Beiträge von frank2507

    Hallo Beli!

    Du solltest deinen Fund auch mal mit T. viridifucatum vergleichen. Der deutsche Name Grünfarbiger Ritterling ist etwas irreführend, denn der kann durchaus strohgelb daherkommen.

    T. coryphaeum ist laut Heilmann-Clausen ein zweifelhaftes Taxon. Manche Autoren (Riva 1988, Bon 1991, Chapon 2011) verstehen darunter gelbbraun gefärbte Varietäten und trennen diese als eigene Art ab.

    In der deutschen Literatur (Krieglsteiner, Großpilze B-W) wird T. coryphaeum als goldgelbe Varietät von T. sejunctum angesehen, es sind zwei Funde dokumentiert (August 1927 in Mönsheim und 1993 bei Emmendingen). In der DGfM-Datenbank sind für den "schuppenstieligen Ritterling" bundesweit ganze fünf Fundnachweise vermerkt, der letzte Fund liegt 35 Jahre zurück. Sequenziert wurden diese Funde meines Wissens nicht, jedenfalls sind keine ITS-Sequenzen in den Datenbanken gespeichert.

    Ich habe letztes Jahr auch so ähnliche Exemplare gefunden und sequenzieren lassen. Meine Exemplare sind jedenfalls keine Varietäten von T. sejunctum, sondern zeigen eine teilweise Übereinstimmung mit T. viridifucatum.

    Pierre-Arthur Moreau teilte mir letztes Jahr in einer e-Mail mit, dass es in dieser Gruppe um T. viridifucatum/joachimii mindestens zwei weitere noch nicht beschriebene Arten gibt. Hier ein paar Fotos von meinen Funden:



    Im gleichen Habitat (Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden, ausgeprägte Süd- bis Südwesthanglage) habe ich auch typische T. sejunctum gefunden, hier noch ein Vergleichsfoto:



    Die ITS-Sequenzen habe ich auch Christoph (Tricholomopsis) geschickt, aber leider noch keine Antwort bekommen.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Paula!

    Da es sich bei den Pilzen - soweit erkennbar - um Futterpilze handelt, könnte ich mir den kupferroten Gelbfuß vorstellen. Ist aber reine Spekulation.

    Gruß,


    Frank

    Hi


    Schön präsentiert finde ich. Hier kommt fast nix mehr ausser Sommersteinpilze und auch Birkenpilze kommen. Mal schauen ob noch was anderes kommt. Woher kommst du? Es scheint regional total unterschiedlich zu sein.


    LG Tomas

    Genau das kann ich unterschreiben, regional total unterschiedlich. Meine Hypothese: Die vereinzelten und regional sehr unterschiedlich verteilten Regengüsse im Spätsommer haben die Weichen dafür gestellt, ob einige Wochen später was zu holen ist oder nicht. In meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg waren hauptsächlich Holzbewohner und Saprobionten zu finden.


    Gruß,

    Frank

    Hallo Lütte,


    selbst wenn ich dort keine Trüffel ansiedeln kann, wird es hoffentlich mit ein paar anderen leckeren Mykorrhiza-Pilzen klappen. An ein paar Tonnen Kalk soll es nicht hapern, denn den bekomme ich ab Werk für ca. 15 € pro Tonne.


    Ob man den Aussagen der Anbieter immer Vertrauen schenken kann und eine objektive und wahrheitsgemäße Aufklärung bekommt, ist eine andere Frage. Auch im bloßen Verschweigen von unangenehmen Tatsachen kann eine Manipulation und Täuschung zu sehen sein, wenn dadurch der Kaufinteressent ein paar Bäumchen untergejubelt bekommt, die er bei vollständiger Information nie und nimmer gekauft hätte.


