Beiträge von Felli

    Servus Thorben

    Danke für die Hinweise den Fund hab ich gestern gemacht.

    Die beiden infizierten Stromata liegen beim Trocknen.

    Falls Interessse besteht einfach melden, bei mir verschwindet er sonst in der Unbekannt-Kiste.

    Grüße

    Felli

    Servus Werner,

    ch könnt mir beim Substrat von deiner B. marginata gut das stark bevorzugte Sorbus aucuparia vorstellen

    Das ist durchaus möglich. Ich hab mir das nicht näher angeschaut sondern nur die Fruchtkörper entfernt.

    Ich könnt mir gut vorstellen das du da recht hast.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Ich hab mir nun einen im Strauch stehenden, abgestorbenen, trockenen, morschen Haselast mit ca 3 cm Durchmesser angeschaut, auf dem eine Biscognauxia wuchs.

    scheibenförmige Stromata - mit vertieften Ostiolen - ohne erhabenen Rand.

    Im Schnitt sind die Perithecien +/- auf einer Linie angeordnet,

    darunter ist eine schwarze Begrenzungslinie deutlich zu erkennen

    Die Asci sind ca 100-110 x 7-9µ

    Die Sporen: 11-14(15) x5-6µ, sind braun, länglich-ellipsoid, mit einseitiger und gerader Keimspalte

    Asci reagieren deutlich mit IKI


    Wenn ich nun den Schlüssel

    Dichotomous key to European Biscogniauxia

    durch gehe -sollte ich bei A einsteigen- und gelange dann über die braunen Sporen und die verschieden Substrate zu A4.

    Hier kann ich mich jetzt entscheiden zwischen B. nummularia der an Buche wächst und wesentlich breitere Sporen haben soll.

    Oder B. granmoi der anscheinend nur an Traubenkirsche bzw. anderen Prunusarten vorkommen soll.


    Im Moment tendiere ich zu Biscognauxia granmoi var. corylii spec.nov der aber erst noch beschrieben werden muß ;)


    Gibt es Meinungen dazu ?



    2.

    Auf einzelnen Stromata sah man einen weissen Hyphenfilz mit rundlichen, gelb-orange gefärbten,

    beihnahe halbkugeligen Scheibchen.


    Viele farblose bzw leicht grünlich erscheinende Konidiosporen von 2-3,5µ x1-1,5µ

    Hier noch in Kongorot die Konidien bildenden Strukturen ( leider ein wenig unscharf)


    Im Ellis hab ich dazu nichts entdecken können -


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Was meint ihr? Diese Besprenkelung der schwärzlich wuchernden "Kugeln" habe ich so noch nirgends gesehn...

    Das dürfte/ könnte ein Hyphomycet sein der die Ostiolen des Pyrenomyceten befällt. So etwas sieht man des Öfteren auf Hypoxylon. Ohne mikoskopische Aufnahmen ist es aber nur eine Vernutung.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Kalte Temperaturen und Stöckchen gehören doch irgendwie zur Winterpilzsuche. ;)


    Also dann mal raus und schauen was man so finden kann.

    An einer Weide wuchsen ein paar Porlinge und Schichtpilze

    1. Phellinus cf. conchatus



    Als nächstes schaute ich mir eine abgestorbene Jungfichte an.

    Am entrindetem Stamm wuchsen ein paar schwarze Punkte. Zu Hause unterm Bino konnte man die Beerenform des Pilzes deutlich erkennen.

    2. Bertia moriformis





    Weiterhin fand ich kleine Fleckchen mit Konidien;

    hier steh ich aber auf dem Schlauch, wenn also jemand so etwas kennt - immer raus damit

    3 Konidien Spec


    Hier mit IKI


    Ein paar Schritte weiter lag ein abgestorbener Laubbaum,

    Das Substrat hab ich nicht ermittelt, sah etwas nach Hasel aus - egal.

    Größere, schwarze, kreisförmige Vertiefungen - vermutich

    4 Biscognauxia marginata

    Unterm Bino

    Hier der Schnitt

    Die Keimspalte ist s-förmig gebogen

    Die Sporen ca 15µ lang



    Weiter ging es mit einer abgestorbenen Zitterpappel, an deren Zweigen
    5

    Melogramma bulliardii / Melogramma campylosporum wuchs





    Auf diesen Pyrenomyceten waren außerdem noch Nectria´s,

    leider hab ich bisher kein reifes Exemplar entdeckt.


    Bei viel Totholz findet man auch viel.

    Etliche abgestorbene Jung-Eschen sind ein absolut lohnendes Substrat.

    An einem ca. 20cm langem Zweiglein konnte ich gleich 3- Arten finden.


    Der Erste kommt mit seinen lippenförmigen Fruchtkörpern und den großen mauerförmigen Sporen sehr auffällig daher.

    6 Hysterographium fraxinii.

    Leider noch nicht ganz reif




    Daneben kleine, schwarze Pusteln die in kleinen Gruppen durch die Rinde brechen.

