Beiträge von Peter

    Nach Lesen der verlinkten Threads habe ich den Eindruck, dass überhaupt nicht definiert ist, wie man die Sporen misst. Nämlich genau so: längs und quer, aber nicht diagonal und ohne den Zippel.

    Hallo,


    die Pilzler (fast alle :) ) haben sich darauf geeinigt, wie man bei Entoloma die Sporengröße misst. Das ist die Definition, die es gibt. Björn hat das oben mit dem Rechteck ja gut erklärt.


    Die Messungen werden unabhängig vom Mikroskopiker dann auch gleich ausfallen. Damit ist die Vergleichbarkeit gegeben. Das ist für die Bestimmung ausreichend.


    Fehler passieren dann, wenn Sporen gemessen werden, die "falsch liegen". Das kann man immer wieder sehen, auch hier im Forum. Die Sporen müssen so liegen, dass der Apikulus an der Seite scharf sichtbar ist und man den "Bauch und den Rücken" der Spore seitlich scharf erkennen kann (bei Entoloma nicht immer so einfach). Da muss man manchmal ganz schön suchen, bis man passend liegende Sporen findet.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Die genaue Messung der tatsächlichen Größe von Sporen, z. B. des Volumens wurde zwar schon öfters mal angestrebt mit Näherungsberechnungen. Die sind allerdings (meines Erachtens) nicht aussagekräftiger für eine Bestimmung als die einfachen Längen-/Breitenmessungen.

    Mit moderner Technik wäre bestimmt eine automatische Volumenmessung am Mikroskop möglich. Ob das Sinn macht, wird die Zukunft zeigen.

    Marasmiellus lateralis Bas & Noordel.

    Am 19. 11. 2001 sammelte ich im Bannwald Franzosenbusch an einem 1971 geworfenen

    Kiefernstamm einen nur 3 mm breiten und 2 mm vorstehenden ungestielten weißen

    Fruchtkörper, den ich zunächst für Clitopilus hobsonii hielt. Die mikroskopische

    Untersuchung zeigte aber Schnallen, die der Gattung Clitopilus fehlen, flaschenförmige

    Zystiden und ungerippte glatte Sporen von 5,5-8,0 x 2,5-3,0 μm. Die Bestimmung gelang

    mit Bd. 3 der Flora agaricina neerlandica (BAS & al. 1995). Marasmiellus lateralis wurde

    erst 1993 von BAS & NOORDELOOS nach Material aus den Niederlanden beschrieben, wo

    der Pilz 1988 von VEERKAMP an einem morschen Douglasien-Stubben entdeckt und 1989

    wiedergefunden war.


    aus

    Bemerkenswerte Pilzfunde bei Sandhausen

    Wulfard WINTERHOFF, Keplerstr. 14, 69207 Sandhausen


    Freundliche Grüße

    Peter

    Wenn mir ein Arzt wegen grippeähnlichen Symptomen Novalgin verschreiben will, dann löse ich es nicht einmal in der Apotheke ein, fertig. Da kann man mir so viel erzählen wie man will, da gibt es schlichtweg keine Belege für.


    Hallo "XXX",


    wenn du das sowieso besser weißt als der Arzt, dann brauchst du doch gar nicht hingehen. ;)


    Um zur Ausgangsfrage zurück zu kehren. Sat hat nach zweiwöchiger Einnahme von Birkenporlingstee Verdauungsbeschwerden, Pickel bekommen und ist jetzt krank. Kannst du dazu was sagen?


    Gruß

    Peter

    Hallo Claudia,


    der Gebrauch von Nashornpulver als Wundermittel gegen Kopfschmerzen, Zur Krampflösung, zur Fiebersenkung, gegen Krebs ..... etc. hat in der TCM auch eine jahrhundertealte Tradition.

    Eine Vielzahl von Menschen (nicht nur Chinesen), berichten aus eigener Erfahrung von der positiven Wirkung und bewerten dies als "echten Beleg". Gerne wird immer wieder davon berichtet.

