Beiträge von KaMaMa

    Hallo zusammen!


    Heute wollte ich ein Röhrlings-Schnittbild nachtragen, musste aber feststellen, dass ich das Schnittbild an einer dritten Röhrlingsart gemacht hatte.

    Das bringt hier also nichts... Den will ich erstmal selbst versuchen.


    Also nochmal raus in den Wald, Ehefrau als Augenpaarverstärker dabei - nicht zuletzt auch, um den Tintenfischpilz in geöffnetem Zustand zu sehen.

    Aber leider war heute nix zu finden.

    Wir fanden weder die Röhrlinge am Wegesrand wieder, noch den Tintenfischpilz, da waren irgendwelche Wildtiere und haben an der Stelle herumgewühlt.

    Schade...


    Bei den nächsten Röhlingen werde ich einen ordentlichen Querschnitt durch Hut und Stiel anfertigen.

    Und das künftig immer gleich, denn wer weiß, was morgen ist.


    Vielen Dank für eure wertvollen Beiträge, um die Pilze zu bestimmen bzw. die Pilzbestimmungen richtigzustellen! ==Gnolm13


    LG, Martin

    Danke auch euch, Pablo und Frank!


    Die Eingrenzung auf die Gattung Oxyporus scheint also gesetzt zu sein.


    Was mich in der Beschreibung von O.ravidus stört, ist die Erwähnung von kristallschopfigen Zystiden.

    So etwas fällt normalerweise doch auf, wenn sie vorhanden sind.

    Geschlitzte Sporen sehe ich auch nicht. Ist damit ein Keimschlitz, wie er bei manchen Pyrenomyceten prominent vorkommt, gemeint?


    Ich ergänze einige Mikroskopfotos, das mag beim Abklären helfen - vielleicht interpretiere ich die Mikrosopie falsch.


    LG, Martin



    Bilder:

    Sporen in Wasser. Ich erkenne aber auch hier keine Schlitze - die Sporen wirken auf mich auch nicht anders als in Lugol:

    Bild N1 Sporen 1000x in Wasser


    Bild N2 Übersicht der Probe, mit Kongorot eingefärbt


    Bild N3 Schnallenlose Septen


    Bild N4 dickwandige Zystiden (?) - aber ohne Kristalle


    Bild N5 noch mehr Zystiden


    Bild N6 gelbliche Gloeozystiden (in Kongo)


    Bild N7 Runde, dickwandige Strukturen - vgl. auch Bild N3

    Hallo Schupfnudel!


    Von einem der Röhrlinge habe ich ein Schnittbild, kann ich morgen nachreichen. Zum Glück hatte ich einen der kleineren Pilze eingesteckt (ich hoffe, es ist dann nicht ein dritter Röhrling). Vor Ort habe ich leider vergessen, dass der Schnitt durch den Stiel für die Bestimmung wichtig ist und nur den Hut eingeschnitten, weil das dem Pilz wohl besser bekommt, als der Länge nach gespalten zu werden. Ich hatte es wohl zu gut gemeint...

    Ich kann mich erinnern, dass der Stiel im Schnitt schwach gerötet hat. Ich suche das morgen heraus.


    LG, Martin

    Hallo Jörg,


    mit meiner Stickmorchel-Vermutung lag ich total daneben!

    Mit dem Raufuß meinst du natürlich Pilz 10; da kam ich der Sache zumindest näher.


    Übrigens: so was soll man essen können? Der Pilzhut besteht praktisch nur aus Röhren.


    Danke für deinen Hinweis/Tipp!


    LG, Martin

    Aah!


    Jetzt muss ich nicht mehr suchen.

    Vielen Dank Wolfgang, du warst schneller! Genau das Bild meinte ich, danke!


    LG, Martin

    Hallo Michael,


    danke für deine Antwort!

    Den spindelingen Rübling habe ich eigentlich nur geraten, wenn's stimmt, stört mich das natürlich nicht.

    Nummer 9 könnte also ein Lackporling werden, meinst du? Das muss ich mir nochmal zu Gemüte führen! Leider hat mich eine penetrante Stechfliege von dem Pilz vertrieben und ich konnte nicht genauer schauen, ob noch weitere, vielleicht ältere Pilze in der Nähe standen.


