Beiträge von Clavaria

    Hallo zusammen


    Vor ein paar Tagen war ich in einem Auwald unterwegs, wo ich eine Gruppe Phlegmacien fand. Leider habe ich (wie erwartet) Mühe mit der Bestimmung:


    Ich hatte drei ungeduldige Kinder dabei, deshalb hatte ich nicht die Zeit alle Bäume in der Nähe zu notieren.

    Es gab sicher Birken und Erlen. Vielleicht auch Weiden, Pappeln und Kiefern.

    Geruch unangenehm, schwer zu definieren. Ganz junge Exemplare waren leider nicht zu finden.



    Die Stielbasis ist gerade oder etwas verdickt. Was hier im Schnittbild wie eine Knolle aussieht, ist eine Wuchsanomalie.

    An der Luft verfärbt sich das Fleisch nicht, reinweiss, nur in der Basis gelblich.


    KOH: Aussen negativ, auf dem Fleisch deutlich gelb.


    Sporen etwa 10-12 x 6-6.5 µm, schwach warzig.


    All meine Schlüsselversuche enden in Sackgassen. Was meint ihr dazu?


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    beli 1 hatte mich letztes Jahr nach diesem Porling gefragt, vor allem nach der KOH-Reaktion.

    Heute ist er mir an einem alten Lärchenstrunk begegnet:




    Hab ihn auch kurz unters Mikroskop geworfen:


    Und hier die ersehnte KOH-Reaktion (20%): Auf der Hutoberfläche fast negativ, Auf den Poren und am Stiel gelblich.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Nach meiner mageren Studienwoche war ich vorgestern in meinem Hauswald, und wurde von den Pilzen regelrecht erschlagen.

    Eine Stunde im Wald, dann musste ich die Flucht ergreifen, es gab einfach zu viele schwierige Arten.

    Hier einige schöne Kollektionen. Bitte korrigiert mich, wenn etwas nicht stimmt.


    1:

    Diesen leuchtend gelbbraunen Bovist fand ich spannend.


    Im Schnitt sieht man eine kompakte Subgleba.


    Capillitium vom Lycoperdon-Type, würde ich sagen.


    Sporen fein punktiert.

    Damit kommt eigentlich nur eine Art in Frage, die gemäss Jeppson auch mal gelbbraun sein kann: Bovista aestivalis.



    2:

    Rötlinge gab es in Unmengen. Aus Zeitgründen blieb ich auf dem Waldweg, wo ich auf fünf Metern fünf verschiedene Rötlinge fand.

    Das hier sollte Entoloma lividocyanulum sein.


    Sporen eher klein, heterodiametrisch. Basidien 4-sporig, ohne Schnallen, keine Zystiden.


    Pigment körnig-intrazellulär.



    3:

    Hier ist der leicht gelbliche Stiel wichtig: Entoloma politoflavipes.


    Sporen klein, selten länger als 8 µm. Basidien 4-sporig, mit Schnallen. Keine Zystiden.


    HDS mit intrazellulärem Pigment.



    4:

    Entoloma porphyrogriseum wollte mir seine Farbvariationsbreite zeigen. Sicherheitshalber nahm ich alle drei Kollektionen mit, mikroskopisch identisch.






    Cheilozystiden, zylindrisch oder fusiform


    HDS mit schwärzlichem Pigment



    5:

    Wer im DGfM-Forum mitliest, kennt den schon: Entoloma cf. subcuboideum


    Sporen kubisch oder pentagonal


    Lamellenscheide fast steril, dicht besetzt von Cheilozystiden.


    HDS...


    ... und Kaulozystiden. Die meisten davon zylindrisch oder keulig, nur sehr wenige mit apikalem Auswuchs.



    6:

    Flammulina fennae ist ein treuer Besucher in diesem Wald.



    Der Sporenabwurf ist missglückt, deshalb nur ein ärmliches Sporenpräparat.


    Cheilozystiden


    Bei Flammulina ist die HDS wichtig, deshalb habe ich mal einen Stack (am Hutrand) gemacht.

    Die grossen Elemente sind Pileozystiden. Die kleineren Elemente sind die Grundstruktur:

    Teils hymeniforme (gestielt-blasige) Elemente, aber auch viele irregulär geformte Ixohyphidien.



