Beiträge von Navajoa

    ganzer Hühnerstall in Erntehöhe..

    Bähh😉 Leider so gar nicht meins... Oder besser: hab noch keine Zubereitungsart gefunden, die und schmeckt!

    Ja, genau. Ich habe mal, als ich beim Felix zum Kurs war, ganz frische dieser Pilze von der Buche aus dem Gothar Schlosspark mitgenommen. Abends dann in der Küche das Experiment: Zubereitung in unterschiedlichen Varianten und Versionen. Etliche der anderen Kursteilnehmer haben mir ihre Zubereitungsart mitgeteilt.

    Ergebnis: Ungenießbar.


    Ich frage mich ernsthaft, wie man so was nur essen kann. Und wenn ich das Zeug auskochen und stark würzen muss, dann brauche ich es auch nicht zu essen. Da kann ich gleich was anderes essen.

    Einer aus dem Kurs machte daraus Gulasch. Erst auskochen, Oxalsäure. Dann klein schneiden und wie ein Gulasch, hier gewürzt mit Curry, zubereiten. Dann dient in meinen Augen der Pilz nur als reiner Füll- & Ballaststoff. Einen eigenen Geschmack hat der doch nicht mehr.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Wolfgang,


    ja, wie ich weiter oben schon sagte: Das mit den Bildern ist eine gute Ergänzung und würde in manchen Fällen zu meiner Sicherheit beitragen. Darüber muss man echt nachdenken, das umzusetzen.


    Bei mir werden Bilder vom Smartphone, sobald dieses im heimischen WLAN eingeloggt ist, automatisch auf meinem Server übertragen, sofern diese Bilder dort bisher nicht vorhanden sind. Somit stehen die Bilder schon mal auf dem Gerät zur Verfügung, wo sie später auch zugeordnet/gespeichert werden.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Ich speichere niemals Sachen in Clouds beliebiger Art ab. Alles liegt bei mir lokal auf gespiegelten Serversystemen. Allein schon wegen des Datenschutzes; ich speichere auch Kundendaten, etc. Aber: Das ist lediglich mein Vorgehen.

    Du denkst zu kompliziert. Ich spreche über Smartphone-Bilder und Anruflisten, und beides ist nur lokal auf dem Smartphone gespeichert.

    Ach so. Das wäre mir wieder zu unsicher. Alles, was ich aus einem unbekannten Grund benötigen könnte, kommt halt auf meinen Server.


    Viele Grüße,

    Steffen


    Hallo Karl,


    danke für Deine Einschätzung.


    Nun, Schäden etc., daran dachte ich auch erst. Aber selbst ganz junge FK sehen so aus. Sind fest, prall, madenfrei. Und alle haben diesen leichten Fischgeruch. Beim Anschnitt ganz stark mehlig.

    Bakterienbefall durch die nasse Witterung?


    Zum Glück ist der Fundort von mir nur 2 Minuten weg. Ich sehe mir das nächstes Jahr nochmals an.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    wir haben Mai, die Kakteen, hier meine Aylostera & Rebutia, beginnen wieder mit Blühen.


    Aylostera steinmannii, Feldnummer LF 1511, Bolivien, Tupiza - San Vicente:



    Körpergröße: knapp 15 mm.



    Viele Grüße und 'n schönen Sonntag,

    Steffen

    Hallo,


    ich war gestern früh unterwegs, um Calocybe gambosa, den Mairetterling, von einer Stelle zu holen, an der die Exemplare weiß sind. Ich konnte Fruchtkörper in unterschiedlichen Altersstufen finden.


    Zum Fototermin in Syrau waren neugierigerweise etliche Leute versammelt. Mein Bruder hat dabei assistiert. Das Knipsen war nicht einfach, weil ständig Leute drumherum wuselten. Kann ich aber nachvollziehen.


