Ich sehe kyrillische Buchstaben! Da sind doch bestimmt wieder Putins Schergen auf der Jagd nach Claudia unterwegs gewesen! Ob die auch wieder falschen Mehltau mit nach Thüringen gebracht haben?
Björn
Ich sehe kyrillische Buchstaben! Da sind doch bestimmt wieder Putins Schergen auf der Jagd nach Claudia unterwegs gewesen! Ob die auch wieder falschen Mehltau mit nach Thüringen gebracht haben?
Björn
Hallo zusammen,
wenn ich bis heute Abend nicht geschmolzen bin, kann ich einen Brandpilz zeigen, dessen letzter Fund in NRW 1938 gemacht wurde und der jetzt wieder/immer noch in NRW ist.
Björn
Na toll, jetzt habe ich Hunger ![]()
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Tag der diesjährigen Kleinpilztagung konnten wir auf einer feuchten Wiese den Rostpilz Puccinia angelicae-mamillata auf Angelica sylvestris und auf Bistorta officinalis nachweisen. Auf Angelica sylvestris bildet der Pilz deutlich becherförmigen Aecien (anders als die Verwechslungsart Puccinia bistortae, bei der die Aecien nur pustelförmige Öffnungen haben) an verdickten, gelblichen Schwielen auf Blättern und Stängeln. Auf Bistorta officinalis bildet der Pilz dann braune Uredien (diese sind deutlich dunkler als die sehr hellen Uredien von Puccinia bistortae) und dunkelbraune Telien (die insgesamt kleiner wirken als die Telien von Puccinia bistortae). Mikroskopisch ist Puccinia angelicae-mamillata durch die kleinere Aeciosporen und die Teliosporen mit deutlichen Kappen auf den Keimporen von Puccinia bistortae unterschieden.
Befallene Pflanze am Fundort
Aecien an gelblichen Anschwellungen
Aeciosporen in Wasser
Pseudoperidienzellen in Wasser
Befallene Pflanze am Fundort
Uredien und Telien auf der Blattunterseite
Uredosporen in Wasser
Teliosporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
das ist aber irgendwie falsch verschoben, ist jetzt in der Abteilung "Weder Basidiomycet noch Ascomycet" gelandet.
Björn
Hallo zusammen,
frei nach dem Motto: "Immer einer mehr als du" werde ich zwei tolle Erstfunde zeigen ![]()
Björn
Hallo Malker,
man darf sich beim Siebenstern nicht vertun. Der ist nicht wirklich auffällig, da die Pflanze insgesamt sehr klein ist. Gerade wenn sie nicht blüht, kann man da auch gerne dran vorbeilaufen).
Björn
Hallo zusammen,
ich ergänze mal einen Fund den ich gestern im Rahmen der APR-Exkursion ins NSG Ruhmbachtal in Mülheim an der Ruhr auf Fagus sylvatica gemacht habe.
Pilz am Fundort
Hymenium bei 40x Vergrößerung
Hymenium bei 100x Vergrößerung
Hymenium bei 100x Vergrößerung, Teil mit Rosa Verfärbung
Sporen in Wasser
Sporenmaße:
10.3±0.6 µm × 4.3±0.3 µm, Q=2.4±0.2
9.1-11.4 µm × 3.6-4.9 µm, Q=2.0-2.8
N=37
Hymenium mit Phloxin B angefärbt und in KOH mikroskopiert. Schnallen vorhanden, Basidien suburniform und viersporig, lange, nicht septierte, zylindrische Zystiden ohne Inkrustationen vorhanden
Björn
Hallo zusammen,
hier ein weiter Fund, den wir im Rahmen der diesjährigen Kleinpilztagung am 5.6.2026 im NSG Alfbachtal bei Habscheid auf Hieracium lachenalii machen konnten. Es handelt sich um den Brandpilz Entyloma hieracii, der diverse Habichtskräuter befällt und auf den Blättern für helle Blattflecken sorgt, die im Durchlicht dunkel erscheinen. Mikroskopisch findet man in den Blattflecken dann eine große Anzahl von rundlichen, dickwandigen und farblosen Brandsporen.
Befallene Pflanze am Fundort
Befallene Blätter
Sporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
im Rahmen der Kleinpilztagung haben wir bei Habscheid im NSG Alfbachtal einen Rostpilz auf Petasites hybridus gefunden. Dieser bildet auf der Unterseite von gelben Blattflecken Gruppen aus becherförmigen Aecien. Mit Sporenmaßen von 20-25 µm landet man dann in der Puccinia poarum-Gruppe. Dahinter verbergen sich mehrere Roste, die auf diverse Gräser wirtswechseln und auf Petasites nicht näher unterschieden werden können.
Befallene Pflanze am Fundort
Blattflecken auf der Blattoberseite
Aecien auf der Blattunterseite
Aeciosporen in Wasser (mit abfallenden Plättchen)
Pseudoperidienzellen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
im Rahmen der diesjährigen Kleinpilztagung haben wir am 5.6.2026 auf einer Feuchtwiese bei Hölzchen auf Angelica sylvestris den Rostpilz Puccinia bistortae gefunden. Dieser bildet auf Angelica und zahlreichen anderen Apiaceaen im Frühjahr seine Aecien an gelben Blattflecken und verdickten Blattstängeln. Anders als bei Verwechslungsarten wie Puccinia angelicae-mamillata sind die Aecien nur pustelförmig und tief in die Anschwellungen eingesenkt. Außerdem sind die Aeciosporen mit 20-32 x 14-21 µm deutlich größer als bei P. angelicae-mamillata.
