Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Luca nochmal,


    hier ein Fund von gestern aus Unterfranken an der thüringischen Grenze.

    Etwa 3 Minuten nach dem Aufschneiden des Pilzes.

    Auch da kann man das Röten der Milch schon erahnen.



    Vllt 10 Minuten später:



    Eine Verwechslung wäre allenfalls mit L. deterrimus möglich, wenn auch Fichte als Partner möglich wäre.

    L. semisanguifluus ist aber, wie auch L. deliciosus, eine andere Gewichtsklasse und auch viel festfleischiger.

    Das größere Exemplar hatte einen Durchmesser von ca. 15cm.

    Auch die fleckige Hutoberfläche hat L. deterrimus nicht, und auch das Grün ist beim Fichtenreizker anders.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Luca,

    tolle Bilder von tollen Funden!

    Der C. melanoxerus und H. poetarum ist schon was ganz besonderes.

    Dem L. semisanguifluus trau ich nicht ganz.

    Auch L. deliciosus kann stark grünen.

    L. semisanguifluus hat normalerweise einen grubenlosen Stiel, nur ausnahmsweise mal einzelne Gruben. Zur Bestimmung ist wichtig, dass sich die Milch sehr schnell, binnen weniger Minuten, ich würd sagen 5 bis 10min, weinrot verfärbt. Noch schneller als beim Fichtenreizker.

    Der Grünspanträuschling ohne Ring und ohne weißliche Lamellenschneiden heißt S. caerulea.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Michael,

    bei so jungen Dachpilzen ist es ja auch nicht sooo einfach die zu erkennen, da wichtige Merkmale nicht ausgebildet sind oder nicht leicht erkennbar sind. Im Durchschnitt würdest Du aber sehen, dass die Lamellen frei sind, auch müsste der Stiel leicht vom Hut zu trennen sein. Das rosa Spp ist so jung natürlich noch nicht zu erkennen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Josef,

    ich halte Deinen Fund auch für einen Hautkopf, wie unser Cognacmeister.

    Um Hautköpfe zu bestimmen brauchst Du aber unbedingt junge Fruchtkörper, die noch nicht sporenreif sind, um die tatsächliche Lamellenfarbe und auch die Farbe des Velums bestimmen zu können. C. cinnamomeus hätte satt orangefarbene Lamellen. Ich denke nicht, dass die bei deinem Fund mal so orange waren. Ich würd eher Richtung C. sommerfeltii vermuten, obwohl da der Hut oft etwas konzentrisch gezont und düster ist.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand'

    ihr habt natürlich alle recht. Die Datenlage ist überhaupt nicht ausreichend und das Bild ist nicht der Hit. Trotzdem sieht man deutliche Stielgruben und quasi gar kein Grünen der Fruchtkörper. Das spricht schon sehr für den Lachsreizker, und zwar lknks und rechts, und ist mMn deshalb nicht reine Raterei.

    Aber der Josh weiß ja jetzt auf was es ankommt, wenn er die Reizker künftig selbst auseinanderhalten will.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Ja, L. intermedius ist eine Rote Liste Art. Das liegt aber am Vorkommen der Weißtanne, die in weiten Landstrichen komplett fehlt.. In den tannenreichen Wäldern südlich Münchens ist die Art nicht selten. Da die Wälder trotzdem meist fichtendominiert sind, wächst er da zusammen mit L. scrobiculatus. Da kann man die Unterschiede schön studieren.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Christian,

    gratuliere zu dieser schönen Kollektion von Hygrophorus capreolarius!

    Ich hab an Deinen Bestimmungen nichts auszusetzen. H. abieticola, T. saponaceum und auch L. intermedius.

    Schöne Funde...die Tanne macht's möglich.

    Der Seifenritterling ist natürlich nicht tannengebunden.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Adrian

    ich würd mit einem Graublatt vergleichen.

    Mit dem schürfeligen Stiel und deutlichem Mehlgeruch käme z.B. Tephrocybe boudieri in Betracht. Oder ohne Mehlgeruch z.B. T. inolens.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Maria,

    ich glaub da auch nicht an H. discoxanthus. Da passen die orangefarbenen Flecken nicht. Du kannst ja mal einen halben Hut trocknen. Die Lamellen müssten bei H. discoxanthus schwarz werden.

