Hallo Uwe,
besten Dank für den Tipp. Mehlgeruch und lange Wurzel machen die Bestimmung trotz des Alters ziemlich sicher.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Uwe,
besten Dank für den Tipp. Mehlgeruch und lange Wurzel machen die Bestimmung trotz des Alters ziemlich sicher.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Lupilinchen,
Schopftintlinge sind Saprobionten und lieben nährstoff- und stickstoffreiche Böden. Ich finde diese Art regelmäßig auf gedüngten Böden, Weiden, bei Komposthaufen etc.
Einen Götterbaum brauchen Schopftintlinge für das Wachstum sicher nicht, allerdings könnten die Abbauprodukte des Götterbaums für das Wachstum förderlich sein.
Gruß,
Frank
T. coryphaeum hab auch nicht gefunden , per Internet hab gefunden das diese Art in Kroatien auch nicht so selten ist , gibt mehrere FB Meldungen aus Landinnen .
Hab viele Internetbilder überprüft , ups. schwierig zu trennen ,
LG
Hallo Beli!
T. viridifucatum soll eine wärmeliebende Art sein, T. coryphaeum die gelbbraune Farbvariante davon. Mit den Internet-Bildern bin ich auch ordentlich durcheinander gekommen, da ist einiges falsch bestimmt. Zusätzlich gibt es ja auch noch T. joachimii, viridilutescens usw.
Gruß,
Frank
Hallo Pablo,
die Stielschüppchen waren zwar bei den meisten Exemplaren vorhanden, allerdings gab es auch vereinzelt Exemplare mit praktisch glattem Stiel:
Daneben sehe ich aber noch ein anderes Merkmal zur Unterscheidung: Der Stiel von meinen T. sejunctum-Kollektionen war stets weiß und stellenweise mehr oder weniger stark grüngelblich überhaucht. Einen gleichmäßig über die gesamte Stielfläche gefärbten Stiel habe ich bei meinen Funden (so fünf oder sechs Kollektionen in den vergangenen Jahren) noch nicht beobachtet.
Typischerweise sahen meine Funde so aus:
Ob das als zuverlässiges Abgrenzungskriterium taugt, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist mir jedenfalls aufgefallen. T. viridifucatum ist eine recht seltene Art, ob und welche Varietäten es gibt und wie man die voneinander abgrenzt, wird in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft geklärt und publiziert. Pierre-Arthur Moreau war damit in den vergangenen Jahren beschäftigt und wird hoffentlich bald etwas Licht ins Dunkel bringen.
Gruß,
Frank
Hallo Stefan,
neben dem pH-Wert stellt sich für mich noch eine ganz andere Frage. Wie viele verschiedene Pilzarten kann denn ein einziger Wirtsbaum gleichzeitig bedienen? Blockiere ich möglicherweise die Flaumeichen und Baum-Haseln für eine spätere Ansiedelung von Trüffeln, wenn ich schon jetzt Putzreste von Steinpilzen, Herbsttrompeten und dergleichen verteile? Findet eine Konkurrenz/Verdrängungswettbewerb der verschiedenen Mykorrhiza-Pilzarten statt oder leben die ohne Konkurrenz nebeneinander? Oder gilt möglicherweise "wer zuerst kommt, mahlt zuerst" in dem Sinne, dass dann gar keine weitere Ansiedlung mehr möglich ist? Fragen über Fragen ...
Beste Grüße,
Frank
Hallo Beli!
Du solltest deinen Fund auch mal mit T. viridifucatum vergleichen. Der deutsche Name Grünfarbiger Ritterling ist etwas irreführend, denn der kann durchaus strohgelb daherkommen.
T. coryphaeum ist laut Heilmann-Clausen ein zweifelhaftes Taxon. Manche Autoren (Riva 1988, Bon 1991, Chapon 2011) verstehen darunter gelbbraun gefärbte Varietäten und trennen diese als eigene Art ab.
