Hallo Stefan,
für mich wirken die Lamellen sogar fast schon etwas rosastichig, was bei einem Täubling natürlich gar nicht sein kann. Deshalb habe ich der Farbe keine weitere Bedeutung beigemessen und sie als dem Kunstlicht geschuldet abgetan.
Björn
Hallo Stefan,
für mich wirken die Lamellen sogar fast schon etwas rosastichig, was bei einem Täubling natürlich gar nicht sein kann. Deshalb habe ich der Farbe keine weitere Bedeutung beigemessen und sie als dem Kunstlicht geschuldet abgetan.
Björn
Hallo zusammen,
bei Nr. 1 erkennt man am Rand den gefelderten Hut, das sollte also Russula virescens sein. Nr. 2 kann Russula cyanoxantha sein, wenn die Lamellen eben wirklich nicht spröde sind. Nr. 3 halte ich für eine Griseinae. Nr. 4 und 6 sind Russula violeipes, der hat eine ganz eigentümliche Hutfarbe und auch Huthautstruktur, die sich aber nur schwer in Worte fassen läßt. Nr. 5 sind ja schon als Tapinella atrotomentosa und Calocera viscosa benamst worden.
Björn
Man muß sich ja noch Steigerungsmöglichkeiten offen halten und darf sein ganzes Pulver nicht sofort verschießen ![]()
Björn
Aber Claudia,
hast du dir den Beitrag denn nicht genau genug angeschaut? Ziemlich genau in der Mitte ist doch eine kerngesunde Gruppe von hübschen Orchideen eingebaut!
Björn
Hallo zusammen,
ich habe mir mal die Mühe gemacht, in die Originalquellen zu schauen (was man ja eigentlich immer machen sollte). Und dort wird geschrieben, daß es in Europa wohl in erster Linie Gyroporus castaneus s. str. gibt, wobei natürlich das Vorkommen anderer Sippen aus dem Komplex nicht ausgeschlossen werden kann (aber was kann man im Leben schon mit Sicherheit ausschließen). Also ist das mit dem Artenaggregat aus meiner Sicht bis auf Weiteres ein unnötiges Scheumachen der Pferde.
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Wochenende hab ich eine längere Wanderung in der nördlichen Eifel gemacht und dabei natürlich auch wieder jede Menge Pilze gefunden, die ich hier zeigen möchte.
1. Hymenoscyphus fraxineus
2. Puccinia graminis ex Arrhenatherum elatius
3. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata
4. Sawadaea bicornis ex Acer campestre
5. Septoria aegopodii ex Aegopodium podagraria
6. Puccinia laschii ex Cirsium oleraceum
7. Puccinia cnici-oleracei ex Cirsium oleraceum
8. Ceratorhiza rhizodes ex Brachypodium pinnatum
9. Filiella pastinacae ex Laserpitium latifolium
10. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor
11. Tilletia olida ex Brachypodium pinnatum
12. Coleosporium petasitis ex Petasites hybridus
13. Ramularia coleosporii ex Coleosporium petasitis
14. Puccinia carniolica ex Dichoropetalum carvifolium
15. Puccinia jaceae ex Centaurea scabiosa
16. Auch mal eine gesunde Pflanze: Goodyera repens
17. Uromyces geranii ex Geranium sylvaticum
18. Uromyces valerianae ex Valeriana officinalis agg.
19. Golovinomyces orontii ex Valeriana officinalis agg.
20. Podosphaera amelanchieris ex Amelanchier lamarckii
21. Podosphaera filipendulae ex Filipendula ulmaria
22. Erysiphe alphitoides ex Quercus robur
23. Triphragmium ulmariae ex Filipendula ulmaria
24. Peronospora senneniana ex Lathyrus sylvestris
25. Puccinia punctata ex Galium sylvaticum
26. Thekopsora areolata ex Prunus padus
27. Puccinia polygoni-amphibii ex Persicaria amphibia
28. Claviceps purpurea ex Phalaris arundinacea
29. Pseudorhytisma bistortae ex Bistorta officinalis
30. Tubifera ferruginea
Björn
Hallo Bohan,
ich habe zwar keine Ahnung, worum es sich bei deinem Fund handelt (bin mit dem Phragmo-Schlüssel aber auch zu Serendipita gekommen, wo nichts paßt). Du kannst aber mal Nathan Schoutteten kontaktieren, der interessiert sich eigentlich immer für solche Funde.
