Servus Matthias
eine spezielle Reaktion oder Anfärbbarkeit gibt es leider nicht.
doch, die gibt es, mehrere sogar. Man benötigt Farbstoffe, die an die DNA anbinden und diese färben. Das Problem ist halt, dass sie entsprechend giftig sind. Das einfachste ist, man verwendet Fluoreszenzfarbstoffe - deshalb geht es mit einem Fluoreszenzmikroskop gut (aber eben nur angefärbt).
Der Klassiker ohne Fluoreszenz und mit einem normalen Lichtmikroskop ist die Giemsa-Färbung. DNA färbt sich purpurrot, das Zellplasma blau. Das gibt einen deutlichen Kontrast, wobei die Färbung nicht immer klappt (muss abgepuffert werden).
Im Sauren kann man mit Amidoschwarz arbeiten.
Eisen-Hämatoxylin ist ein Klassiker (wird gerne bei Dünnschnitten verwendet).
Am einfachsten ist manchmal Färbung mit Karminessigsäure. Hier gibt es aber auch viele falsch-positive Färbungen.
Wenn man aber in Wasser die Nukleoli sehen kann, die in einem zwar kontrastarmen, aber helleren Bereich liegen, geht es auch hne Färbung (wie man hier ja sieht). Es würde sich aber mal lohnen, wenn man die Struktur schon erkannt hat, einfach mal Karminessigsäure ins Präparat zu ziehen, Und falls das nicht klappt, ist Giemsa immer eine Möglichkeit.
Ach ja, manchmal geht auch Methylenblau, wobei man da auch aufpassen muss, dass sich nicht andere Zellbestandteile mitfärben.
Für die Färbungen braucht man gewöhnlich lebendes Material. Es bei Herbarmaterial zu probieren, lohnt nicht.
Liebe Grüße,
Christoph