    Ich habe die Tage einen Post gelesen , in den drei solche Pilze nebeneinander gezeigt wurden... Ich muss ihn mal suchen!


    LG, Martin

    Hallo,


    heute morgen war ich wieder im Hauswald unterwegs.

    In den letzten Wochen hat es immer wieder mal etwas geregnet.

    Also, ich habe schon weniger gefunden; ich muss geradzu sagen, es war richtig was los im Wald!

    Sogar auf einen roten Alienpilz bin ich gestoßen, doch der Reihe nach...


    Ich wähle einen Weg, der etwas abseits liegt und an dem mehrere schöne alte Habitat-Bäume stehen bleiben dürfen (mit Wellenmuster markiert).

    Totholz darf hier im Wald auch überall liegenbleiben. Super!


    Gleich zu Begin des Weges, unter Lärchen, lassen sich an mehreren Stellen Kiefern-Braunporlinge finden, teilweise schöne, ganz junge Expemplare.

    Ich mag diese warmen, gelb-braunen Farben sehr.

    Pilz 1 Kiefern-Braunporlinge (Phaeolus spadiceus)


    An einem Ast am Boden sitzt ein kleiner Stielporling, auf den ich fast getreten wäre. Was das mal wird, wenn er groß ist?

    Die Poren laufen den Stiel ganz herunter. Der Hut ist fast striegelig grau behaart.

    Pilz 2 Stielporling


    Einige Röhrlinge mit rötlichen Stielen unter Rotbuchen direkt am Wegrand, vielleicht Rotfußröhrlinge?

    Pilzfleisch und Röhren verfärben sich nicht bei Luftkontakt

    Pilz 3 Röhrling (Xerocomellus spec?)


    Um einen ausgerissenen Wurzelstock eines (Laub-)Baumes herum - ich würde auf Eiche tippen - wachsen büschelig Lamellenpilze.

    Sie haben sehr lange, fasige, rübenartige, rot-fleckige Stiele, die tief im Boden stecken:

    Pilz 4 Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes)?


    Im Wald


    Ein Stück weiter Riesenporlinge, jeweils bestimmt 30-40cm Durchmesser:

    Pilz 5 Riesenporlinge (Meripilus giganteus)


    Ein ganzes Stück weiter, an Totholz, weiße Lungenseitlinge

    Pilz 6 löffelförmige Lungenseitlinge (Pleurotus pulmonarius)


    Und dann stehe ich plötzlich mitten im Wald vor einem Alien von Down-Under.

    Mein erster Tintenfischpilz-Fund!! :gschock:

    Leider ist nur ein Exemplar zu sehen und das ist nicht vollständig geöffnet.

    Ich bin vielleicht nur einige Stunden zu früh vorbeigekommen...

    Auf jeden Fall, ein Knaller :ghurra:

    Pilz 7 Tintenfischpilz (Clathrus archeri)


    Zum Schluss stoße ich noch auf einen ganz frischen, noch klebrigen Stäublings-Schleimpilz mit Käferchen

    "Pilz" 8 Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon)


    Am Baumstumpf daneben etwas, was ich für eine aus dem Hexernei schlüpfende Stinkmorchel halten könnte, noch ohne Gleba:

    Pilz 9 Mini-Stinkmorchel?


    Und zum Abschluss weitere Röhrlinge.

    In das Theme Röhrlinge muss ich mich noch einarbeiten - ich könnte mir vom Stiel her einen Birkenröhrling vorstellen.

    Aber Birken gibt's an der Fundstelle nicht, sondern Hainbuchen, Rotbuchen, Eichen, Ahorn etc. - also vermutlich doch ein anderer Röhrling.

    Pilz 10 Eventuell Birkenpilz, aber ohne Birke


    Das hat sich gelohnt heute, finde ich!

    Der Tintenfischpilz-Funport ist gemerkt, da werde ich demnächst wohl nochmals verbeischauen, ob sich noch was tut.

    Ich hoffe, euch hat mein Spaziergang gefallen und wünsche euch, ähnlich interessante Pilze zu finden! g:-)


    LG, Martin

    Hallo fllpstar,


    die Nachfrage mit der Volva und ab wann man von einer Knolle am Stiel spricht, finde ich auch interessant! Bin gespannt, ob das jemand gut erklären kann.


