Hallo durnik,
diese "sehr günstigen..." Mikroskope wie aus deinem Beispiel sind einfachst zusammen gebaute Teile mit primitivsten Optiken. Natürlich kann man damit mikroskopieren. Irgend etwas sieht man immer. 
Es geht eben um die Abwägung, was will ich sehen und was brauche ich dazu. Für Pilzmikroskopie sind vor allem die höheren Vergrößerungen wichtig. Fast immer wird mit 1000-facher Vergrößerung mikroskopiert. Da sieht man die Qualitätsunterschiede recht deutlich. Die Sporen zeigen im Bild grünliche (oder andersfarbige) Schatten oder Halos, die feinen Ornamente sind nicht zu erkennen. Wenn auf den 100x Objektiven die gleiche numerische Apertur von 1,25 drauf steht, heißt das nicht, das die gleich gut sind.
Die Mikroskope stammen aus chinesischer Fertigung (das heißt nicht, dass sie deshalb schlecht sind - es gibt auch andere!), werden billigst produziert und auf den Markt geworfen. Werbesprüche wie 5000-fache Vergrößerung (obiges Beispiel) sind lachhaft - mehr als 1000-fach (max. 1250x) ist aus optischen Gründen gar nicht möglich. Die mechanische Qualität ist oft "saumäßig". Reparaturen und Ersatzteilversorgung sind praktisch nicht vorhanden.
Mikroskopieren soll auch Freude bereiten. Wenn man allerdings dauernd Probleme hat mit einem wackeligen Stativ, einem holpernden Kreuztisch, mieser Beleuchtung, schlecht abgeglichenen Objektiven und dann feststellt, dass man im Mikroskop des Sitznachbarn beim Seminar die Ornamente der Sporen deutlich sehen kann, wo man beim eigenen Mikroskop immer nur raten muss, spätestens dann ist der Frust richtig groß.
Woher ich das weiß - es ging mir vor vielen Jahren genau so. 
Mein Tipp ist immer: Gehe zu einem Pilzverein, einem Seminar, einem Arbeitskreis, schaue dir die dortigen Mikroskope an und schaue auch durch. Dann wirst du sicher wissen, was du willst.
Gruß
Peter
PS: Das Mikroskop von Andreas ist gut. Ich durfte es selbst ausprobieren.