Beiträge von Felli

    Servus Peter,

    schön mal wieder was von dir zu hören.

    Erst einmal Danke für deine Antwort und natürlich deinem Schlüssel :daumen:


    Dann hab ich mich also gleich in der ersten ersten Abnzweigung verfranzt als ich

    mich hier für ein Tomentum entschieden hab.

    "1) Stromata (or perithecia) covered with an effuse tomentum. ...............2

    1 ") Stromata non-tomentose."




    Also heisst das nun daß das Tomentum nicht direkt auf auf dem Perithecium (wie hier) als weißer o. brauner Filz sitzt,

    sondern der Filz sich auf dem Köttel breit macht ?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Jetzt hab ich den Bericht gelesen und daraufhin noch einmal geschlüsselt. Und zu meinem Bedauern hab ich festgestellt, dass ich mich verschlüsselt hab. X(

    Schlüsselauszug:

    5) Spores one-celled, 19-23 (-27) x 9-12 (-14) flID (25-28 x 11.5-13.5, LOHMEYER, 1995), slightly

    inequilateral. Tomentum brown. Stromata containing a single perithecium. On horse (goat, rabbit, deer) dung. H. equorum (Fuckell G. Winter (1887)

    5*) Spores two-celled, strongly inequilateral. Stromata containing one to several perithecia.

    6) Tomentum white. Spores 24-29 x 10-12 ~m. Germ slit 15-18 ~ long. On elk and roe deer dung. Hypocopra sp. (see observations on H. equorum f. leporina)

    6*) Tomentum white to dark. Spores (17-) 20-24 x 8-10 ~. Germ slit 14-16 ~m long. On hare dung.

    H. equorum f. leporina


    So, da ich ja zumindest jung 2-zellige Sporen gesehen hab, und meine gemessenen Sporen etwas größer als die von H.equorum sind+ der Keimspalt auch etwas länger ist, lande ich nun bei

    Nr. 6 Hypocopra spec

    Super, das hätte ich ja gleich hinschreiben können :giggle:


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf dem alten Schaf wächst auch noch so etwas.


    Wegen der gelben Paraphysen denke ich es könnte Thelebolus cf microsporus sein.


    Allerdings hab ich keine Asci mit mehr als 4 Sporen gefunden, eigentlich nur 1-3 Sporen.

    Diese waren teils deformiert und übergroß.


    Zusätzlich waren auch noch eventuelle Konidien in den Asci was mich zu der Überlegung bringt ob da nicht ein Fremdbefall sein Werk vollrichtet


    Lugolreaktion war negativ


    Habt ihr so was auch schon mal gefunden/ gesehen?

    Lieg ich da mit T. microsporus überhaupt richtig?


    Für ein paar Meinungen wäre ich dankbar


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Beim 2. Bild sieht man meiner Meinung nach eine Textura intricata als dunklere Linie.

    Das schließt eigentlich P. ampliata aus.

    Da aber von diesem Becher keine reifen Sporen zu finden sind wage ich hier keine Vermutung.

    P. ampliata soll extem eingeschnürte Paraphysen haben

    Diese aufgeblasenen + moniliformen Paraphysen sind entwicklungsbedingt und m.M.n nicht unbedingt bestimmungsrelevant. Diese sind ja in der Varia-Gruppe auch vorhanden.

    Wichtiger sind die Paraphysen -Inhalte. Und mich wundert es, dass da keine Guttulen zu sehen sind - und keine Farbreaktion mit KOH zu stande kommt.

    In KOH habe ich keine Reaktion festgestellt!


    Beim ersten Bild kann man leider nicht sehen ob da auch eine T.intricata vorhanden ist.

    Mit den kleinen Sporen ist man dann bei P. cerea usw. aber die sehen makroskopisch völlig anders aus.

    Wenn das tatsächlich das Selbe ist - hast du dann eine Vermutung ?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Gestern wollte ich Moosbecherchen suchen, fand allerdings "nur" Octospora affinis

    der bei mir zu dieser Jahreszeit recht häufig ist.


    Aber es lagen ja noch einzelne Hasen- oder evtl. Kaninchenköttel herum

    auf denen man schon dunkle größere Flecken sah.

    Am Bino sah das dann so aus:

    Perithecien: kugelig/birnenförmig ca 1mm breit, mit vorstehendem Ostiolum.

