Hallo Sebastian, schau mal, vor wenigen Tagen gab es hier diesen Beitrag zum Steäubings-Schleimpilz: Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon)?
Beiträge von Wutzi
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Hallo zusammen,
ich habe gehört, dass sich die Experten der misslichen Situation um häufige - aber unter generellem Schutz stehende Arten bewusst sind. Dass aber niemand Lust hat, "dass Fass" wieder aufzumachen, da die Begehrlichkeiten groß sind, dann auch den Schutzstatus von mancher unbedingt schützenswerter Art aufzuweichen. Das betrifft nicht nur Pilze, sondern auch Pflanzen, Insekten etc. Also bleibt es bei den beschriebenen Unzulänglichkeiten. Mir war z.B. überhaupt nicht bewusst, dass die Schafporlinge geschützt sind, da sie hier in Massen auftreten - sofern es Pilze gibt. So werden wohl öfter Individuen einzelner geschützter Arten Opfer der Unwissenheit. Und ehrlich gesagt, wenn es Orte gibt, an denen die Arten eimerweise wachsen, ist der generelle Schutz dort vermutlich nicht nötig. So wie die berühmte Rote Ampel auf menschen- und autoleeren Straßen. Gerechterweise muss man aber auch sagen, dass Gesetze nicht für jeden Ausnahmefall gemacht werden können. Wenn wir uns alle ein bisschen umsichtig und verantwortungsvoll verhalten, funktionieren sie (die meisten jedenfalls) ganz gut.
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Zur Unterscheidung Pleuro- vs. Cheilozystiden:
Cheilo: An der Lamellenschneide, oft in großen Gruppen und/oder wie hier sehr zahlreich in einer Reihe nebeneinander
Pleuro: An der Lamellenfläche, oft einzeln, kaum in Gruppen, nie ein ganzes Band bildend, daneben oft Basidien zu sehen (kann aber bei Cheilos auch passieren)
aber: Es gibt Arten mit fertiler Schneide und nur verstreuten Cheilos, dann muss man genau wissen, was man präpariert hat
Viele Grüße,
Matthias
PS: Also bei mir ist der Wald gestopft voll mit Pilzen, natürlich nahezu ausschließlich Nerd- bis Extremnerdpilze (0,2mm), aber geben tut es besonders an Totholz genug. Komme derzeit kaum hinterher.
Hallo Matthias,
Du sagst es: man muss genau wissen, was man präpariert hat - sollte es jedenfalls. Wenn ich solche Winzlinge zerschneide, sehe ich nicht wirklich, was ich dabei erwische und dann wird es auch noch gedrückt - ein Stück Pilz wusste ich und Lamelle muss dabei gewesen sein, sonst hätte ich keine Basidien entdeckt. die Erfahrung, ob ich nun die Lamellenschneide oder die Lamellenfläche sehe, war mir völlig unklar. Aber kann ich allen Bildern einen Namen geben, dank Christoph
.Bei mir sind auch die Nerd- und Extremnerdpilze staubtrocken. Du kannst sie bestenfalle abbröseln.Das macht keinen Spaß und erinnert verdammt an letztes Jahr. Mist.
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Servus Claudia,
die Becher sollten nur nicht unbedingt austrocknen, aber noch wichtiger nicht zu nass sein, dass die nicht schimmeln. 1-2 Tage Versand sind da aber meist unkritisch. Kannst Du in eine kleine Dose o.ä. reintun, oder in ein Küchentuch/Alufonie einwickeln. Bei Plastikfolie hätt ich bedenken, dass es innen zu nass wird.
Becher in der Größe sind da aber nicht sonderlich anspruchsvoll.
Viele Grüße,
Matthias
Alles klar, danke! So mache ich das.
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Hallo Peter, ein schöner Beitrag. Wie findest Du nur die Zedernborstlinge. Die kann man doch gar nicht sehen.
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Ja, Cratie,
eindeutig Nerdpilze! Aber sehr hübsche, guck doch mal den prachtvollen Köddel an
. Noch ästhetischer finde ich allerdings die Asco-Kreisel-Bilder, wo die Sportenschläuche wie kleine Sonnen aussehen.Ob da nun Cheilo-,Pleuro-, Pileo- oder Caulozystiden zu sehen sind weiß ich auch nicht. Obwohl letztere wohl nicht drauf seien können. Habe nur ein Stück Hut unter das Mikroskop gelegt.
