Beiträge von Alexander

    Hallo Merit,


    es könnten ältere Pilze sein die man als "Filzröhrlinge" im weiteren Sinn bezeichnet. Hast Du ein Pilzbuch parat?

    Die ersten zwei könnten Ziegenlippe sein, die anderen Maronen. Ohne Gewähr ;)


    PS: alle definitiv nicht mehr zum Essen geeignet, selbst wenn die Artbestimmung korrekt ist.

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    zu diesem Pilz gab es bereits Verkostungsberichte, ich wollte mit diesem Beitrag ein paar Erkenntnisse teilen. U.a. Beobachtung des Geruchs nach Hecht und wie man knapp 1 kg Buchenschleimrüblinge putzen und braten kann.


    Zwei Hobby-Angler haben mir gesagt, dass der Pilz eindeutig nach Hecht riecht! Wir fanden, dass er zumindest ein wenig nach Flussfischen riecht. Die Angler waren sich aber einig, dass genau so riecht ein Hecht... daher schlage ich einen kürzeren Namen für diese Art vor: der Hechtpilz!



    Also, geschmacklich ist er gar nicht schlecht. Geschmack etwa nach Hecht, so wie Geruch. Ziemlich weich.

    In unseren Küchenmykologischen Charts hat er die Durchschnittsnote von 6.2, meine Bewertung war 7, dabei bleibt es auch nach dieser Verkostung.


    So viel davon wie gestern im Hochschwarzwald habe ich auf einmal noch nie gefunden. Zwei Buchenstämme voll - ein stehender und ein liegender. Brutto-Gewicht von gesammelten Exemplaren: 930g.



    Zähe Stiele wurden abgeschnitten, schleimige Huthaut abgezogen. Zum Glück ging Huthaut ab, ähnlich wie bei Butterpilz oder Kuhmaul. Extrem schleimig...






    In der Pfanne wurden die Pilze sehr schnell zum Brei, sie gaben nach wenigen Minuten sehr viel Saft ab. Dennoch sind sie schnell angebraten gewesen, man müsste aber

    immer rühren damit nichts anbrennt.




    Nach ca. 20 Minuten ist die abgegebene Flüssigkeit wieder großteils verdampft.



    Fazit: kann man durchaus essen, allerdings gibt es Pilze die leckerer und einfacher zu handhaben sind.

    Diese Art ist irgendwie lustig, macht aber viel Arbeit beim Putzen. Probierenswert ist der Buchenschleimrübling auf jeden Fall!

    Hallo zusammen,

    Ich hatte ja immer verlauten lassen, dass ich Steinpilze am liebsten als Carpaccio mag oder getrocknet für Risotto o.ä., aber nicht so gern gebraten/geschmort. Nach einem Versuch gestern kann ich hinzufügen, dass sie sich auf dem Grill auch sehr gut machen, und man muss eben nicht so sehr aufs Durchgaren achten, sondern kann sie auch einfach nur ganz leicht anrösten und erwärmen. Parasol hatten wir auch noch mit dabei, die kleinen ungeöffneten Hüte halbiert, mit Öl bepinselt und eher kräftig gegrillt waren ebenfalls lecker.

    Diese Erfahrung mit gegrillten Steinpilzen habe ich ebenso vor kurzem gemacht und bin genau wie Du, Craterelle, total begeistert! :thumbup:Falls ich am Wochenende wieder im Schwarzwald bin, und frische Steinpilze finde, kommen sie aufs Grill! Hoffentlich werde ich diesmal nicht vergessen die Bilder zu machen bevor sie alle sind ^^

    Und Steinpilze schmecken mir außer im Risotto in dünnen Scheiben gebraten am besten!

    Mit ein, zwei Zehen Knoblauch und knusprig geröstetem Rosmarin.==Pilz27

    Danke für diese Idee Nobi, das muss ich ausprobieren. Ich habe bis jetzt gedacht dass Steinpilze für die Pfanne zu Schade sind und habe sie entweder getrocknet oder "sott'olio" eingelegt.

    Ja, ein Souffe´ist mal was anderes als immer aus der Pfanne.

    Das ist auch eine interessante Idee, das will ich auch nachkochen. Pilz-Souffle hab ich nur ein mal im Restaurant gegessen, und es war sehr lecker. Danke, Teddyhexe!

    Hallo Teddyhexe,


    mach für deine Rezepte doch gern auch neue Beiträge auf, dann gehen sie hier nicht so unter und können in unserer Rezeptsammlung (Pilze in der Küche: Verzeichnis von Themen über Verwertung und Konservierung von Pilzen) leichter verlinkt werden.

