Beiträge von Alejandro90

    Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich kann dazu ergänzen, dass auch Kaninchen A. phalloides offenbar in großen Mengen vertragen. Diese Tatsache war vor - zig Jahren sogar Ausgangspunkt einer "Behandlung" des Phalloidessyndroms, in der den Vergifteten ein Brei aus gehackten Kaninchenmägen und -hirnen eingeflößt wurde. Meines Wissens wurde diese "Kur" im "Kleinen Pilzführer" von Pilat erwähnt. Ich kann den O-Text raussuchen, wenn Interesse besteht.


    Beste Grüße, Ralf

    Ich würde es mir durchlesen...

    Lieber Dennis,

    Du wirst per Foto oder Forumsanfrage nie eine Essensfreigabe erhalten, und wenn es so einfach wäre, per Sammelbild Pilze zu bestimmen, bräuchte man weder Pilzsachverständige noch andere Fachleute. Das Bild zeigt vermutlich Maronen, Raufußröhrlinge, Filzröhrlinge, Violette Lacktrichterlinge, bei den Pilzen links neben den Lacktrichterlingen handelt es sich vermutlich auch um Röhrlinge, aber da sehe ich von keinem einzigen Exemplar die Hutunterseite. Auf den ersten Blick als Steinpilz würde ich da auch keinen identifizieren (Vielleicht der in der rechten Spalte zweite von unten, aufgrund der Hutoberfläche?)

    Ich hab mal versucht zu zählen, bin bei 120-130 Fruchtkörpern. Wenn jemand als Anfänger "Steinpilze" erkennt und 130 mal daneben liegt, wäre es wohl auch sinnvoller, eine solche Ausbeute zu einem PSV zu bringen, anstatt sie zu entsorgen, weil die Anfrage per Foto kein befriedigendes Ergebnis liefert.

    Gruß Alejandro

    Abend,

    Bei allen Pilzen auf allen Bilder wird es sich wohl im Reizker handeln. Sehen für mich größtenteils auch nicht unfrisch aus… aber sowas lässt sich auf Bildern auch schwer beurteilen. Ich sehe auch nicht bei allen Grübchen, aber irgendwie ordnet mein Kopf bei den verschiedenen Bildern die Fruchtkörper nicht richtig zusammen…

    Ale

    Guten Abend zusammen.


    Ich glaube, man kann die Antwort nicht pauschalisieren. Ich selber habe mich mein ganzes Leben für Pilze interessiert, sie jahrelang gesammelt und verfüge über einige Pilzbestimmugsbücher. Seit letztem Herbst verfolge ich das Forum aktiv, davor waren mir sicherlich hunderte deutscher Namen bekannt, für die wissenschaftlichen habe ich mich nie interessiert. Wer damit keine Berührung hat, für den ist jeder Name völlig fremd; wenn man eine gewisse Systematik erkennt, kann man sich die wissenschaftlichen Namen aber auch recht schnell aneignen. Da muss man ggf. unterscheiden, auf welcher Ebene eine Diskussion stattfindet. Für einen Anfänger, der ggf. Pilzbestimmung zu Sammelzwecken oder als lockeres Hobby betreibt, sind die Bezeichnungen bis zur Gattungsebene vermutlich erlernbar. Bei mir war es auch so, dass ich mir über die Wiederholung irgendwann verinnerlicht habe, dass Russula für Täubling steht, Agaricus für Champignon, usw. Die deutschen Gattungsnamen sind da vllt eher bekannt, und da kann man sich auch die lateinischen aneignen. Wer auf einem Bild sofort erkennt, dass es sich um einen Täubling handelt, der erkennt anhand der lateinischen Namen da auch schnell den Zusammenhang. Wer anhand von Bildern da noch rätselt, dem bringen eben auch nur die wissenschaftlichen Namen nichts.