    7:

    Für den brauche ich mal wieder den Rat von Ditte :


    Habitat: Kalkboden bei Pinus, Picea, Betula


    Sporen: 8.4-9.2-10.2 x 4.6-6.5-7.2 µm, Q=1.27-1.44-1.94 (n=20)


    Cheilozystiden etwa 47-55 x 15-20 µm


    Pleurozystiden etwas länger. Unter den Kristallen haben viele Zystiden kleine Körnchen.


    Kaulozystiden am ganzen Stiel reichlich vorhanden.


    Die Funga Nordica führt mich zu Inocybe leiocephala. Die ist es aber wohl nicht, wenn man neuere Literatur berücksichtigt.

    Nach Larsson et al. 2014 komme ich am ehesten auf Inocybe lindrothii.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Ich komme gerade aus einer mykologischen Studienwoche zurück. Wie vielerorts hatten wir grosse Mühe Pilze zu finden.

    Die wenigen Funde musste man sich hart verdienen, indem man stundenlang durch Wälder, Moore und Gebüsch kroch.

    Aber immerhin gab es ein paar Highlights.


    Auf dem Weg zur Tagung machte ich einen Abstecher in die subalpinen Grünerlen. Dort gab es einige schöne Kollektionen:


    1:

    Dieser bereifte Trichterling ist wohl trotz des speziellen Habitats einfach Clitocybe rivulosa.


    2:

    Ein Helmling, keine super Kollektion, aber man muss halt nehmen was man findet. Geruch nach Chlor.

    Ich habe ihn als Mycena arcangeliana bestimmt.


    Igelige Cheilozystiden.


    3:

    Ascomyceten bearbeite ich selten, aber der hier sollte klar sein. Er wuchs an toten Grünerlen-Zweigen: Rutstroemia alnobetulae.


    Die Jod-Reaktion an den Asci konnte ich nur mühsam nachweisen, aber man kann sie erkennen.


    Die Sporen sind sehr lang, um 20 µm, und wurstförmig.


    Dann waren wir zweimal in einem Auwald, der immer für Überraschungen gut ist.


    4:

    Amanita echinocephala gab es immer mal wieder. Und massenhaft Amanita strobiliformis (kein Bild).

    Wir haben mit vereinten Kräften nach der darauf wachsenden Squamanita schreieri gesucht, leider ohne Erfolg.


    5:

    Ein kleiner Mehlräsling, Clitopilus scyphoides var. omphaliiformis.


    Sporen undeutlich gerippt.


    6:

    Der hier hat mich mit seinem schleimigen Hut in die Irre geführt. Es hatte kurz zuvor geregnet, später trocknete der Hut ab.

    Dann war klar, dass es ein Rötling ist, nämlich Entoloma excentricum.


    Die typischen, gestreckten Cheilozystiden.


    7:

    Dieses kleine Pilzchen an einem bemoosten Stumpf ist nichts alltägliches: Callistosporium elaeodes.


    Sporen in Ammoniak mit dem gattungstypischen, lichtbrechenden Tropfen.



    8:

    Um Holzkeulen kümmere ich mich sonst nicht, aber die hier fand ich schön. Xylaria longipes.


    Für ein gutes Präparat braucht man eine Axt. Aber ein paar Sporen konnte ich dann doch entdecken.



    Dann noch ein paar Sachen aus verschiedenen Hochmooren:


    9:

    Entoloma elodes tauchte die ganze Woche immer wieder auf.


    Auch dieser Rötling hat spezielle Zystiden.



    10:

    Ein kleines Pilzchen am Seeufer, zwischen oder an Sumpfpflanzen: Simocybe laevigata.


    Sporen glatt, ohne Keimporus, nicht dextrinoid


    Lamellenschneide steril, mit zahlreichen Cheilozystiden.


    HDS hymeniform, aus gestielt-blasigen Zellen.



    11:

    Galerina tibiicystis


    Sporen in Kongorot


    Cheilozystiden tibiiform.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Ich bin fast sicher dass es Conocybe aurea ist.


    Der Standort ist typisch, die Hutfarbe auch, und die deutlich helleren Lamellen.


    Gruss Raphael

    Liebe Ditte


    Danke dir für die prompte Antwort.


    Ja ich schulde dir seit geraumer Zeit einige Belege und habe deswegen ein schlechtes Gewissen.

    Das bringe ich alles an die Tagung mit, ebenso diese neue substraminipes-Kollektion.