    Danke für den Hinweis, Craterelle, dem kann ich nur zustimmen :thumbup:Sowas wie Souffle haben wir dort noch nicht :)


    P.S.: Pilzrisotto mache ich persönlich übrigens gerne mit Zugabe von Gorgonzola dolce und mein Lieblings-Risotto-Pilz ist Marone! Frische gemischte Pilze mit guten Maronen-Anteil (etwa 40% mindestens) ist für mich perfekt für ein Risotto.

    Hallo Maria,


    ich bin mir hier überhaupt nicht sicher, aber meine erste Idee wäre - ein Trichterling.

    Die Lamellen sind ja herablaufend. Vom Habitus her kommt mir der Keulenfußtrichterling (Ampulloclitocybe clavipes / Clitocybe clavipes) in Erinnerung.

    Hallo Shawn,


    ich persönlich habe nie davon gehört. Würdest Du die Bücher bitte explizit erwähnen (am besten mit Seitennummer)?


    Zum Pilzwachstum gibt es viele Theorien (von Zeitraum nach Regenfällen über Mondphasen). Ich glaube dass wir uns alle nur darüber einig sein können dass die Pilze machen was sie wollen und keine Regeln befolgen. Es gibt allerdings durchaus Tendenzen (bspw. nach Regen mehr Pilze als bei Trockenheit).

    Ein mutiger Mensch, Respekt! ^^ Er hat wahrscheinlich noch ein sehr mild schmeckendes Exemplar erwischt :)


    Ich habe schon mal eine ähnliche Kostprobe gemacht, diese aber nach einem Biss beendet, ähnlich wie bei Gallenröhrling.

    Der erste unbekannte Schleierling drüfte der Honig - Schleimfuß (Cortinarius stillatitius) sein. Der gelbe Schüppling ist der Feuerschüppling (Pholiota flammans) und die Korallen am ende gehören in die Gattung Clavulina, hier entweder Clavulina rugosa (Runzlige Keule) oder Clavulina coralloides (Kammkoralle).

    Hallo Pablo und vielen Dank!!! :thumbup: Den Honig-Schleimfuß werde ich mir gut merken, ich glaube das er dort häufig ist.

    Der Feuerschüppling passt natürlich wunderbar. Leider finde ich Schüpplinge wirklich selten, würde da gerne mehr praktische Erfahrungen mit Bestimmung sammeln. Sehr hübsche Pilzchen!

    Hallo zusammen!


    Bericht von heute aus Schwarzwald, Familien-Pilztour auf Pilzstellen meines Vaters, viel gesehen und auch ordentlich zum Essen gesammelt.


    Erstmal "das Gelände", einfach toll:




    Klebriger Hörnling (im Bild), heute ein Massenpilz, genau wie Marone, Schnöfußröhrling und Gallenröhrling.



    Viele Speisepilze...

    Steinpilz



    Lachsreizker (im Bild, sonst auch Fichtenreizker gefunden):


    Pfifferlinge in allen Größen




    Semmelstoppelpilze und diverse Täublinge gab es auch immer wieder, hier im Bild zusammen mit einem Wolligen Milchling (links)


    So... jetzt kommt meine große Freude. Ich habe in diesem Wald vor drei Jahren Reifpilze gefunden, war aber damals bei der Bestimmung nicht ganz sicher. Jetzt habe ich sie u.a. an selben Stelle wieder gefunden, diesmal aber sicher bestimmen können. Die Reifpilze:
















    Es gab viele Kortinarien (Gattung Cortinarius) die ich nicht bestimmen kann, bspw. dieser hier:




    Wulstlinge kaum vorhanden bis auf viele überständige Perlpilze, einzelnen Scheidenstreiflung und diesen einzelnen Fliegenpilz hier:


    Hier nehme ich an - auffällige Schüpplinge (Gattung Pholiota), auf liegendem mit Moos bewachsenen Fichtenstamm. Für Bestimmungstipps bin ich, wie immer, sehr dankbar:





    Bei diesem Pilz habe ich keine plausible Idee, sehr schöner weißer Pilz (Ramaria?):



    Hier noch mal alle essbaren Pilze, sortiert:


    Die Röhrlinge wurden großteils getrocknet, der Rest gebraten.