    Das würde ich hier auch auf die Beiträge oder Diskussionen übertragen. Wenn es darum geht, Funde einer Exkursion etc. darzustellen, bin ich schon der Meinung, man kann deutsche und lateinische Namen anfügen, soweit bekannt. Manche Beiträge sind vom Verfasser schon auf einer so hohen Ebene angesetzt, dass die Nuancen der wissenschaftlichen Namen und der exakten Artabgrenzung evtl irrelevant ist. Selbst bei den Bestimmungsanfragen wird manchmal ja nur die Gattung angefragt, und wenn Speisepilze sammelt und die Gattung Pfifferling bestimmen kann und weiß, dass sie wissenschaftlich Craterellus heißt, ist das vermutlich auch ausreichend. Wenn in Beiträgen mikroskopische Ergebnisse präsentiert werden um die Art sicher zu bestimmen, geht das vermutlich schon soweit über den Anspruch eines Anfängers hinaus, dass es keinen großen Unterschied macht, ob da ein deutscher oder lateinischer Name steht. Das gilt sicherlich auch für Björns Beiträge, die schon ein Fachpublikum ansprechen. Und wenn jemand aufgrund einer anderen Muttersprache keine deutschen Namen parat hat, ist sicherlich die lateinische Benennung als gemeinsame Schnittmenge völlig in Ordnung,

    Wenn ein Anfänger den Anspruch hat, sein Wissen zu erweitern, und die Fachleute die Bereitschaft zeigen, ihr Wissen weiterzugeben, halte ich dieses Forum auch für einen geeigneteren Ort um sich weiterzubilden, als es im Selbststudium über gegoogelte Namen zu machen. Wie oft wird hier geschrieben, dass bspw. die 123-Pilze-Bilder oft fehlerhaft oder von unzuverlässigen Quellen sind. Hier dagegen scheint die Information immer hinterfragt und überprüft zu werden.


    Gruß Ale

    Morgen Schupfi,


    danke ☺️ Also hat der blaue Schleim etwas mit der Schneckenpaarung zu tun? Hab den noch ein paar weitere Male gesehen und da ich jetzt drüber nachdenke waren auch immer zwei Schnecken involviert…


    Gruß Ale

    Hallo Matthias,

    ich hatte den grünblättrigen Schwefelkopf als eher stärker giftigeren Pilz abgespeichert. Habe gerade aber auch nachgelesen dass er wohl nicht (mehr) als gefährlich giftig eingestuft wird.

    Ale

    Beim Erstellen über den PC wird irgendwie nie was angezeigt, und die Beiträge auf dem Handydisplay sind viel Arbeit. Deshalb mach ich den Beitrag schnell am PC, lade dann über Handy die Bilder hoch und ziehe sie mir wieder am PC an die richtige Stelle :cool: jetzt dürfte alles da sein

    Hallo zusammen,

    ich habe heute meine wöchentliche Kontrolle gemacht, ob endlich mal etwas wächst. Die Schnecken sind jetzt auch in Köln unterwegs, in dieser Zahl habe ich sie noch nie gesehen, und war erstmal optimistisch, dass ihre Anwesenheit mit dem Pilzwachstum zusammenhängen könnte. Irgendwie sind sie ja auch interessant, an mehreren Stellen fand ich Schneckenpaare, die sich über blauen Schleim hermachten, eine Schnecke hatte wohl Durst, und eine weitere war komplett schwarz.



    Wie erwartet fand ich an gewohnter Stelle Semmelstoppelpilze, die nun schon deutlich größer als die Funde letzte Woche waren. Die zweite Stelle suchte ich heute nicht auf, sondern machte eine größere Runde.



    Auf dem Weg diverse Opfer der Schnecken: ein Täubling,



    diese Gruppe Schwefelköpfe, denen der Feind sich schon näherte...



    Zwei Gallenröhrlings-Leichen (die ersten diese Saison)



    ein weiterer Täubling, der gerade verspeist wurde...



    und weitere Leichen, die den Alterstod gestorben waren.



    Ansonsten alles so leer, dass ich mich sogar für diesen Winzling bückte um auch mal etwas intaktes zu fotografieren. Daneben ein Kartoffelbovist...



    ... und in der Folge die spektakulärsten (Leichen-)Funde des Tages: Zuerst an einer Kiefer diese Glucke, ich vermute die Krause. Noch recht klein, aber viel größer darf sie wohl nicht mehr wachsen. In jedem Fall ein Erstfund für mich!