    Da könnte man doch glatt auf den Birkenporling verzichten. :saint:


    Ehrlich gesagt, mir ist es egal, was sich die Leute einwerfen. Ob Birkenporlinge, Zunderschwämme, Eigenurin, Psilos, Heilsteine, der Gang zum Heilpraktiker oder Schamanen, was auch immer, jeder schwört darauf, das richtige "Heilmittel" gefunden zu haben und kann dies auch für sich nutzen. Manche publizieren ganze Bücher mit ihrem "Wissen".


    Als Naturwissenschaftler stehe ich mehr auf Beweise als auf "Glauben". Insofern ist das eben nicht so das richtige für mich, tut mir leid.


    Gruß

    Peter

    Hallo,

    Klinische Studien gibt es meines Wissens nicht,....

    Was es gibt sind alles die normalen universitären Studien, z.B...

    Hallo Wolfgang,


    die von dir genannten Studien zeigen lediglich Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen auf (wenn ich diese richtig verstanden habe). Inwiefern sie vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden können lässt sich daraus schwerlich ableiten.

    Und ob diese dann im menschlichen Körper tatsächlich "messbare Heilwirkung" entfalten, das müsste erst durch echte Versuchsreihen nachgewiesen werden.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    zwei Gymnasiasten beteiligten sich 2007 am "jugend forscht" Wettbewerb. Sie sind erfolgreich und holen mit ihrem Forschungsbeitrag sogar einen zweiten Platz.

    16 Jahre später(!) soll diese Teilnahme ihre Glaubwürdigkeit untergraben?

    Das ist das erste Mal, dass jemandem eine erfolgreiche Teilnahme an diesem seriösen Wettbewerb negativ ausgelegt wird.


    Nein, wir haben hier keine Vorurteile....


    Gruß

    Peter


    PS: zuehli hatte hier nach persönlichen Erfahrungen mit dem Anbieter der "Pilzkurse" gefragt. Bisher konnte ich dazu noch gar nichts lesen.

    Hallo,


    ich verstehe nicht so ganz, wieso das ein Aufreger hier ist. Da bietet eben jemand Pilzkurse für Geld an. Das tun sehr viele andere auch. Und jeder, der Kurse anbietet, macht das ein wenig anders als andere. Das ist auch gut so.


    Die Werbung dazu muss einem nicht gefallen. Und wenn das Geschäftsmodell von Herrn Gorschlüter bei ihm so funktioniert, so what?


    Hier wird ganz schön wild spekuliert - und das ohne jegliche eigene Erfahrung.... :rolleyes:


    Gruß

    Peter

    Hallo Brynn,


    an guter, aktuell erhältlicher Literatur kann ich empfehlen:

    - Flora agaricina Neerlandica Vol. 7 - Russulales. (auf englisch). Da sind die Milchlinge drin!

    - Pilze der Schweiz Band 6 (deutsch)

    Ein Mikroskop ist nicht zwingend nötig (kann aber auch recht hilfreich sein...)


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Boncuk,


    wenn du die Pilze anschneidest, sollte sich das karottenfarbene Fleisch innerhalb von 5-8 Minuten durch die Milch deutlich weinrot verfärben. Dann hast du den Spangrünen Kiefernreizker (L. semisanguifluus).


    Beim Edelreizker blasst das Fleisch aus und wird nicht weinrot.


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    ich erkenne einen deutlich überalterten Schirmling.

    Nachdem die Knolle fehlt, eine Stielnatterung nicht eindeutig erkennbar ist, wäre jedweger Bestimmungsversuch bloße Raterei.


    Aber halte uns gerne auf dem Laufenden, wie es dem "Esser" geht.


    Gruß

    Peter

    Ich finde das Verhältnis von Verantwortung und Finanzierung von allen PSV, die unentgeltlich für die Giftnotrufzentrale arbeiten, übrigens sehr unfair. Die Krankenhäuser rechnen ab, die PSV zahlen drauf.