    Einzeln oder bis zu 3 im Stroma sitzend, das eine Kragen um das Ostiolum bildet

    Sporen/ Asci x 400

    Sporen x 1000



    Die Lugol (IKI) - Reaktion ist sehr schön und zeigt einen mehrschichtigen Apikalapparat der sich in der Färbung der einzelnen Ringen unterscheidet.

    Bei hoher Jodkonzentration verschwimmen allerdings die Farben und verschmelzen zu blau/violett



    Bei einzelnen Sporen konnte ich noch eine weite Schleimhülle in Chloralschwarz beobachten


    Bei unreifen Sporen ist die "Zweiteiligkeit" noch gut zu sehen


    Wenn ich nun alle Merkmale zusammen nehme, lande ich nach Doveri´s Schlüssel ( Fungi fimicoli) bei

    Hypocopra cf. equorum

    Lieg ich da richtig ?


    Viel hab ich nicht darüber gefunden

    Bei Research Gate gibt es einen Bericht darüber, ich konnte aber das PDF nicht runterladen ???


    Grüße

    Felli

    Servus Adi,

    Der Rauhkopf wuchs unter Nadelbäumen mit viel Moos, das könnte also passen.

    Oder auch nicht,

    Mir sieht das eher nach einem Wasserkopf/Gürtelfuß, als nach einem Rauhkopf aus.

    Aber vielleicht erkenne ichs auch nicht richtig .

    Grüße

    Felli

    Hi,

    also einen Ciliolarina-Schlüssel habe ich leider auch nicht gefunden.

    Dennoch bei Zotto kann man ja schön vergleichen - wie Ingo schon schrieb.


    Neben den Sporenmaßen ist der eigenartig schattige, üppige Inhalt in den Sporen auffällig

    Ingo, was meinst du mit schattigem Inhalt ?

    Ist das erste Mikro-Bild in Wasser ?

    Bei mir sieht das so rot aus und ich dachte die Sporen seien tot und deshalb die Öltropfen zusammengelaufen

    Grüße

    Felli

    Servus Mario,

    Ich hab jetzt garde deinen Anfrage gelesen und noch nicht nachgeschaut.

    Die Hyaloscypha´s ssl sind recht schwierig deshalb erst noch

    ein paar Fragen vorab, - macht die Suche einfacher -

    Wie sind die Masse der Asci,

    Wie sehen die Paraphyseninhalte und Sporeninhalte in H²O aus

    Sind die keuligen Haare inkrustriert?

    wie lang sind sie

    Und wie sieht der Fruchtkörper-Randbereich unterm Mikro aus


    Jetzt schau ich mal nach zugänglicher Bestimmungsliteratur

    vielleicht hat Ingo ja schon was parat ?


    Grüße

    Felli

    Servus Anna Maria

    Ich hab da noch einen Link, vielleicht hilft er bei der Peziza-Bestimmung


    Peziza ampliata or small P. varia? - Forum ASCOFrance


    Wichtig ist halt noch ein Schnitt durch den Fruchtkörper um die Textura beurteilen zu können.

    Mich würde noch interessieren wie die Becherling auf 3-5%KOH farblich reagieren.

    Oftmals gibt es sattgelbe Reaktionen besonders in den Gruppen um varia / fimetii.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auweia jetzt wirds ja richtig schwer.

    Granulosa, ampelina und merdae habe ich alle aus irgend einem Grund ausgeschlossen

    Ich denke da hast du dich verschrieben ----ampliata----- ;)

    Der Becher ist ja total unreif, und sieht makroskopisch diesmal P. vesiculosa wirklich sehr ähnlich; das Hymenium ist noch kaum ausgebildet, sieht aber heller aus als auf den ersten Bildern und die Granulation hat P. vesiculosa im jungen Zustand auch.


    Kann das evtl. sein dass da mehrere Arten vertreten sind?

    Wenn die Erde gekauft ist, kann da natürlich auch was Exotisches wachsen, das sollte man auch bedenken. Da kann ich aber nichts dazu sagen.


    Also noch mal wachsen lassen, mal shen was daraus wird :)


    Die kleinen Becherchen dürfte Iodophanus cf. carneus sein

    oder?


    Grüße

    Felli

    kann so manches produzieren.