    LG, Martin

    Hallo Werner!


    Toll, das könnte wie die Faust auf's Auge passen - Danke für den sehr nützlichen Hinweis!

    Auf den im Netz gefundenen Fotos von O. ravidus passt dieser vom Habitus sehr gut!

    Die Beschreibung bei 123Pilze passt gut bis sehr gut: Die erwähnten Sporenmaße passen, Sporen sind hier sicher nicht kugelig, Gloeozystiden werden genannt; außerdem wird dort das Vorkommen auf der Rinde von Laub- und Nadelholz bestätigt! Nur die Sporenpulverfarbe hätte ich nicht reinweiß genannt - allerdings ist meine Ausbeute nicht besonders groß.


    Meine Befunde passen allerdings nicht so super zu Oxyporus im Gattungsschlüssel (Dörfelt), da wäre ich gleich mehrfach falsch abgebogen:

    1* nicht braun-rötlich verfärbend (klar)

    4* effusofreflex, Hüte breit ansitzend (klar)

    11* Hut ohne feste Kruste (auch ok)

    15* Hymenophor eher weißlich (naja, ja)

    23* effusoreflex (unter anderm)

    26* zäh, korkig, ... hier wäre ich sicher falsch abgebogen in Richtung "frisch saftig, trocken bröckelig"

    27 mehrjährig (war unsicher auch hier, da Alternative 1-3 jährig ist)

    29* an Laubholz (!), Trama nicht reinweiß - hier wäre ich wegen Laubholz wieder gescheitert

    30 3-4mm DM, subglobos (??), apikal geschwollene Zystiden mit Kristallschopf = Oxyporus

    Angabe zum Durchmesser passt, aber Q = 1,6 ist für mich nicht wirklich kugelig; auch die Zystiden fehlen mir (noch); dafür sehe ich Gloeozystiden...


    Wegen der kristallbesetzten Zystiden muss ich wohl nochmal nachmikroskopieren!


    Danke jedenfalls für deine Mühe - O.ravidus, falls er es wirklich sein sollte, gilt als nicht sehr verbreitet.

    Erkanntest du den womöglich von der Anschauung her?


    LG, Martin

    Hallo Gast#c2e7,


    danke für deinen Vorschlag Climacocystis borealis!


    Allerdings tue ich mich schwer diesen Pilz mit dem Fund zu identifizieren, da C.b. als borealer Pilz gilt, ein eher struppiges Tormentum besitzt, ferner einjährig sein soll, und sehr große Poren (1-2/mm) aufweist. Von resupinatem Wachstum lese ich leider auch nichts bei C.borealis. Auch die Fotos im Netz zeigen durchweg gleichen, ich meine, man sagt konsolenartigen Wuchs.

    C. borealis besitzt Schnallen - die kann ich natürlich übersehen haben - und eine Duplex-Struktur im Hutfleisch, die ich ebenfalls nicht erkenne.


    Allerdings kenne ich C. borealis nicht und kann ihn deshalb per se nicht kategorisch ausschließen. Die angegebene Sporengröße würde jedenfalls zum Fund passen...


    LG, Martin

    Hallo Freunde der Pilze,


    leider bin ich am Sonntag wieder auf einen Porling gestoßen, der mir Kopfzerbrechen bereitet.

    Vom Waldweg aus entdeckte ich in einem Fichtenhain im Wald einen verdächtigen, liegenden Baumstamm mit üppigem, hellgelblichem Porlings-Überzug.


    Ist das eine Antrodia oder zumindest was aus der Richtung?

    Ich kann ihn nicht recht zuordnen, insbesondere diese Farbe stört mich, und die Sporengröße scheint nicht zu den Porlingen, die ich finde, zu passen - z.B. für A.serpula passen die Sporenmaße überhaupt nicht.



    Der Steckbrief folgt, die Bilder erst im Anschluss


    Substrat: verm. Fichte

    Wuchsform effusoreflex (bis imbricat), offenbar mehrjährig

    sehr feucht-weich, zäh, im Schnitt krümelig

    Hut: feinfilzig, gelblich-weiß

    Poren gelblich/aprikosenfarbig, hellere Bereich gilbend bei Druck

    Der Geruch ist frisch intensiv pilzlich (vielleicht mit Anis-Note?)

