Beiträge von Peter

    Hallo romana,


    Lactarius vietus hat einen gering schleimigen Hut, deiner sieht aus, wie wenn er stark schleimig wäre.

    Bei vietus sollte sich die Milch beim Eintrocknen grün verfärben.


    Es könnte L. vietus sein. Ich vermute eher L. albocarneus. Der ist nicht nur stark schleimig, sondern richtiggehend klebrig. Den ganzen Pilz kann man von unten an die ausgebreitete Handfläche einfach festkleben. Beim Wegziehen bildet die klebrige Schicht Fäden. Wird deshalb auch gerne "Pelikanol-Pilz" genannt.

    Wenn du den Pilz noch hast, kannst du das testen.

    Die Milch bleibt weiß.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    dass auch Schweine Knollenblätterpilze vertragen ist richtig.


    Die Erkenntnis ist ganz einfach nachzuvollziehen. Früher hat man Schweine zur "Eichelmast" in die Laubwälder getrieben, damit sie sich an Eicheln, Bucheckern und sonstigem sattfressen. Da waren sicher auch Knollenblätterpilze dabei, die von den Schweinen aufgenommen wurden.

    Auch die Wildschweine sind "Pilzfeinschmecker", die Knollenblätterpilze verspeisen.

    In den Kriegszeiten hat man Pilze als Viehfutter propagiert und teils mit Erfolg eingesetzt. Da waren auch Knollis dabei.


    Der "Rückschluss", was "Tiere essen können wir Menschen auch", funktioniert allerdings nicht. :)


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Mellalei,


    die Frage wird dir wohl niemand sicher beantworten können. Bisher habe ich noch nie von mit Knollenblätterpilz vergifteten Pferden gehört.


    Menschen und Tiere lassen sich leider auch nicht "einfach so" vergleichen. Kaninchen (Säugetiere) haben beispielsweise kein Problem mit dem Verspeisen von Knollenblätterpilzen.


    PS @Thiemo: Amanitin ist kein Hautgift! ;)

    Hallo Sebastian,


    makroskopisch kommt der schon gut hin.

    Der Geruch (für mich eine Mischung aus Kampfer und Maggi) verstärkt sich beim trockenen Fruchtkörper. Oder den Fruchtkörper einige Zeit in ein verschlossenes Glas einsperren, dann öffnen. Dann ist der Geruch noch deutlicher wahrnehmbar.

    Die Pleuromakrozystiden verstecken sich gerne am Lamellengrund zwischen den Lamellen. Einfach mal ein Quetschpräparat vom Lamellengrund versuchen.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    leider ist meine Glaskugel momentan außer Betrieb. ;)


    Ohne aussagekraftige Fotos und Beschreibung der frischen Fruchtkörpermerkmale bleibt eine mögliche Bestimmung bloße Raterei. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo Schrumz (komischer Name:)),


    wenn deine Finger von der Milch auch braun geworden sind und der Pilz dann auch noch nach Hering riecht, sollte er es sein.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    mit dem Grubigen Milchling (Lactarius scrobiculatus ) liegst du bestimmt richtig.

    - Hut ockerfarben

    - Haare dunkler, zoniert

    - Hutrand haarig

    - Stiel fest, hohl, stark grubig

    - Stielspitze weiß

    - Milch weiß, dann gelb werdend


    Wenn du den Pilz von oben nach unten durchschneidest, sollte immer noch ein wenig Milch austreten, die das Fleisch gelb färbt.


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    eigentlich eine gute Idee. Leider habe ich auch gleich ein paar Fehler (weiter hinten) entdeckt.


    Bevor sich jetzt da Leute ranmachen und dann auch noch mit falschen Antworten lernen, wäre es denn nicht besser, bei der DGfM nachzufragen. Die sollten doch die Antworten zu den Fragen präsent haben.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    Täublinge makroskopisch zu bestimmen, ist nur bei viel Erfahrung und oft mit Unsicherheit behaftet. Im Mikroskopieforum hat Bernd Miggel einen bei Buchen gefundenen Täubling eingestellt, bei dem auch nach mikroskopischer Untersuchung eine Bestimmung bis jetzt gescheitert ist.


