Beiträge von Wutzi

    Hallo Claudia,

    Anfragepilz Nr. 1 solltest du mit Hebeloma mesophaeum vergleichen, der könnte in dieses Aggregat gehören. Du sagtest, dein Täubling sei Guajak-negativ? Dann schmier doch mal Sulfovanillin auf die Stielrinde, vielleicht erlebst du eine purpurne Überraschung. Ansonsten wie immer bei Täublingen Sporenpulverfarbe ermitteln und beim Mikroskopieren herausfinden: Dermatocystiden oder Primordialhyphen?

    Und noch was zum Champignon. Schaeffer-Test hast du ja schon gemacht (negativ), mach doch auch noch den KOH-Test. Schaeffer negativ und KOH positiv = Sektion Karbolchampignons. Beides negativ und bei diesem Habitus = Sektion Wiesenchampignons.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oehrling, danke für den Hinweis. Hebeloma mesophaeum sollte es sein. Das habe ich als Arbeitstitel an die Fotos geschrieben. Wenn er mir erneut begegnet, werde ich das noch einmal mit dem Frischpilz abgleichen.

    Sulvovanillin habe ich leider nicht. Schade ich hätte gern den Purpurtäubling gesehen. Das muss ich mir demnächst beschaffen. Unters Mikroskop lege ich ihn heute Abend noch einmal, dann sollten Restzweifel ausgeräumt sein.

    Den Champignons habe ich nach Deinem Vorschlag bearbeitet. Auch negativ. Dann ist es also einer der Wiesenchampignons. Für Menschen wie mich reicht das völlig aus. Hab vielen lieben Dank für Deine Vorschläge.


    Hallo Claudia,

    der Schleimpilz könnte Didymium melanospermum sein. Dafür spricht der dunkle Stiel und die Kalkschuppen auf der Peridfie des Köpfchens. Die Art wächst gern im Nadelwald an Nadeln, Ästchen und Moos. 100%ige Gewissheit aber nur nach Mikroskopieren.

    LG Ulla

    Hallo Ulla,

    wie schön, dass Du meinen Thread gefunden hast. So kann ich einen Namen an meine Fotos schreiben. Ich hatte so viele Pilze, dass er den Weg unters Mikroskop leider nicht geschafft hat. Auch Dir Dank für den Namensvorschlag und die Erläuterung.

    Hallo Christoph,

    ha, also doch ein Rübling. Der hatte so dunkle Lamellen, dass ich ihn nicht für einen Weißsporer gehalten habe und deshalb die vom Habitus am besten passende Gattung ausgeschlossen habe. Dann hab ich mit totgesucht. So lange ich nicht einigermaßen einen Verdacht habe, verzichte ich auf die Geschmacksprobe. Ausschließeritis ist eben immer eine ganz schlechte Empfehlung. Ich habe gerade gekostet - puh. die Zunge brennt immer noch und irgendwie säuerlich schmeckt er. Jetzt werde ich den Brennenden Rübling ziemlich sicher erkennen. Hab vielen Dank.

    Aber dass Rüblinge so frei stehende Lamellen haben können, war mir auch nicht bewußt. Viel gelernt.


    Fälbling kann sein, ja, das bräunlich erscheinende Sporenpulver ist eher ockerfarben und eine Cortina ist das wohl nicht wirklich an dem einen Stiel gewesen. Aber die sind inzwischen zu matschig, um sie genauer zu untersuchen. Ich lass es bei der Gattung bewenden.


    Den Egerling schau ich mir heute noch einmal genauer an und achte auf die von Dir beschriebenen Merkmale. Ein Röten habe ich ehrlich gesagt nicht wahrgenommen.


    Zum Täubling habe ich vergessen zu schreiben, dass er sehr hart und absolut mild war. Heute früh hat er fast weißes Sporenpulver abgeworfen. Ich denke, dass Felli mit dem Harten Zinnobertäubling eine Punktlandung hingelegt hat.


    Der Lacktrichterling ist es. Den kenne ich eigentlich recht gut, aber dass er so ein hübsches Innenleben hat und wohl weil das Exemplar so sehr winzig war, hab ich ihn nicht erkannt.

    Hab vielen Dank für Deine Nachhilfe.


    Servus Claudia

    Nr: 2 : würd ich mal auf Harter Zinobertäubling überprüfen.


    Deine Nr. 4 sieht nach einem Brennenden Rübling aus,

    Danke Felli! Der Harte Zinnobertäubling ist eingelocht. Den erkennt man auch immer wieder, wenn man ihn einmal bestimmt hat. Ein markanter Täubling. Sogar die zedernholzartige Note konnte ich entfernt wahrnehmen (jetzt, wo ich es weiß).


    Ja, der Brennende Rübling - Rennende Bübling :) ist es. Jetzt werde ich diesen braunlamelligen Weißsporer wohl erkennen, heute früh hatte ich die Sporenabwürfe. Damit hätte ich den Dachpilz natürlich gestern auch selbst ausschließen können. Ich hänge die Abwürfe mal an zur Komplettierung.