In der deutschen Literatur (Krieglsteiner, Großpilze B-W) wird T. coryphaeum als goldgelbe Varietät von T. sejunctum angesehen, es sind zwei Funde dokumentiert (August 1927 in Mönsheim und 1993 bei Emmendingen). In der DGfM-Datenbank sind für den "schuppenstieligen Ritterling" bundesweit ganze fünf Fundnachweise vermerkt, der letzte Fund liegt 35 Jahre zurück. Sequenziert wurden diese Funde meines Wissens nicht, jedenfalls sind keine ITS-Sequenzen in den Datenbanken gespeichert.
Ich habe letztes Jahr auch so ähnliche Exemplare gefunden und sequenzieren lassen. Meine Exemplare sind jedenfalls keine Varietäten von T. sejunctum, sondern zeigen eine teilweise Übereinstimmung mit T. viridifucatum.
Pierre-Arthur Moreau teilte mir letztes Jahr in einer e-Mail mit, dass es in dieser Gruppe um T. viridifucatum/joachimii mindestens zwei weitere noch nicht beschriebene Arten gibt. Hier ein paar Fotos von meinen Funden:
Im gleichen Habitat (Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden, ausgeprägte Süd- bis Südwesthanglage) habe ich auch typische T. sejunctum gefunden, hier noch ein Vergleichsfoto:
Die ITS-Sequenzen habe ich auch Christoph (Tricholomopsis) geschickt, aber leider noch keine Antwort bekommen.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Paula!
Da es sich bei den Pilzen - soweit erkennbar - um Futterpilze handelt, könnte ich mir den kupferroten Gelbfuß vorstellen. Ist aber reine Spekulation.
Gruß,
Frank
Hi
Schön präsentiert finde ich. Hier kommt fast nix mehr ausser Sommersteinpilze und auch Birkenpilze kommen. Mal schauen ob noch was anderes kommt. Woher kommst du? Es scheint regional total unterschiedlich zu sein.
LG Tomas
Genau das kann ich unterschreiben, regional total unterschiedlich. Meine Hypothese: Die vereinzelten und regional sehr unterschiedlich verteilten Regengüsse im Spätsommer haben die Weichen dafür gestellt, ob einige Wochen später was zu holen ist oder nicht. In meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg waren hauptsächlich Holzbewohner und Saprobionten zu finden.
Gruß,
Frank
Hallo Lütte,
selbst wenn ich dort keine Trüffel ansiedeln kann, wird es hoffentlich mit ein paar anderen leckeren Mykorrhiza-Pilzen klappen. An ein paar Tonnen Kalk soll es nicht hapern, denn den bekomme ich ab Werk für ca. 15 € pro Tonne.
Ob man den Aussagen der Anbieter immer Vertrauen schenken kann und eine objektive und wahrheitsgemäße Aufklärung bekommt, ist eine andere Frage. Auch im bloßen Verschweigen von unangenehmen Tatsachen kann eine Manipulation und Täuschung zu sehen sein, wenn dadurch der Kaufinteressent ein paar Bäumchen untergejubelt bekommt, die er bei vollständiger Information nie und nimmer gekauft hätte.
Wutzi: Ein Drittel der Fläche ist mit Obstbäumen bepflanzt. Apfel, Aprikose, Süß- und Sauerkirsche, Birne, Zwetschke, Pfirsich, Quitte, Mirabelle und schwarze Maulbeeren. Ich habe mich möglichst breit aufgestellt, weil Monokulturen schädlingsanfälliger sind und die Gefahr eines Totalverlustes größer ist.
Gruß,
Frank
Hallo zusammen!
Apropos leckere Schnecklinge endtecken... gerade gestern (Vereinsabend bei MAK) wurde mir gesagt, dass Hygrophorus russula (Geflecktblättriger Purpurschneckling) sehr gut schmecken soll. Er soll u.a. in Italien stellenweise ein Massenpilz sein. Also, jetzt gibt es für mich eine Art mehr die ich gerne finden würde
Nicht nur wegen Essen, den Bildern nach ist er ein sehr hübscher Pilz: https://www.funghiitaliani.it/…f-ex-fr-fr-kauffman-1918/
Interessant! Letztes Jahr hatte ich einige Exemplare gefunden, aber aufgrund meines alten Pilzbuches "Pilze in Wald und Flur" von Hans Haas und Heinz Schrempp (Bunte Kosmos Taschen Führer) auf eine Verkostung verzichtet, weil dort folgendes zu dieser Art geschrieben wird:
"Eine leichte Bitterkeit des sonst so appetitlichen Fleisches beeinträchtigt seinen Wert als Speisepilz."
