Beiträge von Clavaria
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Hallo,
mit dem Kupferroten Gelbfuss bist du knapp daneben. Es ist wohl Gomphidius maculatus, ein typischer Lärchenbegleiter (bzw. Begleiter der Schmierröhrlinge, die dort wachsen).
Gruss Raphael
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Hallo Claudia
Ach jetzt hab ich fast ein schlechtes Gewissen.

Das passiert aber jedem mal, so wie hier: Krustenpilz 2019
Übrigens, in der Weltmonographie von Xerula s.l. (Petersen&Hughes 2010) sind immerhin 43 Hymenopellis-Arten beschrieben. Darunter auch "nichtlangunddünne" und nicht schleimige Arten.
Aber fast alle aus Übersee, die Chancen sind sehr gering dass es was anderes ist. Ich würde es dabei belassen...
Gruss Raphael
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Hallo Claudia
Ich riskiere mal einen Tipp: Ein trockengeschädigter, missratener Wurzelnder Schleimrübling.
Gruss Raphael
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ja, das ist der Apikulus. Ein Keimporus wäre wie ein Loch in der Sporenwand.
Gruss Raphael
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Hallo Nemrod
Erinnert mich an Cortinarius bolaris.
Wo siehst du einen Keimporus an den Sporen? Ich kann keinen erkennen.
Gruss Raphael
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Hallo Thorben
Scgau mal ganz genau ob die Sporen gerippt sind, dazu musst du eine suchen die aufrecht steht und dadurch rund bzw. etwas eckig wirkt.
Auf dem Sporenbild meine ich Rippen zu erahnen, dann wäre etwas etwas aus dem Aggregat um Clitopilus scyphoides.
Gruss Raphael
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Hallo Andy
makroskopisch hätte ich auch an einen Tiger gedacht, die Schuppen an dem Exemplar unten rechts sind typisch.
Aber da kann man sich irren, bin gespannt was dabei raus kommt.
Gruss Raphael
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Hallo zusammen
Ergänzend zu meine Leptonien hier noch ein paar andere Sachen:
Diese Nolanea scheint in meiner Region recht häufig zu sein: Entoloma ortonii
Typisch sind die kleinen, isodiametrisch Sporen mit runden Ecken.
An der Basis der viersporigen Basidien findet man Schnallen, Zystiden gibt es nicht.
Die HDS hat gemischt blass intrazelluläres und fein inkrustierendes Pigment.
Braune Nolaneas sind meistens schwer zu bestimmen. Der hier ist die grosse Ausnahme: Entoloma conferendum.
Hier die typischen Sporen.
Diesen stattlichen Rötelritterling habe ich als Lepista irina. var. montana bestimmt.
Sie wuchsen auf einer Bergweide, etwa 2200m. Der Geruch ist nicht veilchenartig, eher erdig.
Die Sporen sind für Lepista recht gross, meistens über 8 µm lang. Und nur fein punktiert, man sieht es kaum unter dem Lichtmikroskop.
In der HDS finden sich keinerlei Inkrustationen.
Diese Rötelritterlinge sind zum verwechseln ähnlich, vor allem wuchsen sie nur etwa 100 Meter entfernt.
Aber es ist was ganz anderes, nämlich Lepista panaeolus agg.
Falls jemand mein Pilzmesser sucht: Direkt neben diesen Pilzen liegt es, vermutlich auch jetzt noch.
Die Sporen sind viel kleiner und haben grobwarzige Sporen.
Zudem ist die HDS grob inkrustiert.
Röhrlinge gibt es auch auf 2300m. Den hier kennt ihr alle, es ist ein ganz normales Leccinum scabrum.
Die kümmerliche, 30cm hohe Birke in der Nähe reichte ihm aus.
Der hier hat mich an der Nase herumgeführt. Es gab nur zwei Exemplare, deshalb wollte ich nicht eines für einen Sporenabwurf opfern.
Er hat kleine, eckige Sporen, diese sind obendrein cyanophil und kollabieren leicht.
Das würde alles gut zu Entocybe bzw. den "Turfosa" aus der Gattung Entoloma passen, die auf den ersten Blick auch recht ähnlich aussehen.
Aber der hier hat schlanke Cheilo- und Pleurozystiden...
