Servus,
Ja, das sieht nicht schlecht aus, eine eindeutige Reaktion.
Grüße
Felli
Servus,
Ja, das sieht nicht schlecht aus, eine eindeutige Reaktion.
Grüße
Felli
Servus
In der Sektion Dasyobolus ist unter anderem noch A. stictoideus mit deutlich warzigem Ornament. Auf deinen ersten Fotos ist das Ornament der Sporen unscharf abgebildet.
Also ich sehe da maximal eine etwas granulierte Oberfläche und ein paar Risse. Ist das Ornament deutlich warzig, dann könnte ich mir A. stictoides vorstellen
A. stictoideus passt von der Ornamentation her überhaupt nicht.
Ich hab auch mal bei
P. Prokhorov & Ain Raitviir
"New or interesting species of Ascobolus and
Saccobolus in the USSR"
nachgeschaut, da werden die Sporen von A. amoenus fast globulös gezeichnet und haben diese Maße
"broadly ellipsoid, (30.5-)(33.3-44.4(-47.8) X 28.6-30.5µ"
Das erinnert irgendwie nun wieder an die Zeichnung von v. Brummelen bei A. immersus.
Ja und wenn A. immersus so rundliche/ breit-elliptische Sporen bilden kann,
wirds wohl auch bei A. elegans möglich sein.
Ich schau demnächst den Dung nochmal an.
Vielleicht gewinne ich neue Erkenntnisse ![]()
Grüße
Felli
Servus Matevž
Danke für die Bestätigung.
Das mit der Sporenlänge bei amoenus hab ich gelesen, die soll ja wirklich größer sein wie hier: Ascobolus amoenus
zu lesen ist.
Auch hab ich meinen Fund mit den anderen Beiträgen im Forum verglichen.
Mich irritierte eigentlich nur, dass die Sporenform so extrem unterschiedlich ist.
Schon die unreifen Sporen sind bei beiden Funden komplett anders geformt.
Da muss man doch an 2 verschieden Arten denken.
Vorallem da im Netz nur diese langellipsoide Sporenform dargestellt wird.
Aber gut wenn der Pilz so variabel sein kann.
Oder ist evtl. der Kleinsporige was anderes?
Naja, es sind ja noch einige Kugeln auf dem Gänsedung - mal sehn ob ich da noch weiter kurz-und langsporige finde, so dass eine Trennung evtl. möglich wird.
Doveri sagt übrigens, dass bei A. elegans der Schleim um die Paraphysen herum weisslich, also farblos ist.
Danke für den Hinweis
Grüße
Felli
Servus
Auf meinem schimmligen Gänsedung bildeten sich außerdem auch noch weiß-gelbliche Kugeln,
hat einwenig gedauert bis ich ein Apothecium mit mit ein paar reifen Asci entdeckt hatte.
Sah stark nach Ascobolus immersus aus.
1
Dann ein ungläubiger Blick durchs Mikroskop und einige ?? im Hirn.
mit diesen Sporengrößen und der feinen Ornamentation
Kommt doch eigentlich nur
Ascobolus elegans in Frage - Oder?
Was der Ascobolus nicht hatte war war ein grüngelber Mucus.
Auch die unreifen Apothecien waren nur weißlich.
2.
Nach nochmaligem Begutachten der Probe entdeckte ich unterm Schimmel doch noch ein reifes Exemplar mit mehreren, vorstehenden Asci.
Makroskopisch sah das fast gleich aus, nur apikal war das Apothecium etwas weiter geöffnet.
Da wollte ich noch einmal die Ornamentation und die Sporengröße überprüfen.
Und da waren sie wieder - die Fragezeichen
Freigeschaufeltes Apothecium
auch hier kein gelber Mucus, dafür aber lang ellipsoide Sporen
x200
x400 reife und unreife Sporen/ Asci
Glatte bis leicht rissige Ornamentation, Schleimhülle am Sporenrand
IKI-Reaktion
Paraphysen apikal nicht erweitert, teils gegabelt
Wenn ich nun mit dem Schlüssel von J.v.Brummelen arbeite, lande ich bei
Ascobolus amoenus.
Ascobolus boudieri soll ja braunes Pigment haben.
Acobolus mancus hat wesentlich dünnere Sporen 19-23 x 10-12µ
Nun stell ich mir die Frage woher die Gans das Gras hat ![]()
Und lieg ich mit meinern Bestimmungen richtig?
Dass die Beiden ein und das Selbe ist glaube ich irgendwie nicht.
