Beiträge von Felli

    Servus,

    ich schau mir gerade einen relativ holzigen Krautstängel an, an dem ein paar Schüsselbecherlinge wachsen.

    Das Substrat kann ich leider nicht bestimmen - ebenso das Schwammerl.

    Fruchtkörper helm- schüsselförmig an krautigen Pflanzenresten,

    2-4 mm mit kurzem Pseudostiel.

    Oberfläche glatt- flaumig, Hyphen nicht knorrig, ohne Auswüchse ( keine Ramealis-Struktur)

    Hymenium glatt.

    Aussen wie innen hell-grau-creme.

    Sporen: 5-7(8) x3-4µ, ellipsoid - tropfenförmig, glatt mit deutlichem Apikulus. Schnallen nicht gesehen.


    Fundort


    unter Bino


    Spore in Wasser x 1000


    Hymenium x1000


    Hyphen der Aussenseite




    Sporen in Kongorot


    Viele große Kristallstrukturen in der Trama



    Mit Melzer´s Reagenz keine Reaktion, weder im Hymenium noch bei den Sporen.

    ( Das Pinke ist eine Farbverfälschung)


    So, eigentlich dachte ich es sei eine Calyptella. Dafür sind aber die Sporen zu klein.

    Für die C. gibbosa sind die Sporen widerum zu groß.

    Natürlich ist es auch möglich dass die Witterung zu einer Notsporenbildung geführt hat.

    Ein Sporenabwurf ist nicht gelungen.

    Schnallen hab ich keine gesehen.

    Auffällige Haare gab es nicht und die Aussenstruktur passt auch nicht.


    Habt Ihr eine Idee?


    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    Auf dem ersten Bild sieht man Eichenblätter, und wenn die Becherchen auf Eichenholz gewachsen sind kommst du Rutstroemia firma nicht vorbei.

    Wichtig ist sehr oft das Substrat.

    Jetzt hab ich den Beitrag noch einmal gelesen, - das Bild mit dem Ast hat mich verwirrt -

    Auf Laubrückständen ( Esskastanie so wie auf vergrabenen Eicheln) könnte auch Ciboria batschiana oder C. americana vorkommen die bilden einen recht langen Stiel zu ihrem eigentlichen Substrat aus, und so denkt man, dass die auf Laub wachsen.

    Dann gibt´s auch noch Rutstroemia sydowiana auf Eichenblattstielen, der hätte aber einen deutlichen Randbereich im Optimalzustand- versteht sich, den sehe ich aber auf deinen Bildern nicht.

    Grüße

    Felli

    Servus Ingo,

    Hatte bis dato noch keine Zeit mich weiter damit zu beschäftigen.

    Bleibe aber sicherlich dran.

    Diese Kleistothecien hatte ich auch schon einige male in meinen Proben, aber ebenso ohne Ergebnis.

    Hübsches Bärchen ;)

    Grüße

    Felli

    Servus Ingo,

    Für einen Brutkörper halt ich das nicht.

    Das sieht schon irgendwie pilzlich aus.

    Die Appressorien hab ich bei dieser Octospora auch nur auf den Rhizoiden des Mooses gefunden. Sieht auch anderst aus und bildet nicht diese leicht zitronenförmigen Sporen.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf der Suche nach der anamorphen Form von Octospora affinis fand ich auf den Blättern des Orthotrichum´s

    diese Gebilde hier.

    Ich denke nicht, dass es etwas mit der Octospora zu tun hat, weiß aber auch nicht was ich damit anfangen soll.

    Die zitronenförmigen Sporen sind glatt, 14-17 x 8-10µ, am unteren Pol abgestutzt( Anwachsstelle),

    am oberen Ende mit kleiner Papille.

    Habt ihr schon mal so etwas gefunden ?

    Und weiß vielleicht jemand was es ist/ sein könnte?


    Blatt bei x400

    Beinahe sieht es nach einem Ascomyceten aus

    x1000 + Baumwollblau

    hier denke ich aber eher an Phialiden innerhalb einer Gelhülle.


    Und hier am Blattrand


    Grüße

    Felli

    Servus Philipp,

    super Bilder / klasse Pilze :) :daumen:

    Hast du von der M. viride noch ein Fundortbild oder kannst noch was zu den Fundumständen sagen?

    Ich such die schon recht lange nur schau ich vermutlich in den falschen Habitaten.

    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    Ich könnte mir gut vorstellen dass P. arvernensis auch auf einem sehr morschen Buchenstamm vorkommt, gefunden hab ich sie aber bisher nur in der Laubstreu/ bzw. im Laub liegenden Ästchen

    Peziza arvernensis sollte deutlich ornamentierte Sporen haben. Man erkennt das dann schon in Wasser bei x 1000, die Warzen sind bis 0,5µ hoch, ein Anfärben ist somit nicht notwendig.

    Die Gruppe um P. varia hat augenscheinlich glatte Sporen (im REM sieht man dann aber, dass sie auch feinst ornamentiert sind/ sein können).Hier geht die Warzenhöhe dann nur bis 0,1µ, und das erkennt man beim " normalen" mikroskopieren nicht.

    Grüße

    Felli

    Servus Uwe,

    Ein wirklicher "Winterbecherling", möglich wäre Peziza varia, aber ob man Peziza arvernensis ausschließen kann?

    Ich wäre hier auch eher bei P. varia / micropus als bei P. arvernensis - der eher am Boden wächst.

    Aber ohne Mikroskop.............

    Wenn du sowas um diese Jahreszeit an Nadelholz hast, ist es sicherlich etwas das man nicht häufig findet, da sollte man dann schon mal Fruchtkörper untersuchen.