... und massenhaft Kaulozystiden. Sobald gibt es bei Entocybe nicht.
Wenn man dann trotz eckiger Sporen auch Weisssporer in Betracht zieht, ist es ganz einfach:
Der samtige Stiel plus helmingsartige Habitus hatten mich im Feld eigentlich gleich an Mycenella denken lassen.
Mir war einfach nicht mehr bewusst, dass es auch eine Mycenella-Art mit eckigen Sporen gibt, nämlich Mycenella salicina.
Zum Abschluss noch ein hübscher Düngerling: Panaeolus acuminatus.
Sporen mittelgross und abgeflacht, angedeutet rhomboid
Cheilozystiden dicht gepackt.
Viele Grüsse
Raphael
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Hallo zusammen
Auf meinem letzten Ausflug wurde ich regelrecht bombardiert mit Rötlingen. Hier einige Kollektionen aus der Untergattung Cyanula, die ich versucht habe zu bestimmen.
Diese kleinen Rötlinge sind einfach schön, deshalb sammele ich sie in einem eigenen Beitrag. Für die restlichen Funde folgt dann ein zweiter.
Trotz aktueller Literatur ist die Bestimmung alles andere als einfach, vor allem kann man sich nicht so richtig auf die Farben verlassen.
Also bitte korrigiert mich, wenn etwas nicht stimmt.
Ich komme ich auf Entoloma lividocyanulum.
Habitat: Rand einer Skipiste bei Fichten und Lärchen, ca. 1700m.
Sporen recht klein, kaum länger als 9 µm. Basidien 4-sporig, keine Schnallen, keine Zystiden.
HDS eine Kutis, im Zentrum mit Übergang zu einem Trichoderm. Braun intrazellulär pigmentiert.
Gleiches Habitat, direkt neben dem vorherigen. Eine ziemliche Knacknuss.
Ich ziehe E. linkii, E. pseudoturci und E. poryphrogriseum in die engere Auswahl.
Aber keiner passt mir so richtig, vor allem ist der Hut immer zu faserig, kaum schuppig.
Auffallend ist der gelbe Basalfilz, das finde ich bei keiner der drei Arten in der Literatur.
Sporen wieder recht klein, selten länger als 10.5 µm. Basidien 4-sporig, keine Schnallen.
Dieser hier hat eine sterile Lamellenschneide mit sehr vielen zylindrischen oder schwach keuligen, teils septierten Cheilozystiden.
Das wäre wohl der carneogriseum- oder porphyrogriseum-Typ gemäss FE5b, wobei mit der Unterschied noch nicht ganz klar ist.
HDS wieder gleich wie vorher, mit rein intrazellulärem Pigment.
Die restlichen Kollektionen sind von einer Bergwiese auf ca. 2350m, mit Salix herbacea.
Diese hier würde ich gerne Entoloma asprellum nennen.
Sporen etwa 10.5-12.5 x 8-9 µm. Basidien 4-sporig, keine Zystiden, keine Schnallen.
HDS - ihr ahnt es - wieder gleich, intrazellulär pigmentiert.
Bei dem hier tappe ich noch völlig im Dunkeln. Vielleicht Entoloma ochromicaceum.
Sporen wieder ähnlich, 11-12.5 x 7.5-8.5 µm. Basidien 4-sporig, keine Schnallen.
Lamellenschneide steril, mit keuligen Zystiden.
HDS wie immer...
Zum letzten läuft noch eine Anfrage im DGfM-Forum (hier). Ich hoffe dass Kai Reschke dort mal rein schaut.
Im Moment nenne ich es einfach mal Entoloma cf. nigroflavescens.
Sporen heterodiametrisch, Ecken abgerundet, teils eher knotig als eckig. Etwa 10-12 x 7-9 µm.
Basidien viersporig, keine Zystiden, keine Schnallen.
HDS hymenidermal. Pigment kräftig braun, intrazellulär, oft unregelmässig klumpig verteilt.
Gruss Raphael
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Hallo Benjamin
ah schön, einer mehr der mikroskopieren will.
Mit dem genannten Mikroskop habe ich keine Erfahrung, aber wenn Andreas das empfiehlt ist es sicher eine gute Wahl.
