Beiträge von Wutzi
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Ich danke Euch allen!
Nach dem Fund gestern dachte ich mir, ich schaue mir diese Wiese noch einmal genauer an...
... mit Erfolg - da war was los!
Die alten Exemplare habe ich natürlich alle da gelassen. Unglaublich, was da so rumstand. Mindestens 50 Fruchtkörper. Boah!
Hier noch mal die Riesenmorchel, die ich gestern püriert und um meine Apfelbäume verteilt habe.

Hallo Tuppie,
ich bin schwer beeindruckt! Herzlichen Glückwunsch zu den Kostbarkeiten, feiere sie! Das macht mir Hoffnung, dass ich auch irgendwann mal selber fündig werde.
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Hej.
Och, so'n anständiger MorelDog kann auch gut Pasta vertragen. Muss aber ebenso durchgegart sein, wie die Morcheln.
LG; Pablo.
Abgründe
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Hallo Gela, wenn schon. neben der Kiste solche bemerkenswerte Schätze zu finden sind, wie mag es dann erst in der Schatzkiste aussehen. Habt ihr mal reingeschaut?
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Hallo Claudia,
auf jeden Fall kannst du diese Farbstoffe einsetzen, ich verwende auch öfter Baumwollblau, wenn es um das Ornament bei Ascosporen geht und gelegentlich Kongorot, sowie fast immer auch Lugol`sche Lösung. Nur die Messungen der Sporen, Asci, Paraphysen etc., sowie die Beurteilung von Pigmenten sollten eben in LW durchgeführt werden. Danach kann dann fröhlich gepanscht werden
. Welche Lösungen unbedingt eingesetzt werden sollten hängt auch immer von der jeweiligen Gattung ab, bzw. kann bei Basidiomyceten auch wieder ganz anders aussehen, die ich so gut wie nie mikroskopiere.Liebe Grüße,
Florian
alles klar

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Hallo Claudia,
dass ist ja ein richtig schöner Pilz-Strauß auf Köddel. Sieht sehr dekorativ aus und würde ich mir sogar in die Wohnung stellen.
Liebe Grüße
Rotfüßchen
Hallo Rotfüßchen,
ich könnte mir das auch vorstellen, aber meine bessere Hälfte mag die Dungis überhaupt nicht und brabbelt regelmäßig, wenn ich meine Dungdöschen aus dem Keller ins Wohnzimmer hole. Aber da ich das Mikroskop von ihm habe, hat er keinen Grund sich zu beschweren.
Alles anzeigenHallo,
Na ja , Wutzi und Wildschweinköddel passt schonmal sprachlich zusammen.
Ascobolus als Gattung hätt ich auch noch erkannt - danach hörts auf.
Interessiere mich halt für Größeres , wenns geht mit Hut und Stiel.....

Aber interessante Bilder.
Grüßle
Norbert
Hallo Norbert,
ja, die Bilder sind ganz schön. Das macht die kleinen Dungpilze so besonders.
Aber Du bringst da etwas durcheinander, richtig ist doch: Wutz (nicht Wutzi
) und der Köddel gehören zusammen.Ich glaube, dass ich Ascobolus irgendwann einmal an den ornamentierten Sporen erkennen kann.
Wenn ich die Wahl habe zwischen den Größeren und den Winzlingen bevorzuge ich auch die Großen. Aber die Dungis sind eine sichere Bank für Dürre und Frost - also Zeiten wie diese.
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Hallo Claudia,
tolles Weihnachtsgeschenk

. Das Problem mit Farbstoffen kann übrigens auch sein, dass je nach Farbstoff auch lebende Strukturen verändert/abgetötet werden können. Daher am Besten Messungen auch immer in Leitungswasser durchführen. Hier mal noch ein interessanter Link mit ein paar Beispielen zu lebenden vs. toten/geschädigten Strukturen: http://www.gbif-mycology.de/hostedsites/baral/Liebe Grüße,
Florian
Hallo Florian,
danke für den Link. Andreas Gminder hat bei seinem Mikroskopierkurs empfohlen, wegen der besseren Sichtbarmachung die Präparate anzufärben. Das sei für Anfänger leichte. Er hat meist Kongorot verwendet. Nur gelegentlich Baumwollblau. Da kannst du zusehen, wie die Zellen deformieren. Aber es ist schon richtig, wenn man Farbnuancen bewerten will, kommt man nicht umhin in Wasser zu mikroskopieren. Mit der Software kann ich die Mikrobilder such nachträglich noch schärfen und die Kontraste erhöhen oder eine Gammakorrektur durchführen. Das funktioniert m.E. auch besser, als eine nachträgliche Verbesserung mit der Bildbearbeitung. Ich werde demnächst ein Vergleichsbild in Wasser herstellen. Mal sehen, wie der Vergleich ausfällt. Ich bin jetzt richtig neugierig.
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Moin Rotfüßchen,
Glückwunsch der glücklichen Finderin! Bei mir rieseln nach zweieinhalb Wochen Trocken seit die flocken. Auf den Wasserfässern hat sich eine Eisschicht gebildet. Tröstlich sind nur die Dungpilze, die sich von all dem im Keller nicht beirren lassen und fröhlich in ihren Butterdöschen sprießen.
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Hallo Schupfnudel,
also müsst ihr in Jena Regen abbekommen haben. Glückwunsch!
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hallo Alex, Glückwunsch zum Biber. Ich hab noch nie einen in freier Natur sehen dürfen. Nur sein Werk. Wollt wir mal hoffen, dass er es nicht zu bunt treibt.
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Ein schönes Filmchen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass da ein Spanner am Werk war.