Die Exemplare habe ich dem Herbarium Marburgense gespendet, weil diese Art zumindest hier in Mittelhessen relativ selten ist.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Frank,
ja, das ist ein Sommersteinpilz. Kann ich deswegen mit Bestimmtheit sagen, weil ich exakt diesen Pilz gestern selbst in der Hand hatte. Der Hasenröhrling war übrigens nicht da.
Grüße, Jürgen
Hallo Jürgen!
Das ist ja witzig ...
Dieses Exemplar konnte ich aufgrund des schon sehr lädierten Zustandes nicht sicher identifizieren, die dunkle Stielfarbe erinnert mich aber schon an einen Hasen-Röhrling, allerdings spricht das weiße Stielnetz dagegen:
Die Röhren sind dafür wohl etwas zu dunkel, was könnte das sonst sein, B. aereus? Ich wollte den aus Artenschutzgründen nicht entnehmen, er hat auf der Bildrückseite schon Schimmelbefall. Wachstum übrigens etwa 10 - 15 Meter in Richtung Schutzhütte unter der anderen alten Eiche. Für einen Hasen-Röhrling wäre der Fruchtkörper auch ungewöhnlich groß; allerdings habe ich die letzten Tage hier in Wörth eine ganze Reihe überdimensionierter Fruchtkörper gefunden.
Beste Grüße,
Frank
Danke für die Rückmeldung. Wie ich hier im Forum gerade lesen konnte, bin ich nicht der einzige, der angesichts der extrem späten Erscheinungszeit "ins Schleudern" gekommen ist:
Beste Grüße,
Frank
Guten Abend zusammen,
heute habe ich auf einer Waldwiese in der Nähe einer alten Eiche dieses Exemplar gefunden, welches ich aufgrund der Hutfarbe und Stielnetz als Sommersteinpilz bezeichnen würde. Jedenfalls sahen die Funde im Juni und Juli, die ich letztes Jahr unter Eichen gemacht habe, genau so aus:
pilzforum.eu/attachment/455390/pilzforum.eu/attachment/455391/pilzforum.eu/attachment/455392/
Einen einzigen "normalen" Steinpilz habe ich heute auch gefunden, und zwar unter Buchen:
pilzforum.eu/attachment/455395/pilzforum.eu/attachment/455396/
Hier der direkte Vergleich:
pilzforum.eu/attachment/455397/pilzforum.eu/attachment/455398/
Passt das mit Sommersteinpilz im November oder habe ich was übersehen?
Beste Grüße,
Frank
Krasses Teil
Heute scheint der Tag der überdimensionierten Fruchtkörper zu sein, so einen großen Schopftintling hatte ich auch noch nicht :
Mein PSV hat mir mal erklärt, dass das Gift bei Pilzen schon in den Babies komplett enthalten ist, der Rest sei nur Streckung. Deshalb sei die Giftdosis dann auch höher, wenn man eher kleine junge Pilze gesammelt hat (bei gleicher Menge).
Ich habe die Aussage nie nachgelesen oder so, sie fiel mir nur eben ein. Vielleicht weiß hier jemand etwas dazu?
Hallo Azalee,
diese Frage sollte die Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg mittlerweile beantworten können. Ende 2019 gab es hier im Forum einen Aufruf:
und ich habe in den vergangenen Jahren mehr als 100 Exemplare gesammelt, gemessen, gewogen, getrocknet, nochmal gewogen und nach Freiburg geschickt. Dabei waren auch mehrere sehr kleine Exemplare ("Hexenei"), nicht einmal so groß wie eine Walnuss, die in der dicken Laubschicht schwer zu finden sind.
Gruß,
Frank
Hallo!
Diesen XXL-Knolli habe ich heute unter der Hainbuchenhecke eines Supermarktparkplatzes gefunden. Letztes Jahr gab es an der selben Stelle einen ganzen Hexenring mit grünen Knollenblätterpilzen, diese waren normal gewachsen. Dieses Jahr nur dieser eine Fruchtkörper, dafür in noch nicht gesehener Größe und mit 226 Gramm außerordentlich schwer. Normalerweise wiegen die im mittleren zweistelligen Grammbereich.
