Beiträge von Clavaria

    Zum Abschluss noch ein Pilz den ich zwar gut kenne, aber seit 6 Jahren nicht mehr so zahlreich gefunden habe. Auf Holzhäxelhaufen, die ich schon seit Wochen beobachte wurde ich jetzt fündig.
    Runzeliger Ackerling (Clitocybe rivulosa)

    Hallo Karl


    Schöne Funde!

    Einen Flüchtigkeitsfehler gibt es, das sollte wohl Agrocybe und nicht Clitocybe sein.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Heute durfte ich an einem Familienausflug teilnehmen. Wir waren an bzw. knapp über der Baumgrenze unterwegs.

    Die Toleranz für meine Pilzspinnerei hält sich in Grenzen, deshalb waren nur kurze Abstecher in die spannenden Bergwiesen erlaubt.

    Aber immerhin ein paar nette Sachen gab es dann doch. Mikrobilder sind bei den meisten dieser Arten wenig aufschlussreich, darum verzichte ich darauf.


    1: Clavaria fumosa


    2: Cystoderma carcharias


    3: Hygrocybe punicea


    Schnittbild: Stielbasis weiss


    4: Hygrocybe splendidissima


    20210829_214023.jpg

    Schnittbild: Fleisch bis in die Steilbasis orange bis chromgelb


    5: Hygrocybe cf. reidii

    Schwer zu bestimmen, weil sie schon recht trocken sind. Man sieht aber dass sie von orange über gelb zu cremegelb ausblassen.

    Einige Sporen sind eingeschnürt, aber sicher weniger als die Hälfte. HDS trocken (Kutis).

    Vielleicht hat noch jemand eine bessere Idee.


    6: Tricholoma psammopus

    Obligater Lärchenbegleiter, der mir dauernd auflauerte.


    Gruss Raphael

    Hallo Jann


    Vielleicht ist es C. diatreta, Habitus und Farbe könnten zumindest passen.

    Den Geruch kenne ich bei der Art recht variabel, da können auch ranzige Komponenten dabei sein.

    Das Bild in "Fungi of northern europe" passt recht gut zu deinem Fund.


    Leider ist die Bestimmung kleiner Trichterlinge enorm schwierig, also bleibt das nur eine Vermutung.


    Gruss Raphael

    Hallo Uwe


    Danke für die Bemühungen!

    Im Moment wohnen die noch im Kühlschrank, für den Fall dass es noch Untersuchungen an Frischmaterial braucht.

    Gibt es makrochemische Tests, die ich sinnvollerweise jetzt für alle Fälle noch machen könnte?

    Ich mache morgen dann Eksikkate und kann dir gerne etwas davon schicken. Kannst mir eine PN mit deiner Adresse schicken.


    Gruss Raphael

    Hallo Uwe,


    Zu 1: Kann denn C. glaucopus so einen kräftigen Geruch haben? Der störte mich richtig, als die Pilze beim Bestimmen neben mir lagen.

    Der Blauschimmer war da aber sehr undeutlich, man konnte es nur an dem einen Exemplare erahnen.

    Habitat würde stimmen (Fichten, Kalk). Hier noch ein paar weitere Fotos:

    20210824_170914.jpg





    Zu 2: Da habe ich mit 3% KOH getestet, war alles negativ (blassbraun).

    Eine Verfärbung beim Berühren gab es nicht, habe sogar am Stiel gerieben um das zu testen.

    Hier auch noch zwei Bilder.



    20210824_154854.jpg


    Gruss Raphael

    Dein erster Schleierling könnte doch zu den Multiformes gehören?

    Vermutilch nicht ganz einfach, da zu einer Bestimmung zu kommen, aber man kann es durchaus >hiermit< versuchen.

    Hallo Pablo


    Habe mir mal den Schlüssel in dem Paper vorgenommen, da kommt man ohne Alternative zu C. caesiolamellatus.

    Der kann er aber eigentlich nicht sein, da gibt es makro- und mikroskopisch zu viele Abweichungen.

    Mal schauen, ob Cortinarius oder sonstwer noch eine Idee hat.


    Gruss Raphael

    Ahoi!