Aber ich vermute, dass die Cheilozystiden neben den Basidien zu sehen sind. Bei dem schönen Muster mit den runden Strukturen tippe ich auf Huthaut oder Tra
uma. Aber vielleicht trägt noch ein Nerdpilzfreak zur Aufklärung bei. Dann wissen wir es genau. -
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Hi Claudia,
kann schon auch sein, dass zwei Arten durcheinander wachsen, das ist von hier aus jetzt schwer zu beurteilen. Also hast Du auch keine zwei Zellkerne gesehen, die nicht ganz so mittig sitzen wie bei tuberosa? So sähe nämlich binucleata aus. Die Sporen sind da halbwegs reif, also mindestens so wie auf dem von mir bearbeiteten Bild? Unreif könnte es schwer werden.
Kannst mir auch gerne was davon schicken, sollte nach Möglichkeit noch frisch sein.
Adresse kriegst Du per PN.
Viele Grüße,
Matthias
Moin Matthias,
vielleicht waren die Sporen noch nicht reif. Ich habe da gar nichts Zellkernähnliches gesehen, nur die Fetttröpfchen. Bevor ich Dir jetzt den Schrumpelbecherrest schicke, warte ich noch eine Woche und hole dann von beiden Stellen frische Becherchen, die ich gleich abschicke. Die sind dann im Zweifel reifer als heut. Wenn ich die frisch verschicke, sollen die in Folie oder wie sonst verpackt werden, damit sie überleben?
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Wann hast du die denn gefunden, im Dezember?
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Hi Jörg,
hier nochmal eine Gegenüberstellung mit erweiterter Markierung:
Schwarz umrandet sind die Kerne, grün ist nochmal der Nukleolus innerhalb des Kerns.
Im oberen Teilbild mal darauf achten, wo in der Sporen ein Bereich etwas gleichmäßig heller wird. Innerhalb des helleren Bereichs ist dann nochmal ein halbwegs kugeliger Bereich etwas dunkler. Der ganze rundliche hellere Bereich ist ein Zellkern. Im unteren Bild sind die markierten Kreise rechts etwas klein geraten, ist nur auf die Schnelle eingezeichnet, dass man es erkennt (hoffe ich).
Viele Grüße,
Matthias
Danke, dass Du das Bild noch einmal bearbeitet hast, Matthias. Ich hätte mich sonst morgen in die Untiefen der Fotobearbeitung stürzen müssen und solche dDnge enden bei mir im Allgemeinen mit Frust und sehr mäßigen Ergebnissen. Aber meinst Du, dass die zwischen den Scharbockskräutern gefunden Becherchen ebenfalls Anemonen-Becherlinge sind? Ich konnte gar keine Zellkerne erkennen. Ich habe nur in Wasser mikroskopiert und eine halbe Stunde gesucht. Hast du noch eine Idee, was ich probieren könnte oder kann ich Dir den Becher mal schicken, damit Du ihn Dir anschaust?
Alles anzeigenHallo Claudia und Matthias,
ich habe die Bilder einmal auf meinen Fernseher übertragen und dort kann ich sie auch erkennen, links deutlicher als rechts. Das ist also eindeutlich ein Monitorproblem meines fast 10 Jahre alten Laptops. Auf dem kann ich immer noch nichts erkennen.
Vielen Dank
Jörg
Hallo Jörg,
das geht mir genauso, wenn ich den alten Laptop benutze. Die kommen nach einigen Jahren offenbar an ihre Grenzen oder die neuen Geräte sind einfach besser.
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Hallo Claudia,
das ist Psathyrella tenuicula, ein jedenfalls bei mir ziemlich häufiger Wildschweindung-Bewohner.
Viele Grüße,
Matthias
Hallo Matthias, danke für die Nachhilfe. Wildschweindung - so rund und wohl geformt. Guck an
! Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Und eine Psathyrella! Da kann ich ja lange auf die Tinte beim Zerfließen warten.Alles anzeigenHallo Claudia,
...aber jetzt treibt mein Super-Hirschköddel allerliebste Pilze.