    Die Inocybe lege ich mal als cf. flocculosa ab, vielleicht habe ich im Winter noch Kapazität für eine weitere Sequenz.


    Ich habe übrigens einige Risspilze von letztem Jahr zum Sequenzieren gegeben, warte aber noch auf die Ergebnisse.

    Da halte ich dich per Mail auf dem Laufenden.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen ( Ditte )


    Lange war in den Bergen ziemliche Pilzflaute. Erst zu heiss, dann wohl zu nass.

    Jetzt ist es zwar wieder heiss und trocken, aber Pilze gibt es trotzdem - ich werde nicht schlau draus.

    Nebst einigen anderen Sachen konnte ich jedenfalls einige alpine Risspilze finden.

    Habitat: Kalkgebiet auf ca. 2350m (Lac de Châteaupré)


    1:

    Aufgrund der leuchtenden Farbe war mir eigentlich sofort klar was es sein muss: Mallocybe substraminipes.

    Sie wuchsen im Gras zwischen Salix herbacea und kleinen Strauchweiden. Geruch etwas fruchtig.

    Die Art ist am Standort häufig und ich habe ihn hier im Forum auch schon gezeigt.

    Ich bringe den jetzt nochmal wegen der zweiten Kollektion gleich im Anschluss, die mir irgendwie anders zu sein scheint.


    Fleisch in der Stielbasis schwach gelb.


    Schnittbild


    Sporen 7.6-8.9-10.9 x 4.9-5.5-6.9 µm, Q = 1.22-1.64-2.12 (n=20)


    Zystiden meist 2-3 gliedrig mit einem blasenförmigen Endelement. Dieses 22-32 x 12-16 µm.


    Es gibt auch anders geformte End-Elemente, einzelne konisch verjüngt.



    2:

    Auch hier komme ich auf nichts anderes als Mallocybe substraminipes.

    Aber schon der Standort war völlig anders: Sie wuchsen in einem ausgetrockneten Bachlauf zwischen Pioniervegetation.

    Salix sp. natürlich auch in der Nähe. Geruch unauffällig.

    DIe Mikromerkmale scheinen mir doch recht unterschiedlich. Vielleicht ist das doch was anderes?



    Stielbasis kräftig gelb, Stiel allerdings voll.


    Die Sporen sind im Schnitt breiter, bis fast subglobos: 7.7-8.9-10.5 x 5.4-6.1-6.6 µm, Q = 1.20-1.47-1.86 (n=20)


    Die Endzellen der Zystiden sind zylindrisch oder keulig, nie blasig, 17-24 x 8.5-10.5 µm



    3:

    Für alpine Verhältnisse in grosser Risspilz, bis 5 cm Durchmesser.

    Habitat zwischen Salix sp.



    Schnittbild


    Sporen: 7.8-8.8-9.8 x 5.0-5.3-5.6 µm, Q = 1.43-1.66-1.82 (n=20)


    Cheilozystiden: 44-64 x 12.5-17 µm


    Pleurozystiden ähnlich, etwas breiter


    An der obersten Stielspitze gibt es vereinzelte zystidoide Elemente, aber meist nur zylindrische oder keulige Hyphenenden.


    In solchen Fällen fällt es mir schwer beim Schlüsseln zu entscheiden, ob der Weg mit oder ohne Kaulozystiden richtig ist.


    Nach Funga Nordica komme ich auf Inocybe monochroa.

    Dafür scheinen mir aber die Sporen etwas zu klein zu sein.

    Kuyper gibt deutlich grössere Sporen an, das Portrait bei Ferrari kommt meinen Messungen schon näher.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo Uwe


    Es geht mir weniger drum die Bestimmung abzusichern, sondern darum Sequenzen zu sammeln.

    Wir haben zusammen mit der WSL ein Projekt beim Bund eingereicht, um schwer bestimmbare und selten nachgewiesene Arten sequenzieren zu lassen.

    Das Projekt wurde kürzlich bewilligt, du bist ja auch in unserer wissenschaftlichen Kommission und wirst mit davon profitieren (mehr dann an der Tagung, ich hoffe du bist dabei?).

    Wir können nun jedes Jahr ein gewisses Kontingent kostenlos sequenzieren lassen.

    Ob ich diesen hier einreiche oder nicht, hängt davon ab was sonst an Kollektionen in Frage kommt.

