gleichen Standort gemischt untereinander in sehr großen Gruppen.
Der Standort war der direkt Uferrand eines Sees (das erste Bild ist ein Standortfoto). Bäume gab es einige in der Nähe, u.a. Salix-Arten und Zitterpappeln.
Interessant wäre, ob es sich dabei um eine Art oder um zwei Arten (die sich den Standort teilen) handelt.
VG Cornelius
Hallo in die Runde,
am letzten Wochenende ließen sich im Westerwald zahlreiche Pilze finden. Cortinarien waren dabei eher wenige vorhanden, jedoch gab es trotzdem schöne Kollektionen mit Fruchtkörpern in verschiedenen Altersstadien.
Die erste Art wuchs unter einer kleinen Baumgruppe von Weiden und einer einzelnen jungen Eiche an der Fuchskaute. In unmittelbarer Nähe zu den Cortinarien gab es noch einen Hexenring Lactarius controversus.
Der Geschmack war mild und hatte dabei eine kühle Komponente.
Wie man sehen kann hatten die ganz jungen Fruchtkörper (für Cortinarien) sehr helle Lamellen.
Die zweite Art wuchs unter einer einzelnen großen Eiche im Einzugsbereich eines Sees. Der Standort dürfte vergleichbar mit einer Hartholzaue sein. Unter dieser Eiche standen locker 50 Fruchtkörper, wobei die alten Fruchtkörper relativ kräftig waren und einheitlich braun gefärbt waren. Der Geschmack war wiederum mild, allerdings mit Rettichkomponente.
Die dritte Art wuchs an einem Südhang im Laubwald (Buche, Eiche). Auch diese Art hatte einen milden Geschmack und einen unauffälligen Geruch.
Anbei die Bilder.
Zu guter letzt noch ein Bild der Lamellen des ganz jungen Fruchtkörpers:
Ohne eure Hilfe komme ich bei den Funden leider nicht weiter.
Über jeglichen Input wäre ich dankbar.
VG Cornelius
Alles anzeigenHallo Cornelius,
Ich würde Deinen Fund für den Gefleckten Lärchen-Schmierling Gomphidius maculatus halten.
Du schriebst zwar das da nur Erlen waren, aber ich sehe auf dem ersten Deiner Bilder auch Lärchenzapfen liegen.
Vergleich mal damit.
VG Ulla
Hallo Ulla,
vielen Dank für die schnelle Bestimmung. Die Lärchen muss ich dann tatsächlich übersehen haben, zumal ich den Pilz bislang noch nie gesehen hatte (bei uns gibt es viele Lärchen).
VG Cornelius
Hallo in die Runde,
bei dem Kurztrip in den Westerwald habe ich einiges an Erstfunden verbucht und brauche in einigen Fällen eure fachkundige Hilfe für die Bestimmung mir unbekannter Arten.
Folgenden Pilz habe ich in einer Weichholzaue bei Westerburg gefunden. Auffällig sind die roten Guttationstropfen und ein Geruch der dem Maipilzgeruch sehr ähnlich ist.
In der Nähe standen nur Schwarzerlen. Ab und an waren auch Haselsträucher und Weißdorn in dem Auwald anzutreffen.
Anbei die Bilder.
Weitere Anfragen werden folgen.
VG Cornelius
Alles anzeigenSolche Borstgraswiesen sind dort die regionaltypischen Magerwiesen.
zur Ergänzung: die genaue Lage kann man auf der Rheinland-Pfälzischen Seite unter
https://geodaten.naturschutz.r…ste_naturschutz/index.php
ansehen. Borstgrasrasen sind die hellbraunen Flächen, die mit DF0 gelennzeichnet sind.
Magerrasen (ED1) kann man auch angucken für Wiesenpilze. EA und EC (Fett- bzw. Feuchtwiesen) kann man sich sparen.
In Hessen gibt's sowas sicher auch, aber da hab' ich den Link nicht parat.
Grüße,
Wolfgang
Besten Dank euch beiden.
Der Parkplatz an der Fuchsbaue ist tatsächlich der erste Stopp morgen Vormittag. Da ist eine mehrstündige Wanderung geplant und die Borstgrasrasen werde ich mir nicht entgehen lassen.
VG Cornelius
Alles anzeigenServus Cornelius,
erst mal schön, dass du dich auch intensiver mit den Wiesenschwammerl beschäftigen möchtest. Kann ich nur empfehlen, aber vorsicht... suchtgefahr
H. pilosella wurde ja inzwischen schon mehrfach genannt, da kann ich nur zustimmen... sicher eine der besten Zeigerpflanzen für Wiesenpilze, vA in bewirtschafteten Habitaten, aber durchaus auch an Ruderalstandorten
Immer interessant sind auch Wiesen und Weiden die einen nennenswerten Anteil an Nardus stricta enthalten. Besonders kurzrasige Weiden und Almen mit einem N. stricta-Anteil von 10-30% gehören für mich zu den interessantesten Habitaten, die immer wieder für Überraschungen gut sind.
Pfeifengras (Molinia caerulea) ist auch ein guter Zeiger, zumindest in artenreichen, bewirtschafteten Flächen, welche nicht völlig Molinia-dominiert sind.
Orchideenreiche Wiesenstandorte sind natürlich auch immer einen Herbstbesuch wert.
Die Art der Bewirtschaftung ist natürlich auch immer ein guter Indikator. Schafe- und Ziegenweiden sind oft deutlich besser als Rinderweiden, kommt jedoch auch auf die Situation an.
Nach der Zeit bekommt man ein Gefühl und einen Blick für passende Standorte und kann sie relativ sicher auch ohne aktuelles Pilzwachstum identifizieren.
Liebe Grüße
Hallo Florian,
danke für deine wertvollen Beiträge. Am Wochenende geht es zum Wandern in den Westerwald. Dort ist die Bodenfeuchte deutlich höher als bei uns. Aufgrund der vielen Wiesen hoffe ich dort auch auf Funde entsprechender Magerwiesen mit interessantem Pilzvorkommen.
Ich werde darüber Bericht erstatten (im Erfolgsfall).
VG Cornelius
