GriasDi nobi,
danke für den schönen Beitrag einer Art, die ich nur aus der Macchia am Ebrostausee kenne und bei mir leider vergeblich suche.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi nobi,
danke für den schönen Beitrag einer Art, die ich nur aus der Macchia am Ebrostausee kenne und bei mir leider vergeblich suche.
An liabn Gruaß,
Werner
Servus beinand',
hier noch die Bilder dazu.
Für Abortiporus biennis, Rötender Saftwirrling, ist eine solche Anamophe ja beschrieben und die Bildung von Chlamydosporen in der Trama bekannt. Dörfelt gibt das sogar als wichtiges diagnostisches Merkmal an. Diese Anamorphen Gebilde bilden dann im Inneren nur solche Chlamydosporen aus.
Die Dinger wuchsen am Stammgrund einer gerade sterbenden Eberesche in einem Vorgarten.
Ich hab die Entwicklung über Wochen verfolgt. Es wurden keine Hüte ausgebildet.
Das hier war ein komischer Fund von Hapalopilus nidulans, dem Zimtfarbenen Weichporling, der ebenfalls keine hüte sondern nur so komische Gebilde ausbildete.
Da hab ich aber in der Literatur noch nichts über ein bekanntes anamorphes Stadium gefunden.
Evtl ist diese Wuchsform nur eine Laune der Natur.
An liabn Gruaß,
Werner
Die Huthaut ist übrigens mehr filzig als glatt.
"Glatt" meinte ich nur um den Unterschied zur Schwesterart H. depilatum zu bemerken, bei dem die Huthaut dellig gehämmert aussieht.
GriasDi,
zur Bestimmung von Röhrlingen und Boleten im Besonderen ist die Stielbekleidung ganz wichtig.
Deshalb ist ein Foto auf dem man die Stieloberfläche ausmachen kann ganz wichtig. Sowohl der Wurzelnde Bitterröhrling als auch Anhängselröhrlinge ( die gesamte Gattung) haben ein deutliches erhabenes Netz auf dem Stiel. Bei deinem Fund scheint das, soweit ich das am Foto beurteilen kann, nicht der Fall zu sein. Da schaut es eher leicht schürfelig schuppig aus. Das deutet auf Hemileccinum hin. Da die Huthaut glatt und leicht bereift aussieht sollte das H. impoltus sein.
An liabn Gruaß,
Werner
Servus beinand',
wenn ich den so von oben seh, ist das erste was mir einfällt R. violeipes. Auf den Fotos wurde aber der Stiel komplett außen vor gelassen.
An liabn Gruaß,
Werner
Servus beinand,
vllt ist es ja ein anamorphes ? Stadium eines Porlings, das nur so Knubbel bildet. Ich kenne das z.B von Abortiporus biennis und Hapalopilus nidulans. Vllt gibts sowas bei Inonotus auch.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Bernd,
da geht's mir wie der Schupfnudel.
Bin direkt a bissl geplättet von Deinen tollen Funden.![]()
Die Tricholoma schaut tatsächlich a bissl anders aus als das normale T. argyraceum/scalpturatum-Zeug was man sonst so findet.
Schaust Dir die noch genau an, oder hast die auch stehen lassen?
An liabn Gruaß,
Werner
Weiße Orchidee an deren Namen
GriasDi Stefan,
danke für den schönen Bericht.
Ich liebe es auch bei z.B. "Tage der Artenvielfalt" Biologen aus anderen Gebieten über die Schulter zu schaun.
Die weiße Orchidee schaut sehr nach dem Epipactis helleborine Aggregat aus, Breitblättrige Stendelwurz.
Alibipilz diesmal wars mit der Bestimmung leicht, da schwärzend Hygrocybe conica
Wenn der nicht geschwärzt hätte, hätte ich den für einen typischen H. persistens gehalten.
eine violette Orchidee
Das ist aber keine Orchidee.
Das ist eine Betonie, Heilziest, Betonica officinalis.
An liabn Gruaß,
Werner
Servus beimand',
ich wüsste keine Alternative zum Rotrandporling.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Tarikbund,
Der Jörg hat natürlich recht...bei Blätterpilzen ist eine Sicht auf die Lamellen zur Beurteilung extrem wichtig.
Deine Pilzchen schaun aber mit dem Vorkommen in einem Kulturrrasen so heudüngerlingstypisch aus, dass ich da keine Zweifel habe.
An liabn Gruaß,
Werner
Bezüglich der Kartoffelboviste, Zitat von 123pilzsuche:
"Boviste/Stäublinge: Wenn die innere Fruchtschicht schnee-weiß ist und keine Lamellenansätze zeigt, sind sie in der Regel immer essbar! Eventuell können Kartoffelboviste fast weiß erscheinen, deshalb gilt bei braungelben Arten zusätzliche Vorsicht!"