    Wutzi: Ein Drittel der Fläche ist mit Obstbäumen bepflanzt. Apfel, Aprikose, Süß- und Sauerkirsche, Birne, Zwetschke, Pfirsich, Quitte, Mirabelle und schwarze Maulbeeren. Ich habe mich möglichst breit aufgestellt, weil Monokulturen schädlingsanfälliger sind und die Gefahr eines Totalverlustes größer ist.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Apropos leckere Schnecklinge endtecken... gerade gestern (Vereinsabend bei MAK) wurde mir gesagt, dass Hygrophorus russula (Geflecktblättriger Purpurschneckling) sehr gut schmecken soll. Er soll u.a. in Italien stellenweise ein Massenpilz sein. Also, jetzt gibt es für mich eine Art mehr die ich gerne finden würde :) Nicht nur wegen Essen, den Bildern nach ist er ein sehr hübscher Pilz: https://www.funghiitaliani.it/…f-ex-fr-fr-kauffman-1918/

    Interessant! Letztes Jahr hatte ich einige Exemplare gefunden, aber aufgrund meines alten Pilzbuches "Pilze in Wald und Flur" von Hans Haas und Heinz Schrempp (Bunte Kosmos Taschen Führer) auf eine Verkostung verzichtet, weil dort folgendes zu dieser Art geschrieben wird:

    "Eine leichte Bitterkeit des sonst so appetitlichen Fleisches beeinträchtigt seinen Wert als Speisepilz."

    Die Exemplare habe ich dem Herbarium Marburgense gespendet, weil diese Art zumindest hier in Mittelhessen relativ selten ist.

    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Frank,


    ja, das ist ein Sommersteinpilz. Kann ich deswegen mit Bestimmtheit sagen, weil ich exakt diesen Pilz gestern selbst in der Hand hatte. Der Hasenröhrling war übrigens nicht da.


    Grüße, Jürgen

    Hallo Jürgen!


    Das ist ja witzig ...


    Dieses Exemplar konnte ich aufgrund des schon sehr lädierten Zustandes nicht sicher identifizieren, die dunkle Stielfarbe erinnert mich aber schon an einen Hasen-Röhrling, allerdings spricht das weiße Stielnetz dagegen:





    Die Röhren sind dafür wohl etwas zu dunkel, was könnte das sonst sein, B. aereus? Ich wollte den aus Artenschutzgründen nicht entnehmen, er hat auf der Bildrückseite schon Schimmelbefall. Wachstum übrigens etwa 10 - 15 Meter in Richtung Schutzhütte unter der anderen alten Eiche. Für einen Hasen-Röhrling wäre der Fruchtkörper auch ungewöhnlich groß; allerdings habe ich die letzten Tage hier in Wörth eine ganze Reihe überdimensionierter Fruchtkörper gefunden.


    Beste Grüße,


    Frank

    Danke für die Rückmeldung. Wie ich hier im Forum gerade lesen konnte, bin ich nicht der einzige, der angesichts der extrem späten Erscheinungszeit "ins Schleudern" gekommen ist:



    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend zusammen,


    heute habe ich auf einer Waldwiese in der Nähe einer alten Eiche dieses Exemplar gefunden, welches ich aufgrund der Hutfarbe und Stielnetz als Sommersteinpilz bezeichnen würde. Jedenfalls sahen die Funde im Juni und Juli, die ich letztes Jahr unter Eichen gemacht habe, genau so aus:


    pilzforum.eu/attachment/455390/pilzforum.eu/attachment/455391/pilzforum.eu/attachment/455392/


    Einen einzigen "normalen" Steinpilz habe ich heute auch gefunden, und zwar unter Buchen:


    pilzforum.eu/attachment/455395/pilzforum.eu/attachment/455396/



    Hier der direkte Vergleich:


    pilzforum.eu/attachment/455397/pilzforum.eu/attachment/455398/


    Passt das mit Sommersteinpilz im November oder habe ich was übersehen?

    Beste Grüße,


    Frank

    Mein PSV hat mir mal erklärt, dass das Gift bei Pilzen schon in den Babies komplett enthalten ist, der Rest sei nur Streckung. Deshalb sei die Giftdosis dann auch höher, wenn man eher kleine junge Pilze gesammelt hat (bei gleicher Menge).


    Ich habe die Aussage nie nachgelesen oder so, sie fiel mir nur eben ein. Vielleicht weiß hier jemand etwas dazu?

    Hallo Azalee,


    diese Frage sollte die Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg mittlerweile beantworten können. Ende 2019 gab es hier im Forum einen Aufruf:


    PilzeFreiburg


    und ich habe in den vergangenen Jahren mehr als 100 Exemplare gesammelt, gemessen, gewogen, getrocknet, nochmal gewogen und nach Freiburg geschickt. Dabei waren auch mehrere sehr kleine Exemplare ("Hexenei"), nicht einmal so groß wie eine Walnuss, die in der dicken Laubschicht schwer zu finden sind.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!

