Beiträge von Suillus B.

    Hallo,


    leider habe ich im September praktisch gar keine Zeit. Sonst würde ich natürlich gerne an einer Exkursion in Hessen teilnehmen. Gerne auch vor meiner Haustür in der Rhön.


    Grüße

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    Hallo,


    das passt schon. Das ist eine eigene Art. Übrigens was mich gerade etwas verwirrt: Laut IF steht der bei Boletus. :eek: :eek: Ich frage mich gerade, ob das ein Fehler im IF ist. :hmmnmz:


    l.g.
    Stefan
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    Wandern nicht ALLE Filzröhrlinge abgesehen von der Ziegenlippe zur Gattung Boletus? Dann würde das konsequenterweise auch für diesen Gelten, so er Artrang hat. ;)


    Grüße

    Hallo Pablo,


    die hab ich ehrlich gesagt noch nicht als verschiedene Arten angesehen. Dass es den als Varietät gibt, habe ich schon zur Kenntnis genommen. Aber die Varietät scheint zur Art geworden zu sein.


    Grüße

    Hallo,


    M.E. ist das eine ziemlich eindeutige Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus), mit oder ohne Stielbasis. Ich finde die meistens leider sehr wurmstichig.


    Entnimm das nächste Mal aber bitte den ganzen Fruchtkörper mit Stielbasis. Da finden sich häufig bestimmungsrelevante Merkmale.


    Grüße

    Hallo neten!


    So finde ich die Netzhexen an verschiedenen Stellen unter Linden auch, auffallend oft mit Perlis vergesellschaftet.


    Geschmacklich mag ich Netzhexen zwar sehr und finde sie gerade dieses Jahr bereits seit Juni in Massen, seltener allerdings außerhalb von Hundeklos.


    Grüße

    Glückwunsch, das ist ein doller Fund!


    Mir war es leider noch nicht vergönnt, das Goldblatt in den eigenen Händen zu halten. Aber das Pilzjahr hat ja erst so richtig begonnen. Vllt. wirds dieses Jahr was...


    Grüße

    Hallo!


    Also grundsätzlich reicht es, das alte Substrat etwas zu zekleinern und mit frischem Kaffeesatz zu mischen. Da Kaffeesatz allerdings enorm schimmelanfällig ist, sehe ich da kaum Chancen. Habe selbst Zuchterfahrung auch auf Kaffeesatz und verwende ihn gerne als Substratzusatz mit dem zentralen Nachteil, dass Kaffeesatzsubstrate immer energieaufwändig autoklaviert werden müssen. Das könntest du natürlich einmal versuchen, falls du einen Schnellkochtopf zur Hand hast. Verwende autoklavierbare Beutel (manche Gefrierbeutel halten auch höhere Temperaturen aus), fülle den Kaffeesatz ein, gib alles für min. 1 Stunde in den Schnellkochtopf auf voller Power und versuche nach Abkühlen einen Teil des verbrauchten Substrats so steril wie möglich hinzu zu geben. Verschließe den Beutel und warte, ob es mit dem weißen Myzel durchwächst, oder bunter Schimmel blüht....


    Grüße

    Hallo!


    Für mich alles Flockis (Neoboletus luridiformis). Auf dem zweiten Bild sieht man auch den gelben (!) Röhrenboden. Suillellus mendax sollte wie der Netzstielige Hexenröhrling einen roten zeigen.


    Mal dumm gefragt: Sind S. mendax und luridus überhaupt definitiv verschiedene Arten?


    Grüße

    Hallo!


    Auf deinem ersten Bild spricht einiges für Gallenröhrlinge. Zwar sind die Bilder nicht wirklich scharf, doch glaube ich da einerseits eine dunkle Netzzeichnung an einem der Stiele zu erkennen. Außerdem behaupte ich mal, der zweite obere Pilz zeige Rottöne in den Röhren. Das wären neben der Bitterkeit, die nicht jeder wahrnimmt, die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale. Das beachtet kann man sich das unangenehme Lecken häufig gleich sparen. Wobei ich auch zugeben muß, dass ich Gallenröhrlinge häufiger mit deutlicherem groben Netz finde und der Habitus deiner Exemplare auch nicht wirklich zum Galli wie ich ihn kenne passt. Die Marone ist natürlich richtig und unten das sollte einer der Rotfußröhrlinge sein, welcher weiß ich leider nicht. Ein Schönfuß ist das jedenfalls nicht.