    Keine Farbreaktion am Fleisch (C-, L-, K-)


    Porengroße etwa 3-5 / mm

    Poren erst rundlich, später labyrinthisch und in Zähne aufbrechend

    Sporenabwurf in hellem Beige/Aprikose (nicht sehr ergiebig)

    Sporen elliptisch, hyalin, glatt- und dünnwandig

    Sporengröße (in Wasser): 5,9 - 6,3 - 6,7 x 3,8 - 4,0 - 4,2; Q=1,6; N=10

    Sporen nicht amyloid, nicht dextrinoid


    Mikroskopisch:

    Septen ohne Schnallen

    Dick- und dünnwandige Hyphen vorhanden

    gelbliche Gloeohyphen, bzw. -zystiden finde ich auch


    Falls jemand zum gefundenen und gesuchten Pilz erkennungs-dienliche Hinweise geben kann, möchte ich mich sehr bedanken!

    (Ich bin wieder zu blöd, das alleine hinzukriegen ==Gnolm6 )


    LG, Martin



    Bilder:

    Bild 1 Porlinge auf Baumstamm


    Die Fruchtkörper wirkten auf seltsame Weise zugleich frisch und doch alt und gammelig.

    Zu alt kann der Pilz aber gar nicht sein, da ein Sporenabwurf funktioniert.

    Am Stubben daneben die gleichen Fruchtkörper zwischen Moos und Algen.

    Die Huthaut wirkt manchmal transparent und lässt grüne Algen im Inneren erkennen.

    Bild 2 Zugehöriger Stubben (Baumstamm dahinter liegend)


    Bild 3 Fruchtkörper teilweise ohne oder mit Hut (effusoreflex bis imbricat)


    Ältere Fruchtkörper wirken gelborange bis aprikosenfarben und bilden tw. dicke Schichten, die Moos und Algen umwachsen. Die Poren scheinen in Zähne zu zerfallen.

    Bild 4


    Ein Keilschnitt zeigt 2 Algenschichten im Inneren des Fruchtkörpers und auch zwei ältere umwachsene Porenlagen. Man kann den alten Fruchtkörper-Kern herauspellen.

    Das Hutfleisch ist nicht weiß, sondern wie die Poren eher aprikosenfarben.

    Bild 5 Schnittbild


    Am Waldausgang finde ich nochmals einen vom gleichen Pilz ebenso überwucherten Stubben.

    Bild 6 filzige Huthaut


    Bild 7 gelbweißliche Poren, gilben bei Druck, etwa 3-5 /mm


    Bild 8 Poren


    Bild 9 Sporen 1000x (hier in Lugol)


    Bild 10 Sporenabwurf helles Beige (passend zu Pilzfarbe)

    Hallo Norbert,


    ich dachte spontan beim Lesen von

    "Habicht, Fundort war Südsteiermark, Großwalz, Heiligengeistklamm... Substrat Totholz", dass sich das schon auf die braunen Schläuche im Bild darunter beziehen würde und mit Totholz der Tisch gemeint sei...

    Das hätte ja auch prima gepasst. ==Gnolm16


    Auf jeden Fall tolle Fotos von tollen Sichtungen!

    Da werde ich ganz neidisch, nicht selbst dort zu sein. ==Gnolm2


    LG, Martin

    ... und bei Psathyrella weiterschlüsselnd, kommt man recht schnell zum Behangenen Mürbling.


    Der Pilz wird derzeit in den Foren öfter genannt, da habe ich nicht gut genug aufgepasst. Offenbar ein Allerweltspilz, gerade oft zu finden ist.


    Velumreste am Hut hatte ich bei meinem Exemplar leider nicht gesehen/erkannt.


    Sehr schön! Jetzt habe ich Klaus-Udo auch kennengelernt. ==Gnolm23


    Nochmals Grüße, Martin

    Hallo Climbingfreak, Norbert und Thorben!


    Ja, vielen Dank für eure einstimmige Benennung, das muss dann sicher stimmen!

    Wobei Klaus-Udo auch nicht schlecht klingt, aber ich fürchte, wir würden den armen Pilz vergrämen.