    Och, die Schwefelritterlinge sind doch eher Sommerpilze. Wenn man mal vom gelegentlichen Frühjahrsschub der Erdritterlinge absieht, ist das einer der frühesten Ritterlinge, die man finden kann. Nebelkappen wären schlimmer im Moment. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Ich will euch die Sommerlaune nicht verderben, habe aber am Mittwoch sehr viele Nebelkappen gesehen. :giggle:

    Aber ich fand sie zu langweilig, um sie zu fotografieren.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Hier noch der Rest zu meinem vorgestrigen Ausflug. Bei den Bestimmungen hier bin ich mir teils gar nicht sicher, bitte korrigiert mich schonungslos.


    Habitat sofern nicht anders erwähnt: Montaner Fichten-/Kiefernwald mit einzelnen Lärchen.


    Ich versuche mich immer mal wieder mit Phlegmacien zu beschäftigen, aber die sind mir doch noch recht schleierhaft.


    1) Cortinarius cf. glaucopus


    Hier die KOH-Reaktion (3%): auf dem Hut, im Hutfleisch und in der Stielbasis.

    Fleisch in der Stielbasis blassgelb, weiter oben bläulich, im Hut wieder blassgelb.


    So richtig will ich nicht an glaucopus glauben, denn sie haben einen kräftigen, würzig-komplexen Geruch.

    Geschmack ebenso und etwas bitter.

    C. glaucopus soll ja fast geruchlos sein, so hatte ich ihn auch schon gefunden und ohne Zweifel bestimmt.

    Eine echte Alternative habe ich leider nicht.


    Sporen sehr kurz, selten länger als 7.5 µm.


    2) Cortinarius cf. saginus


    Lamellen teilweise schartig. Geruch schwach, etwas holzartig.


    Hier war ich anfangs richtig glücklich, weil ich im Atlas des Cortinaires den wunderbar passenden C. saginoides fand.

    Aber offenbar wurde der molekular untersucht und zu C. varius gestellt ??!! Der kann es aber eigentlich nicht sein.


    KOH auf dem Hut und im Fleisch negativ


    An der Stielspitze zeigt sich aber nach ca. zwei Minuten eine gelbbraune Reaktion, die dann wieder verschwindet.


    Sporen recht schlank, mandel- oder zitronenförmig.

    Die Sporen passen nicht zu dem, was ich in meiner Literatur als C. saginus finde.


    3) Cortinarius croceus


    Wenigstens da bin ich mir halbwegs sicher. Aber man weiss ja nie.


    Kurze, kräftig warzige Sporen.


    4) Clitocybe cf. marginella


    Auffallend ist der gelbbraune Hutrand, der fein gerieft ist. Der Hut verfärbt sich hygrophan zu weisslich, aber mit dunkler Mitte.


    Die Sporen sind klein und helfen kaum weiter.


    In der FN kommt C. marginella raus, wobei die Unterscheidung zu C. agrestis nur über die kräftige Hutrandfarbe gelingt.

    Mein eigener experimenteller Clitocybe-Schlüssel kommt auf C. agrestis, in dem Schlüssel fehlt C. marginella aber noch.

    Die Original-Beschreibung von Harmaja beschreibt aber eher einen schlanken Pilz mit stärker gestreiftem Hut.

    Kann sein dass der irgendwann anders interpretiert wurde.


    5) Helvella pezizoides


    Mit dieser kleinen Lorchel habe ich viel Zeit verbracht. Die Fruchtkörper wuchsen dort rasig, keiner war grösser als 1.5 cm.

    Nach Skrede 2017 kommt man auf Helvella pezizoides, findet dann aber im Internet völlig verwirrende Darstellungen.

    Die Art wurde u.a. bei Boudier anders dargestellt, als sie wohl in der Original-Beschreibung gemeint war.

    Skrede et al. 2020 zeigen dann aber genau das was ich gefunden habe.


    6) Hebeloma cf. mesophaeum

    Beweisen kann ich es nicht wirklich. Es könnte auch H. subtortum sein, die Lamellenzahl ist aber etwas zu tief und die Sporen passen nicht so ganz.

    Für H. mesophaeum fehlt der typische zweifarbige Hut. Aber eine bessere Idee habe ich nicht.

    Geruch kräftig nach Rettich.