Björn
Hallo Oehrling,
ich habe meine Bände 3+4 noch nicht erhalten, aber bei Andreas Gminder auf der Homepage steht auch, daß die erst Mitte August erscheinen sollen.
Björn
Hallo Rebecca,
ohne daß ich viel Ahnung von Tricholoma hätte und auch mit alpinen Pilzen nicht sehr vertraut bin, erinnert mich dein Fund zunächst mal an Chamaemyces fracidus. Der hat auf jeden Fally Cheilozystiden, die Sporengröße paßt auch und insbesondere die Schüppchen am Stiel in Kombination mit Guttationstropfen passen auch gut. Vielleicht kannst du ja mal in diese Richtung vergleichen.
Björn
Hallo Heidrun,
vergleiche deinen Fund doch mal mit Iodophanus.
Björn
Hallo zusammen,
auch wenn der Pilz ja seit der Erstellung des Portraits seinen Namen in Hortiboletus rubellus geändert hat, steuere ich mal Bilder von einer mikroskopierten Kollektion bei, die ich gestern auf dem Alten Friedhof in Duisburg gemacht habe.
Pilze am Fundort
Schnittbild
Huthaut in KOH
Huthaut in Kongorot
Hymenialtrama in Kongorot
Basidien und Zystiden in Kongorot
Sporen in KOH, Maße 11±0,5 µm × 5,2±0,3 µm, Q=2,1±0,1; 10-11,7 µm × 4,6-5,7 µm, Q=1,8-2,4
Björn
Hallo Uwe,
der Birnengitterrost ist schon längere Zeit auf der Birne. Auf Wacholder hat man typischerweise Ende April/Anfang Mai die Telien, die dann für den Wirtswechsel sorgen.
Björn
Hallo Uwe,
ja, das ist Phragmidium violaceum und man sieht auf der Unterseite Uredien und Telien. Ein Grund für die Sporenstadien und den Wirtswechel ist, daß Rostpilze ja als obligate Parasiten auf einen lebendigen, grünen Wirt angewiesen sind. So kann der Rost dann im Frühjahr z.B. Aecien auf einem Frühblüher wie Allium ursinum bilden und anschließend mit Uredien und Telien auf eine andere Pflanze wie Phalaris arundinacea wechseln und hat so die ganze Vegetationsperiode optimal ausgenutzt. Das scheint als Strategie tatsächlich ganz gut zu sein, denn Blatläuse zeigen zum Teil ein sehr ähnliches Schema mit mehreren Generationen (darunter sich geschlechtlich und ungeschlechtlich vermehrende) und Wirtswechsel.
Björn
Hallo Cognacmeister,
mit den Sporenmaßen sollte das in der Tat Uromcyes lycoctonii sein. Ein Hinweis noch zur Messung: Du hast immer Kreise um deine Sporen gelegt und deren Durchmesser gelegt. Besser ist es, wenn man Geraden mißt und die einfach längs und quer über die Spore legt. Damit bekommt man dann insbesondere bei ellipsoiden Sporen auch Länge und Breite.
Björn
Hallo zusammen,
hier mal eine Aufsammlung von Erysiphe circaeae auf Circaea lutetiana aus dem Duisburger Stadtwald vom 23.7.2025. Dieser echte Mehltau ist auf Hexenkraut eigentlich fast immer und überall zu finden. Auf den Blättern und Blütenständen der befallenen Pflanzen sieht man den weißen Rasen der Anamorphe, am Stängel sind die Chasmothecien als dunkle Punkte zu erkennen.