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Klasse Aufnahmen, Harald. Solche Winzlinge sehe ich meist gar nicht in freier Wildbahn.
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Bestimmt kennt jemand den Namen der mikroskopischen Schönheiten.
Ja und nein, Claudia.
Ich vermute, dass Du mit Kongorot oder etwas ähnlichem angefärbt hast?
Falls ja, wäre das für die Bestimmung nicht von Vorteil, da es die Farben des Präparates verfälscht und Chemikalien die Zellen abtöten.
Desweiteren gibst Du zwar den Maßstab an, aber leider keine Maße. Das wäre in jedem Fall besser.
Nun zu den Bildern.
1. Man sieht neben dem "Hauptdarsteller" auch noch vereinzelte Sporen von Ascobolus, Sporormiella, Schizothecium und vermutlich Podospora.
Ganz schön was los auf den Kötteln!
2. + 3. Die breiten biseriaten Asci, die apikal keulig verdickten Paraphysen mit orangem Inhalt und die feinwarzigen, etwa 20 µm langen Sporen gehören ziemlich sicher zu Iodophanus carneus. Die Farbe dieser Art kann von creme über blassrosa bis orange variieren. Recht häufig an Schafdung.
4. Sporormiella spec. Solch vierzellige Sporen "kann" nur diese Gattung. Die Pilzlein verraten sich oft nur durch ihre winzigen schwarzen Hälse (genau, die "little black dots"), da der Großteil der Fruchtkörper im Substrat steckt. Die Gattung ist recht artenreich und nicht einfach zu bestimmen. Wichtig ist, dass man viele Merkmale genau studiert, neben den Makromerkmalen u.a. Länge, Breite und Form der Sporen sowie ihrer Einzelzellen, Verlauf der Keimspalten (parallel, schräg, geschwungen, mit Knick in der Mitte), Art der Septierung (gerade oder schräg), Ascusstiel (lang, kurz oder abrupt kurz). Anhand weniger Sporen kann man idR keine belastbare Aussage treffen.
Ich bin sicher, auf dem Schafdung gibt es noch viel zu entdecken, wie Dein erstes Bild offenbart. Bleib' dran!
Liebe Grüße vom Nobi
Hallo Nobi, danke für Deine umfangreichen Erklärungen.Jas, ich habe Kongorot verwendet, weil der Pilz so gar keine Farbe hatte. Aber stimmt schon, wenn die eigene Farbe des Pilzes wichtig ist, war das wohl ein Fehler. Ich gelobe Besserung. Die Maße schreibe ich an die Sporen heran.
Ich habe die Kostbarkeiten vom Schaf wieder zur Ruhe gelegt und werde in den nächsten Tagen nach weiteren Funden fahnden. Von den Sporomiella dürften sich noch weitere Exemplare finden lassen. vielleicht verraten sie noch etwas mehr von sich.
Stimmt, Nobi. Dass Schaf steckt voller netter Überraschungen
. Da waren auf jedem Präparat andere Sporen, nur waren keine Schläuche oder Basidien oder sonstige auf Pilze hinweisenden Strukturen erkennbar. Beim Wildschwein gab es ja die Erklärung, dass die Wutz die Hirsch- und andere Trüffel verspeist hat. Aber beim Schaf dürfte der Fall wohl etwas anders liegen.Tolle Bilder Claudia! Was verwendest du für eine Mikroskop/Kamera-Kombi?
Liebe Grüße,
Florian
Hallo Florian,
danke für die (Dungi-)Blumen, Florian. Mein Mann hat mir vorletztes Weihnachten ein Primo Star von Zeiss geschenkt. Die Software dazu läuft auf dem Tablet. Ein völlig unangemessenes Geschenk für ein Greenhorn wie mich, ich vermute ja, dass er mich ruhig stellen wollte. Vernünftige Bilder kann mit dieser Technik wohl jede/r machen. Für mich ist eher das Präparieren und das Erkennen von Strukturen die Herausforderung.
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Hallo Claudia,
tolle Mikrobilder! Quetsch doch ruhig das Präparat mit dem Ascobolus noch etwas mehr, die Sporen müssen wirklich plan liegen, damit die Messungen passen. Sonst bekommst du schnell falsche Größen heraus, gerade wenn die Sporen im Nachhinein ausgemessen werden. Wenn du auf den Objektträger einen Tropfen Wasser vorlegst, dann kannst du darin normalerweise das Apothecium schön von der Präpariernadel "herunterwaschen". Braucht manchmal etwas Geduld
.Liebe Grüße,
Florian
P.S.: Ich bin auch für A. albidus

