Beiträge von Werner Edelmann

    Servus beinand',


    letztes Jahr noch vergeblich danach gesucht, konnte ich ihn gestern gar nicht übersehen.

    Urocystis colchici, der Herbstzeitlosen-Blasenbrand.


    Die Brandlager sind längsstreifg hauptsächlich zu den Blattspitzen hin im Gewebe eingebettet und schimmern gräulich durch.



    Im Alter reissen die Lager dann auf und zeigen das purpurschwarze Sporenpulver.






    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich freu mich in dem Kontext genannt zu werden, bin aber kein Spezialist oder gar Experte für irgendeine Gattung oder Pilzgruppe. Es ist nicht so, dass ich gar ned mikroskopier, aber halt noch viel zu wenig. Ich hab schon viel gefunden und gesehen, bin noch immer ganz breit gefächert an vielem Pilzigem interessiert und hab mich in viele Gruppen so weit eingearbeitet, wie's makroskopisch halt geht. Entsprechend hab ich bisher Gattungen, bei denen man ohne Mikroskopie gar ned anfangen braucht, wie Psathyrellen, Conocyben, Telamonien, Entolomen oder kleine Ascomyceten bis auf makroskopisch auffällige Arten wenig beachtet, obwohl ich mittlerweile gar ned wenige dokumentierte Aufsammlungen belegt hab, die einen Arbeitsnamen haben und "nur noch" auf die Mikroskopie warten.

    Besonders interessieren mich Milchlinge, Röhrlinge ganz allgemein, Porlinge und anderes an Holz ganz unspezifisch, Phlegmacien, Ritterlinge und auch andere Weißsporer und seit drei Jahren auch Phytoparasitische Pilze.

    Wie gesagt sehr weit gestreut.

    Ich les zwar eh immer mit und geb meinen Senf schon dazu, wenn mir danach ist, bin aber auch gern bereit auf eine direkte Anfrage zu helfen soweit es mir nöglich ist.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Für den Waben-Porling hat der zu kleine Poren.

    GriasDi Ulla,

    den Einwand kann ich gut nachvollziehen.

    Sie sind tatsächlich noch rel. klein.

    Ich denke aber, dass es sich hier um noch sehr junge Fk handelt, bei denen das Hymenophor noch nicht gut ausgebildet ist. Die fast orange Hutfarbe spricht mE. auch deutlich für den Wabenporling.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Thomas,

    mit Kastanienbrauner Porling und Wabenporling liegst Du richtig.

    Beide sehr typisch.

    Der Maiporling hätte eher eine faserige nicht so glänzende Huthaut, die auch nicht kastanienbraun ist. Auch die schwarze Stielbasis fehlt beim Maiporling.

    Auffallend kleine zentral gestielte trichterförmige Fk sind mit Polyporus tubaeformis zu vergleichen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',


    auf der Suche nach dem Falschen Mehltau und Rost am Milzkraut, die ich übrigens beide nicht fand, fielen diese weißen Flecken auf, die sich als Entyloma chrysosplenii, dem Milzkraut-Fleckenbrand entpuppten.



    Der Befall ist gar nicht leicht zu erkennen. An der Blattoberseite sind nur leicht gelbe Flecken zu sehen.



    An der Blattunterseite sind die auffälligen weißen Flecken in denen die Sporenmasse eingeschlossen ist.




    Die Flecken verfärben sich später gelblich, bräunlich



    In Durchsicht gegen das Licht gehalten erscheinen die Flecken dunkel.



    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Helge,

    deine UV-Licht-Aufnahme ist toll!

    Zur belastbaren Bestimmung reichen Deine Angaben aber nicht aus. Wichtig wären neben der Mikroskopie zumindest Angaben zu Geruch und etwaig gefärbten Lamellenschneiden.

    Nur vom Foto her spricht nicht viel gegen Mycena rubromarginata. Ist so aber mehr

    "Lustiges Pilzeraten".

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Bernd,

    die Vuilleminia an Hasel muss nicht immer V. coryli sein. Ist mikroskopierpflichtig.

    Nr. 5 schsut nach Merismodes anomalus agg. aus.