    Grüße
    [hr]
    ui. da hab ich mir doch die anderen Bilder noch gar nicht angeschaut. Sind das etwa Rauhfußröhrlinge? Der Habitus würde dazu ganz gut passen.... Wo hast du die denn gefunden? Auf die Experten gespannt....

    Hallo Josef!


    Ja. Ich habe nur den Glibber entfernt und sie dann in Scheiben geschnitten angebraten. So wie du es gemacht hast mag es lecker schmecken, wird sich aber kaum lohnen. Ich habe zumindest noch nie so viele Hexeneier gefunden und möchte mir die ganze Arbeit auch ersparen. Bloß ausprobieren wollte ich das mal. Ich liebe Kostexperimente!


    Grüße

    Hallo Kerstin!


    Die Winzlinge traue ich mich nicht, nach diesen Bildern zweifelsfrei zu bestimmen. Auf Bild 5 sehe ich allerdings nichts als Pfifferlinge (Cantharellus cibarius), so unregelmäßig wie sie geformt sind und wie sich die Leisten (!) verzweigen.


    Grüße

    Hallo Alex,


    Maria weiß bescheid... Ich habe am großen Samtfußkrempling-Kostexperiment teilgenommen: http://www.pilzforum.eu/board/…samtfuss-krempling--33321


    Zum Unbekannten Nr. 2 kann ich mich leider nicht mehr an einen Geruch erinnern. Spricht allerdings auch nicht eben für einen markanten Geruch. Gemilcht hat der jedenfalls Nullkommanull.


    Und der "Kollege" ist tatsächlich entfernt Kollege im selben Betrieb. Er hat mich da irgendwie verhaftet, nachdem er erfahren hat, dass ich gerne in die Pilze gehe.
    So richtig Lust hatte ich daraf vorher schon nicht...


    Grüße

    @Thorben: Vielen Dank. Das könnte passen! Scheint gar nicht so selten zu sein diese Art. Trotzdem erschien er mir in diesem Reinweiß als irgendwie besonders.


    Maria und Heidi: Die Farbe ist auf dem Bild schon ganz gut getroffen. Der Anisgeruch! Den hätte ich gleich dazuschreiben sollen. Denn der ist wirklich aufdringlich! Kommt damit denn überhaupt eine andere Art in Frage als der Grüne Anistrichterling (Clitocybe odora)?


    Ach und die Geschichte mit dem Kollegen war so lustig für mich nicht. Es kamen noch dazu Witze über meinen unpraktischen, sperrigen Korb, das Fotografieren und Begutachten von Pilzen ohne Speisewert, dass ich den großen BLV mit in den Wald schleppe und wiederholte Belehrungen, die ich irgendwann einfach unwidersprochen über mich ergehen ließ: Das richtige Abschneiden z.B. - wer kennt es nicht - Beim herausnehmen zerstöre man das ganze Myzel (immerhin nicht Wurzeln!). Und solche Dinge wie ein Universalbegriff vom Champignon als Art. Den Anischampignon erkannte er allerdings nicht als Champignon an. Dazu wusste er nur, dass das mit Sicherheit ein Giftpilz sei. Den Perlpilz nannte er übrigens nicht wie mancher Speisepilzsammler Pantherpilz, sondern sogar Fliegenpilz.
    Das Schlimmste daran war das Desinteresse und die Unbelehrbarkeit dieses Menschen. Ich weiß nicht das Meiste über unsere Großpilze, freue mich aber jederzeit, etwas dazu zu lernen. Das geht diesem Kerl völlig ab, der am liebsten flott Plastiktüten mit Pilzmüll vollstopft. Naja. Jetzt konnte ich es mir wenigstens mal von der Seele schreiben...


    Grüße

    Hallo zusammen!


    Der Juli war für mich ein pilzreicher Monat. Das feuchte Wetter habe ich zu jeder Zeit genutzt, um mich in den Wäldern umzuschauen.