    Beim Rückschlüsseln hätte ich wohl nicht zu den "Braunsporern", sondern zu den "Dunkelsporern" abbiegen müssen.

    Dann lande ich bei Psathyrella! ==Gnolm8


    Also vielen Dank für eure Hilfe, und so schnell noch dazu!


    LG Martin

    Hallo Pilzefreunde,


    am Wochenende konnte ich endlich mal wieder einige Pilze im Wald finden, darunter einen dünnstieligen weißen Pilz, der sich als Braunsporer erweist (Bilder siehe unten).

    Mit der Gattungszuordnung stocke ich, da ich bei mir bislang unbekannten Gattungen lande und deshalb unsicher bin.


    Beim Schlüsseln nach Bresinsky finde folgende Eigenschaften des Pilzes nach Prüfung als gegeben:

    Stielbasis nicht gelblich oder gilbend; nicht amyloid,

    keine Faserzone am Stiel (keine Cortina),

    kein Velum universale,

    Lamellen dünn und nicht spröde; Lamelletten vorhanden,

    Stiel löst sich nicht leicht vom Hut,

    => typischer Blätterpilz (Habitusgruppe "Agaricus")


    Braunsporer, Stiel zentral,

    Sporen 6,5 - 7,0 - 7,5 x 3,7 - 4,0 - 4,3 µm², N=10, Q = 1,7

    Lamellen nicht frei,

    ohne dickwandigen Zystiden im Hymenium,

    HDS nicht radialfaserig,

    Stiel ohne Ring,

    Stiel dünner als 4mm,

    Sporen glattwandig,

    kein Tran-Geruch (das sollte selbst ich riechen können),

    HDS mit kugelig/keuligen Zellen, Hut trocken,

    Cheilozystiden bis 30µm lang


    Mein weißer Pilz landet jetzt zwischen den "Kleinen Braunen Pilzen" => Conocybe, Simocybe, Agrocybe oder Pholiotina und spätestens jetzt hakt es bei mir aus.

    Irgend etwas scheint immer nicht zu passen, manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob ich den Schlüssel-Begriff richtig verstehe!


    Ferner erkenne ich:

    Lamellen verzweigen sich teilsweise

    inkrustierte Hyphen in den Lamellen

    leicht inkrustierte Zystiden an Lamellen(schneiden) und HDS



    Bevor ich weiter einzugrenzen versuche, würde mich interessieren, ob ich bislang richtig liege im Umfeld der ganzen XXX-"Cyben".

    Über einen Tipp eurerseits würde ich mich sehr freuen!


    LG, Martin



    Bilder zum Fund und zur Fundsituation:


    Die Pilze wuchsen im Wald längs eines gestürtzten Baumstammes.

    Der Pilz im Mittelgrund scheint aus dem Stamm zu sprießen (?), alle anderen sicher aus dem Boden daneben.

    Bild 1 Fundort im Wald (deshalb helle Bereiche tw. überbelichtet)


    Der kegelige Hut ist recht dünnfleischig und sitzt auf einem dünnen Stiel (max 3,5mm dick).

    Bild 2 Verzwieselte Pilze


    Beim Pflücken vom Boden bleibt Substrat und weißes Myzel am Stiel zurück, wahrscheinlich also ein Saprophyt.

    Bild 3 Stielbasis


    Die Lamellen sitzen am Stiel an und sind durch Sporen bräunlich verfärbt.

    Nahe am Rand verzweigen sie sich.

    Lamelletten sind zahlreich vorhanden.

    Bild 4 Lamellen reißen mit Stiel ab => Lamellen nicht freie


    Braunes Sporenpulver

    Bild 5 Abwurf von Sporen


    Bild 6 Braune, dick- und glattwandige Sporen mit Keimporus, in Wasser, 1000x


    Die weiße Huthaut wirkt leicht schaumig/schuppig und ist trocken.

    Unter dem Mikroskop lassen sich rundliche Zellen erkennen.

    Bild 7 HDS in Kongorot


    Bild 8 An den Lamellen(schneiden) dicke Zystiden, teilweise schwach inkrustiert (Kongorot).

    Hallo Ahemi, hallo Ulla!


    vielen Dank für eure Meinungen!