    Hallo zusammen, es pilzt allenthalben. Glücklicherweise. Das Trauern ist vorbei. Aber es sind natürlich nicht nur die langweiligen Rotfüße, Flockis, Steinpilze, Parasole, Goldröhrlinge, Wiesenchampignons und wie sie alle heißen. Nein, es git wie immer Etliches, das sich mir nicht erschließen will.

    Aber dafür habe ich ja Euch==Gnolm13


    Zuerst ist da einmal diese stark hygrophanen kleinen braunen Unbekannten. Ich glaube Cortinareste zu erspähen und vermute einen Cortinarius. Demzufolge bin ich nicht weiter in die Bestimmung eingestiegen. Den bekomme ich sowieso nicht heraus, wenn es ein Schleierling ist. Denkt Ihr auch, es könnte einer sein? Braunes Sporenpulver, Geruch kann ich schlecht, Fichten 2-4 cm Hutdurchmesser.


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    Dann gab es diesen festen trockenen Täubling in Rottönen. Unter Birken, Buchen, Ahorn, Geruch nicht wahrnehmbar, keine Reaktion mit Guajak bzw. erst nach 10 Minuten, FeSO rosa, mild, Huthaut nicht abziehbar. Was müsste ich mikroskopieren? Hab nur eine einzige Spore gefunden.

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    Dann direkt auf meinem Schotterweg am Haus ein Champignon, Der ähnelt den leckeren Wiesenchampignons auf der Weide, aber ich bin mir unsicher. Irgendwie ist er doch anders. Oder meine Wiesenchampignons sind keine. 8 cm Hutdurchmesser, Geruch nach nichts, Schaeffer negativ, ein ganz minimales Gilben an der Basis, aber kein Chromgelb oder so Etwas.


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    Bei dem hier fällt mir gar nichts Gescheites ein. Außer dass er besonders freistehende Lamellen hat und das zu den Dachpilzen passen würde. Der Sporenabwurf ist noch in Arbeit.


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    Mein Lieblingspilz des Tages ist dieser Winzling wegen seines Innenlebens. Er stand zwischen Fichten und Buchen.

    Die Sporen sehen aus wie kleine Sonnen.

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    Zum Abschluss gibt es noch diesen (vermutlich) Schleimpilz, der mir seinen Namen nicht verraten hat.

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    Danke für's Draufschauen!


    Was mich stört, ist Facebook an sich und dessen Bestreben, selbst die abgeschiedensten Winkel der Privatsphäre auszuforschen.

    Hallo Ralph, das unterscheibe ich sofort. Ich habe meinen Account fast ausschließlich dienstlich genutzt. Und ich werde in Kürze meine dreitausend Freunde verlassen, obwohl FB durchaus auch positive Seiten hat. Ich habe es einfach satt, dass die Datenkrake mit ihrem Geschäftsmodell Leuten wie Trump einen Wahlsieg ermöglicht. Das ist einfach nur zum K.... Ich will das nicht länger unterstützen.

    Hallo Heidi, für den Fall, dass Du den Geruch beim Karbols nicht eindeutig wahrnimmst: Keine

    Sorge, spätestens aus der Pfanne stinkt er so, dass Du ihn nicht essen magst. Bevor ich wusste, dass die gilbenden Arten Schwermetallschwämme sind, ist mir das zweimal passiert.

    Inzwischen finde ich auch die Form junger Karbolis oft verräterisch. Die sind nicht gleichmäßig kugelig bzw. halbkugelig, sondern haben irgendwie die Form eines Stoppschildes.

    Pssst, Claudia, das ist nicht Jan-Arne, nur Jan ohne Arne.


    Hallo Jan, mir geht's wie Rotfüßchen und Claudia. Sehr hübsch und mir ganz unbekannt.


    Gruß von der Goslarer Banknachbarin

    Mea culpa - ich hatte Jan men gelesen und mich über den neuen Avatar gewundert. Also Jan, nimmt mir nicht krumm. Ich schussele ständig mit den Namen und die Autokorrektur tut das ihrige um weitere Verwirrung zu stiften. Grüni kann ein Lied davon singen.

    Hallo Greg,

    (welcome)im besten Pilzforum der Welt==Gnolm7.

    Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Aber ich prophezeie Dir, Du wirst es gelegentlich bereuen - z.B. wenn Du feststellen musst, dass wieder zwei Stunden weg sind, weil Du Dich den jeweils nächsten Beitrag auch noch lesen wolltest.==Gnolm15.