    Dann in dieser Grube ein paar Leichenreste, den Schädelknochen nach mindestens 3 nicht zu kleine Hirsche o.ä. Letzten Herbst hatte ich an dem Hang schon mehrfach einzelne Knochen gefunden. Ob da auch die Schnecken die Täter sind :haue: ?



    Am gleichen Hang dann dieser Leichnam (Schneckenopfer) eines größeren Röhrlings, die Hutfarbe und das vermeintliche Verblassen zum Rand ließ mich kurz an einen Steinpilz denken, aber das gelbe Fleisch passte da nicht, Röhren schon abgefressen, Stielreste ließen noch ein paar rötliche Töne erkennen, und das Blauen beim Anschneiden deutete dann ganz klar auf einen Flocki hin, der an diesem Hang auch immer in großer Zahl gewachsen ist. Ebenfalls meine erste Sichtung dieser Saison.



    Dann beendete ich die Runde, kurz vor dem Parkplatz machte ich noch dieses letzte Foto, um zum Abschluss wenigstens etwas lebendiges und hübsches zeigen zu können.



    Nächste Woche dann auf ein neues...

    Ale

    Hallo Zusammen,

    wenn man sich nicht sicher ist hilft auch eine Geschmacksprobe, die natürlich wieder ausgespuckt gehört, der Grünblättrige Schwefelkopf ist deutlich bitter,

    viele Grüsse

    Matthias

    Hallo,

    ist eine Geschmacksprobe bei einem Giftpilz wirklich zur Bestimmung ratsam?

    Ale

    Guten Morgen zusammen,

    beim Lesen von den vielen tollen Funden und Runden im Forum oder in anderen Medien besuche ich etwa 1 x wöchentlich meine lieblings-Waldabschnitte, wo ich letzte Saison fast täglich einen Korb frischer Steinpilze, Flockig usw. nach hause nehmen konnte (hätte nehmen können...), bisher leider recht erfolglos. Vor Wochen fand ich mal eine Gruppe riesiger Steinpilzleichen, seitdem ist der Wald recht pilzarm, von Speisepilzen gar nicht zu reden. Diese Woche ging ich wieder meine Stellen ab, direkt zu Beginn stolperte ich über die ersten Semmelstoppelpilze, die sich in der Vergangenheit den Standort mit den Fichtensteinpilzen teilten und sehr häufig waren.


    In der Hoffnung, dass es nun ein paar schöne Funde gäbe, ging ich weiter, allerdings kam nicht mehr allzu viel. Ein schon älterer Perlpilz,




    ein paar Stinkmorcheln und Hexeneier,



    ein Kartoffelbovist


























    und dann noch ein paar Holzzersetzer. Hier vermute ich den Purpurfilzigen Holzritterling (Tricholomopsis rutilans?)




    und diese Pilze an zwei Baumstümpfen nebeneinander, die ich vor Ort als Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) eingeschätzt habe (Schwefelköpfe wär ich mir recht sicher, ob grün oder grau nicht...)



    Schon auf dem Rückweg habe ich an meiner letzten Stelle wieder eine große Zahl Semmelstoppelpilze gefunden, sie standen wie an der Schnur gezogen in zwei Linien dort, ich hoffe, die Bilder geben das halbwegs wieder...



    mit den fallenden Temperaturen und dem gemeldeten Regen am Wochenende hoffe ich, nächste Woche eine etwas größere Artenvielfalt vorzufinden und dass es sich auch mal lohnt, den Korb mitzunehmen...

    Gruß Alejandro

    Guten morgen Hel,

    ich hoffe, Dein Mann hat damit alles überstanden. Den Fotos nach spricht ja grundsätzlich nichts gegen den Verzehr der Pilze, Zubereitung oder individuelle Unverträglichkeiten ausgeklammert. Zu alt sehen sie ja gar nicht aus. Der kleine, bislang unbestimmte geht dann evtl. doch in Richtung Butterpilz, wenn er Röhren hat?


    Ale