Befallene Pflanze am Fundort
Aecien auf der Blattunterseite
Aeciosporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
am 4.6.2026 haben wir im Rahmen der Kleinpilztagung im NSG Langenberg und Bocksberg bei Wallendorf den Brandpilz Urocystis primulae auf Primula veris gefunden. Bei befallenen Pflanzen wird in den Fruchtständen ein schwarzes Sporenpulver statt Früchten gebildet. Entsprechend öffnet man für die Suche nach dem Pilz einfach immer mal wieder eine Frucht. Da der Befall systemisch ist, d.h. wenn eine Pflanze befallen ist, sind alle Früchte voller Sporenmasse, reicht es, wenn man pro Pflanze eine Frucht überprüft. Mikroskopisch zeigen sich dann ziemlich große Sporenballen.
Befallene Pflanzen am Fundort mit einer manuell geöffneten Frucht
Sporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
bei der Kleinpilztagung in der Südeifel konnten wir am 3.6.2026 zwischen Untereisenbach und Gemünd auf Crepis biennis den Rostpilz Puccinia praecox finden. Auf Crepis gibt es ziemlich viele verschiedene Rostpilzarten, die z.T. spezifisch auf nur einer Crepis-Art vorkommen. Entsprechend kann sich die Bestimmung also schwierig gestalten. Auf Crepis biennis gibt es z.B. 4 verschiedene Roste. Zwei davon bilden allerdings nur Spermogonien und Aecien auf Crepis. Puccinia praecox hingegen bildet Spermogonien, Aecien, Uredien und Telien auf Crepis biennis. Anders als die Verwechslungsart P. crepidis sind befallene Pflanzen nicht deformiert, außerdem sind die Uredosporen bei P. praecox etwas größer.
Befallene Pflanzen am Fundort
Uredien auf der Blattoberseite
Uredosporen in Wasser
Björn
Hallo Martin,
vielen Dank für diese informative Gegenüberstellung der verschiedenen Lichtquellen. Magst du noch genauer sagen, um welche Taschenlampen es sich handelt (oder zumindest bei Lampe C)?
Björn
Hallo Andreas,
woher hast du die Information, daß Lanmaoa asiatica auch bei uns vorkommen soll?
Björn
Hallo Inge,
ja, das braune sind Uredien und die riechen nicht mehr.
Björn
Hallo Uwe,
das ist keine Himbeere sondern eine Brombeere.
Björn
Hallo zusammen,
an die Granit-Hypothese glaube ich nicht so recht. Ich habe die Art im Sauerland auf Tonstein/Schluffstein und nördlich des Ruhrgebiets auf den Halterner Sanden gefunden. Außerdem dürfen kaum ganz Schleswig-Holstein und Niedersachsen zwischen Weser und Elbe (siehe die oben verlinkte Karte) auf Granit gebaut sein.
Björn
Hallo zusammen,
bei der Kleinpilztagung in der Eifel konnten wir am 2.6.2026 auf Cruciata laevipes den Rostpilz Puccinia galii-verni finden. Der Pilz bildet nur Telien aus, die Teliosporen sind dann direkt keimfähig, so daß die Telien oft von einem weißen Rasen aus Basidien bedeckt sind. Neben Puccinia galii-verni kommen auf Cruciata noch weitere Rostpilze vor, die dann allerdings auch Uredien bilden. Daneben befällt Puccinia galii-verni auch Galium-Arten.
Befallene Pflanze am Fundort
Telien auf der Blattunterseite
Teliosporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
bei der Kleinpilztagung in der Eifel haben wir am ersten Exkursionstag am 2.6.2026 auf Hieracium murorum den Rostpilz Puccinia hieracii gefunden. Er bildet Uredien und Telien, die als kleine braune Punkte auf den Blättern zu finden sind. Hat man die Wirtspflanze sicher als Hieracium bestimmt und Pilosella ausgeschlossen, gibt es keine Verwechslungsarten.
Befallene Pflanze am Fundort
Uredien auf der Blattoberseite
Uredosporen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
bei der Kleinpilztagung in der Eifel konnten wir in der letzten Woche mehrere Male Puccinia poae-nemoralis finden. Der hier gezeigte Fund stammt vom 2.6.2026 und wurde an Poa nemoralis gemacht. Makroskopisch zeichnet sich der Pilz durch orange-braune Uredien aus, die relativ groß und nicht in Reihen angeordnet sind. Mikroskopisch läßt sich die Art dann leicht durch ihre geknieten, dickwandigen Paraphysen dingfest machen.
Befallene Pflanze am Fundort
Uredien auf der Blattoberseite
Sporen in Wasser
Gekniete Paraphysen in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
wenn man sich die Verbreitungskarte des Siebensterns anschaut, stellt man aber fest, daß der auch in weiten Teilen Niedersachsens vorkommt, die nun wirklich nicht gebirgig sind. Der mag grundsätzlich einfach sauer und feucht.
Björn
Steht doch auch so im Bild...
Björn
Hallo Felli,
kann das eventuell die Nebenfruchtform von Diachora onobrychidis sein?
Björn