    So trocknen meine Eltern Pilze - auffädeln und auf einem Rahmen (meines Vaters Konstruktion) aufspannen. Dieser Rahmen wird dann für wenige Tage im Boilerraum des Hauses untergebracht, dort ist es immer warm und trocken.


    Gestern im Test: getrocknete Perlpize.


    Wir schmeckten bei Perlpilzen kaum Pilzaroma heraus, da waren wir uns alle einig. Getrocknete Perlpilze sind sehr mild, aber auch ohne unangenehmen Beigeschmack oder Nachgeschmack. Sie sind sozusagen geschmacksneutral. Die Konsistenz war gut.

    Über die Bewertung sind wir uns nicht einig geworden. Ich fand sie überhaupt nicht toll, aber auch nicht schlecht, daher hätte ich 5-6 Punkte gegeben. Die anderen gaben zwischen 4 und 8 Punkten.


    Eingeweicht:


    Pilzpulver und die getrockneten Stückchen:


    Die fertige Suppe:

    Hallo zusammen!


    Endlich geht es wieder los mit den Pilzen!

    Gestern kurze Feierabendtour im Odenwald gemacht. Keine große Artenvielfalt, viele Funde nur vereinzelt, aber dennoch geht es los und es regnet auch immer wieder!


    Flockenstieliger Hexenröhrling


    Perlpilz


    Steinpilz


    Mehlräslinge


    Goldröhrlinge


    Hainbuchen-Raufuß (Leccinum griseum)

    ...und die Krönung, direkt am Parkplatz bei meiner Rückkehr im Seitenblick farbige Flecken auf einem Rasen entdeckt... rote Äpfel? Von wegen!

    Meine (nicht 100% sichere) Bestimmung: Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica).




    Hi! Nach meiner subjektiver Beobachtung gibt es eher pilzarme Phasen wo in einem Waldabschnitt gefühlt 100% solcher Pilze wie Sommersteinpilze, Perlpilze oder gerne auch Maipilze madig sind. Und dann gibt es Phasen, vor allem im Herbst, wo die meisten Pilze OK sind. Die Maden sind dann wahrscheinlich alle satt oder tot :evil:

    Hallo zusammen!


    Meinerseits habe ich neulich den Glänzenden Lackporling i.w.S. zur Tabelle hinzugefügt. Ich fand ihn als "Tee" aufgekocht etwas besser als den Birkenporling den man genauso verwenden kann. Überraschend müsste ich feststellen dass Ganoderma lucidum doch nicht exakt die selbe Art wie asiatischer Reishi/Lingzhi ist, obwohl oft was anderes behauptet wird. Und da gibt es noch einige abgetrennte Arten in selben Gruppe innerhalb der Gattung Ganoderma. Deshalb Zusatz i.w.S. = im weiteren Sinne. Ob es sich um Sippen, Varietäten oder eindeutig eigenstädige Arten handeln - da blicke ich nicht durch, und da bin ich offensichtlich nicht allein.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Milchbrätling gemacht? Wie schmeckt er Euch?

    Hallo Tuppie!
    Ich habe den Michbrätling nur ein oder zwei mal probiert, leider ist er bei uns nicht häufig. Er hat mir ziemlich gut geschmeckt, wie alle nach Herringslake oder "Krabbenkiste im Hafen von Dorum" riechende Pilze, bspw. Violettstieliger Pfirsichtäubling.

    Ich finde Milchlinge grundsätzlich toll, ob eingesalzen oder (mild schmeckende Arten) gebraten. Den Mohrenkopfmilchling finde ich besonders lecker, leider kenne ich ihn nur von wenigen Ausflügen in Hochschwarzwald.

    Ich vertrage den Schwefelporling leider nicht (mehr?). Schade, ich mochte den schon eigentlich und hätte Lust auf weitere kulinarische Experimente damit gehabt. Vorher und zwischendurch habe ich einige kleinere Portionen zwar problemlos essen können, aber egal ob nun ein Fitzelchen doch nicht ausreichend gegart war, ich ihn nicht nicht genügend gekaut habe oder was auch immer: nach der zweiten Unverträglichkeitsreaktion fehlt mir die Motivation, das weiter einzugrenzen.

    Hallo Craterelle!

    Das ist aber Schade... Du hast ja so interessante Rezeptideen mit ihm ausprobiert...

    Vielleicht lag es am Substrat? Er geht ja auf viele verschiedene Bäume, u.a. auf Eibe.

    Hallo zusammen.