    Der Pyreno danach ist die an Hasel sehr häufige Hypoxylon fuscum, die auch an Erle und Hainbuche zu finden ist. Zumindest Funde an Erle sind mit dem makroskopisch identischen H. fuscoides abzugleichen.

    Mreul hat die Tage ein tolles Porträt davon verfasst.

    Nr. 8 würd ich auch für Dichomitus campestris halten.

    Wenn Nr. 10 auch an Hasel war würd ich so aus der Ferne auch H. fuscum vermuten. Auf nacktem Holz bildet die Art im Gegensatz zu den isolierten Stromata auf Rinde auch so flächige Fk.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Michael,

    für mich schaut des sehr nach Ganoderma resinaceum aus. Die flachen stiellosen Fk, der helle Context mit der schmalen dunkleren Zone direkt über den Röhren sind jedenfalls typisch. Obwohl der fast an allen Laubhölzern wachsen kann, ist Weide als Wirtsbaum aber untypisch. Ich kenn den nur von Eiche.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Lukas,

    ich bin da ganz bei Harald. Frische

    Inonotus hispidus Fk sollte es jetzt noch nicht geben, die Poren wären viel dunkler.

    Die Maserung im Schnittbild kenn ich so nur vom Leberreischling. Den hab ich aber so zeitig noch nicht gefunden und an Buche auch noch nicht.

    Trotzdem wär das mein Tipp.

    An den Röhren solltest Du das aber relativ leicht erkennen können. Die sind ganz leicht trennbar. Fistulina hepatica ist ja im Prinzip ein Sammelfruchtkörper von vielen kleinen cyphelloiden Einzelfruchtkörpern.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich würd das auch für Trametes versicolor halten, obwohl die Farbe und die Fruchtkörperform bzw der Ansatz der Fk am Substrat an T. ochracea denken lassen.

    Gegen T. ochracea spricht aber Esche als Substrat und ich meine an der Hutoberseite doch die für T. versicolor typischen seidigen Zonen zu erkennen.

    Eine dieser schwierigen Kollektionen...

    Wurde in dem Aggregat eigentlich schon mal sequenziert? Vllt verbergen sich da ja doch mehr als nur die 2 Arten.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Erich,

    Phellinus rhamni such ich seit Jahren vergeblich, obwohl ich Faulbaum und Kreuzdorn immer besonders im Auge hab.

    Phellinus laevigatus konnte ich einmal in besonders schönen Exemplaren finden. An einem liegenden Birkenstamm im Voralpenland auf ca 700m Höhe.

    Der wächst aber am vertikalen Substrat nicht rein resupinat. Er bildet oben eine leicht abstehende schwarze Kante.





    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Erich,

    ich bin nur vom Makroskopischen ausgegangen. Du hast vollkommen recht...mit den Seten scheidet Ph. punctatus aus. Mit "geschichtet" meinte ich mehrere Porenschichten weil mehrjährig. Da hätte Ph. punctatus eine recht charakteristische Form im Schnitt.

    Es scheint eine reinresupinate Art zu sein, wenn der so am vertikalen Substrat gewachsen ist.

    5cm Durchmesser, Moorstandort...evtl Faulbaum?

    Die Seten könnten z.B. zu Ph. rhamni passen.

    Vllt findest Du ja doch die ein oder andere Spore.

    Typisch für Ph. rhamni wär auch ein rosalich gefärbtes Holz direkt unter den Fruchtkörpern.

    Aber ja..ohne Sporen ist wohl keine belastbare Bestimmung möglich.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich könnt mir hier rein makroskopisch gut Phellinus punctatus vorstellen. Erich, schau doch mal, ob die Poren zur Fk-Mitte geschichtet sind. Die ganz flach auslaufenden Ränder passen gut zu Ph. punctatus.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Bernd,

    bei Nr.1 und 6 an Kiefer könnt ich mir gut Antrodia sinuosa vorstellen. Das komplett resupinate Wachstum an Kiefer, die Farbe und auch die zerschlitzten Poren am vertikalen Substrat passen ganz gut.

    Beim "Raspelpilz" kommen die beiden üblichen verdächtigen "Reibeisenpilze" infrage, obwohl ich wegen der Helle der Fk und Eberesche als Substrat Hyphoderma radula favorisieren würde.

    An liabn Gruaß,

    Werner