    Makroskopisch könnte man einen Rotstieligen Ledertäubling vermuten.


    Mikroskopisch könnten die Sporen passen:

    Sie sind relativ groß, rundlich und besitzen ein isoliert hochwarziges, deutlich amyloides Ornament.

    Maße (aus 32 repräsentativen Sporen mit 95-prozentigem Vertrauensintervall hochgerechnet):

    Lav x Bav = 8,8-8,9 x 7,7-8,0 µm; Qav = 1,11-1,14; Vav = 266-297 µm3; Warzen bis 1,2 µm hoch.

    Mit Länge L, Breite B, Schlankheitsgrad Q = L / B; V = Volumen; av = Index für Mittelwert (average).

    Dann kommen die Überraschungen:

    Ein Huthautfragment mit Karbolfuchsin wird angefärbt und danach mit schwacher Salzsäure ausgewaschen. Säureresistente Inkrustierungen bleiben an den entsprechenden Huthautelementen als rote Überzüge oder Tropfen sichtbar. Im Bild erkennt man zahlreiche Pileozystiden und Primordialhyphen mit säureresistenten Inkrustierungen.

    Das schließt eine Bestimmung als R. olivacea aus.

    Zusätzlich finden sich auch noch "merkwürdige" dickwandige, dornenartige Elemente in der Huthaut - in den Bildern auf der rechten Seite.


    Irgendwie will da nichts zueinander passen. Vielleicht hat jemand eine Idee?


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Originalbeitrag mit mehr Text und Bildern siehe: Interessante Pilzfunde 23 - Unsichere Täublingsart

    Hallo,


    der Pfeffermilchling ist einer der wenigen Pilze, die wir zum Essen noch mitnehmen.


    Ein paar Hüte unzerteilt in der heißen Pfanne von beiden Seiten wenige Minuten braten, Salz dazu, fertig. Schmeckt überhaupt nicht scharf, sondern delikat und ganz anders als sonstige Pilze.


    Man darf sie nicht zu lange braten, sonst werden sie trocken, strohig, zäh und bitter.

    Es ist wie bei einem Steak. Wenn man das zu lange brät, erhält man auch eine ungenießbare "Schuhsohle".


    Wir lieben die Konsistenz und den Geschmack der Pfeffermilchlinge. Als kleine Vorspeise finden wir sie ideal. :thumbup:


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    ich weiß nicht, was der Ziegelrote Täubling ist, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass der Fruchtkörper in den Lamellen nach Stachelbeerkompott riecht.


    Gruß

    Peter

    Hallo Felli,


    die Fruchtkörper sind noch sehr jung. Da kann ich mir schon vorstellen, dass der Myzelfilz auch mal stärker ausgeprägt ist. So was gibt es hin und wieder. Scheint auch witterungsabhängig zu sein.


    Den Geruch würde ich bei Tuber rufum mit "ähnlich wie geräucherter Schinken" beschreiben. Das kann man gut nachvollziehen. Vielleicht finden sie die Hunde auch deshalb so häufig... :)


    Gruß

    Peter

    Hallo Schrumz,


    im Internet steht viel und auch viel Unsinn. :)


    Die Täublingsregel gilt nach wie vor. Der Rotstielige Ledertäubling hat in seltenen Fällen für gastrointestinale Vergiftungen gesorgt. Bei dem mir persönlich bekannten Fall waren es sehr viele ungenügend erhitzte Pilze, die auf dem Grill kurzgebraten und dann verspeist (verschlungen?) wurden.

    Bei durchgegarten Pilzen (wird bei Pilzen sowieso immer empfohlen) besteht keine Gefahr. Da kann man der DGfM durchaus Vertrauen schenken. ;)


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    ich bin ziemlich sicher, dass der Fruchtkörper weiße, milde Milch drin hat.