    Weiter geht es mit den nächsten drei Arten. Zwei davon haben mich positiv überrascht, die hätte ich solo nicht so gut eingeschätzt. Die dritte Art war mir schon als hervorragend bekannt, hatte ich zuvor aber nur im Mischgericht.

    Hallo Matthias!

    Wow, diesen Graustieltäubling muss ich dann auch einzeln verkosten!

    Semmelstoppelpilze finde ich auch toll, für mich geht der Geschmack in Richting Pfifferling.

    Oh, Kampfermilchlinge! Ich liebe deren Geruch. Frisch & solo habe ich sie noch nie probiert, und evtl. wäre das geschmacklich auch drüber, aber solange ich Vorräte habe (Texten schickt mir dankenswerterweise manchmal welche), dürfen die in keiner Gemüsebrühe fehlen.

    Die Kampfermilchlinge stehen bei mir jetzt auf der Wünschliste zum finden, erkennen und probieren :)

    Hallo Malone!

    Bei Zedern bin ich mir nicht sicher. Ist auch kein heimischer Baum so wie ich es verstehe, daher finde ich auf Anhieb bspw. in wenigen Büchern die ich zu diesem Thema habe, keine Infos.


    Fichtenzapfen soll man genau wie Kiefernzapfen in diesen Rezepten verwenden, das habe ich schon mehrmals gelesen, selbst aber noch nie gemacht.


    Ich glaube dass auf die Frage über die Essbarkeit stellt sich die Gegenfrage: welche Art genau ist gemeint? Und dann, denke ich, müsste man explizit nach dieser Art googeln bzw. weiter recherchieren, dabei evtl. Ergebnisse in anderen Sprachen ggf. autoübersetzen. Aber Achtung, in jeder Sprache kann mit "Zeder" was anderes gemeint sein. Denn auf Englisch heißt "Cedar" nicht immer ein Baum aus der Gattung Cedrus, sondern alles mögliche, siehe List of plants known as cedar - Wikipedia

    Auf Russisch heißt auch die Sibirische Zirbel-Kiefer "Zeder", und die leckeren Pinienkerne davon heißen auf Russisch wörtlich übersetzt "Zedernnüsse". Das ist aber definitiv Pinus, nicht Zedrus.

    Den Tee mag ich durchaus ganz gern, entweder pur mit kurzer Ziehzeit oder lange gezogen als Zutat für selbstgemachte Bitterlimonaden. Aber auch beim Birkenporling hat es mich noch nicht gereizt, den als Pilzgericht zuzubereiten.

    Birkenporling als Pilzgericht? Nach meiner Erfahrung würde ich nur eine sehr kleine Portion empfehlen :D Aber - jeder soll es selbst ausprobieren. Es gibt durchaus Pilze die einem individuell gut schmecken, obwohl sie meist als ungeniessbar gelten.

    Heute mal sowohl den Riesenporling als auch den Schwefelporling verkostet.

    Allerdings bei beiden etwas geschummelt, weil Gewürze dran (Salz, Pfeffer, Zwiebel).

    Wieso geschummelt? Man isst ja auch bspw. Kartoffeln nicht "as is" sondern immer Salz / Pfeffer / Butter usw.

    OK, Zwiebel wäre vielleicht ein wenig geschummelt, aber solche Pilze wie diese Porlinge brauchen durchaus etwas Zwiebeln, denke ich. Oder Knoblauch. Meine besten Schwefelporlingsmalzeit war angebraten und dann mit Knoblauch und Schmand geschmoren - richtig lecker! Und man schmeckt den säuerlichen Pilz immer noch deutlich heraus!

    Netzstieliger Hexenröhrling...

    Leider ohne Wertung, weil als ich die Suppe am Sonntag gemacht habe, müsste ich feststellen dass wir keine Kartofefln haben und ein anderes Rezept machen. Geschmacklich schätze ich die Netzhexen dennoch etwa mit Flockis gleichwertig.


    Ein Paar Bilder von getrockneten und eingeweichten Netzhexen, samt Einweichwasser + Pilzpulver kann ich aber gerne hier zeigen:


    Klasse wie man sein Stielnetz selbst an einer dünnen getrockneten Scheibe sehen kann (oberes Stück)!

    Hallo zusammen!


    Heute im Odenwald gab es wenig Pilze, fast alle zwar madig und/oder etwas vertrocknet, dafür aber Mykorrhiza-Pilze!