    Womöglich eine Botryosphaeria / Diplodia

    7 Diplodia spec


    angefeuchtet dringt eine weiße, schaumig wirkende Sporenmasse an die Oberfäche

    Einne Probe davon


    Bei diesen Sporengrößen fall ich aber aus dem Diplodia-Schlüssel raus.

    Die Sporenbreite gibt mir zu denken.

    Interssanter Weise waren in keinem der untersuchten Fruchtkörper irgendwelche braune

    oder septierte Sporen zu sehen.


    Der Dritte im Bunde überraschte mich etwas, und die winzigen schwarzen Ostiolenmündungen verheimlichten zunächst die relativ großen Perithecienkörper.

    8. Cryptosphaeria eunomia var. fraxini



    Asci mit sehr langen Stielen

    Mit IKI kleine blaue Punkte zu erkennen

    Sporen braun, mit helleren Polen und bis zu 7 Septen


    Auf dem Rückweg waren noch winzige abgestorbene Haselzweigchen am Strauch mit irgend etwas Hellem besetzt.

    Unterm Bino sah man dann kleine Büschel eingetrockneter Becherchen.

    9. Calycina cf. vulgaris

    Rehydriert sah das so aus.

    Die frostigen Temperaturen sind an den Becherchen nicht spurlos vorrüber gegangen, es waren kaum brauchbare Strukturen zu erkennen





    So, das wars

    Komentare und Bestimmungs- bzw. Verbesserungsvorschläge sind erwünscht !

    Grüße

    Felli

    Hallo Markus,

    Aber dafür waren sie eigentlich viel zu klein.

    Ich schaue mal diese Woche nochmal zu dem Baum. Vielleicht sind sie jetzt größer .

    Die sind voll ausgewachsen, ich denke nicht dass die größer sein werden.

    Verwechsele das bitte nicht mit Bisporella citrina !


    Grüße

    Felli

    Servus Markus,

    wie im anderen Beitrag gehören die Sporen die du abbildest nicht direkt zu den gelben Becherchen.

    Ist es möglich, dass die Sporen in einer Luftblase liegen? Da solltest du nach Möglichkeit drauf achten, dass das vorallem beim Vermessen nicht so ist.


    Kann das sein, dass du etwas von dem scharzbraunem Untergrund erwischt hast, denn das sind möglicher Weise Konidiensporen.


    Dein gelbes Becherchen düfte auf den Namen Bisporella subpallida hören, falls der Name noch aktuell ist.

    Grüße

    Felli

    Servus Markus

    Was Wolfgang schreibt:

    Dunkle Sporen mit deutlichem Keimporus hätte ich jetzt eher einem Tintling oder so zugeordnet, und nicht einem Ascomyceten.

    Ist richtig!

    Die dunklen Sporen mit Keimporus( Unterbrechung des Randes auf Bild 4+5 schön zu sehen) definitiv kein Ascomycet.


    Die Einzelne braune Spore Bild 3 gehört verm. zur Gattung Hypoxylon im weiteren Sinn.


    Und dein weißbehaarten Becherchen soltest du bei Lachnum/ Dasyscyphus suchen, Calycina vulgaris hat nicht so eine deutlich Behaarung.


    Grüße

    Felli

    Servus Matevž

    ja, habe ich verglichen, und zwar mit den Angaben für C. lacteus, die von I. Kušan, N, Matočec et al. (Un overview of the genus Coprotus, 2018)


    Bei Schlüssel Nr 17 trennt man ja C.disculus ab ;


    Der Apothecienrand ist mit teilweise vorstehenden prismatischen Endzellen besetzt, die 15 μm überschreiten und 25 μm lang werden können.........................................18

    --> hier gehts dann zu C. disculus


    – Der glatte Apothecienrand besteht aus länglichen Zellen von bis zu 15 μm Länge, die nicht aus der Oberfläche herausragen. ..............................................................19


    In der oberen Randzone gibt es längliche, kurzgegliederte Zellen. Die Endzellen 8-10 (12) x 4-5 µm groß.

    was ja dann zum Schlüsselpunkt 19 führt.


    Meiner Meinung nach sind die Endzellen, die du zeigst, länglich und passen besser zu C. lacteus.

    Die Sporen sind allerdings für C. lacteus im oberen Bereich - waren die alle so groß?

    Ist schwierig.

    Ich hab leider nicht viel Erfahrung in dieser Gattung, hab C. lacteus auch erst 1 x als cf lacteus bestimmt.


    Vielleicht meldet sich Peter noch dazu.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Dank euch für das rege Interesse.

    Ja, ich hab nur sehr wenig davon vom Substrat entfernt.

    Leider war bei der Anfrage nur ein Foto mit FK, und auch nur im Pulk

    Ich sehe 2 Makro/ Bino bilder.

    Die Fruchtkörper sitzen so auf den Schrägen dass ich leider kein besseres Bild zustande brachte.


    Ich hab hier noch ein Bild mit den Phialiden, zumindest halte ich das dafür


    Das man mit diesen Angaben natürlich nicht auf eine bestimmbare Art kommt ist mir klar. Hilfreich wäre zumindest ob ich für den Pilz die richtge Gattung gewählt habe.