    Uwe's Idee mit den überständigen Goldzähnen find ich ganz gut. Wenn da tatsächlich noch junge nachkommen, erkennst Du den sofort.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servis beinand',

    die reinweißen Lamellen sprechen ja auch für F. fennae, oder zumindest gegen F. velutipes und Konsorten, obwohl ich die auch viel heller und auch früher im Jahr kenne.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Wie gesagt...T. lascivum und T. album sind auch makroskopisch allein schon farblich zwei verschiedene Schwammerl.

    Bei T. album und T. stiparophyllum ist das schwieriger. Da macht's dann im Zweifel tatsächlich die Lamellendichte.

    Nach FNE4 sind die drei ja auch strikt navh Wirtsbaum getrennt. Das würd ich für T. stiparophyllum an Birke und T. lascivum an Buche bestätigen wollen. Bei Buche find ich aber auch Ritterlinge, die keine klaren T. lascivum sind. Ich denke entgegen FNE4, dass T. album nicht strikt an Eiche gebunden ist.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi,

    willkommen im Forum!

    Ja, das ist ein Parasol bzw. Riesenschirmling.

    Die gleichmäßig verteilten Hutschuppen, der nicht angewachsene Ring, der genatterte Stiel und der von Dir beschriebene Geruch...passt alles sehr gut.

    Trotzdem ist das nicht als Freigabe zum Verzehr zu verstehen, weil der Zustand des Pilzes nur anhand des Fotos nicht beurteilt werden kann.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Ingo,


    ich stelle da mal zwei Funde, die ich mit Matthias Dondl entsprechend FNE4 auch als T. stans bestimmt hab, zur Diskussion.

    Interessant ist, dass die Funde aus dem Vorderen Zillertal bei Uderns bzw Fügenberg sind, wo die nächste Kiefer 10km entfernt im Inntal steht. Als Mykorrhizapartner kommt hier nur Fichte oder Tanne infrage:









    Hier noch der andere Fund etwa 1km vom anderen entfernt im reinen Fichtenwald:



    Interessant war auch, dass ich genau an den Stellen zeitgleich meine einzigen T. portentosum-Funde in der Gegend gemacht hab. Zusammen mit dem ersten Fund konnten wir auch T. matsutake finden.

    Wie gesagt...fernab einer Kiefer...




    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ich trenne T. lascivum, T. album und T. stiparophyllum nach FNE4, wobei mir das Abtrennen von T. lascivum am leichtesten fällt.

    T. lascivum ist nicht weiß, sondern, wie in der Monografie beschrieben, grau und finde sie, wie in der Monografie beschrieben, nur bei Buche.

    Hier ein Bild von Anfang Oktober aus einem kleinen Buchenhain inmitten eines Fichtenforstes:



    Deutlich sind die grauen Hüte zu sehen, die die anderen Stinker bei Eiche und Birke nicht haben, egal in welchem Entwicklungsstadium.

    Hier noch ein paar Beispiele:





    Tricholoma inamoenum ist die einzige Nadelwaldart und sieht aus wie ein grauweißer Schwefelritterling und riecht auch genau so.



    Wenn Birke und Eiche als Partner infrage kommt, ist die Abgrenzung von T. album und T. stiparophyllum schwierig, da sie sich in den Hutfarben sehr ähnlich sind.

    Die Fruchtkörper werden bei T. stiparophyllum aber deutlich größer bei auffallend engeren Lamellen.

    Ein paar Funde aus Sukzessionswäldern, wo nur Birke als Partner infrage kommt:





    Die Lamellen sind auffällig engstehend.

    Grad hab ich festgestellt, dass ich von T. album noch gar kein Foto hab.

    Meiner Erfahrung nach sind die Fruchtkörper aber meist deutlich schmächtiger mit Lamellen, die deutlich weiter und auch unregelmäßiger sind.

    Obwohl ich meine einige Pilzarten allein am Geruch erkennen zu können, tu ich mich mit den Geruchsunterschieden bei den weißen Stinkern sehr schwer.

    Schupfi's Fund halte ich auch für T. album.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Adi,

    was meinst Du denn mit "Gemeiner Holztrichterling"?

    Leider zeigst Du uns kein Bild der Lamellen.

    So bleibt es nur eine wage Vermutung.

    Ich könnt mir Lentinus adhaerens, den Harzigen Sägeblättling vorstellen. Der müsste dann beim Anfassen etwas klebrig gewesen sein und hätte auffallen gesägte Lamellenschneiden und etwas herablaufende Lamellen. Ein Schwammerl des Winterhalbjahres an morschem Nadelholz.

    An liabn Gruaß

    Werner