    Mit mycophilen Grüßen grüßt die Wutz

    Hallo Dieter und Matthias,

    also ich finde es völlig in Ordnung, dass ihr keine Steine gefunden habt. sonst hätten wir möglicherweise diese wunderbaren Winzigkeiten nie zu Gesicht bekommen. Am besten gefallen haben mir die Zuckerschnecken am Stiel, die Tuppie so hübsch gezeichnet hat. Die Formenwelt der Pilze ist wirklich faszinierend.

    Mich beeindruckt auch, dass die kleine Amina da mithält. Also vielen Dank fürs Zeigen und ich freu mich schon auf die nächsten Berichte.

    Hallo Peter,

    das gehört zwar nicht hierher, aber wann machst du die nächste Weiterbildung in Oberhof==Gnolm7?

    Hallo Giraldi, wenn Du den letzten Pilz mitgenommen hast, schau dir die Lamellen genau an. Wenn sie weich sind und nicht splittern beim Drüberstreichen könnte es ein Frauentäubling sein.

    Hallo Christoph,

    danke für den schönen Bericht. Deine Schilderungen gehen mir schon unter die Haut. Ich kenne das Gefühl, das Du beschreibst. In mir entsteht immer so eine Mischung aus Wut und Hoffnungslosigkeit, wenn ich auf derartige Zeugnisse von menschlicher Egomanie, Dummheit und Ignoranz stoße. Und wenn der Wald gerade stirbt und die Gesellschaft auseinanderfällt, denke ich, dass wir es nicht besser verdient haben.


    Manchmal, wenn ich unter einem Baumriesen stehe oder die sich in glitzernden Tautröpfchen brechenden Sonnenstrahlen betrachte, fühle ich mich dem Wald ganz besonders nah. Wenn ich die Baumriesen berühre, berührt mich ihr Alter, ihre Erfahrung und ihre Lebenskraft. Das hat nichts mit Magie zu tun. Es ist eher Achtsamkeit und hat meiner Meinung etwas damit zu tun, ob ich aufgeschlossen bin für die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur.


    Vielleicht waren die magischen Orte Deines Ausfluges einmal besonders schön und haben die Menschen in früheren Zeiten bezaubert, so das sich deshalb Sagen um sie herum gesponnen haben. Für mich sind das jetzt eher vermüllte Wallfahrtsorte. Schade drum. Und dass die Leute ihren Plastikmüll an die Bäume binden ist ein Beweis mehr von der tiefen Entfremdung unserer Spezies von der Natur.

    Hallo Uwe, das sind wieder einmal Pilze, von denen ich bislang nur gehört habe. Einfach großartig, dass sie alle zusammen bei Dir wachsen. Danke, dass Du uns teilhaben lässt.

    Moin Peter,

    eine schöne Kollektion ist das. Die weißen filigranen Pilzlein finde ich auch besonders. Da hast Du Cratie ( und uns) einen schönen Start in den Tag verschafft.

    Hallo Günther,

    Das Problem hatte ich vor 20 Jahren, als wir unser Fachwerkhaus gekauft hatten. Ein paar Wochen nach der Beurkundung tauchten die Fruchtkörper auf. Der Blick auf die Dielen unter dem Linoleum im Erdgeschoss zeigte, dass der Pilz sich nicht auf den Keller beschränkt hätte. Das Holz zeigte die typische Würfelfäule, obwohl es völlig trocken lag. Geh davon aus, dass eine Bekämpfung der Fruchtkörper nicht ausreicht. Einmal, weil es so ist wie Pablo und Christoph es beschrieben haben, zum Anderen, weil die winzigen Sporen überall sind. Spätestens wenn Sie Holz und Feuchtigkeit finden, werden sie Fuß fassen.


    Die Rhizomorphen, von denen geschrieben wurde, werden zentimeterdick und erinnern an Baumwurzeln, Sie können viel Wasser transportieren. Die Diagnose über den Umfang des Befalls kann Dir nur ein Gutachter stellen. Sämtliches befallene Holz muss ausgebaut und durch geeignetes Material ersetzt werden. Wichtig ist die Einschätzung, ob statisch wichtige Teile vom Pilz befallen sind.


    Falls es nicht möglich ist, die Ursachen der Feuchtigkeit, die ursprünglich zum Pilzbefall geführt haben, zu beseitigen, dürfen künftig keine Gegenstände aus Holz in den feuchten Räumen sein. Unser Haus z. B. ist Direkt in den Felsen gebaut. Eine Abdichtung ist kaum möglich und .die Kellerrückwand entsprechend immer feucht. In einer Wand half eine Injektage gegen die Feuchtigkeit, bei einer anderen leite ich das Wasser bei Schneeschmelze oder Gewitter mit einer Drainage ab, damit sich die Feuchtigkeit auf eine Wand beschränkt. Holz ist da für immer tabu.


    Mit dem Lüften ist es in Kellerräumen so eine Sache, da hierbei im Sommer wärmere Luft hineinkommt, die mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, als die kühle Kellerluft. Also frage am besten sehr bald einen Fachmann, was zu tun ist.