    Diesen XXL-Knolli habe ich heute unter der Hainbuchenhecke eines Supermarktparkplatzes gefunden. Letztes Jahr gab es an der selben Stelle einen ganzen Hexenring mit grünen Knollenblätterpilzen, diese waren normal gewachsen. Dieses Jahr nur dieser eine Fruchtkörper, dafür in noch nicht gesehener Größe und mit 226 Gramm außerordentlich schwer. Normalerweise wiegen die im mittleren zweistelligen Grammbereich.


    Gruß,


    Frank


    Hallo Nele!

    Bislang habe ich nur "normale" Baum-Haseln gekauft, die in Frankreich aufgewachsen sind. Zusätzlich verteile ich Putzreste von Herbst-Trompeten, Steinpilzen etc.


    Der Boden muss passen, damit die gewünschten Arten wachsen. Es gibt zwar die Möglichkeit, den Boden mit z.B. Kalksplitt zu verbessern. Das darf aber nicht nur draufgeschmissen werden, sondern sollte richtig eingearbeitet werden.


    Selbst dann gibt es natürlich keine Garantie, dass ein geimpfter Baum auch Fruchtkörper produziert.


    Da meine Bäumchen Ende 2020 gepflanzt wurden, brauche ich noch viel Geduld. Ich würde auch sofort einige "Trüffel-Bäume" kaufen, habe aber noch keinen aktuellen Überblick wer was anbietet und wer seriös ist. Diese ganze "Trüffelszene" ist mir noch etwas suspekt.


    Beste Grüße,


    Frank

    Einzelverkostung Lilastiel-Rötelritterling Lepista saeva.


    Pilze sammeln und verkosten stand bei mir heute gar nicht auf dem Programm, vielmehr wollte ich den trockenen Tag zum Rasen mähen ausnutzen. Auf meiner Streuobstwiese sind mir dann diese vier Exemplare in die Quere gekommen, ich konnte noch rechtzeitig stoppen und einsammeln:




    Alle vier Exemplare waren wurmfrei und konnten fast vollständig (ohne die Stielbasis) in die Bratpfanne wandern. Der Pilz hat frisch angeschnitten einen Eigengeruch, der entfernt an Riesenbovist erinnert. Auch in der Bratpfanne wird dieser Geruch freigesetzt. Der riecht zwar nicht abstoßend, aber auch nicht wirklich einladend.


    Dafür hat er aber eine angenehme Textur und ein umami-artiges Aroma, welches relativ lange im Gaumen anhält bzw. nachwirkt. So sieht das nach dem Bratdurchgang aus:



    Pi mal Daumen gebe ich hier 7/10 Punkten. Der Gaumen alleine hätte noch einen Punkt mehr vergeben, aber da haben die olfaktorischen Rezeptoren nicht zugestimmt. Schließlich sollte man das auch noch beachten:


    Pilz des Jahres 2016: Lilastiel-Rötelritterling
    Der Lilastielrötelritterling hat einen hellockergrauen Hut und jung einen kräftig violetten Stiel. Der Wiesenpilz erscheint im Spätherbst.
    www.dgfm-ev.de

    Hallo Alexander,


    hast du schonmal den Frost-Schneckling verkostet? Den hatte ich vor langer Zeit so um die Jahrtausendwende reichlich gefunden und als "relativ gut" in Erinnerung. In den letzten Jahren habe ich keine Fruchtkörper mehr von dieser Art zu Gesicht bekommen.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Gestern habe ich dieses ungleiche Paar gefunden. Einerseits der Parasol mit Nährstoffbedarf und andererseits diesen Saftling, der nährstoffarme Standorte bevorzugt. Kann man den anhand der Fotos identifizieren? Ich wollte den nicht entnehmen und habe ihn am Standort belassen. Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima, Lehmboden auf Buntsandstein, Wiesenfläche.


    Beste Grüße,


    Frank


    Moinmoin!

