Beiträge von Peter

    Hallo Kadir,


    in Stuttgart gibt es einen aktiven Pilzverein mit einem Arbeitskreis (Verein der Pilzfreunde Stuttgart e. V). Da sind auch ganz nette Leute dabei.

    Vielleicht gehst du mal zu einer Monatsversammlung oder einer Pilzführung und lernst die kennen.

    Da könntest du dir auch Tipps aus erster Hand für eine Pilzler-Kamera holen.

    Im direkten Umgang lernt es sich oft leichter.


    Gruß

    Peter

    Hallo Stefan,


    Trüffel - nein,

    Hirschtrüffel - ja.


    Ist wie bei Schweinchen und Meerschweinchen. :)


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    aus langjähriger Praxis in der Pilzberatung: Mir würden ziemlich viele einfallen.

    Vor Jahren hatten Pilzsammler in der Schweiz Kopfige Kernkeulen verspeist, weil sie glaubten Maronenröhrlinge gefunden zu haben. Ist ihnen nicht gut bekommen. :)


    Auch wenn wir die nie verwechslen würden, die "Welt da draußen" ist oftmals anders gestrickt, als wir in unserer "Pilzlerblase"...


    Gruß

    Peter

    Hallo Rudi,


    da ist irgendwann mal (von wem?) ein Fehler produziert worden und dann wurde (internetüblich) schnell voneinander abgeschrieben, weil man den Blick in die Literatur nicht mehr für so wichtig nimmt. ;( In den Erstbeschreibungen sind die Arten eindeutig dargestellt und haben außer der Namensähnlichkeit wenig gemein.


    In Montecchi, Amer & Mario Sarasini (2000): Funghi ipogei d’Europa z. B. sind beide Arten gut beschrieben und abgebildet.

    Über Hydnotrya cerebriformis findet man viele Abbildungen und Beschreibungen, z. B. auch hier: Hydnotrya spec. von Thomas

    Zu Hydnobolites cerebriformis gibt Gläserne Gehirntrüffel (Hydnobolites cerebriformis) - Trüffel / Trüffelsuche / Trüffelhund - www.trueffelsuche.de einen guten Einblick.


    Die Gläserne Hirntrüffel (Hydnobolites cerebriformis) hat deutlich kleinere, wachsartige Fruchtkörper. Die Gleba ist auch faltig, aber mit viel weniger Luftkammern. Die Sporen sind fast farblos (gelblich hyalin) - nicht braun wie bei Hydnotrya - und besitzen ein Netz.


    Hydnobolites cerebriformis frischer Fruchtkörper



    Netzförmige Sporen in Baumwollblau


    Freundliche Grüße

    Peter





    Hallo,


    bei Polyporus leptocephalus (ehemals varius) läuft die Porenschicht etwas am Stiel herunter. Der Stiel steht selten mittig und einen bewimperten Hutrand gibt es auch nicht. Insofern würde ich den ausschließen.


    Der Vorschlag Maiporling dürfte zutreffender sein - auch wenn wir Juni haben. :)


    Gruß

    Peter

    Hallo Rudi,


    leider wird auf der verlinkten Seite der Eindruck erweckt, Hydnotrya cerebriformis und Hydnobolites cerebriformis seinen synonym. Das sind zwei unterschiedliche Arten!


    Hydnotrya cerebriformis wurde 1899 von Harkness neu beschrieben (Art mit stacheligen Sporen).

    Hydnobolites cerebriformis haben die Brüder Tulasne 1843 beschrieben und gehört in eine andere Gattung (Sporen netzig, Fruchtkörperform- und Farbe anders).


    Das oben gezeigte Bild könnte gut eine Hydnotrya sein. Warten wir die Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung ab.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    klar kann es schwarze Punkte auf den Zähnen geben:

    - Pilze mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer gewürzt

    - Mohnpfannkuchen mit Pilzen

    - getrocknetes Totentrompetenpulver kauen (da gab es mal jemand, der sich beklagte, dass ihm Trockenpilze gar nicht gut schmecken)

    - schnell gebratene Breitblättrige Rüblinge (die schwarzen Punkte stammen aber von den Springschwänzen, die sich zwischen den Lamellen versteckt hatten)

    - sehr klein geraspelte Schwarze Trüffeln auf Nudeln bleiben auf den Zähnen sichtbar. Wird gerne von Schwaben präferiert; soll zeigen, dass man sich was leisten kann.


    Mehr fällt mir gerade nicht ein. :)


    Gruß

    Peter

    Hallo Christian,


    der dunkelgrüne Kreis wird sich jährlich etwas verändern, mehr passiert nicht. Ob du das Gras abschneidest oder nicht, spielt keine Rolle.

    Wenn du den Pilz loswerden willst hilft

    - großzügiges Ausbaggern des ganzen Areals. Ist aber nicht 100% sicher.

    - größflächiges Betonieren. 100% sicher, aber kein Rasen mehr.


    Wenn du die Pilze magst, lasse es wie es ist.


    Nelkenschwindlinge werden gern e als Suppenpilze gepriesen. Wie sie wirklich schmecken, weiß ich nicht. Die kleinen Dinger zu sammeln ist mir zu mühsam.


    Gruß

    Peter

    Hallo Schupfnudel,


    aus den Bildern ist sicher noch einiges herauszuholen.



    Ich habe mir einfach mal erlaubt, das eine Sporenbild ein wenig "aufzuhübschen". Ich hoffe, du bist nicht böse darüber.


