Beiträge von Pilzfreund77

    So sah der bei mir jedenfalls auch aus. Extrem würde ich den Geruch auch nicht bezeichnen, aber sowohl der langstielige als auch der echte entfalten beim Rumkauen auf dem Stiel ein tolles Aroma (ja klar, auf eigene Gefahr), so mehr nach geröstetem Knoblauch. Verwechslungsmöglichkeit wäre der Hornstielige …

    Ich habe immer wieder Zecken, mache mir aber keine Gedanken. Ich mache mir aber auch keine Gedanken über Handy-Strahlung, Asbest in der Wand oder Corona-Viren. Nicht, weil ich alle diese Dinge für harmlos halte, sondern weil ich mir diesen Luxus einfach leiste. Sofern es nur mich persönlich trifft jedenfalls. Anders siehts bei Kind und Hund aus: da darf nix passieren, und deshalb weiß ich auch DEFINITIV: Kokosöl hält die Zecken sogar vom Hund ab. Der war zweimal nur ganz knapp dem Tod entronnen (Babesiose von Zecken), mit Klinik und allem. Seit wir sein Fell mit Kokosöl einreiben, gibts nur noch ganz selten mal ne Zecke (vorher ca. 10 Stück pro Tag).

    Aber vielleicht war das ja nur Glück des "unbedarften Neulings"; einer besonders ortsunkundigen Pilzsammler-Art ;)

    Das zum Einen, zum Andern aber gibts eben aktuell lokal große Unterschiede, je nachdem, in welchen Wald man geht … und ich bin vielleicht auch etwas verwöhnt, denn in "guten" Jahren ist es hier so ab ca. dem 7. September ziemlich Wurst, in welchen Wald man geht ... nun, wir werden sehen, was der Oktober bringt … habe bei der gigantischen Pilzschwemme im Juli die Trockenvorräte gefüllt, das reicht für Jahre. Für mich gehts jetzt eh mehr ums gucken, und für die Pfanne freue ich mich dann sowieso mehr auf die Späten wie z.B. Hallimasch, Rötelritterlinge und Co. ...

    Ich denke, der Wind wird aktuell nur die Oberfläche abtrocknen können. Dort, wo ausreichend Regen runter gekommen ist, dürfte es nich viel ausmachen.

    Die Tagestemperaturen und die Sonneneinstrahlung sind nicht mehr ausschlaggebend. Im April / Mai wäre das, bei vergleichbaren Bedingungen, völlig anders. Ausserdem sind die Laubbäume noch gut bestückt und spenden, anders als im Frühjahr, reichlich Schatten. Also, ab in die Prärie!


    GR I

    Nun, das dürfte regional sehr unterschiedlich sein. In meinem Hauswald in Berlin hat es vor 14 Tagen das letzte mal geregnet, stolze 6 Liter. Dann kam erstmal wieder Hitze, jetzt der Wind - hier siehts aus wie in der Sahara. Der schöne Herbst-Anfang von vergangener Woche ist komplett weggeblasen. Klar, hier ein alter Steinpilz, zwei Kilometer später dann ein einzelner Täubling - irgendwas findet sich schon. Aber es ist kein Vergleich zu September in den Jahren zuvor. Ehrlich gesagt hatte ich so einen besch... September noch nie. Und Regen soll frühestens in 9 Tagen kommen - wenn das stimmt, geht zumindest hier das Wachstum erst Mitte-Ende Oktober wieder los …

    Niederschlags-Statistik hin oder her - klar ist jedenfalls: Jetzt oder nie. Was auch immer runtergekommen ist, wird heute vom Wind weggeblasen. War gerade an meiner besten Rotkappen-Stelle, und die sind schon durch. Sprich: wer was finden will, sollte entweder jetzt sammeln, oder dann wieder nach der nächsten Regenphase, die sich auch bis Mitte Oktober Zeit lassen könnte :)

    War gestern mit Familie auf einer größeren Tour südwestlich von Berlin in Brandenburg. Erstaunliche Vielfalt – Diverse Röhrlinge, Cortinarien, Ritterlinge, Wulstlinge etc., aber auch z.B. ausreichend Edelreizker. Konnte leider nur wenig Fotos machen, da der Hund an der Leine riss und das Kind quengelte …


    1. Steinpilz-Traum (Fichtensteinpilz)



    2. Orange-Becherlinge


    3. Der Geschmückte Gürtelfuß (war alles übersät von dem, sehr eindrucksvoll)


    4. Rotkappen-Pärchen (tendiere zur Birkenrotkappe, da sie blauten)

    Bei mir in Berlin gehts nun zaghaft los mit Röhrlingen. Allerdings ist der Boden noch zu trocken für einen schönen Pilzherbst, da brauchts noch den Regen in der kommenden Woche …


    1. Speckschwarte, hart, reinweiße Röhren, komplett Madenfrei


    2. Nehm ich eigentlich nicht, aber wenn sie so schön sind:


    3. Irgendwie menschlich …

    Bin gerade von einer kleinen Wanderung zurück. Der Wald ist zum Pilze sammeln einfach schon wieder zu trocken.