    Diese drei Schnecklinge habe ich vorgestern in einem Buchen-Fichten-Birkenmischwald auf basischem Basaltboden gefunden. Relativ trockene Huthaut, also schnell abtrocknend. Wegen der markanten gelben Farben an Hutrand und Stielspitze lande ich beim Goldzahn-Schneckling. Allerdings gibt es ja einige weiße Schnecklinge, die als Verwechslungspartner in Frage kommen, z.B. den Verfärbenden Schneckling. Kann man den anhand der Fotos bestimmen oder sind da weiter gehende Untersuchungen erforderlich?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Mit so einer langen Wurzel habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Geruch ist mir auch nicht im Wald, sondern erst zu Hause aufgefallen. Leider habe ich mir den exakten Fundort nicht gemerkt und die Pilzumgebung auch nicht nach Mäuselöchern abgesucht.


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend!

    Heute habe ich diese Exemplare in einem Buchen-Kiefern-Mischwald am Wegesrand in Hanglage gefunden. Auffallend ist der angenehm-süßliche Geruch nach Marzipan. Zusammen mit dem Ring soll die Art "unverkennbar" sein. Passt das oder habe ich wieder einmal daneben gegriffen? Die Wachstumsansprüche dieser Art sollen ja ganz speziell sein.


    Beste Grüße,


    Frank


    Moin Harald!

    Da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Alle Exemplare haben bräunliches Stielfleisch, so wie beim Tonweißen Schüppling beschrieben. Allerdings konnte ich keinen rettichartigen-schärflichen Geschmack feststellen, dafür aber die cortina-ähnliche Ringzone. Wikipedia schreibt zum Tonweißen Schüppling "Geruch unbedeutend", das kann ich wiederum nicht bestätigen. Der Geruch ist ausgesprochen erdig-muffig, aber keinesfalls süßlich.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen,


    gestern war ich zwischen Herborn und Dillenburg auf basischem Basaltboden unterwegs. An der Grenzlinie zwischen Buchen und einem kleinen Nadelwaldstück (Douglasie, Lärche und Fichte) habe ich auf stark zersetztem Nadelholz diese mutmaßlichen Träuschlinge gefunden. Nordhanglage, ca. 350 Meter über NN.


    Ein Bildervergleich und Beschreibung (Gerhardt, 3. Auflage) führt mich zum Üppigen Träuschling Stropharia hornemannii. Meine Kollektion hat zwar keinen oberseits gerieften Ring, der kann laut Gerhardt aber bei gewissen Populationen fehlen.


    Gibt es besser passende Alternativen oder kann ich den tatsächlich als Erstnachweis für Hessen eintüten?


    Beste Grüße


    Frank


    Hallo Potzermoggl,


    gestern habe ich diese beiden Exemplare gefunden und heute der Frischpilzausstellung in Bad Dürkheim spendiert. Nach der DGfM Webseite ist das seit 2014 keine Varietät, sondern eine eigene Art (Neoboletus junquilleus).


    Gruß aus Unterfranken,


    Frank

    Hallo Harald!


    Wenn nix dazwischen kommt, fahre ich morgen nach Bad Dürkheim. Mal sehen, was die Experten dazu sagen. Ich war schon mehrere Jahre bei keiner Frischpilzausstellung mehr. Heute war ich in Wörth am Main unterwegs und habe allerlei eingesammelt. Ein paar Funde können hoffentlich die Ausstellung bereichern, damit nicht alles ungenutzt in die Biotonne wandert.


    @ Werner: besten Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Wenn ich mich recht erinnere, waren nur Eichen und Hainbuchen in der Nähe. Allerdings habe ich die in ziemlicher Zeitnot eingesackt, weil es schon früher Abend und dämmerig war.

    Bodenverhältnisse sind deutlich im basischen Bereich, ganz dünne Humusschicht auf den Basaltbrocken.


    Gruß,


    Frank

    Moin Harald!

    Gibt es ausser dem Mikroskop noch andere Unterscheidungsmöglichkeiten? Für H. discoideus passt das Habitat nicht, denn laut Literatur soll der im Nadelwald (besonders bei Lärche) wachsen.

    Gruß,


    Frank

    Hallo Werner,


    der H. persoonii wird in meinem Pilzbuch zwar genannt, aber leider nicht beschrieben. Manche Schnecklinge kann man durch KOH-Reaktion voneinander unterscheiden. Weißt du zufällig, ob und ggfs. wie die beiden Arten mit KOH reagieren?

    Gruß,


    Frank