Grüße
Felli
Servus,
Seit ca 2 Wochen schimmelt ein mitgenommener frischer Gänsedung fröhlich vor sich hin.
So einen Schimmel hatte ich bis jetzt noch nicht.
Die Stämmchen verzweigen sich mehrmals und die in Ketten wachsenden Konidien werden
an einer kleeblattähnlicher Basis gebildet.
Teilsporen sind zylindrisch 5-6 x3µ, die apikale Teilsporen sind leicht länger und geschossförmig.
Erinnert irgendwie ein wenig an Trichoderma.
x1000
Hat jemand eine Idee?
Grüße
Felli
Servus,
Ja, meiner Meinung nach spricht die Färbung auch für A. sacchariferus.
Grüße
Felli
Servus Markus,
Das ist durchaus möglich.
Dann schau doch mal ob du am Rand-außen leicht keulige, 15-25x5-7µ lange, dickwandige, und am Kopf (apikal) leicht stachlig/warzige Haare entdeckst.
Teils sind die aber recht unscheinbar.
Grüße
Felli
Servus Matevž,
So wie du halt ich das für A. saccheriferus. Wobei die Makroskopie schon etwas abweicht.
A.perplexans und A. michaudii hatte ich allerdings noch nicht sicher unterm Mikroskop und kann das also selbst nicht vergleichen.
Diese unförmigen Paraphysen und die Sporengröße sprechen aber deutlich für A.saccheriferus.
Wie ist denn die Lugolreaktion?
Bei A. perplexans soll es fast keine Reaktion - selbst bei jungen Asci- geben.
Ich bin gerade selber sehr unsicher bei 2 Ascoboli auf Rehdung ob das nicht doch A. michaudii/ A perplexans sein könnte. Vielleicht stell ich die Beiden demnächst noch ein.
Grüße
Felli
Servu Markus,
nein das ist sicherlich keine Mollisia die hätte ein dunkles Excipulum auch das Hymenium wäre bei deinem Namensvorschlag dunkel.
Kannst du was über die Jod-Reaktion der Asci sagen ?
Schau dir nochmal die Aussenseite an ob da evtl. Haare zu finden sind.
Grüße
Felli
Servus Marco,
Tolle Doku ![]()
Sieht aber schon ein wenig nach Dothideales aus - dann wären die Asci aber bitunicat.
Vielleicht ist das auch irgendetwas flechtenartiges.
Muß mal etwas nachlesen
Grüße
Felli
Servus Marco,
Auf Anhieb fällt mir dazu auch nichts ein.
Sind die Asci uni- oder bitunicat?
Und versuch doch mal die Asci in Kongorot zu färben.
Waren bei den Sporen auch welche mit mehr 3 Septen?
Grüße
Felli
Servus,
seit dem 18.01 hab ich eine Rehdungprobe in der Feuchtekammer.
zuerst erschien ein Mucor gleichzeitig mit Pilobolus spec und diversen Schimmelarten. Nun setzen sich die Theleboluse durch. Hauptsächlich T. stercoreus.
Daneben auch wesentlich kleinere Fruchtkörper mit mehreren Asci.
Hier ist einer mit 32-Sporen im Ascus, und nach dem Schlüssel komme ich zu Thelebolus caninus.
Nur das Substrat passt wohl nicht so richtig.
Passt die Bestimmung dennoch, der bin ich mal wieder auf dem Holzweg?
Der dunkle Untergrund ist von den Sporen eines Coprinellus pusillulus gefärbt
Grüße
Felli
Servus,
Ein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es vielleicht verdaute Mistelbeeren und somit gar keine Pilze sind.
Grüße
Felli
Servus Thorben
Danke für die Hinweise den Fund hab ich gestern gemacht.
Die beiden infizierten Stromata liegen beim Trocknen.
Falls Interessse besteht einfach melden, bei mir verschwindet er sonst in der Unbekannt-Kiste.
Grüße
Felli
Servus Werner,
ch könnt mir beim Substrat von deiner B. marginata gut das stark bevorzugte Sorbus aucuparia vorstellen
Das ist durchaus möglich. Ich hab mir das nicht näher angeschaut sondern nur die Fruchtkörper entfernt.
Ich könnt mir gut vorstellen das du da recht hast.
Grüße
Felli
Servus,
Ich hab mir nun einen im Strauch stehenden, abgestorbenen, trockenen, morschen Haselast mit ca 3 cm Durchmesser angeschaut, auf dem eine Biscognauxia wuchs.
scheibenförmige Stromata - mit vertieften Ostiolen - ohne erhabenen Rand.
