Servus Stefan und nobi,
ihr müsst mit mir gar nicht über das Thema diskutieren. Solche Reaktionen hatte ich ehrlich gesagt ohnehin erwartet. Das sich emotional geschrieben habe, ist mir bewusst. Falls ihr darüber nicht wegsehen könnt, schade.
Unabhängig davon habe ich einen Satz zitiert, den ich nicht erfunden habe, sondern der eine offizielle Verlautbarung der DGfM ist. Und dieser Satz zeigt, dass es eben nicht nur ein qualifizierendes Angebot sein soll. Es wird die Erwartung oder Hoffnung geäußert, dass dieser Schein später darüber entscheiden wird/soll, wer in Deutschland mykologische Aufträge bekommen soll.
Ich finde schon den Anspruch daneben, dass ein gemeinnütziger Verein(!) etwas auf den Weg bringen will, von dem erhofft wird, dass es zu einer Monopolisierung in Sachen Hauptamtlicher Tätigkeit führen wird.
Jede Kritik mit einem "das sind deine persönlichen Probleme" wegzuwischen, ist einfach. Mach nur, kein Problem. Kann ich mit leben. Und von mir aus soll die DGfM machen was sie will (intern). Hier geht es aber darum, Andere daran zu hindern, mykologisch aktiv zu sein, wenn es nach dem Wunsch der DGfM geht. Falls du den Satz aus dem Rundschreiben anders interpretierst, würde mich das interessieren. Aber da du ja nicht darüber diskutieren willst - sondern nur auf dieser Tagung - muss ich auf Argumente halt warten. Ich werde und kann nicht bei dieser Tagung vor Ort sein.
nobi_†: wenn eine kleine Clique anderen vorschreiben will, wie man das Hobby oder die Profession Mykologie auszuführen hat, dann hört meine "Gelassenheit" sofort auf. Wenn für dich es eine Mücke ist, dass es in den Augen der DGfM egal ist, ob man studiert hat, promovoert hat oder als Amateur jahrelang Wissen aufgebaut hat, weil man in Zukunft nur mit der Zertifizierung der DGfM aktiv tätig sein darf und Aufträge bekommen soll, dann ist das ein Blauwal und kein Elefant mehr.
Dass die DGfM das (zum Glück) gar nicht in der Hand hat, tröstet etwas. Aber allein diese Haltung finde ich daneben. Und erneut: nicht ich habe diesen Anastz in die Welt gebracht, es war das Präsidium selbst. Und das kurz vor der Tagung, damit wenig Zeit zum Durchdenken bleibt und es durchgewunken wird?!
Ich habe als Expräsident leider mitgeholfen, einen Teil des aktuellen Präsidiums in diesem zu verankern. Das ist das, was ich mir am meisten vorwerfe. Und auch deshalb kann ich nicht gelassen bleiben, wenn das dann dazu führen sollte, dass die DGfM erneut und schlimmer als früher in das Fahrwasser "wir definieren in Deutschland, wer was mit Pilzen tun darf" gerät.
Wenn das Präsidium intern beschließt, sonstwie zu handeln, kann es mir egal sein (ist es nicht ganz, da ich mich wie gesagt durchaus mitverantwortlich fühle). Wenn es aber Dritte betrifft und noch dazu Hauptamt / Beruf, dann hört der Spaß auf.
Stefan: Daher: ich lese gerne Argumente, warum ich dieses Ziel, das ich zitiert habe, falsch verstehe. Nur mit einem "mit dir reden wir nicht..." zu kommen oder einem "die Tagung ist der bessere Ort" (da ist man unter sich und es gibt weniger kritische Stimmen?), finde ich bezeichnend, aber ich kann es leider nicht ändern.
Schade. Zumindest konnte ich hier meine Unmut gegenüber dieser geplanten Gängelung und der totalen Missachtung anderer mykologischer Ausbildungen (z.B. universitär) äußern. Dass ich dabei auch emotional wurde, tut mir nicht leid, aber ich hätte das Wort Lautsprecher nicht verwenden müssen, das stimmt. In dem Zusammenhang, weil eben trotz besseren Wissens das Gegenteil dessen von beiden geschrieben wurde (mehrfach) als publiziert wurde, fand ich den Ausdruck passend. Es war aber nur auf diese spezielle Situation bezogen.
Liebe Grüße,
Christoph