Gruß,
Frank
Hallo Nele!
Bislang habe ich nur "normale" Baum-Haseln gekauft, die in Frankreich aufgewachsen sind. Zusätzlich verteile ich Putzreste von Herbst-Trompeten, Steinpilzen etc.
Der Boden muss passen, damit die gewünschten Arten wachsen. Es gibt zwar die Möglichkeit, den Boden mit z.B. Kalksplitt zu verbessern. Das darf aber nicht nur draufgeschmissen werden, sondern sollte richtig eingearbeitet werden.
Selbst dann gibt es natürlich keine Garantie, dass ein geimpfter Baum auch Fruchtkörper produziert.
Da meine Bäumchen Ende 2020 gepflanzt wurden, brauche ich noch viel Geduld. Ich würde auch sofort einige "Trüffel-Bäume" kaufen, habe aber noch keinen aktuellen Überblick wer was anbietet und wer seriös ist. Diese ganze "Trüffelszene" ist mir noch etwas suspekt.
Beste Grüße,
Frank
Einzelverkostung Lilastiel-Rötelritterling Lepista saeva.
Pilze sammeln und verkosten stand bei mir heute gar nicht auf dem Programm, vielmehr wollte ich den trockenen Tag zum Rasen mähen ausnutzen. Auf meiner Streuobstwiese sind mir dann diese vier Exemplare in die Quere gekommen, ich konnte noch rechtzeitig stoppen und einsammeln:
Alle vier Exemplare waren wurmfrei und konnten fast vollständig (ohne die Stielbasis) in die Bratpfanne wandern. Der Pilz hat frisch angeschnitten einen Eigengeruch, der entfernt an Riesenbovist erinnert. Auch in der Bratpfanne wird dieser Geruch freigesetzt. Der riecht zwar nicht abstoßend, aber auch nicht wirklich einladend.
Dafür hat er aber eine angenehme Textur und ein umami-artiges Aroma, welches relativ lange im Gaumen anhält bzw. nachwirkt. So sieht das nach dem Bratdurchgang aus:
Pi mal Daumen gebe ich hier 7/10 Punkten. Der Gaumen alleine hätte noch einen Punkt mehr vergeben, aber da haben die olfaktorischen Rezeptoren nicht zugestimmt. Schließlich sollte man das auch noch beachten:
Hallo Alexander,
hast du schonmal den Frost-Schneckling verkostet? Den hatte ich vor langer Zeit so um die Jahrtausendwende reichlich gefunden und als "relativ gut" in Erinnerung. In den letzten Jahren habe ich keine Fruchtkörper mehr von dieser Art zu Gesicht bekommen.
Gruß,
Frank
Hallo!
Gestern habe ich dieses ungleiche Paar gefunden. Einerseits der Parasol mit Nährstoffbedarf und andererseits diesen Saftling, der nährstoffarme Standorte bevorzugt. Kann man den anhand der Fotos identifizieren? Ich wollte den nicht entnehmen und habe ihn am Standort belassen. Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima, Lehmboden auf Buntsandstein, Wiesenfläche.
Beste Grüße,
Frank
Moinmoin!
Diese drei Schnecklinge habe ich vorgestern in einem Buchen-Fichten-Birkenmischwald auf basischem Basaltboden gefunden. Relativ trockene Huthaut, also schnell abtrocknend. Wegen der markanten gelben Farben an Hutrand und Stielspitze lande ich beim Goldzahn-Schneckling. Allerdings gibt es ja einige weiße Schnecklinge, die als Verwechslungspartner in Frage kommen, z.B. den Verfärbenden Schneckling. Kann man den anhand der Fotos bestimmen oder sind da weiter gehende Untersuchungen erforderlich?
Beste Grüße,
Frank
Hallo!
Mit so einer langen Wurzel habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Geruch ist mir auch nicht im Wald, sondern erst zu Hause aufgefallen. Leider habe ich mir den exakten Fundort nicht gemerkt und die Pilzumgebung auch nicht nach Mäuselöchern abgesucht.
Gruß,
Frank