    Angeregt durch deinen Bericht bin ich selbst los, um das Nichts zu bestaunen. Du hast recht, das Nichts ist wirklich erschreckend. Aber es gibt Hoffnung: Ein paar ganz wenige Pfifferlinge zeigten sich. Diese könnten sich aber auch durch die Trockenphase gemogelt haben. Mehr gefreut haben mich deshalb meine ersten gelben Knollenblätterpilze für dieses Jahr, denn die waren wirklich ganz frisch und stanken schön nach Keller:


    Eindrucksvoll, wie schnell die Hitze trotz des vorangegangenen Regen-Wahnsinns dem Wachstum ein Ende macht. Hier und da kommt noch was, aber oft schwächlich, und leider erwischt die nachkommenden Pfifferlinge schon wieder die Trocken-Phase. Hier ein paar Eindrücke:


    1. Am ehesten passt für mich der Aprikosen-Wasserkopf


    2. Finde in keinem Buch was Passendes, ist aber auch so schön, dass ichs nicht entnehmen wollte …


    3. Der Haupt-Täter aller tödlichen Vergiftungen in alt …


    4. und jung


    5. Aber auch freundlichere Gesellen wie Steinpilz …


    6. Und Espen-Rotkappe

    Also die runzeligen Hüte alleine sprechen jetzt noch nicht unbedingt gegen einen Sommersteinpilz, aber das stark hervorstehende Stielnetz würde mich dazu veranlassen, diese Annahme nochmal genauer zu überprüfen …

    Zu 1. würde ich vom Foto her auf den Gallenstacheling tippen. Wenn er wirklich violett war, vielleicht der violette Weißsporstacheling?

    Zu 2. vergleich mal mit dem goldfarbenen Glimmerschüppling.

    Danke fürs mitraten – beim ersten hatte ich auch zuerst an Weißsporstacheling gedacht, aber da passt das Habitat noch weniger. Und beim Zweiten bleibe ich bei Cortinarien, auch wenn ich mir die fehlenden Brauntöne erstmal nicht erklären kann (der von Dir vorgeschlagene Glimmerschüppling passt noch weniger) … ich muss halt sehen, dass ich ihn beim nächsten mal mitnehme.

    Ich vermute irgendeinen Egerling, vielleicht der gegürtelte – wenn das Links oben im Anschnitt kein Teil einer Gesamthülle ist. Aber da du nirgendwo Bilder hast, die den gesamten Pilz zeigen, also sauber vor allem auch Basis (Knolle?) und Stiel ist schon die Gattung geraten - Querschnitt, Lamellen und Habitus sehen jedenfalls nach Agaricus aus. Wenn diese Gattung überhaupt stimmt, dringt man aber sicher nicht anhand der Fotos zur Art vor …

    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

    Das Wachstum geht gerade erstmal wieder zurück (rein mengenmäßig), gleichzeitig nimmt aber die Artenvielfalt plötzlich irre schnell zu - wenns nun wärmer wird, kommen tolle Wochen. Leider hatte ich auf meiner kurzen Abendrunde kein geeignetes Gefäß dabei, weshalb ich nichts zur Bestimmung mitnehmen konnte ... ob ich mit Sporenabwurf etc. sehr viel weitergekommen wäre, sei mal dahingestellt. Nur eine kleine Auswahl:


    1. Unmengen eines violetten Stachelings, vermute den widerlichen (roch aber nicht widerlich)


    2. Hier komme ich nichtmal auf die Gattung, da ich angesichts Haarschleier, Struktur und Habitus ein braunes Sporenpulver vermutet hätte, davon jedoch keine Spur entdecken konnte ...


    3. Jo, und das krieg ich auch im Feld bestimmt :) So früh im Jahr freuts mich aber nicht so sehr ...

    Das lässt sich von Oben und bei offenbar völlig verfälschtem Licht schwer raten. Beim ersten würde ich Nebelkappen raten (was ungewöhnlich wäre für diese Jahreszeit), beim zweiten irgendwelche Milchlinge, ohne jedoch zu wissen, ob die wirklich leuchtend gelb sind, oder ob das das Licht ist … ?