    Hallo,


    ich finde das Verhältnis von Verantwortung und Finanzierung von allen PSV, die unentgeltlich für die Giftnotrufzentrale arbeiten, übrigens fair.

    Es wird niemand dazu gezwungen, sich für den Giftnotruf zu melden. Wir machen das alle freiwillig und können das jederzeit problemlos beenden!

    Die Krankenhäuser rechnen ab, die PSV zahlen drauf.

    Das ist schlichtweg falsch!

    Jeder PSV, der für das Krankenhaus arbeitet, kann seine Dienste abrechnen. Dies lernt man z. B. in der PSV-Ausbildung und man kann Musterabrechnungen im PSV-Leitfaden finden. Da muss man eben selbst tätig werden.

    Wer nichts abrechnet, will auch kein Geld haben.


    Gruß

    Peter

    Meine Frage: Dürfen kostenpflichtige Pilzausflüge tatsächlich von jedermann geführt werden? Gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, keine Prüfungen, keine Zertifikate?

    Hallo Kai,


    jeder darf kostenpflichtig irgendetwas anbieten. Solange er sich im gesetzlichen Rahmen bewegt und zahlende Kundschaft findet, ist alles im grünen Bereich. Das ist die Realität.


    Es kommt darauf an, ob die fachlichen und didaktischen Fähigkeiten des Kursleiters und die Erwartungen der Teilnehmer zusammenpassen. Passt es, werden beide Parteien zufrieden sein. Ansonsten eben nicht.


    Am sichersten geht man, wenn man Pilzführungen von Pilzvereinen besucht. Und wenn man da mal ein paar Kilometer fahren muss, wo ist das Problem? Es ist Hobby, da gibt man doch gerne das Geld aus.


    Gruß

    Peter

    Hallo "XXX",


    genau so hatte ich das früher auch gemacht. Nur so schön schreiben kann ich nicht.

    Toll, dass du an solchen Experimenten Freude hast!


    Evtl. kannst du versuchen, die Tinte offen stehen zu lassen. Wenn dann das Wasser verdunstet, könnte die Tinte dicker werden. Aber ich hatte das nie probiert.

    Auch ein wenig Tapetenkleister zugeben wäre denkbar.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    bezüglich Prüfsiegel zitiere ich von der Homepage der DGfM:


    "Für die Annahme und Bearbeitung ist der Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Nachdem uns das Buch im vorfinalen Manuskriptstadium (druckfertiges Pdf) vorliegt, wird das Werk von unabhängigen Experten in folgenden Bereichen geprüft:

    • Aufmachung und Verarbeitung
    • Gliederung/Struktur
    • Textinhalte
    • Aktualität
    • Sprache
    • Motive und Bilder

    Nach bestandener Prüfung erhalten die Verlage die Genehmigung, unser Prüfsiegel zu verwenden."


    Die Mitglieder des Fachausschusses sind hier zu finden: https://www.dgfm-ev.de/ueber-u…se/oeffentlichkeitsarbeit


    8| :) :saint:


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Thorben,


    schön, dass du dich mit solchen Pilzen beschäftigst. Mir waren die immer zu schwierig und frustreich.


    Ich bin so frei und hänge hier mal die entsprechende Tafel von Frau Dr. Maser an, die die Art ausgiebig mikroskopiert und im Anschluss eine Zeichnung angefertigt hat.


    (https://my.hidrive.com/share/asu0pkxfkw#$/DrHannaMaser/1-18_Ordner/Aphyllophorales/Corticiaceae_s_l/Botrybasidium_laeve)

    Ich denke, dass du bei ihren Zeichnungen (https://www.pilzfreun.de/2023/10/zeichnungen-dr-hanna-maser/) noch einiges Interessantes finden könntest.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Alex,


    es sind keine Steinpilze zu sehen. :!:


    An der Oberfläche deines Fundkorbes kann man mindestens 2 verschiedene Arten erkennen. Was sich darunter verbirgt, können wir nicht wissen.

    Verantwortungsvolle Handlungsweise ist es, deine Funde einem Pilzberater vorzulegen.


    Gruß

    Peter