    Genau den hätte ich mir auch ausgesucht...

    Aber mir fehlt die Erfahrung, tue mich noch mit den Gattungen schwer.


    Ulla, vielen Dank zudem für die Korrektur!

    Wenn ich nicht aufgepasst hätte, hätte die Autokorrektur gerade aus dem Scheidenstreifling in der Überschrift ein "Schwimmtraining" gemacht. ==Gnolm4


    LG und ordentlich Regen wünscht euch

    Martin

    Hallo Pilzfreunde!


    Ich weiß, es ist ein bisschen blöd, denn von dem Pilz, um den es geht, habe ich genau ein Foto und sonst gar nix.

    Es ist aber ein sehr schöner, aprikosenfarbiger Pilz, mit elegant geschwungenem Hut mit Buckel, prägnant geriffeltem Rand und einem fein-schuppigen Stiel.

    Der Pilz ist Ton in Ton über Hut, Lamellen, Stiel...

    Leider fehlt der Stielansatz.


    Immer wieder bleibe ich an diesem Bild hängen und frage mich, was das wohl sein könnte...


    Vielleicht kann man ihn zumindest die Gattung verorten?

    Ich könnte mir vorstellen, es handelt sich eventuell um eine ringlose Amanita. :gkopfkratz:

    Gefunden habe ich den Pilz auf einer großen Wiese vor einem Wirtshaus im Harz, aber unweit der Rotbuchen am Wiesenrand.


    Hat jemand vielleicht eine Idee?


    LG, Martin

    Hallo!


    Echt? Zweiter Platz für meine Cladonien?

    Da freue ich mich natürlich sehr! :grotwerd:

    Ein Hoch auf die Symbionten!


    Klasse finde ich die Käferchen auf dem Schwefelporling und den Birnengitterrost.

    Die Grauen Wulstlinge sind wirklich überaus fotogen - hoffentlich finde ich auch bald mal welche! :gnicken:

    Toll!


    LG, Martin

    Hallo Murph,


    da hast du sehr wohl Recht, dem Wetterbericht erst zu glauben, wenn seine Prognose eintrifft!


    Ich hatte im Urlaub vor drei Wochen die Wettervorhersage (DWD) täglich genau beobachtet - meine Frau auch, aber in einer anderen Handy-App.

    Immer wenn ich Regen vorhergesagt bekam, hatte sie keinen Regen vorhergesagt bekommen oder umgekehrt, und das teilweise für Zeitfenster in der nächsten Zukunft (nur 3-6 Stunden voraus). :gomg:

    Das war gar nicht sooo schlecht - einer der beiden Wetterdienste hatte Recht; aber welcher von beiden, das blieb allerdings immer bis zu Schluss hin offen...


    Das finde ich ziemlich enttäuschend! Ich hätte eine ein wenig höhere Trefferquote schon erwartet! :gaufsmaul:


    LG, Martin

    Hallo Nobi,


    ich fühle mich zwar nicht als Flechtenexperte angesprochen, das bin ich natürlich nicht - aber Flechten sprechen mich an.

    Da ich leider weiß, wie wenig Reaktion Flechtenanfragen hervorrufen, versuche ich gerne einfach mal meinen Senf dazu zu geben, ein bisschen davon mag ja stimmen. :grotwerd:


    Dein Fund einer belgischen Bierwürzflechte zählt meiner bescheidenen Meinung nach eher zu der guten alten Gattung Caloplaca = "Schönflecke".

    Eine Bezeichnung, die ich für besagte Flechtengattung überaus treffend finde!

    Hier sind viele farbenfrohe Krustenflechten versammelt, meist auf Steinoberflächen lebend.


    Im Wirthschen Schlüssel von 2013 ("Die Flechten Deutschlands") gibt es allein 21 Bestimmungsfragen zu Flechten dieser Gattung lebend auf Erde/Moosen, 35 für Caloplacen auf Rinde/Holz und einen 114-teiligen Subschlüssel für Caloplaca auf Stein, der hier anzuwenden wäre.

    Kein Wunder, dass Caploplaca mittlerweile in viele Gattungen, davon alleine 19 in Europa vorkommend, aufgesplittet wurde.

    Der Übersichtlichkeit dient das aber auch nicht.