    Wenn wir das Kontigent vollständig und sinnvoll nutzen, stehen die Chancen gut dass es in den nächsten Jahr noch mehr gibt.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich war heute kurz unter dem Sanetsch-Pass auf 1700m in einem Arven-Fichten-Wald.

    Es gab kaum Pilze, weshalb ich mich diesem Phlegmacium gewidmet habe. Es wuchs am Waldrand auf einer moderat beweideten Bergwiese.


    Geruch schwach, etwas unangenehm. Der ganze Fruchtkörper auffallend hart.


    Velum bläulich-violett.


    Wenn man am Stiel reibt, verfärbt er sich violett. Die Stelle ist auch jetzt, nach 20 Minuten, noch violett (nicht braun).


    Schnittbild frisch...


    Unmittelbare Reaktion mit KOH: Im Fleisch gelb mit Ring, in der Stielbasis negativ.

    Hut und Stiel aussen ohne deutliche Reaktion.


    Nach etwa 20 Minuten zeigt auch der Hut und Stiel eine honigfarbene Reaktion.


    Sporen deutlich warzig, etwa 9-10 x 5.5-6 µm


    An der Lamellenschneide finden sich zahlreiche zylindrische Marginalzellen.


    Ich habe Mühe mit einer sicheren Bestimmung. Nach Soop komme ich auf Cortinarius violaceomaculatus.

    Das Portrait bei Ludwig passt auch einigermassen.


    Was meint ihr dazu?


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Trotz meines Namens hier habe ich wenig Ahnung von Keulenpilzen.

    Wenn ich einen solchen Pilz finde, wird er natürlich voller Freude bestimmt.

    Aber bitte haltet mich nicht für einen Experten.


    Ich habe die Mikromerkmale kurz mit Franchi&Marchetti abgeglichen:


    Wir können es kurz halten: Die Sporen passen auch zu Clavaria fumosa.


    Ich habe noch etwa 10 Minuten lang Schnallen gesucht und keine gefunden.

    Somit spricht wohl wirklich nichts gegen Clavaria fumosa.


    edit: Benjamin hat mich drauf hingewiesen, dass irgendwas nicht stimmt mit den Sporen.

    Naja er hatte recht :)

    Ich war müde und hatte schon 2-3 Glas Wein genossen. Dann hab ich wohl die Sporen von einem Cortinarius statt von der Keule hochgeladen.

    Schon noch interessant dass es fast niemand gemerkt hat ^^


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Benjamin hat mir etwas Material von dem C. callisteus agg. geschickt.

    Die Mikromerkmale helfen da offenbar nicht viel weiter, wenn ich in die Literatur schaue.


    Die Sporen sind wie erwartet klein und subglobos.

    Das Ornament sieht man im Umriss kaum, nur an einigen Sporen und auch dann nicht überall.

    Nach Ludwig würde das für Cortinarius citrinofulvescens sprechen.


    Die anderen Merkmale muss man wohl an Frischmaterial beurteilen.

    Vielleicht hat Cortinarius eine Meinung dazu?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Benjamin hat mir zur Absicherung etwas Material der beiden Kollektionen geschickt.

    Ich bin ja bekennender Phlegmacium-Banause, aber für ein paar Mikrobilder und eine Meinung reicht es:


    Zum "Cortinarius subtortus":

    Sporen mässig warzig, recht klein und breit.


    An der Lamellenschneide finden sich lageniforme Cheilozystiden.


    Das passt beides m.E. alles perfekt zu Cortinarius subtortus.



    Zum "Cortinarius multiformis":

    Sporen nahezu glatt, meist kürzer als 9.5 µm.


    Es gibt kleine, keulige Marginalzellen, um 10-12 x 5-7 µm.


    In der multiformis-Gruppe habe ich zu wenig den Durchblick, um das besser einzugrenzen.

    Ich behalte das Material noch, falls es mehr zu mikroskopieren gibt.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ja ich hatte auch schon den Gedanken dass es ein Befall ist.


    Nebst den "Zystiden" scheinen mir für Calocybe carnea auch die Sporen nicht ganz zu passen.

    Habe die Art bisher nur einmal mikroskopiert, da waren die Sporen länger und schlanker:

    Aber möglich, dass das in der Variationsbreite der Art liegt.


    Wenn niemand eine zündende Idee hat, würde ich die Kollektion wegen Verdacht auf Befall verwerfen.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Am Sonntag war ich mit unserem Verein unterwegs. Nebst einem feinen Pilzrisotto und Raclette gab es auch ein paar interessante Pilze zu entdecken.