Zubehör:
- Natürlich eine Mikroskop-Kamera, sonst ist der Fototubus nutzlos
- Werkzeug: Pinzette, Skalpell, Rasierklingen, Präpariernadel, Pipetten, Reinigungsmaterial
- Verbrauchsmaterial, Objektträger und Deckgläser
- Die wichtigsten Chemikalien für den Anfang. Kongorot, Melzer, KOH 3%, Baumwollblau, Ammoniak
- Ich empfehle auch ein 63x Objektiv, ist ein guter Kompromiss zu 40x und 100x.
Eine Stereolupe ist nützlich, aber kein Muss. Kommt halt drauf an welche Pilze du bestimmen willst. Je kleiner die sind, umso wichtiger ist die Stereolupe.
So, ich habe sicher irgendwas vergessen, das mögen andere ergänzen.
Gruss Raphael
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Hallo,
die sollte man genauer anschauen. Kartoffelboviste haben keinen Stiel.
Auf den ersten Blick könnte das Queletia mirabilis sein, das wäre dann etwas richtig seltenes.
Gruss Raphael
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Hallo
sieht aus wie alte Exemplare von Leucocoprinus cretaceus.
Gruss Raphael
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Hallo
Hast du Zystiden gefunden?
Erinnert irgendwie an Flammulaster limulatus.
Gruss Raphael
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Hallo Stefan
Der Pilz tut der Palme nichts. Entfernen kann man nur die Fruchtkörper, der eigentliche Pilz ist im Substrat stört sich daran ebenso wenig wie ein Apfelbaum, wenn man alle Äpfel pflückt.
Am besten lässt man die Fruchtkörper stehen und freut sich daran.
Gruss Raphael
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Hallo Benjamin
Ich sehe den fast jedes Jahr in unseren Arvenwäldern, aber so dunkel hatte ich ihn noch nie.
Dennoch habe ich keinen Zweifel an der Bestimmung. Ist vermutlich eine Anomalie aufgrund externer Einflüsse (Wetter, Befall)
Gruss Raphael
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Hallo,
diese kleinen, warzigen Sporen sind typisch für Phaeoclavulina.
Mit dem "Christan" ist die vermutlich nicht bestimmbar, in dem neuen Buch von Franci & Marchetti sind viel mehr Arten drin. Die Bestimmung ist leider alles andere als einfach, kaum möglich mit diesen Bildern.
Gruss Raphael
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Hallo zusammen
Die Art ist ortshäufig. Bei uns im Pfynwald findet ich ihn auch jeden Herbst wenn es feucht genug ist. In anderen Wäldern habe ich ihn aber noch nie gesehen.
Gruss Raphael
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Hallo Andy
Die Bestimmungbist richtig, eine sehr schöne Kollektion und ein seltener Pilz.
Allerdings ist der Name Lentinellus omphalodes nach Petersen & Hughes 2004 zu verwerfen, weil taxonomisch unklar. Sie haben das Typusmaterial untersucht und es scheint offensichtlich, dass es sich dabei um keine Lentinellus-Art handelte. Beispielsweise hat das Herbarmaterial nicht einmal gesägte Lamellen.
Was du gefunden hast, sollte man heute wohl Lentinellus micheneri nennen. Lentinellus flabelliformis ist sehr ähnlich, aber deutlich exzentrisch gestielt.
Gruss Raphael
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Hallo,
ich würde ihn auch so nennen. Er ist wohl nur regional häufig, hier in den Bergen jedes Jahr ein Massenpilz.
Gruss Raphael
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Hallo zusammen
Ich bin frustriert. Während ihr hier tonnenweise Bilder ins Forum stellt, laufe ich stundenlang durch den Wald für 3-4 Pilze.
Zum Glück suche ich keine Speisepilze, dann bräuchte ich ein anderes Hobby.
Nun ja, in mühevoller Kleinarbeit konnte ich in den letzten Tagen ein paar Sachen finden.
Zunächst ein paar alpine Sachen:
Lactarius salicis-herbaceae
Kleine, braune, alpine Entolomas sind verwirrend. Hier würde ich Entoloma borgenii dran schreiben.
Sporen subisodiametrisch, etwa 8-9.5 x 7-9 µm. Schnallen vorhanden, keine Zystiden.