    Sporen recht blass, wenig warzig, nicht dextrinoid, 9.0-10.2-11.5 x 5.2-5.7-6.2 µm, Q = 1.60-1.78-1.99


    Störend: Die häufigste Zystidenform war deutlich lageniform mit sehr dickem Bauchteil, ungestielt.

    Die Form würde besser zu H. pubescens passen, die aber nur aus Spitzbergen bekannt ist und auch sonst nicht in Frage kommt.


    7) Entoloma spec.

    Hier habe ich aufgegeben. Vielleicht hat jemand eine zündende Idee.

    Alle Versuche laufen ins Leere, am ehesten in die Nähe von E. prunuloides, das aber einen völlig anderen Habitus hat.


    Hut um 1.5cm im Durchmesser, deutlich hygrophan. Stiel silbrig überfasert. Geruch schwach, etwas säuerlich.

    Habitat: Recht magere Alpweide, in der Nähe nur einzelne Lärchen.


    Sporen mehrheitlich isodiametrisch und recht klein, meistens < 9 µm.


    Die Frage nach Zystiden kann ich nicht eindeutig beantworten. Es gab hier und da solche schlanken, aber auffälligen Zellen, die die Basidiolen deutlich überragten.


    Hier noch so eine.


    Schnallen konnte ich ohne grosse Mühe finden.


    HDS: Eine Kutis


    Hat da jemand irgendeine Idee?



    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Ja ihr habt wohl recht. Ich versuchte gerade meine Gedankengänge nachzuvollziehen, um meine Bestimmung vehement zu verteidigen.

    Aber ich weiss ehrlich gesagt auch nicht mehr, warum ich auf fuligineoalba kam. :/

    Sogar die Sporen passen besser zu violascens.


    Also - danke für den Hinweis, habs korrigiert.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Gestern Nachmittag habe ich mir eine kleine Pilzwanderung gegönnt. Ziel war diese subalpine Waldlichtung:

    Ich war das erste Mal dort und hatte eigentlich auf Saftlinge und andere Magerwiesenbewohner gehofft, aber Fehlanzeige.

    Dafür war der Weg dorthin enorm pilzreich. Ich habe noch nicht alles bestimmt, aber es ist ohnehin zu viel für einen Thread.

    Also mal hier mal der erste Teil.

    Habitat: Fichten, Kiefern, Lärchen auf ca. 2000 m. Hier und da gab es auch eingestreute Zwergweiden.



    Die mit Abstand häufigsten Pilze waren Schmierröhrlinge.

    Mit den verschiedenen Suillus-Arten hätte man mehrere Kofferräume füllen können. Hier nur zwei davon:

    1) Boletinus/Suillus cavipes


    2) Suillus sibiricus


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    Dann gab es vier verschiedene Lorchel-Arten, wovon ich nur drei fotografiert und mitgenommen habe.

    Die vierte war wohl H. palustris oder H. sulcata.


    3) Helvella lacunosa

    Die wuchs in grossen Mengen auf einer sehr steilen Wiese. Nur diese zwei konnte ich bergen, der Rest wäre lebensgefährlich gewesen.


    4) Helvella macrosperma


    Leider nur ein einzelnes Exemplar. Sie zeichnet sich durch kettenartige, stark pigmentierte "Haare" am Excipulum aus:


    Die dritte Lorchel folgt im zweiten Thread, da kämpfe ich noch mit dem Skrede-Schlüssel.


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    Rötlinge waren auch vertreten. Einer ist noch in der Pipeline, den anderen konnte ich nach Gröger und Noordeloos hoffentlich richtig bestimmen.

    Es gab zwei kleine Kollektionen, ich merkte erst am Mikroskop dass es wohl wirklich die gleiche Art ist.


    5: Entoloma resutum



    Sporen heterodiametrisch eher knotig als eckig


    Basidiolen mit Schnallen. Zystiden fehlen.


    HDS kräftig intrazellulär pigmentiert, ohne Inkrustationen.


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    Immerhin einen Saftling gab es auch unterwegs:


    6: Hygrocybe conicoides, am kargen, trockenen Strassenrand auf sandigem Boden.