    Fichtenreizker:


    Violettstieliger Pfirsichtäubling (Russula violeipes)

    Mit einem Hauch von Violett am Stiel


    Pfifferlinge, nur an einer Stelle und angetrocknet:


    Eine der beiden Pfeffermilchlingen:


    Und ich will noch den hübschen Rotrandigen Baumschwamm zeigen, nur weil ich ihn sehr schön finde :)

    Er ist nicht giftig aber auch nicht zum Essen (weil hart), kommt höchstens als Heilpilz in Frage.

    Leute, ihr seid einfach Klasse! ==konfetti

    Vielen Danke für alle Antworten. Jetzt muss ich mir zeitnah ein weißes T-Shirt besorgen :)

    ein ganz heißer Kandidat könnte der Kiefernbraunporling sein. Der Farbstoff wurde bei mir auch von Pflanzenfasern (Bast, Leinen - Baumwolle hatte ich nicht dabei, glaube ich) recht willig und ohne Vorbehandlung angenommen.

    Super, Danke! Genau den "schweinitzii" habe ich gerade seit Wochenende auf meinem Balkon liegen :) Jetzt fehlt mir nur ein weißes Shirt.

    Ich hätte nie erwartet, dass überhaupt etwas hängen bleibt, aber das ist das Ergebnis (hier noch nass)

    Das ist echt Klasse und genau sowas hatte ich auch vor! Jetzt muss ich es ausprobieren. Herzlichen Dank für die tollen Bilder und Bericht! :thumbup:

    Baumwolle lässt sich problemlos färben! Hier ohne Vorbehandlung.

    "Versuch macht kluch."

    Viel Spaß beim Ausprobieren!

    Danke, Peter, das werde ich jetzt tun! :thumbup:

    Hallo zusammen,


    Färben mit Pilzen funktioniert ja ganz gut, darüber wurde schon einiges geschrieben. Wolle, Garn, usw sollte man färben können, es gibt tolle Bilder von Ergebnissen.

    Meine Traumvorstellung wäre aber ein ganz normales weißes T-Shirt kaufen, 100% Baumwolle (und keine Wolle, Seide, oder ähnliches), und es mit Pilzen zu färben. So ein selbstgemachtes Fungi-Batik-Shirt wäre meine Ziel! :cool:


    Nach meinem Verständis funktioniert es aber mit der Baumwolle nicht so wie mit Wolle bzw. die Farbe wäre zu bleich, wenn überhaupt.

    Hat da jemand Erfahrungen, Links oder Tipps? Danke im Voraus! :)

    Hallo Wolfgang,


    auch ich würde hier auf Riesenporling tippen!

    Die Verfärbung wäre bei dieser Art ein sehr interessantes und obligatorisches Merkmal. Ich glaube dass die schwarzen Flecken auf den Hüten die typischen Riesenporling-Verfärbungen sind (bspw. von einem untergefallenen Ast oder so).


    Es lohn sich so ein Stück mitzunehmen (leere Schale von Salat oder Eis oder auch eine Tupperdose eigenet sich dafür am Besten) und eine Stunde später zu schauen ob und wie er sich verfärbt.
    Ich habe hier im Pilzportrait diese Verfärbung dokumentiert: Meripilus giganteus = Riesenporling


    Leider sind meine Angaben alles andere als vollständig, so wie es sein sollte.

    Ich finde das Deine Angaben für die erste Anfrage schon ordentlich sind :) :thumbup: Immer her mit Anfragen! :)

    Hallo zusammen,


    jetzt habe ich etwas was ich in diesem Thema teilen möchte :)

    Wir waren vorgestern in Vogesen in Frankreich, ca. 1 Stunde Fahrt von Südbaden aus. Der höchste Berg der Vogesen heißt Le Grand Ballon = der Große Belchen auf Deutsch, und genau dorthin sind wir gefahren.


    Diese wunderschöne Pflanze ist wohl der Gelbe Enzian (Gentiana lutea), direkt auf der Gipfel von Le Grand Ballon.

    Sie soll 40-70 Jahre alt werden und erst nach 10 Jahren blühen!




    Ich bin gerade am Lesen von "Grundkurs PilzbestimmungPflanzenbestimmung" von Rita Lüder. Das Buch, genau wie "Grundkurs Pilzbestimmung" kann ich sehr empfehlen um den ersten Überblick über die verschiedenen Familien zu bekommen. Dort fand ich zufälligerweise erst vor wenigen Tagen genau diese Schönheit bei der Beschreibung der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Die abgebildete Pflanze so zeitnah auch "live" zu sehen hat mich total gefreut! :) Gäbe es dort noch schöne Pilze, wäre ich superglicklich ^^

    Hallo zusammen!