    Du kannst davon ausgehen, dass praktisch alle Mikrofotos im Anschluss eine Bildbearbeitung durchmachen müssen. Bei der einen Kamera mehr, bei der anderen weniger. Das schaffst du auch.


    Und ob das ein einfaches Photoshop, GIMP oder irgendein anderes Programm ist, ist nicht entscheidend.

    Ich drücke dir die Daumen!


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    bei originalen Bildern, die ich besitze, liegt das Copyright bei mir. Natürlich sollte ich nicht behaupten, dass privat hergestellte Kopien die Originale der Originale sind... ;) Es bleibt wohl eine schwierige Frage.


    Wenn wir schon bei Kopien sind, hier noch zwei Kopien von Otto Baral (1909-2000). Der Künstler und Bildhauer hat in seinem Leben viele hundert (tausend?) Aquarelle hergestellt, in der ihm eigenen Art.




    Die Bilder zeigen in naturgetreuen Farben die Fruchtkörper. Mikroskopische Details hat er treffend dargestellt. Ergänzt wurden die Blätter mit Angaben zu Geruch, Geschmack, Fundort, Finder und Ökologie. Ich finde sie absolut gelungen!


    Jetzt wird es schwierig. Es sind natürlich original von Baral gemalte Aquarelle. Aber es sind Kopien!

    Baral hatte die Bilder einmal für sich selbst gemalt und für den Finder eine (fast) identische Kopie nach dem gleichen Verfahren hergestellt. Damit belohnte er die Pilzfreunde, die ihm besondere Pilze brachten.


    Teile der Sammlung der Baralschen Aquarelle wurden vor Jahren einmal in Karlsruhe ausgestellt. Ich bin nicht ganz sicher, ob die Sammlung seiner Pilzaquarelle nun in Karlsruhe liegt oder im Naturkundemuseum Stuttgart.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    das Abmalen der Pilzabbildungen aus seltenen Büchern wurde von vielen Personen betrieben. Farbige Fotokopierer gab es früher nicht und abfotografierte, großformatige Farbvergrößerungen waren sehr teuer.

    Hans Steinmann (1919-2007) war bis 1981 fast 20 Jahre Vorsitzender der "Pilzfreunde Stuttgart e. V." und ebenso bei der "Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde" aktives Mitglied. Er pflegte viele Pilzkontakte in die ehemalige DDR sowie auch international.


    Für die ihn interessierenden Gattungen kopierte er sich Teile des Pilzbuches von "Jacob E. Lange (1935-40): Flora agaricina danica". Das Buch war aufgrund seiner 200 in Farblithographie ausgeführten Tafeln bereits beim Erscheinen selten und teuer. In den 1980er Jahren wurden Preise von 2000-7000 DM aufgerufen - und auch gezahlt(!). In der damaligen Zeit war das Buch fast unerschwinglich, insofern hatten nur wenige Pilzler dieses wichtige Standardwerk in ihrem Besitz.


    Steinmann nahm Buntstifte als Hilfsmittel, um die Pilzbilder zu kopieren.






    Auch seine Kopien erachte ich als gelungen. Leider hat er viele Bilder auf Papier gemalt, das rückseitig bedruckt ist, was störend auf die Vorderseite durchschlägt.


    Hier im direkten Vergleich - links die Buntstiftkopie, rechts das Original aus Lange.


    In den Kopien fallen die Farben blasser aus. Unwichtig erscheinende Details, wie z. B. das Gras rechts oben wurden manchmal weggelassen.

    Trotzdem sind die Pilze kenntlich gemalt worden.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    angeregt durch diesen Beitrag Pilzaquarelle bei ebay

    möchte ich ein paar originale Pilzbilder vorstellen, die im Laufe der Jahre den Weg zu mir gefunden haben.


    Zum Einstieg zeige ich einige in Aquarelltechnik ausgeführte Bilder des gelernten Perlmutterdrechslers Thomas Cernohorsky. Die Originalgröße der Bildseiten beträgt ca. 24x20 cm. Die Aquarelle wurden von ihm in der Zeit von ca. 1931-51 hergestellt und sind akkurat ausgeführt. Die Farben leuchten immer noch.


    Die Bilder sind in 4 Bänden gebunden und als ich diese erwarb, kamen mir die Abbildungen doch irgendwie bekannt vor. Durch Vergleiche wurde es dann klar. Cernohorsky hatte die 200 Farbtafeln aus dem Werk "Icones selectae Hymenomycetum nondum delineatorum" (1867-84) von Elias Fries für sich nachgemalt. Und man darf gerne anmerken, dass seine Aquarelle die gedruckten Abbildungen von E. Fries in Schönheit übertreffen.


    Das Buch von Fries war bereits damals sehr selten und entsprechend teuer. So blieb interessierten Mykologen nur der Weg, sich ein Exemplar aus einer Bibliothek auszuleihen und dies sorgfältig zu kopieren.

    Über 20 Jahre hat er daran gearbeitet, trotzdem ist es ihm nicht gelungen, alle Bilder zu kolorieren. So blieben ca. 1/4 als Schwarz-Weiß-Umrissbilder stehen.


    1947 hatte Cernohorsky selbst ein Pilzbuch geschrieben, das veröffentlicht wurde: Pilzfibel. Markt- und Giftpilze.


    1956 ist Thomas Cernohorsky verstorben.


    Freundliche Grüße

    Peter