Hallo Florian,
danke für die Tipps. Ich hatte allerdings für meine Verhältnisse schon außerordentlich viel Geduld mit dem Köddel

. Ich muss halt noch bissi üben.Alles anzeigenHallo Claudia,
schön, dass Du weiteres Leben auf dem Wildschwein-Köttel entdeckt hast.

ich vermute A.sacchariferus oder A.albidus.
Genau, Eike! Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sehe beide Arten, die ja gern mit- und durcheinander wachsen.
Also, die schlanken langen Sporen sollten zu Ascobolus albidus gehören, die kürzeren, breitelliptischen vermutlich zu A. sacchariferus.
Die Sporen auf dem zweiten Bild sehen nach Hirschtrüffelsporen aus . (Elaphomyces). Wildschweine essen die gerne
Sehe ich genauso. Wahrscheinlich auch wieder zwei Arten.
Liebe Grüße vom Nobi
Hallo Nobi,
genial. Das nächste Mal halte ich Ausschau nach zwei mal zwei Arten. Dass jeweils zwei Gattungen mit zwei Arten vertreten sind, finde ich wirklich erstaunlich.
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Hallo Claudia
der erste Pilz mit den lila Sporen ist eine Ascobolus wie sind den die Sporenmaße ich vermute A.sacchariferus oder A.albidus.
Die Sporen auf den zweiten Bild sehen nach Hirschtrüffelsporen aus . (Elaphomyces). Wildschweine essen die gerne
LG,Eike
Danke Eike, deshalb also sind diese runden Dinger auf jedem Mikrobild!
Bei den Sporenmaßen bin ich nicht sicher. Da sind einerseits diese dicken fast kugeligen Sporen, die allerdings vermutlich irgendwie schräg liegen und nicht wirklich aussagekräftig sind. An eine längliche Spore habe ich mal die Maße geschrieben:
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Auf den Wiesen um die drei Gleichen-Burgen hatten mir Schafe Erfolgversprechendes hinterlassen. Heute gab es die erste Ernte. Die kleinen Pilze sah in etwa aus wie cremefarbene Lyches aus Opalglas- also fast weiß, transluzent und spitzwarzig.
Sie zeigten sehr klare Strukturen unter dem Mikroskop. Die Sporen hatten sehr kleine Warzen. Bestimmt kenn jemand den Namen der mikroskopischen Schönheiten.
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4 Diese Sporenschläuche lagen überall auf dem Dung und waren schon unter der Stereolupe gut zu erkennen. Ein Pilz von dem sie stammen könnten, war nicht auszumachen.
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Hallo Dungis,
auf meinem Prachtköddel sprießen jetzt viele Pilze. Allerdings musste ich die großen Zärtlinge abrasieren, um überhaupt an die Winzlinge heranzukommen. Trotz dieser brutalen Pilzernte sind meine Mikroskopierversuche missglückt, da ich die Pilze nicht getrennt voneinander auf den Objektträger bekommen habe. Die sind für meine Präpariernadel einfach zu klein und klebrig sind sie auch noch.
Da ich keine Fotos unter der Stereolupe machen kann, beschreibe ich was ich gesehen habe.
Da gab es zunächst einen einzelnen rundlichen stacheligen gelben Pilz, der leider auf dem Weg zum Objektträger verschollen ist.
Dann gab es runde schwarze Pilze die sich beim "Ernten" als walzenförmig entpuppten. Einen Pilz(?) der aussah, wie ein schmaler hellgelber Stab und rötliche, flache (spiegel)eiförmige Strukturen.
Leider ist es mit nicht gelungen, die Mikrostrukturen den jeweiligen Pilzen zuzuordnen, da ich nicht in der Lage war, die Pilze getrennt voneinander zu mikroskopieren. Ich hatte vermutlich immer mindestens zwei bis drei Arten zugleich auf dem Objektträger. Ich zeige Euch die Mikrobilder trotzdem, weil ich fasziniert von der Artenvielfalt auf diesem Köddel bin und wer weiß, vielleicht hat ja jemand eine Idee zu den Sporen
.1 Köddel vor der Rasur
2 schön strukturierte Sporen in Asci mit je 8 Sporen
3 Sehr kleine und sehr große Sporen
4 die großen Sporen in Öl
5 Bei meinen Versuchen die rundlichen roten Strukturen. zu durchleuchten kam jedes Mal so etwas heraus. Keine Ahnung, was hier zu sehen sein könnte.
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Nachbespaßungs-Abgründe