    Eine Kuriosität möchte ich euch gerne zeigen.

    Der Fund ist von vorgestern. Ich habe während eines Familienausflugs in die Vogesen diese große Pilze am Strassenrand endeckt, obwohl es sonst pilzleer war.


    Also, zwei große FK, etwa im gleichen Stadium, offensichtlich selbe Art, oder? Das sind doch Champignons!?


    Dann den ersten FK umdrehen:


    Aha! Doch kein Dunkelsporer?!

    Den zweiten umdrehen...



    Die Fragezeichen in meinem Kopf gaben mir keine Ruhe.

    Geruch nach Anis / Marzipan, es sind doch Champignons. Warum stimmt die Farbe des linken FK nicht??!

    Meine Vermutung war dass der FK steril wäre (sowas wurde mir ein mal bei einem Pilzkurs bei grünblättrigen Schwefelkopf gezeigt) und deswegen keine richtige Sporen hat. War aber nur eine Idee, stimmt nicht.


    Also, der Gehirn sagt - Champignons, mit Anisgeruch, müssten doch gilben. Die Augen sagen - da stimmt etwas überhaupt nicht...


    Auch das Gilben ist nicht so deutlich zu erkennen.


    Den "weißen" FK habe ich mitgenommen.


    Dann am nächsten Morgen, ca 12 Stunden später:



    Der Pilz hat sich "gebessert" ^^ Auch das Gilben beim Reiben des Stiels war deutlich zu sehen. Also, doch ganz normale Champignons. Warum auch immer war Sporenpulver beim aufgeschirmten FK zuerst nicht so wie erwartet. Ich kannte das sonst nur von ganz jungen, noch geschlossenen FK, die hellgraue Lamellen haben können.


    Von Champignons die ich kenne wäre rein optisch Riesen-Champignon (Agaricus augustus) am ähnlichsten, aber hier bin ich mir nicht sicher um welche Art es sich handelt.


    Als Postskriptum eine ganz wunderschöner Pflanze die wir in pilzfreien Vogesen gesehen haben. Meine Bestimmung: Gelber Enzian (Gentiana lutea).

    Hallo Alex,


    es ist ein interessantes Experiment meinen Lieblingsbratröhrling getrocknet als Suppe zu probieren. Mein Frischpilzversuch mit dem hatte mich nicht so überzeugt. Nimmst Du als Brühe nur das Einweichwasser oder noch etwas anderes?


    VG Jörg

    Hallo Jörg!
    Ich benutze das Enweichwasser auf jeden Fall als Basis und gebe noch Wasser dazu und ganz wenig von Gemüsebrühe (als Pulver).

    Gebratene Flockis finde ich eigentlich nicht so überragend, aber das ist rein individuell, Geschmackssache halt :)


    Hallo Alexander, das deckt sich mit meinen Beobachtungen. Eigentlich mag ich alle Röhrlinge lieber getrocknet. Außer Schmierlinge, die lege ich sauer ein. Einsalzen habe ich immer noch nicht probiert.
    Röhrlinge mag ich nur im Mischpilzgericht oder aber die Jungen, kräftigeren in dicken Scheiben auf der Pfanne gebraten.

    Hallo Claudia!

    Bei mir ist es ähnlich... Die Röhrlinge trockne ich lieber oder lege sie sauer ein, je nach Art.

    Eine nennenswerte Ausnahme ist für mich der Maronenröhrling. Dieser Pilz ist für mich einer der besten Pilze für die Pfanne. Marone ist auch ein ausgezeichneter Geschmacksspender für eine Mischpfanne mit weniger aromatischen Pilzen. Auch für Risotto finde ich den Maronenröhrling frisch verarbeitet sehr sehr gut, gerne gemischt mit anderen Pilzen.

    Butterpilze schmecken mir auch gebraten ganz gut, aber da muss mit Geschmack ein wenig nachgeholfen werden, bspw. einfach Zwiebel und Kartoffeln mitbraten :).

    Hallo Kauz,


    an Goldröhrling glaube ich hier nicht...

    oder hat er etwa die für Goldröhrlinge typische (und für allermeiste andere Röhrlinge nicht vorhandene) Manschette bzw. Velumsreste?

    Die Hutoberfläche passt ja auch nicht, sie ist nicht glänzend/klebrig, sondern trocken.