    Vor Ort gibt es einen großen Hexenring. Laut Aussage kamen die Pilze dort schon vor drei Wochen einmal vor. Ich habe gezielt noch einmal nachgefragt. Das wäre für Mairetterlinge an meinem Wohnort sehr, sehr zeitig. Der Termin fällt aber so ziemlich genau mit der Hauptaufkomemn von Melanoleuca cognata zusammen. Mich wundert ohnehin, dass die Mairitterlinge überhaupt schon da sind. Meist erscheinen sie hier erst Mitte Mai.





    Alle Fruchtkörper zeigen schon im juvenilen Stadium diese braungelbe Färbung. Die Lamellen haben sie mehr oder weniger ebenfalls.




    Auffällig ist der stets vorhandene, neben dem mehligen zusätzlich leicht fischige Geruch. Im Anschnitt ist der Geruch stark mehlig.


    Beide Funde stehen in 15 bis 20 cm hohem Gras. Die Hüte sind hygrophan und teils an vielen FK rissig.






    Ich bilde mir ein, dass die Stiele der braungelben Fruchtkörper allgemein etwas dünner als bei der Referenz sind.




    Die obere Reihe zeigt die Braungelben, die untere die „normalen“ C. gambosa. Auch die Lamellen unterscheiden sich. Bei C. gambosa sind sie deutlich enger.




    Viele Grüße,

    Steffen

    Bilder habe ich noch nie gemacht. Das ist aber eigentlich eine gute Idee. Das bedeutet natürlich noch mehr Aufwand, da die Bilder per Datum und Name des Ratsuchenden abgelegt werden müssen.

    Eigentlich im Gegenteil. Das Handy speichert die Bilder ja mit Datum ab. Und 99% aller Beratungen (selten mehr als zwei am Tag) melden sich zuvor telefonisch über meine Mobilfunknummer. Damit habe ich auch deren Nummer mit Anrufdatum. Im Härtefall ließe sich damit also einiges rekonstruieren.


    Ich speichere niemals Sachen in Clouds beliebiger Art ab. Alles liegt bei mir lokal auf gespiegelten Serversystemen. Allein schon wegen des Datenschutzes; ich speichere auch Kundendaten, etc. Aber: Das ist lediglich mein Vorgehen.

    Och, wie goldig! Hatten wir auch schon, aber am Haus, nachdem wir dann im nächsten Jahr Weibchen RotkehlchenNistkasten aufstellen konnten, kam natürlich keine mehr. Jetzt hab ich ein Igelhaus ohne Igel, ein Hummelhaus ohne Hummel, einen Brutkasten mit Kamera ohne Brüter und ein Rotkehlchen Haus ohne Kehlchen. Läuft Bei mir :D

    Du weißt doch, wie das ist: Beachtet man es nicht, will man es nicht haben, ist alles da. Macht man was, dann eben nicht.


    Rotkelchen hatten wir direkt eben der Haustüre. Ist schon spannend.


    Aktuell räubern die Elstern, hier echt viele, die Amselnester aus.

    Ich musste ebenfalls noch nie eine schriftliche Bestätigung anfertigen. Meine "Beratungsprotokolle" beschränken sich auf Smartphone-Bilder von den auf einem Tisch ausgelegten und vorsortierten Pilzen.

    Bilder habe ich noch nie gemacht. Das ist aber eigentlich eine gute Idee. Das bedeutet natürlich noch mehr Aufwand, da die Bilder per Datum und Name des Ratsuchenden abgelegt werden müssen.

    Nee, das sind doch die guten Pilze! g:-)



    Aber: Es geht noch schlimmer. Hatte ich in der Tageszeitung einen Artikel veröffentlicht, weil es aktuell massenhaft, teilweise hunderte in einem Garten, Agaricus xanthodermus, Karbolgerlinge gab. Wie erkennt man die Dinger usw.?


    Kam tags darauf eine Frau zur Beratung, im Korb einige besagte Pilze.


    Dialog:


    Ich: „Ja, genau, das sind die Giftchampignon."


    "Hr. Schmidt, die esse ich aber schon immer".


    "Wir sind Vogtland, wir sagen "Du". Und die verträgst du?"


    "Nein. Mir wird dann immer schlecht und 2 Tage lang geht es mir nicht gut."