    Servus,

    Ein recht alter, veralgter Schafsdung war recht ergibig,

    Neben Pilobolus spec ( hatte noch keine Zeit dafür), Coprinopsis stercorea, Ascobolus immersus

    und schönen Ascobolus furfuracea`s, war diese auffälligen Cheilymenia mit nur sehr wenigen, hellen Randhaaren.


    Haare/ Excipulum

    Hymenium in H²O

    Hymenium mit IKI

    Sporen

    Sporen in Baumwollblau


    Auf Grund der sehr feinen unregelmäßigen Netzstruktur der Sporen,

    dem deutlichen, glasigen Apothezienrand und den septierten Haaren ohne verzweigter Basis

    glaube ich Cheilymenia raripila vor mir zu haben


    Grüße

    Felli

    Servus Anna Marie,

    Die Becherlige sehen recht feucht aus, gibts da auch ein Bild wenn sie etwas trockener sind?

    Die mikroskopische Untersuchung spricht für P. vesiculosa, doch sieht diese meines Erachtens komplett anders aus.

    P. vesiculosa hätte -normaler Weise- goldbraune Guttulen in den Paraphysen ( gut sichtbar/ auffällig im Mikroskop in H²0);

    und etwas größere Sporen als die von dir hier gezeigten.

    Außerdem haben diese Sporen leicht zugespitzte Enden ( bei P. vesiculosa breit abgerundet).

    M.M.nach ist also P.vesiculosa hier keine Option.


    Wenn das Pflanzenbeet mit Mist untermischt wurde, könnt ich mir etwas um

    P. merdae vorstellen.

    Falls Holzteile ( vermodert) mit in dem Substrat sind wäre auch evtl. P. ampliata oder P. granularis möglich.

    Mehr fällt mir auf die Schnelle jetzt nicht ein - sorry.

    Grüße

    Felli

    Servus Nobi,

    Dessen Außenseite ist so stark körnig, dass es meiner Meinung nach keine Lupe braucht.

    Da hast du aber echt schöne und vor allem noch sehr kleine Exemplare gefunden bei denen die Granulation wirklich deutlich zu sehen ist.

    Meiner Meinung nach ist das aber bei den größeren Fruchtkörpern nicht immer so.

    Hier z. B. sah man die Grabulation erst mit der Lupe wirklich gut.

    Unterm Bino natürlich noch besser


    Man müsste die Pilze halt in Natura sehen, und ich wollte eigentlich auch nur noch eine Möglichkeit aufzeigen.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Ob das was da bei Wiki abgebildet ist wirklich O. leporina ist ?


    Ich finde die Fruchtschicht von deinem Pilz ist heller als die Außenseite.

    Man müßte mal die Aussenseite unter der Lupe betrachten, ob die nicht richtig schön körnig ist.

    Falls ja würde ich eher zu Otidea tuomikoskii tendieren.

    Grüße

    Felli

    Servus Kauz,

    Wachsen die Mützen aus dem Boden oder liegt da viel Holz darunter ?

    Wenn wir hier gezielt nach Gyromitra´s suchen, dann schauen wir nach alten Fichtenstümpfen oder älteren Holzlagerplätzen.

    Dort wachsen sie dann meist direkt auf dem Holz.

    Anscheinend gibt es ja unterschiedliche Arten, vielleicht ist das Vorkommen auf Erde / Holz ein Unterscheidungsmerkmal. Da bin ich aber nicht up to date.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    mit Abortiporus biennis hab ich schon geliebäugelt.

    Die Wuchsform direkt am Holz kannte ich aber noch nicht, ich fand ihn erst 2 x auf der Erde( vergrabenes Holz) und da sah es schon anders aus.

    Danke für eure Hilfe

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Leider hab ich nur diese Makrofotos, aber ich denke den könnte jemand kennen :/

    Gewachsen an einer gefällten Buche

    Mit leicht rötlichen Ton ( oben jung unten etwas älter)

    Der älter Fruchtkörper war relativ zäh und schwer vom Substrat zu trennen



    Hier der Ältere Fruchtkörper von oben


    Und von unten

    zerschlitztporig

    Evtl. ein Wirrling ?


    Grüße

    Felli

    Servus Thomas,

    Öhrlinge ohne Mikros zu bestimmen ist schwer und die Ergebnisse meistens nicht sicher. Bei diesen Öhrlingen denke ich, dass es sich auf Grund der Farbe und Größe um alte Eselsohren handeln könnte.

    Grüße

    Felli