Naamd.
Erst mal trink ich einen mit Euch, darauf, dass es uns ziemlich gut geht. Vielleicht so einen wunderbaren 2018er Grauburgunder aus dem sonenverwöhnten Südwesten.
Zur Einschätzung der Lage der Nation gebe ich gern meinen Kneipensenf dazu,
Zur Erinnerung: so wie wir alle hier sitzen, sitzen wir in Europa auf der Sonnenseite in jedweder Hinsicht, nach außen sowieso und auch innerhalb der EU.
Welche Konsequenzen ein Austritt aus der EU hätte, könnte man die letzten Monate ausgiebig angesichts der Brexit-Groteske verfolgen.
Ich habe auch so meine Problem mit den Printmedien und lese nur noch gelegentlich die Süddeutsche. Damit bin ich nicht allein und genau das ist das Problem der Printmedien. Ich habe im letzten Jahrzehnt eine dramatische Veränderung bei der Tagespresse erlebt. Unzählige gute Journalisten wurden entlassen, weil immer weniger Zeitungen verkauft werden, da die Meinungsbildung immer stärker über das Internet erfolgt. Die Quellen hier sind in der Tat oft fragwürdig und intransparent. Fake News sind längst Standard. Die in den Redaktionen noch verbleibenden Journalisten haben kaum Zeit für Recherche und schreiben im Akkord so gut sie können. Damit sich die Zeitungen überhaupt verkaufen können, müssen marktschreierische Überschriften her. Außerdem verkaufen sich schlechte Nachrichten besser als gute. Das verzerrt das Bild von Politik und lässt frustrierte Leser zurück. Zugegeben, es passiert viel Mist, der Lobbyismus ist zu K....., aber das gab es auch schon in den 60er und 70er Jahren. Ich bin froh, dass ich in einer Demokratie leben darf. Ich bin froh, dass ich in Europa, in Deutschland geboren wurde. Ich bin glücklich, dass die Mauer gefallen ist und dass ich in Frieden leben darf. Ich bin froh dass wir Meinungsfreiheit haben und dass ich wählen darf - nicht nur ankreuzen wie in der DDR. Ich habe die Hoffnung, dass die junge Generation kritischer und verantwortungsvoller handelt als meine. Und klar, wir können einfach so weiter machen wie bisher und darauf verweisen, dass es in anderen Ländern viel mehr CO2 Emissionen gibt und die Umwelt viel stärker zerstört wird als bei uns. Ich würde mich damit aber ziemlich mies fühlen, deshalb wähle ich ganz bewusst. Im Schlimmsten Fall würden diejenigen gewählt, die die Werte, die mir wichtig sind, mit Füßen treten.
Die globalen Fragen sind lokal nicht lösbar, aber zumindest ein paar Weichen sollten richtig gestellt werden.
Prost zusammen