Fruchtkörper mit braunen, schlaffen und unverzweigten Anhängseln
Chasmothecien mit 3-5 Asci
Asci mit 3-5 Sporen
Björn
Hallo zusammen,
nachdem es im Ruhrgebiet auch mal wieder geregnet hat, kommen die ersten Pilze aus dem Boden. Hier eine kleine Kollektion von Russula parazurea unter Fagus und Quercus vom 23.7.2025 aus dem Duisburger Stadtwald. Die Eisensulfat-Reaktion ist trivial, die Guajak-Reaktion negativ. Sporenpulverfarbe IIb.
Sporen in Melzer
Pileipellis in Sulfovanillin
Pileipellis in Kongorot
Björn
Er zockt und mikroskopiert gleichzeitig? Der Mann ist ein Phänomen!
Björn
Er soll sich Kopfhörer aufsetzen!
Björn
Hallo Cocgnacmeister,
wie groß sind denn die Aeciosporen? Wenn es dort häufig Sporen >28 µm gibt, ist es Uromyces lycoctoni. Wenn es tatsächlich eine Puccinia ist, gibt es neben P. actaeae-agropyri auch noch P. actaeae-elymi, die beiden Arten sind auf Aconitum morphologisch nicht zu trennen.
Björn
Hallo Cognacmeister,
das sind zwar Uredo- und Teliosporen, aber nicht von Urocystis colchici, sondern von irgendeiner Puccinia. Was du in deinen ersten drei Bildern oben zeigst, sind aber keine Rostpilzsporen.
Björn
Hallo Cognacmeister,
das letzte Bild zeigt in der Tat die Sporenballen von Urocystis colchici. Die anderen drei Bilder zeigen diverse Fremdsporen.
Björn
Hallo Cognacmeister,
was du mit dem Mikroskop veranstaltest, hat alles weder Hand noch Fuß (und das hat nichts damit zu tun, daß deine Kamera noch nicht da ist). Du hast offenbar ein Präparat angefertigt, wo mehr oder weniger zufällig irgendetwas unter dem Mikroskop gelandet ist. Davon machst du dann teilweise 8 mal das mehr oder weniger gleiche Bild, was keinerlei zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt.
Ich würde dir dringend raten, daß du entweder einen Mikroskopierkurs besuchst oder erstmal einen für dich makroskopisch eindeutig bestimmbaren Pilz nimmst und dort dann gezielt Ausschau nach Sporen, Basidien, Zystiden etc. hältst um überhaupt erstmal ein Gespür fürs Mikroskopieren zu entwickeln.
Björn
Hallo Cognacmeister,
auf deinen Bildern sieht man leider keine einzige pilzliche Struktur. Das ist alles nur Holz und Dreck.
Björn
Hallo Bernd,
die herablaufenden Lamellen sind bei Cyanula leider kein relevantes Merkmal, d.h. das hilft bei der Arteingrenzung gar nicht weiter. Erster und wichtiger Schlüsselschritt in den Fungi Europaei 5B ist die Farbe junger Fruchtkörper: Sind Blautöne vorhanden oder nicht? Das ist mit einem nicht mehr ganz jungen Einzelexemplar oft schwer zu sagen, deshalb auch Karls Hinweis, daß man eigentlich nur Kollektionen mit Fruchtkörpern von jung bis alt untersuchen sollte. Ansonsten fragt der Schlüssel bezüglich der Lamellen nur ab, ob die Lamellenschneide gefärbt ist, ob sie steril oder fertil ist und ggfs. welche Art von Zystiden vorliegen.
Zu den Sporen möchte ich noch anmerken, daß man die am besten in einem Abwurfpräparat mißt, weil man dort deutlich besser identifizieren kann, ob die Sporen überhaupt richtig liegen (das ist bei Entoloma-Sporen ja kein ganz triviales Problem).
Björn