    "Aber: Warum in aller Welt isst du denn die Dinger trotzdem!?"


    "Na, das sind doch die guten Pilze."


    "Nein, das eben NICHT die guten Pilze!"


    Dann fiel erst mal nichts mehr ein. Das hat sich ganz genau so zugetragen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    ... eben konnte ich die Pilze vor dem Abmähen bewahren. Hätte ich morgen wegen eines Fototermins angefragt, wären sie dem Rasenmäher zum Opfer gefallen.


    Ich bin gespannt, was mich morgen Vormittag erwartet. Ich berichte anschließend.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo zusammen,


    ich sehe hier die gelbe Form des Mairittlerings.


    Björn

    Hallo Björn,


    vielen Dank fürs „Anschubsen“. Ja, das könnte gut sein, dass es Calocybe gambosa var. flavida ist. Daran habe ich, ganz ehrlich gesagt, nicht gedacht. Das wäre ein recht seltener Fund.


    Hier hat Karl im Forum was dazu gepostet.


    Zum Glück ist der Fund in meinem Wohnort gemacht worden. Ich muss da unbedingt hin.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    eben bekam ich einige Pilze aus einem Garten in meinem Wohnort. Wiese, ein Kirschbaum in der Nähe, ein paar Holzreste. Hier bei mir ist eigentlich alles saurer Boden: Kalk, fehl am Platz. Aber: Bei meinem eigenen Haus wächst vor dem Haus im Beet Seidelbast. Warum ist das so? Beim Hausbau vor mehr als 140 Jahren wurde aller Bauschutt ums Haus verteilt – daher der basische Boden. Das war damals bestimmt gängige Praxis.


    Die Pilze:


    • Körper braun wie in den Bildern, Lamellen dito

    • Stiel: leicht längs gerillt

    • Hut: wachsartig

    • Geruch: so was Übles hatte ich selten, alt, muffig, man will nicht zweimal daran riechen. Mein Bruder ist zu Besuch, dem wurde von dem Geruch ganz anders … Beim Anschneiden stark mehlig.

    • Haptik: fest, wachsig

    • Geschmack: stark mehlig, auf jeden Fall astringierend

    • Lamellen: ausbuchtet angewachsen

    • ziemlich madig


    Auf den ersten Blick recht komisch, oder? :grolleyes:






    Was denkt ihr, was das ist?



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Sabine,


    im Herbst war eine Dame da, die kam eigentlich nur wegen Rotkappen mit reinem weißen Stiel. Die kannte sie nicht. Im Korb waren alte Birkenpilze. Da habe ich einen herausgeholt. Und als der auf der Handfläche mit gespreizten Fingern lag, lief der ganz langsam, wie eine elastische, dicke Gummimasse, durch die Finger. Eklig.

    Ich erklärte das Übliche: Eiweiß, Zersetzung usw. Und: NICHT essen. Während ich das erklärte, wurden die Augen der Dame immer größer, der Gesichtsausdruck immer komischer. Also: Sie ist nur wegen der Rotkapppen da, die Birkenpilze gehen mich nichts an. Und Pilze in diesem Zustand isst sie schon immer, die sind völlig in Ordnung … Und sie will die Pilze auf jeden Fall wieder mitnehmen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    ich mache immer ein Beratungsprotokoll, ohne Ausnahme.


    Darin sind die gebrachten Pilze aufgeführt, die aussortierten, die Giftpilze. Auch warum diese aussortiert wurden usw.


    Und ich unterschreibe, dass die von mir freigegebenen Pilze zum Verzehr geeignet sind. In der Praxis bedeutete das: Ich gebe nur Pilze frei, welche ich auch selbst essen würde.


    Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn Pilze nicht entsprechend zubereitet werden. Wie z. B. in Christophs Beispiel: der Perpilz.


    Es haben sich Leute schon an rohen Maronenröhrlinhe vergiftet, etc.