    Sporen schlank zylindrisch


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    Weichritterlinge gehören im subalpinen Bereich zum Pflichtprogramm.


    7: Melanoleuca robertiana

    (oder wem das lieber ist: Melanoleuca melaleuca s.l.)


    Keine Zystiden gefunden.


    Ich hätte ohne Bedenken melaleuca draus gemacht, aber die Sporen sind ungewöhnlich kurz:

    Nur bis knapp 7 µm lang, stark isoliert warzig, subglobos bis sehr breit elliptisch.


    In der FN wird alles ohne Zystiden unter M. melaleuca versorgt. Ich habe mich dann mangels Alternativen an Fontenla&Gottardi (FND25) orientiert.

    Da spielen offenbar die Endzellen am Stiel und in der HDS eine Rolle, die sollten bei M. robertiana zumindest teilweise etwas keulig sein:



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    Für Ritterlings-Fanatiker war auch was dabei:


    8: Tricholoma hemisulphureum


    Stinkt wie ein Schwefelritterling, ist aber insgesamt kleiner, weniger lebhaft gefärbt und hat gerne braune Wasserflecken auf dem Hut.

    Die Art bevorzugt wohl subalpine Habitate, ist aber nicht darauf beschränkt.


    Die Sporen sind eine Spur gedrungener als bei Tr. sulphureum. Q-Wert war meistens unter 1.6.


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    Schliesslich noch drei triviale Arten:


    9: Lepiota cristata (Geruch passte und die gesporten Sporen waren auch da)


    10: Stropharia aeruginosa


    11: Clavulina rugosa



    Gruss Raphael


    Hallo zusammen


    Am Freitag habe ich einen Spaziergang mit meinem kleinen Sohn gemacht.

    Rund um einen Picknickplatz im Mischwald (Fichten, Tannen, Birken etc.) konnte ich einige schöne Funde machen:


    Es gab drei Stachelinge aus drei Gattungen:


    1) Bankera fuligineo-alba violascens





    2) Hydnellum aurantiacum


    Die wuchsen dort fast rasig, eine wahre Freude:






    3) Sarcodon fuligineoviolaceus

    Leider schon etwas trocken, deshalb nur mit schwacher Violettfärbung.

    Aber die Art kommt treu jedes Jahr an dem Standort.




    Dann zwei Korallen:


    4) Ramaria mairei


    Der Wald war voll davon. Habe sie aber nicht mitgenommen.



    5) Ramaria longispora


    Das meine ich zumindest, wenn ich nach Christan schlüssele.



    Die Sporen sind auffallend lang und schlank. Bis über 16 µm lang, Q-Wert meistens deutlich über 3.

    Das Ornament war grob warzig, aber ohne längere Rippen.


    Ich habe auch noch brav nach Lehrbuch in Wasser gemessen.

    In dem Präparat waren sie eine Spur kürzer, aber für die ähnlich R. largentii noch immer zu schlank.


    Und schliesslich noch ein schöner Rötling, den mein lieber Sohn mit hohen Gras gefunden hat.


    6) Entoloma mougeotii





    20210820 HDS2 KOH 400.jpg


    Lg, Raphael

    Hallo Schupfi


    Ja das ist ne Schnalle. Die Schnallen findet man bei vielen Arten nicht an jeder Septe.

    Ich würde noch Cheilos und Pleuros sehr genau anschauen. Mit dem Dokument das du zitierst sollte die Bestimmung dann eigentlich ganz gut gelingen.


    Der Schlüssel in der FN ist leider nicht auf dem neuesten Stand und deshalb für diese Gruppe von Dachpilzen nicht mehr wirklich geeignet.


    Gruss Raphael

    Hallo Schupfi


    Der ist halt noch sehr jung, schwer zu sagen ob es eine Simocybe ist, aber gut möglich.

    Wenn es eine Simocybe ist, sollte ein Blick auf die Zystiden die Frage zwischen sumptuosa und centunculus klären.