    Vergleiche ihn mal mit dem Orangerandigen Milchling Lactarius fulvissimus.


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    ich verstehe nicht, warum du erwartest, dass sich der Forenbetreiber zu deinen "Unannehmlichkeiten" äußern sollte.


    Es gibt doch eine ganz einfache Lösung für dich: Adblock - fertig. Das ist in weniger als einer Minute installiert und kostet nicht mal was. Du hast es also selbst in der Hand dein Problem zu lösen.


    Wenn es dich trotzdem nicht in Ruhe schlafen lässt, dann empfehle ich, den Forenbetreiber direkt privat anzuschreiben.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    ich empfehle, mal folgenden Versuch zu machen:


    Man nehme einen Bierdeckel (Bierfilz), darf gerne schon gebraucht sein, und lege ihn für angemessene Zeit in Wasser. Gesundheitsbewusste Personen und solche, die gegen Schleichwerbung sind, bevorzugen unbedruckte Exemplare.


    Die Kartonscheibe vom überflüssigen Wasser befreien, indem man sie mehrfach mit den Händen in alle Richtungen bewegt und durch gleichzeitiges Verdrehen etwas auflockert. Die einzelnen Zellschichten erhalten so eine luftigere Konsistenz. (Kalorienbewusste Personen schwören auf eigenhändig in Form geschnittene Wellpappe.)


    Dann mit Mehl, Ei (gewürzt mit anständig Salz und Peffer) und Semmelbröseln panieren und im Anschluss in heißem Butterschmalz goldgelb ausbacken. Im vorgewärmten Teller mit Petersiliendeko und Zitronenscheibchen servieren.


    Wenn man seinem Gast ein Farbbild vom Riesenbovist neben den Teller legt und stolz von den heutigen Frischfunden berichtet, dürfte das Geschmackserlebnis vollkommen sein.


    Kulinarische Grüße :giggle:

    Peter

    Hallo,


    diese Werbung eines chinesischen T-Shirt Herstellers erscheint auch in anderen Foren. Durch das zusätzlicheZeigen der Bilder im Forum wird lediglich die Aufmerksamkeit auf diesen Artikel erhöht.


    Der Betreiber des Forums will Werbeeinnahmen, also muss man das wohl aushalten. Wenn einem das nicht gefällt, nimmt man als User eben einen Werbeblocker, fertig.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    meine Pilzsachverständigenprüfung würde ich dort machen, wo eine schriftliche, vollständige, ordentliche, nachvollziehbare und transparente Prüfungsordnung öffentlich vorliegt.


    Jeder "Popelverein" oder auch nur Ableger davon, Volkshochschulen, sowie private Einzelpersonen (müssen nicht mal Pilzkenner sein), Anbieter von Kinderspaßprogrammen, Opa & Oma, ... können ohne jeglichen fachlichen Nachweis, einen Titel "Pilzberater / Pilzsachverständiger / Pilzkundiger / Pilzwisser / Pilzkönig / uvm." vergeben. Dazu braucht es nicht mal eine Prüfung, geschweige denn eine vorherige Ausbildung. Dann noch einen "Ausweis", ein paar gestickte Abzeichen und eine repräsentative Urkunde dazu, das macht dann was her. :giggle:


    Die Frage ist eigentlich, was ist einer dieser Titel wert und was will ich mit meinem "Titel" nachher machen.


    Sollte man beabsichtigen, Pilzberatung durchzuführen oder bei Vergiftungsfällen zur Verfügung zu stehen, dann wird man schnell erkennen, dass es da erhebliche Unterschiede gibt. (Das wird von vielen Anbietern schlicht verschwiegen.)

    Nicht zufällig wird von den Vergiftungszentralen bei den Pilzsachverständigen angefragt, ob sie Pilzsachverständige der DGfM (Deutsche Gesellschaft für Mykologie) sind.


    Freundliche Grüße

    Peter