Vermutlich Tintlinge, oder?
dein Super-Hirschköddel ist ein Super-Wildschweinköddel!

Form, Farbe und Beschaffenheit verraten es.
Matthias hat den Wildschweindung-Zärtling ja bereits richtig bestimmt.
Den findet man tatsächlich nur an Losung vom Wildschwein, und wo es die wilden Schweine gibt, ist er in der Tat recht häufig.
Liebe Grüße vom Nobi
Hallo Nobi,
immerhin das Super hast Du mir durchgehen lassen
. Aber dass mein erster versehentlich eingesammelter Wildschweindung so prachtvolle Pilze hervorbringt, begeistert mich unabhängig von meiner fulminanten Fehleinschätzung. Die Dungis müssen zur Zeit die Lücke bei den Waldpilzen wett machen und wenn die Minis sich weiter so entwickeln, schaffen die das ganz gut. In fünf Stunden habe ich heute so gut wie nichts im Wald gefunden. -
Hallo Dungies,
es hat zwar eine Weile gedauert, aber jetzt treibt mein Super-edit: Wildschweinköddel
Hirschköddelallerliebste Pilze. Vermutlich Tintlinge, oder?Mehr als diese Bilder und dass der Hutdurchmesser des größten Pilzes ca. 3 mm beträgt, kann ich nicht zur Aufklärung des Namens nichts beitragen.
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Hallo Matthias und Claudia,
also ich kann weder in Original noch in Claudias bearbeitetem Foto irgendetwas zellkernähnliches erkennen. Mit sehr, sehr viel Vorstellungskraft könnte ich links vielleicht etwas hineininterpretieren aber rechts ist aber absolut nichts zu erkennen.
Tut mir leid. Vielleicht bin ich doch schon blind und weiss es nur noch nicht
.VG Jörg
Hallo Jörg,
es sind wirklich nur Nuancen in der Schattierung zu sehen. Das Bild auf der rechten Seite ist noch undeutlicher als das links. Vielleicht liegt es an der Bildschirmauflösung oder der Helligkeit. Aber wenn Matthias nicht die Kreuze an den jeweiligen Stellen gezeichnet hätte, hätte ich die Schatten auch nicht wahrgenommen.
Ich habe heute noch einmal versucht etwas in Wasser zu sehen, aber da war gar nichts zu erkennen. Dafür habe ich jetzt den Standort genau untersucht und in der Tat. Sie wachsen zwischen Scharbockskraut und Buschwindröschen:
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Hallo Alex,
danke dass Du uns das einmal erklärst. Ich fand schon das letztens von Dir gezeigte Mikrofoto, das auf diese Weise entstanden war, beeindruckend und Deine Fotos oben bestätigen die Effizienz dieser Methode. Du bekommst gestochen scharfe Bilder, weil das Präparat nicht mehrere überteinanderliegende Lagen Zellen umfasst. Schön anzusehen!
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Hallo Tom, im Moment gehts mir wie Nobi. Die günstigen Niederschlagsprognosen vom Wochenanfang haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Die wenigen Pilze sind verschrumpelt und die Blümchen lassen die Köpfe hängen. Der Regen hat nur für die westlichen Landesteile gereicht. Wenn es nicht so weit wäre, würde ich gern mitkommen. Und mein Mitleid mit Deinem schmerzenden Rücken hält sich übrigens in Grenzen
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Hallo Claudia,
ich glaube eher, dass das die Ölinhalte der Sporen sind, die hier in Baumwollblau zusammenlaufen. Also das, was Du auf dem Bind in Kongorot als deutliche dunklere, oft kleine Punkte siehst. Die Kerne wirst Du damit kaum besser sehen fürchte ich.
Habe hier mal die deutlichsten Kerne in Deinem Bild markiert, dann wird das vielleicht klarer, was ich meine. Das dunkle außen sind dann die Ölinhalte.
Zellkerne beurteilen ist nicht gerade das Einfachste bei den Becherchen. Am besten geht es nach meiner Erfahrung trotzdem mit freien Sporen in Wasser.