    Ich könnte mir vorstellen, dass es sich bei deinem Fund um etwas aus der C. saxicola-Gruppe handelt, Caloplaca aurantia wäre mein Favorit oder eventuell C. flavescens.

    Aber näheres ist nur durch mikroskopische Sporen- und Thallusanalysen und durch Färbereaktionen zu enthüllen, sonst ist der Fund nicht zu entschlüsseln...


    Vielleicht schreibt tatsächlich noch ein Experte etwas zu deinem sehr schönen Flechtenfund, würde mich freuen selbst mehr darüber zu erfahren!


    Tolle Bilder übrigens hast du von deinem Urlaub eingestellt! :gbravo:

    Am beeindruckensten finde ich die Divertikelschnecke - so eine Schönheit!


    LG, Martin

    Hallo Frank,


    ach, so, du bist tatsächlich Schmetterlingszüchter. Das klingt nach einem aufwendigem und schönem Hobby!


    Gratulation auf jeden Fall zu deinen tollen Fotos! ==Gnolm8


    LG, Martin

    Hallo Frank_HH ,


    es kommt hier immer wieder vor, dass ich regelrecht baff bin darüber, was manche hier so alles an Ungewöhnlichem vorstellen - was ich in keiner Weise negativ meine! Im Gegenteil!


    Wau! Einen Hornissen-Glasflügler habe ich in natura noch nicht gesehen. Aber auf die Idee, ihn mit einem spezifischen Pheromonköder anzulocken, wäre ich nicht gekommen. Wie setzt man sowas um, wie kommt man denn an sowas, selber machen?? Nicht, dass ich das nachmachen wollte, aber wo kriegt man denn sowas her?


    Ich hoffe sehr, du hast keine Weibchen in deine Pheromonfalle geschmiert!? ==Gnolm9


    LG, Martin

    Hallo nochmal,


    nach dem Sichten weiterer Flechtenfunde aus dem gleichen Dunstkreis ergibt sich für mich ein klares Bild:

    - alle mit gröber körnigen Lagerstielen/Podetien UND immer auch Schüppchen am Lagerstiel

    - Größere Grundschuppen unterseits meist gelblich gefärbt

    - Schuppen stark eingeschnitten

    - alle K+ gelb/rotgelb und P+ gelborange

    - meist überaus buschige Fruchtkörperknäuel

    - mit gutem Willen Becher angedeutet (Bild 4 oben, linke Säule)

    - Fundort immer auf alten Fichtenstubben

    - bevorzugt niederschlagsreiche Lagen in Bergwälder


    Nach Bertsch und Wirth kommen wegen des Tüpfel-Farbreaktion folgende Cladoniensorten in Betracht:

    C. macilenta, C. digitata und C. polydactyla.

    C. floereana ist raus durch die Färbereaktion! C.polydaktyla passt vom Habitus und Fundort sogar noch viel besser!!


    Ich weiß gar nicht, warum ich das nicht gleich gesehen habe!

    Damit ist die Zuordnung eigentlich klar, denn der Wirth-Schlüssel für Rotfrüchtige Cladonien führt mich zu C.polydactyla, wenn ich nur das "oder becherlos" gesehen hätte!

    Sogar die Schuppen an den Podetien und die gelb-orangenen Unterseiten der Schuppen werden bei dieser Art erwähnt!


    Schlüssel für Rotfrüchtige Cladonien

    1) Grundschuppen und Podetien deutlich K+ gelb, P+ orange => 2

    2*) Grundschuppen klein (3-4mm), meist eingeschnitten => 3

    3) Gezähnte, fingerartig sprossende oder verunstaltete Becher ODER becherlos, Podetien grobkörnig, z.T. schuppig, Grundschuppen unterseits zur Basis hin orange => C.polydactyla


    Puh, ich denke/hoffe, das Rätsel ist nach einem Irrweg nun gelöst und die Flechten als Cladonia polydaktyla bestimmt.


    LG, Martin


    Bilder:

    Bild N1 Andere Kollektion der gleichen büscheligen, rotfrüchtigen Flechte


    Bild N2 Probe


    Bild N3 Vermutlich Pyknidien an kleiner Säule


    Bild N4 Unterseite Grundschuppen immer kräftig gelb(-orange)