Besteht denn die Möglichkeit, dass diese jung tatsächlich so "hellweiß" erscheinen wie hier auf den Bildern zu sehen?
GriasDi lubeca,
ja, das gibt es.
Wenn Kartoffelboviste noch ganz jung sind, können sie noch weiß sein. Sie sind aber dann steinhart.
Man muss als Pilzberater also sagen, dass Boviste und Stäublinge essbar sind, wenn das Innere weiß ist und die Fruchtkörper nicht hart, sondern weich und zerdrückbar sind.
An liabn Gruaß,
Werner
Servus beinand',
mit dem weißen Stiel und dem weißen Velum glaub ich hier auch nicht an Amanita fulva. Grundsätzlich sind wohl nur wenige Scheidenstreiflinge makroskopisch sicher anzusprechen. A. beckeri kennt ich nicht, ich denk aber, dass das ein interessanter Scheidenstreifling ist, den ich wohl noch nicht hatte.
An liabn Gruaß,
Werner
Alles anzeigenHallo zusammen!
Das mit den Unterscheidungsmerkmalen von X. ferrugineus und X. subtomentosus beruht ja nicht auf meinem Mist. So oder so ähnlich findet man das auch in so ziemlich jeder aktuellen Literatur zu der Gattung (Xerocomus s.str.) wieder, und Jürgen Schreiner durfte darum nicht unerwähnt bleiben, weil er mal im Doppelpilze - Forum eine famose Tabelle mit den morphologischen Merkmalen der beiden Arten eingestellt hatte (die ich aber eben gerade nicht wieder finde).
Vor allem das mit der spontanen Neubildung des Hutfilzes bei X. ferrugineus las ich da zum ersten Mal, fand danach auch kaum weitere Andeutungen in die Richtung, konnte das aber bei eigenen Funden recht regelmäßig nachvollziehen.Natürlich sollte man dennoch damit rechnen, daß einem auch in Deutschland hier und da Arten wie Xerocomus chrysonemus (gelbes Fleisch in der Stielbasis) und Xerocomus silwoodensis (brauner / rotbrauner Stiel, oft kräftig rotbraune Hutfarbe, Trama im Schnitt wie ferrugineus - aber Basismycel eher weißlich und andere Ökologie) begegnen.
Bei diesem Fund hier wüsste ich nicht, in welche Gattung der sonst gehören sollte, vor allem auch weil an der Stielspitze schon sowas wie leichte Rippen zu erkennen sind. Und bei Xerocomellus, Hortiboletus, Rheubarbariboletus, Aureoboletus etc. fällt mir jetzt echt nichts Passendes ein.
X. chrysonemus und X. silwoodensis sind hier auszuschließen, Aureoboletus moravicus auch, also würde ich da schon sehr zu subtomentosus tendieren.
LG; Pablo.
GriasDi Pablo,
wenn Dir diese Tabelle vom Jürgen mal zufällig wieder in die Hände oder auf den Bildschirm fliegt....
Ich würde mich freuen.
An liabn Gruaß,
Werner
Alles anzeigenMoinMoin!
Die meisten Autoren ("Boletologen") stellen Xerocomus lanatus als Synonym zu Xerocomus ferrugineus.
Xerocomus ferrugineus ist allerdings eine Art mit weißlichem bis cremefarbenem Fleisch im Hut und Stiel, bildet Mykorrhiza mit diversen Laub- und Nadelbäumen (bevorzugt aber eher feuchte, kühle Gegenden mit sauren Böden). Farbspektrum von Hut und Stiel sowie Oberflächenstruktur von Hut und Steil bei X. ferrugineus: Variabel. Aber Hut normalerweise nicht rötlich oder mit warmen Gelbtönen, Stiel normalerwese eher blass (ockergelb), setener rötlich, eher nicht rotbraun. Wichtig ist noch das oft leuchtend gelbe Basismycel (also nur die Mycelfäden an der Stielbasis, nicht der Stielbasisfilz); die Struktur der Hutoberfläche ist feinfilzig bis grob filzig (witterungs - und altersbedingt). X. ferrugineus kann (lt. Jürgen Schreiner, eigene Beobachtungen bestätigen das) an angeknabberten Stellen des Hutes den Hutfilz dort neu bilden. Xerocomus subtomentosus macht das nicht (jedenfalls bildet der keinen echten Filz nach).