Viele Grüße,
Matthias
Oh je,
danke Matthias. Da lag ich ja wieder einmal Lichtjahre daneben. Ich habe nach vier Öltröpfchen gesucht
.Trotz der vielen Mühe, die Du Dir gemacht hast, mich mit der Nase drauf zu stoßen, kann ich kaum etwas erkennen. Morgen schau ich mir das Ganze noch einmal in Wasser und ganz in Ruhe an. Irgendwann muss ich das auch kapieren.
edit: ja, ich sehe sie. Ich habe mir noch einmal die Original-Fotos angesehen. Da erkenne ich ganz blasse Kreise, dort wo du die Kreise markiert hast. Juhuuu. Das ist ja schwieriger als ein Röntgenbild zu lesen.
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Hallo Claudia,
ich denke das Graben kannst Du Dir sparen, außer natürlich, Du willst das so oder so noch tun.
Die beiden Arten kann man anhand der Zellkerne in den Sporen unterscheiden (meist 4 bei tuberosa, konstant 2 bei binucleata, wie ja der Name schon sagt). Auf Deinem Foto erkennt man bei zwei Sporen mindestens 3 Zellkerne. Einmal meine ich auch den vierten zu erkennen. Bei reifen, freien Sporen sieht man es normal noch etwas besser. Also ist binucleata raus.
Ausführliche Infos dazu hier: Dumontinia tuberosa sur Ranunculus ficaria ? - Forum ASCOFrance
Viele Grüße,
Matthias
Hallo Matthias,
das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Ich habe mein Glück noch einmal versucht. Und siehe da, die Becher hatten einen langen Stiel. Ich habe versucht mit verschiedenen Chemikalien zu färben. Bei Baumwollblau kann man am besten erkennen, dass einige Sporen 3 und manchmal 4 kleine Flecken haben. Das sind wohl dann die Zellkerne, oder?
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Ach Kinders, das waren noch einmal schöne Fotos. Seufz. Bei dem Zitronenfalter von Malone bin ich nicht sicher ob das nicht eher ein Limettenfalter ist. Guckt Euch nur die Farbe einmal richtig an - das ist Limette pur.
Danke, dass Ihr uns ein bisschen habt teilhaben lassen an Eurer Reise in den Frühling.
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Wahnsinn!
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Hallo Heidi, darauf bestehe ich
. Erhole Dich gut und hab viel Spaß. -
Hallo Dieter und Matthias,
Danke für diese wunderbare Trilogie. Es war wieder ein Augenschmaus. Meine Favoriten sind eindeutig die quietschbunten Saftlinge. Sie sind nicht nur hübsch, sondern auch perfekt fotografiert.
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Hallo nobi,
o wie schön. Und vielen Dank für diesen tollen Bericht aus dem Leipziger Zoo. Ich gehe gerne in den Zoo. Frankfurt hat einen schönen.
Die Tierfotos......allesamt klasse. Und ja.......die Tapiere sind echt tolle Tiere. Frau muß sie gerne haben. So und durch Dich weiß ich jetzt welcher coooole Vogel das war, welchen ich neulich auf einer Verkehrsinsel stehhend gesehen habe. Ein Graureiher wars. Ich habe mir das Hirm zermartert.

Jetzt kann ich in den Urlaub fahren.
Liebe Grüße
Heidi
Hallo Heidi, der Frankfurter Zoo ist bis auf die Flusspferdhaltung ok. Aber vielleicht sind die inzwischen im Flusspferdhimmel. Wenn Du gute Tierhaltungen in Zoos sehen magst, fahr mal nach Heidelberg. Da gibts eine klasse Elefanten-Jungbullen. Wenn Du die Halbstarken beim Spielen beobachtest, kannst Du viel Spaß haben.
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Hallo beli,
was für eine schöne, abwechslungsreiche Tour. Zu den Pilzen kann ich nichts sagen, außer dass der Fomitopsis betulina aussieht wie ein Tintenfisch. Lustig, diese Form. die Blätter Deiner Waldblume hast Du sicher schon oft gesehen. Sie sind rund und werden riesengroß. Es ist die Gewöhnliche Pestwurz Petasites hybridus.