HDS gemischt aus intrazellulärem, und an den schmaleren Hyphen auch inkrustierendem Pigment.
Hier sieht man den Aufbau der HDS mit etwas Fantasie:
Oben eine dünne Schicht aus schmalen Hyphen, darunter aufgeblasene, stark pigmentierte Zellen, dann wieder schmalere Hyphen.
Russula pascua
Stinkt nach Fisch, wie es sein soll.
Sporen fast isoliert warzig, nur mit wenigen Verbindungen, etwa 7.5-8.5 x 6.5-7 µm
Dann zwei Lorcheln aus dem montanen Fichtenwald, 1800m:
Helvella confusa findet man hier an praktisch jeder offenen Wasserleitung
Helvella fibrosa hatte ich letztes Jahr auch schon
Schliesslich noch ein paar Sachen aus einem submontanen Mischwald:
Clitopilus cystidiatus: Der graue Hut weckte meine Neugier.
An der Schneide fanden sich zahlreiche schmale, teils septierte Zystiden.
Sporen gerippt wie es sich gehört
Pigment in der HDS stellenweise deutlich inkrustierend.
Bei Milchlingen schwimme ich immer etwas. Bitte korrigiert mich - Lactarius evosmus?
Geruch fruchtig. Milch weiss, unveränderlich, sehr scharf.
Hut nur schwach gezont, eher fleckig. In der unmittelbaren Nähe gab es Picea, Quercus, Populus, Corylus.
Sporen im Schnitt etwas kürzer als 8 µm
Auch wenn es nur einer war, hat mir der den Tag gerettet weil er einfach schön ist: Calocybe ionides.
Lg, Raphael
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Hallo Sebastian
Schöne Sammlung

Täusche ich mich, oder sieht man bei den Mehlräslingen eine blassgraue Hutfarbe?
Dann wären die es wert, kurz unter dem Mikroskop zu landen. Wenn du Zystiden findest, wäre es C. cystidiatus (hatte ich gestern hier auch).
Ohne Zystiden aber mit reichlich inkrustierendem Pigment und rundlich-aufgeblasenen Hyphen im Lamellentrama wäre es der neu beschriebene C. abprunulus.
Allerdings kann der normale Mehlräsling kann auch mal blassgrau sein.
Gruss Raphael
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Hallo Raphael,
für mich sieht das nach einer Geopora aus. Vielleicht hilft dir das weiter.
VG : Thorben
Hallo Thorben
Ja das ist auch eine Möglichkeit. Geopora cervina vielleicht?
Mal schauen was die anderen meinen.
Gruss Raphael
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Hallo Sebastian
Hmm, ja da hast du recht. Auch diese Paraohysen findet man bei Tarzetta.
Ich habe gerade das Tarzetta-Paper von van Vooren durchgeblättert. Vielleicht kommt Tarzetta gaillardiana in Frage.
Morgen mache ich mich schlau dazu, die Art scheint nicht ganz geklärt zu sein.
Gruss Raphael
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Hallo zusammen
Da die Grosspilze hier noch immer Mangelware sind, habe ich vorgestern einige Ascos mitgenommen.
Diese hier bereiten mir nun ziemliche Schwierigkeiten:
Diese Becherchen sind 6-10 mm im Durchmesser. Die Fruchtschicht ist grau, das sieht man auf dem Bild schlecht.
Sie wuchsen neben einem Wasserlauf auf senkrechter, nackter Erde. An dem Ort konnte man nicht fotografieren, deshalb musste ich sie umsiedeln für das Foto.
Habitat: Montaner, saurer Fichten-Lärchen-Wald, ca. 1800m.
Sporen recht gross, um 25-28 x 12-13 µm, glatt, mit zwei Tropfen.
Asci 8-sporig, hier in Lugol (Jod-negativ)
Die Paraphysen haben sehr unregelmässige Enden. Dafür gibt es sicher einen Fachbegriff den ich nicht kenne.Viele sind einfach keulig, aber viele auch irgendwie anders.
Schnitt durchs Excipulum
Die Aussenseite ist eher kleiig als borstig. Man findet nur einige inkrustierte Haare unter dem Mikroskop.
Ich hoffe jemand kann mir auf die richtige Spur helfen.
Viele Grüsse
Raphael