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...bleib' nicht zu lange fort...
LG
Peter
doch
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'Wenn das mit den sderlischen Grausamkeiten hier so weiter geht, muss ich mich für ein paar Wochen hier abmelden.

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Hallo Sebastian, schau mal, vor wenigen Tagen gab es hier diesen Beitrag zum Steäubings-Schleimpilz: Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon)?
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Hallo zusammen,
ich habe gehört, dass sich die Experten der misslichen Situation um häufige - aber unter generellem Schutz stehende Arten bewusst sind. Dass aber niemand Lust hat, "dass Fass" wieder aufzumachen, da die Begehrlichkeiten groß sind, dann auch den Schutzstatus von mancher unbedingt schützenswerter Art aufzuweichen. Das betrifft nicht nur Pilze, sondern auch Pflanzen, Insekten etc. Also bleibt es bei den beschriebenen Unzulänglichkeiten. Mir war z.B. überhaupt nicht bewusst, dass die Schafporlinge geschützt sind, da sie hier in Massen auftreten - sofern es Pilze gibt. So werden wohl öfter Individuen einzelner geschützter Arten Opfer der Unwissenheit. Und ehrlich gesagt, wenn es Orte gibt, an denen die Arten eimerweise wachsen, ist der generelle Schutz dort vermutlich nicht nötig. So wie die berühmte Rote Ampel auf menschen- und autoleeren Straßen. Gerechterweise muss man aber auch sagen, dass Gesetze nicht für jeden Ausnahmefall gemacht werden können. Wenn wir uns alle ein bisschen umsichtig und verantwortungsvoll verhalten, funktionieren sie (die meisten jedenfalls) ganz gut.
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Zur Unterscheidung Pleuro- vs. Cheilozystiden:
Cheilo: An der Lamellenschneide, oft in großen Gruppen und/oder wie hier sehr zahlreich in einer Reihe nebeneinander
Pleuro: An der Lamellenfläche, oft einzeln, kaum in Gruppen, nie ein ganzes Band bildend, daneben oft Basidien zu sehen (kann aber bei Cheilos auch passieren)
aber: Es gibt Arten mit fertiler Schneide und nur verstreuten Cheilos, dann muss man genau wissen, was man präpariert hat
Viele Grüße,
Matthias
PS: Also bei mir ist der Wald gestopft voll mit Pilzen, natürlich nahezu ausschließlich Nerd- bis Extremnerdpilze (0,2mm), aber geben tut es besonders an Totholz genug. Komme derzeit kaum hinterher.
Hallo Matthias,
Du sagst es: man muss genau wissen, was man präpariert hat - sollte es jedenfalls. Wenn ich solche Winzlinge zerschneide, sehe ich nicht wirklich, was ich dabei erwische und dann wird es auch noch gedrückt - ein Stück Pilz wusste ich und Lamelle muss dabei gewesen sein, sonst hätte ich keine Basidien entdeckt. die Erfahrung, ob ich nun die Lamellenschneide oder die Lamellenfläche sehe, war mir völlig unklar. Aber kann ich allen Bildern einen Namen geben, dank Christoph
.Bei mir sind auch die Nerd- und Extremnerdpilze staubtrocken. Du kannst sie bestenfalle abbröseln.Das macht keinen Spaß und erinnert verdammt an letztes Jahr. Mist.
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Servus Claudia,
die Becher sollten nur nicht unbedingt austrocknen, aber noch wichtiger nicht zu nass sein, dass die nicht schimmeln. 1-2 Tage Versand sind da aber meist unkritisch. Kannst Du in eine kleine Dose o.ä. reintun, oder in ein Küchentuch/Alufonie einwickeln. Bei Plastikfolie hätt ich bedenken, dass es innen zu nass wird.
Becher in der Größe sind da aber nicht sonderlich anspruchsvoll.
Viele Grüße,
Matthias
Alles klar, danke! So mache ich das.