    Ich stellte mir auch die Frage, wieviel wohl von diesem oder ähnlichen Pilzen in irgendwelchen Heiltee´s landen und was Diese evtl. bewirken, - positiv oder negativ-.

    Denn wer schaut sich schon seine tollen Schillerporlinge so genau vor der Weiterverarbeitung an?


    Grüße

    Felli

    Servus Bohan,

    müßte da der Konidiophorenkopf nicht rundlich sein?

    Hier sind es Verzweigungen;

    die Sporen sowie die Stiele sind glatt.


    hier hab ich was über Aspergillus gefunden


    Grüße

    Felli

    Servus,

    geh ich richtig in der Annahme das es sich hier um ein Penicilinum handelt?

    Gefunden hab ich es an einer Inonotus obliquus -Knolle


    Konidien 2-3µ, leicht grau

    Konidienträger


    Grüße

    Felli

    Servus Ihr Beiden

    Herzlichen Dank für die Unterstützung


    KaMaMa

    Wenn ich das nächste mal dort bin nehm ich ein paar Proben und versuch bessere Bilder zu machen


    Grüße

    Felli

    Servus Bernd,

    Danke für den Hinweis zur Nr. 5.

    Makroskopisch sieht das gar nich so schlecht aus :)

    Aber :

    Sind das hier Isidien ?


    Dann würde P. acetabulum rausfallen

    Grüße

    Felli

    Servus,

    kurz vor Weihnachten hab ich auf der Suche nach Octospora/Lamprospora auch ein paar Flechten gefunden.

    Nr. 1+2 waren auf übermoosten Betonplatten eines ausgetrockneten Kanals.


    Nr. 1: Da hab ich nur dieses Bild

    Ich denke, dass es sich um eine Gallertflechte handelt- vielleicht Collema ?

    weil ich dachte es sei das Selbe wie Nr.2; nun hab ich aber Zweifel

    Nr. 2

    war auf der selben Platte, Kleine korallenartig verzweigte Ästchen

    Flechte wächst über Moos

    Erinnert an Moos

    Ist aber Flechte

    Im Schnitt mit Nostok

    Da komme ich in die Gegend von Leptogium pulvinatum

    stimmt mir da jemand zu ?


    Nr.:3

    Eine Krustenflechte auf der Mauer mit vielen, mittig angeordneten, braunen Apothecien und hellem, lappigen Rand

    Keine Reaktion mot KOH oder Chl

    Algenschicht im Schnitt

    Lugolreaktion

    lieg ich mit Protoparmeliopsis/ Lecanora muralis richtig ?


    Nr. 4

    Wieder nur ein Bild einer hellen Krustenflechte ebenfalls auf den Betonplatten.

    Ich geh davon aus dass man da nichts dazu sagen kann, ?

    mir gefiel der Kontrast ;) aber das Handy bringt das nicht so rüber



    Nr.: 5

    Fand ich an Pappelborke

    Ich nahm sie nicht mit da ich keine Zeit hatte.

    Ich dachte man kommt evtl über die Makroskopie zu einem Namen?

    Ich meine die Grüne Blattflechte mit den weißberandeten grünen Apothecien

    Kann man die so bestimmen bzw. kennt die jemand von euch?

    bei Gelegenheit hol ich mir vielleicht noch einen Teil


    Hilfe erwünscht


    Grüße

    Felli

    Servus,

    ich schau mir gerade einen relativ holzigen Krautstängel an, an dem ein paar Schüsselbecherlinge wachsen.

    Das Substrat kann ich leider nicht bestimmen - ebenso das Schwammerl.

    Fruchtkörper helm- schüsselförmig an krautigen Pflanzenresten,

    2-4 mm mit kurzem Pseudostiel.

    Oberfläche glatt- flaumig, Hyphen nicht knorrig, ohne Auswüchse ( keine Ramealis-Struktur)

    Hymenium glatt.

    Aussen wie innen hell-grau-creme.

    Sporen: 5-7(8) x3-4µ, ellipsoid - tropfenförmig, glatt mit deutlichem Apikulus. Schnallen nicht gesehen.


    Fundort


    unter Bino


    Spore in Wasser x 1000


    Hymenium x1000


    Hyphen der Aussenseite




    Sporen in Kongorot


    Viele große Kristallstrukturen in der Trama



    Mit Melzer´s Reagenz keine Reaktion, weder im Hymenium noch bei den Sporen.

    ( Das Pinke ist eine Farbverfälschung)


    So, eigentlich dachte ich es sei eine Calyptella. Dafür sind aber die Sporen zu klein.

    Für die C. gibbosa sind die Sporen widerum zu groß.

    Natürlich ist es auch möglich dass die Witterung zu einer Notsporenbildung geführt hat.

    Ein Sporenabwurf ist nicht gelungen.

    Schnallen hab ich keine gesehen.

    Auffällige Haare gab es nicht und die Aussenstruktur passt auch nicht.


    Habt Ihr eine Idee?


    Grüße

    Felli