    Und ich lasse mir auch unterschreiben, wenn Ratsuchende vergammelte Pilze unbedingt wieder mitnehmen wollen. Zu meiner Sicherheit! Und das kommt nicht selten vor.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Mahlzeit! g:-)

    Hallo, hätte passieren können, dass man sich dort über den Weg läuft. Wir wollen dieses Jahr Nordböhmen noch mehrmals besuchen. Den Tafelberg Uhost haben wir jedenfalls erstmals "geschafft" und die Eger bei Klösterle/Klasterec n.O. fiel durch schöne Uferfelsen auf.


    Hallo,


    ja, im Böhmischen hat es schon schöne Ecken.

    Wenn ich Besuch habe, besuchen wir das Böhmische auch.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    Steinpilze gebraten in Essig & Olivenöl einzulegen, könnte ich testen. Balsamico ist mir allerdings zu süß.


    Mir fällt allerdings ein, was ich mit Steinpilzen sonst noch mache: Beffschdegg. Also für Nicht-Vogtländer: Buletten, Fleischpflanzerl, Frikadelle.


    Ich schneide die Steinpilze grob und lasse sie in der Maschine in 2-3 mm große Stücke hacken. Diese Stücke breite ich aus und lasse sie an der Luft gut abtrocknen; das Wasser muss raus.

    Dann ersetzte ich mit diesen Steinpilzhäckseln alles Fleisch in der Mischung der „Frikadellen“. Wichtig ist, damit die Bindung passt, etwas mehr Ei. Dann ganz normal braten.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    ich nutze OsmAnd+ auf dem Smartphone für meine Kartendaten. Grundlage sind Fotos, aus denen ich mithilfe meines Tools (Download hier im Forum) eine Exceltabelle mit Geokoordinaten erstelle. Zusätzlich verwende ich Excel und Google My Maps (wichtig: nicht Google Maps).


    Die Daten werden in Google My Maps importiert. Dort lassen sich Informationen sehr übersichtlich über verschiedene Layer organisieren. Jede Art erhält eine eigene Karte, zum Beispiel Hygrophorus marzuolus. Innerhalb dieser Karte gibt es für jedes Jahr einen eigenen Layer. Das ist äußerst praktisch, weil man so die Entwicklung der Standorte gut nachvollziehen kann. Die einzelnen Jahre lassen sich ein- und ausblenden, farblich unterschiedlich markieren usw. Selbstverständlich sind diese Daten nicht öffentlich sichtbar.


    Die Layer können ganz einfach als KML exportiert und anschließend in OsmAnd+ dargestellt werden. KML ist ein Standardformat und vielseitig einsetzbar.


    Unterwegs habe ich damit in OsmAnd+ alle meine Pilzfunde dabei. Ich kann die einzelnen Layer nach Bedarf ein- oder ausblenden, Fundpunkte zur Navigation verwenden und vieles mehr. Bleiben wir beim Beispiel H. marzuolus: In OsmAnd+ blende ich den entsprechenden Layer ein und sehe anhand unterschiedlich farbiger Symbole die Standorte der verschiedenen Jahre.

    Die Darstellungsmöglichkeiten in OsmAnd+ sind insgesamt sehr vielfältig. Als Kartenhintergrund können diverse Kartendatendienste, auch Satellitenbilder, Höhenlinien, usw. dienen.

    Da mir wichtig ist, alle Funddaten auch lokal bei mir zu haben, sind sowohl die Exceltabellen als auch die KML-Dateien in meine lokale Datensicherung integriert.


    Zusätzlich habe ich in den Karten auch mögliche Parkplätze hinterlegt. Vielleicht stellt man sich später die Frage: „Wo habe ich damals eigentlich geparkt?“
    Diese KML-Dateien lade ich einfach ins Navigationssystem meines Autos und habe so direkt die Anfahrt zu einer geeigneten Parkmöglichkeit am Standort.

    Oder: Wenn ich einen Standort erstmals anfahre, suche ich mir Parkmöglichkeiten am PC per Satellitenbild, OpenStreetMap und anderen Quellen heraus und speichere sie gleich mit ab.


    Kurz gesagt: Man sollte es sich einfach machen – nicht kompliziert. g:-)


    Viele Grüße,

    Steffen