Im Schnitt sind die Perithecien +/- auf einer Linie angeordnet,
darunter ist eine schwarze Begrenzungslinie deutlich zu erkennen
Die Asci sind ca 100-110 x 7-9µ
Die Sporen: 11-14(15) x5-6µ, sind braun, länglich-ellipsoid, mit einseitiger und gerader Keimspalte
Asci reagieren deutlich mit IKI
Wenn ich nun den Schlüssel
Dichotomous key to European Biscogniauxia
durch gehe -sollte ich bei A einsteigen- und gelange dann über die braunen Sporen und die verschieden Substrate zu A4.
Hier kann ich mich jetzt entscheiden zwischen B. nummularia der an Buche wächst und wesentlich breitere Sporen haben soll.
Oder B. granmoi der anscheinend nur an Traubenkirsche bzw. anderen Prunusarten vorkommen soll.
Im Moment tendiere ich zu Biscognauxia granmoi var. corylii spec.nov der aber erst noch beschrieben werden muß ![]()
Gibt es Meinungen dazu ?
2.
Auf einzelnen Stromata sah man einen weissen Hyphenfilz mit rundlichen, gelb-orange gefärbten,
beihnahe halbkugeligen Scheibchen.
Viele farblose bzw leicht grünlich erscheinende Konidiosporen von 2-3,5µ x1-1,5µ
Hier noch in Kongorot die Konidien bildenden Strukturen ( leider ein wenig unscharf)
Im Ellis hab ich dazu nichts entdecken können -
Grüße
Felli
Hallo Jan Arne,
Danke für die Namensergänzung werd es gleich dazuschreiben.
Und hilmgridd
Viel Spass dabei, es lohnt sich
Grüße
Felli
Servus,
Was meint ihr? Diese Besprenkelung der schwärzlich wuchernden "Kugeln" habe ich so noch nirgends gesehn...
Das dürfte/ könnte ein Hyphomycet sein der die Ostiolen des Pyrenomyceten befällt. So etwas sieht man des Öfteren auf Hypoxylon. Ohne mikoskopische Aufnahmen ist es aber nur eine Vernutung.
Grüße
Felli
Servus Markus,
wie sieht das Ding im trockenen Zustand aus?
Lässt es sich schneiden oder zerfliesst es mehr?
an eine Ombrophila glaub ich nicht, möglich ist vielleicht eine Dacrymyces ?
Grüße
Felli
Servus,
Kalte Temperaturen und Stöckchen gehören doch irgendwie zur Winterpilzsuche. ![]()
Also dann mal raus und schauen was man so finden kann.
An einer Weide wuchsen ein paar Porlinge und Schichtpilze
1. Phellinus cf. conchatus
Als nächstes schaute ich mir eine abgestorbene Jungfichte an.
Am entrindetem Stamm wuchsen ein paar schwarze Punkte. Zu Hause unterm Bino konnte man die Beerenform des Pilzes deutlich erkennen.
2. Bertia moriformis
Weiterhin fand ich kleine Fleckchen mit Konidien;
hier steh ich aber auf dem Schlauch, wenn also jemand so etwas kennt - immer raus damit
3 Konidien Spec
Hier mit IKI
Ein paar Schritte weiter lag ein abgestorbener Laubbaum,
Das Substrat hab ich nicht ermittelt, sah etwas nach Hasel aus - egal.
Größere, schwarze, kreisförmige Vertiefungen - vermutich
Unterm Bino
Hier der Schnitt
Die Keimspalte ist s-förmig gebogen
Die Sporen ca 15µ lang
Weiter ging es mit einer abgestorbenen Zitterpappel, an deren Zweigen
5
Melogramma bulliardii / Melogramma campylosporum wuchs
Auf diesen Pyrenomyceten waren außerdem noch Nectria´s,
leider hab ich bisher kein reifes Exemplar entdeckt.
Bei viel Totholz findet man auch viel.
Etliche abgestorbene Jung-Eschen sind ein absolut lohnendes Substrat.
An einem ca. 20cm langem Zweiglein konnte ich gleich 3- Arten finden.
Der Erste kommt mit seinen lippenförmigen Fruchtkörpern und den großen mauerförmigen Sporen sehr auffällig daher.
6 Hysterographium fraxinii.
Leider noch nicht ganz reif
Daneben kleine, schwarze Pusteln die in kleinen Gruppen durch die Rinde brechen.