    Grüße

    Felli

    Servus

    nach dem ich hier:

    "A molecular phylogenetic reappraisal of the Hysteriaceae, Mytilinidiaceae and

    Gloniaceae (Pleosporomycetidae, Dothideomycetes) with keys to world species"

    nicht fündig wurde,

    und mir die IKI Färbung des Hymeniums meines Fundes nochmals angeschaut habe, hab ich mich bei den Flechten umgeschaut.


    Und wie soll es anders sein, fand ich:

    Opegrapha cf. varia

    die meines Erachtens sehr gut zu meinem Fund passt.


    Meinungen dazu ?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auf Holunderrinde/Holz fand ich einzelne Hysterothecien von 0,2 -1 x 0,1-0,3 mm Größe.

    Schwarz länglich, auch abgewinkelt, mit mittigem Spalt.

    Das an Hysterium , Hysteropatella, Gloniella, oder Hysterographium denken lässt


    feucht ist das Hymenium mit graubraunem Granulat bedeckt.


    Die Asci sind 50 x15µ, keulig, 8-sporig , bitunicat, gestielt, Haken ?



    Sporen: 25-28 x6-8µ, multiguttulat, 3.Zelle größer, 5 -6 x septiert,

    hyalin, überreif? braun, Mit Schleimhülle umgeben

    überreif braun,

    überreife, braune Sporen färben sich grau in 3% KOH

    das Hymenium reagiert mit IKI rotbraun, Asci - .

    KOH negativ,

    KOH+ IKI = Blaufärbung; Keine apikale Färbung der Asci.

    Die Paraphysen sind fädig, 1-1,5µ breit, apikal verzweigt/ gegabelt. Nicht auffällig kurz septiert !

    KOH+ IKI = Blaufärbung; Keine apikale Färbung der Asci.


    Hat jemand eine Idee?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Hab mir gerade deine Spoiler angeschaut.

    Ich denke da mußt du bei manchen ein wenig konkreter werden

    Zur Nr 3.

    Was meinst du mit Laubholzknäueling Lentinus/ Panus conchatus?

    Bei deinem Fund denke ich eher an Panellus stipticus - Herber Zwergknäueling


    Bei der Nr. 4

    Bin ich ein wenig unsicher, denke aber es ist eher eine Ascocoryne sarcoides, ich glaube eine Nebenfruchtform am oberen Fruchtkörper zu erkennen.


    und bei der Nr. 5 Stielbecherchen ???

    Vom makroskopischen Erscheinungsbild denke ich da an eine Guepiniopsis


    Aber wie immer bei diesen Kleinpilzen ist zumindest eine mikroskopische Untersuchung notwendig


    Grüße

    Felli

    Servus Reinhard,

    Das passt schon. Das was du abgelichtet hast ist die Nebenfruchtform von A. sarcoides. Coryne dubia

    Die Hauptfruchtform sieht mehr gestielt scheibenförmig und etwas dunkler aus.

    Grüße

    Felli

    Servus Peter,

    Delitschia mhm :/

    Ich hab da aber keine Sporen aus einem Ascus - zumindest hab ich keinen gesehen -


    Oder gibts da eine NFF die ähnliche Sporen bildet;

    in der Z-Mycol hab ich darüber nichts gelesen


    Grüße

    Felli

    Servus

    Nicht das ich da jetzt was durcheinander bringe,

    gibt es an den Eselsohren von deiner Seite aus Zweifel?
    Klar sehen die Aussenseiten der verschieden Pilze anders aus

    hier im Vergleich mit den viel kleineren helleren Eselsohren (links auf dem Teller):

    Die Größe sollte man bei den größeren Operculaten nicht überbewerten.

    Stell dir mal vor, deine " gestielten Becherlinge" hätten nicht soviel Wasser bekommen.

    Dann hättest du kleine gestielte Becherling und wärst vermutlich nie auf P. varia gekommen.

    Lange Rede .......

    Deine olive-gelben Becher ( oder wie beschreibst du die Farbe?)

    mit diesem langen Stiel passen nach meiner Auffassung sehr gut zu Sowerbyella. ( auch wenn die Gelbfärbung nicht so auffällig ist)


    Schau doch mal hier


    Trockne die Pilzchen und gib sie jemanden der ein Mikroskop hat.

    Die Sporen und die Lugolreaktion hat man schnell angeschaut.


    Pezizas können durchaus gestielt sein, das ist von den äußerlichen Wuchsbedingungen abhängig. Und ob sie becherartig rund oder lappig-ausgerbreitet sind, ist altersabhängig.

    Vollkommen korrekt. :)


    Grüße

    Felli

    Servus,

    ich bin gerade dabei ein paar Stängelchen/ Stöckchen anzuschauen, 2 davon sind noch von der Almetagung.

    Nr. 1:

    das Substrat ist mir leider nicht bekannt, und ist auch schon sehr mitgenommen;

    es waren Schnittreste aus einem Haufen am Sportplatz.

    Zweigdurchmesser 5 mm

    Alles in allem erinnert es so ein wenig an Sphaeropsis




    Nr.: 2

    wächst zusammen mit Leptosphaeria doliolum und Calycina herbarum auf Brennessel.

    Es sieht so aus, als würde dieser Hyphomycet aus den alten Apothecien der Calycina entstehen

    Ist das womöglich eine NFF von Calycina?

    Konidien 5-8 x1,5µ mit polaren Guttulen

    Konidienträger in Kongorot


    Nr: 3

    Wächst auf Weide, zusammen mit einer Calycia cf. spec

    bildet dunkelbraune Kissen

    Und hat mehr oder weniger verklumpte Konidienbällchen




    Und da sind sie also wieder die 3 Fragezeichen ?(


    Könnt ihr damit was anfangen ?


    Grüße

    Felli