    Gefunden habe ich dabei jede Menge hübsche und leckere Arten. Tolle persönliche Erstfunde habe ich gemacht und eine Erfahrung, die ich so schnell nicht mehr brauche. Während ich generell den Abstand zum Lebensalltag und die Ruhe im Wald sehr schätze, habe ich mich nämlich zum Sammeln mit einem "Kollegen" verabredet. Der Ausflug war die reinste Katastrophe und wird so bald nicht wiederholt werden:


    Der selbsternannte Pilzfreak hat praktisch alle Arten bis auf den Pfifferling falsch bestimmt, in Kaufland-Plastiktüten gesammelt, bei jeder Gelegenheit gedrängelt, kritisiert, mich für meschugge erklärt, weil ich "Giftpilze" einsammelte (Flockis, Perlis, Täublinge, Anischampignons), Steinpilze zu "Bitterlingen" erklärt, weil zu der Zeit ja noch keine wachsen, dann aber nach einer Leckprobe doch einen Latschen mit Ekelfaktor eingetütet, den Goldröhrling konsequent als Butterpilz angesprochen, schimmlige und vermadete Rotfüßchen als "Braunkappen" eingeramscht, Grünblattrige Schwefelköpfe zu Hallimasch erklärt, aber stehen gelassen, weil sie ihm nicht schmecken. Stinkmorcheln wollte er nicht. Obwohl die so teuer gehandelt werden... :eek:
    Ich habe so einige Lektionen gelernt auf diesem Ausflug.



    Trotzdem auch hier einige schöne Funde, wie z.B. diesen prächtigen Dünnfleischigen Anischampignon (Agaricus silvicola), in dessen Nähe sich zwei weitere Prachtexemplare fanden:


    Oder dieses Hexenei der Stinkmorchel (Phallus impudicus), das einmal auch gustatorisch getestet werden wollte:



    Urteil: Verzichtbar. Ich mochte weder die Konsistenz (fest, irgendwie schwammartig), noch den Geschmack (vielleicht ganz leicht nussig plus etwas Muff) besonders gern und werde das nicht wiederholen.


    Beim Erdbeerpflücken entdeckte ich einen unbestimmten Becherling:


    Eine Menge Pfifferlinge (Cantharellus cibarius):



    Und beim Versuch, Pfifferlinge zu entnehmen, stieß ich auf Laich. Evtl. hat jemand ahnung, wer da den Nachwuchs vergraben haben könnte?


    Für mich ein toller Erstfund ist der Kornblumenröhrling (Gyroporus cyanescens):


    Aus gemischten Röhrlingen bastelte ich mir dann eine wunderbare Beilage zu Entrecote:


    Neben einem überständigen Riesenschirmling (Macrolepiota procera)....


    ....entdeckte ich einen interessanten "Albinofalter", den ich so noch nie gesehen habe:


    Und zwischen Pfifferlingen im Fichtenwald entdeckte ich zwei Arten, die ich zunächst nicht einordnen kann:
    1.


    2.



    Danke fürs mitkommen und schöne Grüße!

    Hallo!


    Das sind Tintenfischpilze (Clathrus archeri). Die wurden vermutlich von Seefahrern durch Sporenanhaftungen an den Schuhen aus Ozeanien eingeschleppt. Seit etwa 100 Jahren verbreiten sie sich in Europa.


    Verwandt sind sie mit der heimischen Stinkmorchel.


    Grüße

    Hallo!


    Also ich sehe da einen stinknormalen Flocki. An der Hutkrempe ist doch auch die gewohnte filzig-braune Huthaut erkennbar. Die ist ihm auf dem Schopf einfach abhanden gekommen. Vllt leidet er unter kreisrundem Haarausfall?


    Grüße

    Hallo Maria,


    Wow, das sieht wirklich toll aus! Klasse Dokumentation, auch wenn es die kulinarischen Erwartungen nicht ganz getroffen hat.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Samtfußkremplinge von jedem anderen Geschmack dominiert werden. Sie bringen geschmacklich nach dem Abkochen praktisch nichts mehr mit, dafür stimmt die Konsistenz finde ich noch.


    Werde evtl. mal versuchen zu panieren, falls ich demnächst noch welche finde und dokumentiere das dann auch mal an dieser Stelle.


    Grüße