    Habitat wenn nicht anders angegeben: Lärchenwald auf ca. 2100m


    1:

    Kleine, hygrophane Trichterlinge sind der Horror. Mit dieser bräunlichen Hutmitte und dem pilzig-anisartigen Geruch komme ich auf Clitocybe lariciola.

    Nur die Lamellen sind zu stark herablaufend. Ob das nun stimmt weiss ich nicht, vollständige Beschreibungen von der Art sind Mangelware.

    Glaubwürdige Fotos habe ich auch nicht gefunden.


    Die Sporen sind klein, meist kürzer als 5 µm.


    HDS nur schwach intrazellulär pigmentiert.



    2:

    Eine Infundibulicybe... Auffallend sind die dicklichen, entfernen Lamellen. Geruch unspezifisch.

    Wichtig bei dieser Gattung ist die KOH-Reaktion auf der Hutoberfläche, hier war sie negativ.

    Es scheint da eine dubiose Art zu geben, die Singer einmal Clitocybe altaica nannte. Harmaja kombinierte die Art zu Infundibulicybe altaica um.

    Die soll wohl für das Habitat typisch sein und passt in jeder Hinsicht am besten zu meiner Kollektion.

    Aber auch hier ohne Gewähr. Das Chaos in dieser Gattung ist zu gross.


    Sporen typisch tropfenförmig.


    Pigment intraparetial.



    3:

    Der hier ist wohl klar. Laccaria bicolor. Er wuchs weiter unten im Tal bei Birken, Erlen und Fichten.



    4:

    Pholiota mixta habe ich vorletztes Jahr am gleichen Ort gefunden. Nicht genauer untersucht.



    5:

    Hier habe ich keinen blassen Schimmer was es sein könnte. Ich komme nicht einmal auf eine passende Gattung,

    Sie wuchsen am Strassenrand, dicht gedrängt, in einem Thymian-Polster. In der Nähe einzelne Lärchen.

    Geruch schwach, angenehm, unspezifisch.

    Vermutlich ist es irgendeine triviale Art, und ich sehe einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.


    Sporen elliptisch, einige auch subfusiform, 5-6 x 3-3.5 µm


    Leider ist mir kein Sporenabwurf geglückt. Im Präparat meine ich aber, dass die SPoren schwach amyloid sind. Aber da kann ich mich täuschen.


    An der Lamellenschneide findet man massenhaft spitze, haarförmige Elemente.


    Ähnliche "Pileozystiden" findet man auf der HDS, die ansonsten eine kompakte Kutis ist.


    Am Stiel findet man dieselben Kaulozystiden.


    Vielleicht hat jemand eine Idee was das sein kann?


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo zusammen


    Also ich löse mal auf...


    Es beruhigt mich, dass ihr fast alle in die gleiche Falle getappt seid wie ich. ^^

    Im Feld war ich auch bei Floccularia, habe im Internet einige Bilder angeschaut, insbesondere dieses hier:

    kosmykówka robiniowa (Floccularia rickenii) Atlas NaGrzyby.pl


    Schon verblüffend ähnlich, das wäre eben Floccularia/Cercopemyces rickenii.


    Aber weit gefehlt. beli 1 war am nächsten dran mit seinem Tipp.


    Die HDS ist voller Sphaerozyten.


    Und diese pfeilförmigen Zystiden gibt es nur bei einer Art: Cystodermella cinnabarina.


    Es gibt eine var. claricolor, vielleicht ist es die. Habe aber keine vertrauenswürdigen Bilder davon gefunden.


    Hier eine "normale" Gruppe zum Vergleich.


    Schon verrückt...


    Gruss Raphael

    un interessiert mich aber noch, zumindest im welche Gattung es sich bei dem „falschen Knolli“ handelt…

    Hm, keine Ahnung... Könnte schon irgendeine Stropharia sein.

    Das Rätsel wird wohl niemand lösen, zumal nicht wissen ob es ein europäischer Pilz ist. Könnte genauso aus Australien sein...


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Bei diesem Pilzchen würde mich interessieren, ob jemand makroskopisch drauf kommt was es ist.

    Hutdurchmesser etwa 1 cm. Habitat: Strassenrand bei Fichten, Erlen und Birken.




    Gruss Raphael