Xerocomus subtomentosus hat weißliches bis blassgelbliches Basismycel, das Spektrum der Hut- und Stielfarben ist enorm (blass gelbockerlich bis dunkel rotbraun) kommt mit blass ockerlichem, gelbem, braunem oder rotem Stiel vor, mit oder ohne Stielrippen, mit fein bis grob filzigem Hut, blauend oder auch nicht, auf basischen bis sauren Böden, bildet offenbar wahllos Mykorrhiza mit diversen laub- und Nadelbäumen - bevorzugt jedoch mit Laubbäumen in wärmeren Gefilden und auf nicht allzu sauren bis stark basischen Böden.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen ferrugineus und subtomentosus liegen meiner Ansicht nach im Schnittbild: ferrugineus eben cremeweißlich, immer blass, nie gelb (entweder gar nicht oder nur ganz schwach blauend).
Subtomentosus dagegen im Hut und oberen Stielteil gelblich (oft blauend), im unteren Stielteil fleischbräunlich.
...und mit dem Schnittbild hier wäre ich auch recht klar bei einer Klassischen Ziegenlippe (also Xerocomus subtomentosus).
LG; Pablo.
GriasDi Pablo,
besten Dank für die aufschlussreiche Gegenüberstellung der beiden Arten.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Fungus,
das schaut nach dem Fransigen Wulstling, Amanita strobiliformis, aus.
Eine wärmeliebendes Art, die gerade im Stadtbereich immer häufiger wird.
Typisch ist das zerbrechliche Teilvelum, das zu kleinen Fransen zerbricht, die dann am Hutrand hängen und am Stiel nur eine Ringzone hinterlassen.
Frisch fühlt das Teilvelum cremig, schlagsahnig an.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Ralf,
zur genaueren Beurteilung ist ein Längsschnitt durch den Fruchtkörper nötig.
Fleischfarbe im Hut und Stiel, eventuelles Blauen oder Röten, oder z.B. das Vorhandensein kleiner karottenfarbener Flecken in der Stielbasis sind wichtige Bestimmungsparameter.
So kann man nur sicher sagen, dass es ein Filzröhrling ist.
Ich würde Hortiboletus (Xerocomus) communis, den Eichenfilzröhrling vermuten. Der wächst nicht nur bei Eichen. In dem Fall hängt er halt an der Hainbuche dran.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Björn,
ich würd den Filzröhrling auch für X. ferrugineus halten.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi beli,
ich bin da ganz beim Feli.
Das erste ist bestimmt Mycena pura. Da hast bloß ned gscheid grochen. Das andere ist ein Braun- und ein Weisssporer. Einer sollte A. pediades sein. (drittletzten Bild).
Die Gruppe am Schluß ist evtl nochmal was anderes. Der Weisssporer erinnert mich a bissl an einen Gurkenschnitzling oder einen der nach faulem Kohl stinkenden Gymnopusse.
An liabn Gruaß,
Werner
Hier auch Mal ein Panter von mir, liebe Grüße, gena
Sehr schön gena,
da sieht man auch schön, warum ein typischer Panterpilz keinen gerieften Ring hat. Der Ring ist so tief sitzend, dass das Teilvelum beim jungen noch nicht aufgeschirmten Fruchtkörper die Lamellen nicht berührt. Bei Perlpilz und Grauem Wulstling ist die Ansatzstelle am Stiel viel weiter oben.
An liabn Gruaß,
Werner
Toll Karl!
Da wär ich gern dabei gewesen.
Mein Hotspot in einem wärmebegünstigten Eichen-Hainbuchenwald bei Bamberg ergab leider nur ein paar alte Boletus aereus und eine Amanita ceciliae. Leider hat es schon wieder 3 Wochen nicht geregnet.
Schöner Beitrag!
An liabn Gruaß,
Werner
Wow Carina,
herzlichen Glückwunsch für die tollen Funde!
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Peter,
in dem Fall würd ich sagen, dass der Pilz da ist, weil der Baum kaputt ist. Der Rotrandporling ist eigentlich nicht als Parasit bekannt, ich denke auch nicht als Schwächeparasit, wie z.B. Ganoderma adspersum oder Inonotus dryophilus und dryadeus. Fk des Rotrandporling findet man eigentlich nur an Totholz.
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Nobi,
welch unglaubliche Fotos von teilweise noch nie gehörten Arten!
Ich hab's genossen!
Besten Dank für den herrlichen Beitrag![]()
An liabn Gruaß,
Werner
GriasDi Alexander,
ja, ich wüsste nicht, was das sonst sein sollte.
Das Wirtsspektrum von I. hispidus ist doch beträchtlich. Anfangs hab ich speziell an Apfelbäumen geschaut, wo er doch recht regelmäßig dran ist. In den letzten Jahren hab ich ihn aber auch oft an Esche gehabt, auch an Platane schon mehrmals. Und heuer hatte ich auch einen Fund an Mehlbeere.
An liabn Gruaß,
Werner