    S. sumptuosa müsste irgendwie solche Pileos haben:


    Und die Cheilos wären ebenfalls kopfig:


    Gruss Raphael

    Hallo Hias


    Ja das stimmt, drum kam ich ja bei Gröger erst auf E. bipelle. Das beschreibt Noordeloos recht passend zu meinem Fund:

    "Pileus 25-40 mm broad, conical at first then expanding to convex usually with small umbo

    and straight margin, weakly hygrophanous, when moist dark brown to blackish brown, not

    distinctly translucently striate or shortly so at margin only, slightly pallescent on drying,

    smooth, glabrous."


    Ich weiss nicht ob es inzwischen molekulare Untersuchungen in der Gruppe gibt, habe nur gesehen dass E. bipelle in der Mycobank zu E. sericatum gestellt wird.

    Die Farben sind ja wohl bei Entoloma nicht so konstant wie früher angenommen (siehe E. callirhodon, das offenbar mit E. serrulatum identisch ist).

    Denkbar, dass aufgrund anderer Bodenbeschaffenheit die Farbe dunkler ist.


    Gruss Raphael

    Hallo Werner


    Ja habe ich, war mild.

    Die Lamellen waren ablösbar und im Mikroskop sah man die feinen Warzen etwas besser als auf den Fotos.

    Ich denke schon dass es eine Lepista ist.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Am Samstag war ich wieder in den Bergen und habe ein paar schöne Sachen gefunden.

    Über allfällige Korrekturen würde ich mich freuen.


    Ziel des Tages war das rot markierte Gebiet im mittleren Val d'Anniviers.


    Zunächst drei Rötlinge. Diese wuchsen alle im gleichen Habitat, einer feuchten Alpwiese auf 2350m, dazwischen hier und da Zwergweiden:





    Dann zwei Risspilze, wo ich auf den Rat von Ditte hoffe:




    Dann gab es auf einer Alpwiese noch einen schwierigen Rötelritterling:


    So, und zum Abschluss noch ein Saftling von einer Bergwiese:


    Viele Grüsse

    Raphael

    Liebe Ditte


    Vielen Dank für deine Antworten!

    Ich warte schon ungeduldig auf den neuen Artikel und werde meine cincinnata dann nochmal damit abgleichen.


    Die drei Kollektionen schicke ich dir dann gerne.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Gestern war ich knapp über der Waldgrenze für Kartierungsarbeiten unterwegs.


    Das eigentliche Zielgebiet war bei einem kleinen Gipfel mit dem malerischen Namen "Montagne du Sex" (verurteilt mich nicht, ist nicht meine Wortschöpfung).

    Dort gab es nichts Unanständiges, nur Kühe die fast alles zertrampelt und verk***t hatten. Deshalb nur eine geringe Ausbeute.

    Habitat war eine Alpwiese mit Wacholder, Zwergweiden, Alpenrosen und einzelnen Lärchen.




    Auf dem Rückweg gab es dann noch folgende Entdeckungen, an oder knapp über der Waldgrenze:



    Dann noch weiter unten im Fichtenwald bei einem Rastplatz dieser Schüppling:



    Und dann noch ein Cortinarius von letzter Woche, dessen Bestimmung ich lange vor mir her geschoben habe:


    Gruss Raphael

    Hallo Wolfgang


    Der Hut ist wirklich so matt, richtig feinsamtig. Entsprechend gab es in der HDS auch viele aufsteigende Hyphenenden:


    Im Hymenium habe ich sicher über eine Stunde Schnallen gesucht, aber ohne Erfolg. Hier noch ein paar Bilder:




    Auch in der HDS, am Stiel und im Lamellentrama habe ich mehrmals gesucht - nichts.


    E. undulatosporum kann es aber auch sonst eigentlich nicht sein, gemäss Noordeloos hat die ausgebuchtete bis fast freie Lamellen und grössere Sporen.


    Ich habe gestern Abend noch nach wenig bekannten oder neu beschriebenen Rhodocybe- und Clitopilus-Arten recherchiert, bin damit aber noch nicht fertig.

    Leider sind vor allem von italienischen Autoren die Papers kaum zugänglich.

    Ich konnte aber viele dieser Arten irgendwo zumindest in einem Schlüssel finden und ausschliessen.

    Falls jemand das Werk von Baroni 1981 elektronisch hat, könnte das eine Hilfe sein.


    Ich werde ihn wohl wirklich sequenzieren lassen, denke das lohnt sich.


    Gruss Raphael