Womöglich eine Botryosphaeria / Diplodia
7 Diplodia spec
angefeuchtet dringt eine weiße, schaumig wirkende Sporenmasse an die Oberfäche
Einne Probe davon
Bei diesen Sporengrößen fall ich aber aus dem Diplodia-Schlüssel raus.
Die Sporenbreite gibt mir zu denken.
Interssanter Weise waren in keinem der untersuchten Fruchtkörper irgendwelche braune
oder septierte Sporen zu sehen.
Der Dritte im Bunde überraschte mich etwas, und die winzigen schwarzen Ostiolenmündungen verheimlichten zunächst die relativ großen Perithecienkörper.
8. Cryptosphaeria eunomia var. fraxini
Asci mit sehr langen Stielen
Mit IKI kleine blaue Punkte zu erkennen
Sporen braun, mit helleren Polen und bis zu 7 Septen
Auf dem Rückweg waren noch winzige abgestorbene Haselzweigchen am Strauch mit irgend etwas Hellem besetzt.
Unterm Bino sah man dann kleine Büschel eingetrockneter Becherchen.
9. Calycina cf. vulgaris
Rehydriert sah das so aus.
Die frostigen Temperaturen sind an den Becherchen nicht spurlos vorrüber gegangen, es waren kaum brauchbare Strukturen zu erkennen
So, das wars
Komentare und Bestimmungs- bzw. Verbesserungsvorschläge sind erwünscht !
Grüße
Felli
Servus,
könnten das nich auch Sporen von Pseudombrophila petrakii sein ?
Grüße
Felli
Hallo Markus,
Aber dafür waren sie eigentlich viel zu klein.
Ich schaue mal diese Woche nochmal zu dem Baum. Vielleicht sind sie jetzt größer .
Die sind voll ausgewachsen, ich denke nicht dass die größer sein werden.
Verwechsele das bitte nicht mit Bisporella citrina !
Grüße
Felli
Servus Markus,
wie im anderen Beitrag gehören die Sporen die du abbildest nicht direkt zu den gelben Becherchen.
Ist es möglich, dass die Sporen in einer Luftblase liegen? Da solltest du nach Möglichkeit drauf achten, dass das vorallem beim Vermessen nicht so ist.
Kann das sein, dass du etwas von dem scharzbraunem Untergrund erwischt hast, denn das sind möglicher Weise Konidiensporen.
Dein gelbes Becherchen düfte auf den Namen Bisporella subpallida hören, falls der Name noch aktuell ist.
Grüße
Felli
Servus Markus
Was Wolfgang schreibt:
Dunkle Sporen mit deutlichem Keimporus hätte ich jetzt eher einem Tintling oder so zugeordnet, und nicht einem Ascomyceten.
Ist richtig!
Die dunklen Sporen mit Keimporus( Unterbrechung des Randes auf Bild 4+5 schön zu sehen) definitiv kein Ascomycet.
Die Einzelne braune Spore Bild 3 gehört verm. zur Gattung Hypoxylon im weiteren Sinn.
Und dein weißbehaarten Becherchen soltest du bei Lachnum/ Dasyscyphus suchen, Calycina vulgaris hat nicht so eine deutlich Behaarung.
Grüße
Felli
Servus Matevž
ja, habe ich verglichen, und zwar mit den Angaben für C. lacteus, die von I. Kušan, N, Matočec et al. (Un overview of the genus Coprotus, 2018)
Bei Schlüssel Nr 17 trennt man ja C.disculus ab ;
Der Apothecienrand ist mit teilweise vorstehenden prismatischen Endzellen besetzt, die 15 μm überschreiten und 25 μm lang werden können.........................................18
--> hier gehts dann zu C. disculus
– Der glatte Apothecienrand besteht aus länglichen Zellen von bis zu 15 μm Länge, die nicht aus der Oberfläche herausragen. ..............................................................19
In der oberen Randzone gibt es längliche, kurzgegliederte Zellen. Die Endzellen 8-10 (12) x 4-5 µm groß.
was ja dann zum Schlüsselpunkt 19 führt.
Meiner Meinung nach sind die Endzellen, die du zeigst, länglich und passen besser zu C. lacteus.
Die Sporen sind allerdings für C. lacteus im oberen Bereich - waren die alle so groß?
Ist schwierig.
Ich hab leider nicht viel Erfahrung in dieser Gattung, hab C. lacteus auch erst 1 x als cf lacteus bestimmt.
Vielleicht meldet sich Peter noch dazu.
Grüße
Felli
