Beiträge von Wutzi

    Danke für den tollen Einblick, nun weiß ich, was ich nach dem Entfernen zurecht auf unserem Marmortisch feuerbestatte :thumbup:

    LG Sigi

    Hallo Sigi, als Nichtraucherin bevorzuge ich die Variante zerquetschen unter dem Nagel. Und ich gebe zu, dass ich das mit großer Inbrunst praktiziere. Leider geht einem hin und wieder doch mal so ein Tierchen durch die Lappen und dann wird's ärgerlich. Ich hatte irgendwann einmal verinnerlicht, dass man Zecken nicht herausdrehen solle, da sie kein Gewinde hättenn. Das mit dem Gewinde stimmt wohl, aber es gibt so winzige Plastikteile, die aussehen wie Miniatur-Kuhfüße aus dem Werkzugschuppen. Die schiebt man auf die Zecke und dreht sie mit ein paar Umdrehungen heraus. Das funktioniert viel besser als diverse Zeckenzangen, weil dabei der Kopf fast immer komplett mit herausgelöst wird. Vielleicht macht die Rotationsbewegung das Gewebe mürbe, so dass sich die Widerhaken besser lösen lassen. Wie auch immer. Auf alle Fälle kann ich die Teile empfehlen.

    Eine wirklich schöne Geschichte, Karl. Wenn Du der Erste bist, dem so ein Pilz auf vermeintlich ganz "normalem" Boden, kannst Du nicht vom Erfahrungsschatz Anderer zehren. Um so erstaunlicher, dass Manfred Meuser das Rätsel dennoch entschlüsseln konnte. Respekt! Aber jemand, der einen Bestimmungsschlüssel erstellen kann ist schon ein echter Profi und Spezialist.


    Hallo Claudia,

    Diese stinkenden Pilze zu essen, kostet einiges an Überwindung.

    mein Bruder hat es tatsächlich gemacht aber dessen Riechorgan funktioniert nicht richtig. Er dachte es wären junge Stadtchampis.


    VG Jörg

    Oh je, Jörg, dann hat er die vermutlich mutterseelenallein gegessen, der Arme! <X

    Danke Stefan, an den habe ich nicht geglaubt, weil hier keine Salzwiesen sind==Gnolm4

    Hallo

    Übel riecht auch der Übelriechende Champignon (Agaricus Maleolens). ^^

    Hallo Uwe, danke für den Vorschlag. Der stinkt zwar auch, aber wird nicht so gelborange.

    Hallo Nobi, das ist die Erklärung, na klar! Hier wird gesalzen, und wie! Jeden Winter. Ich hatte von dem Pilz schon gelesen, mich aber nie ernsthaft mit ihm beschäftigt, weil ich mit Salzwiesen nicht in Berührung komme. Was für ein Irrtum.

    Und sicher ist es schlau, wenn Du gelegentlich mal auf Deine Frau hörst, Nobi. Sach ich meinem Männe auch immer! Diese stinkenden Pilze zu essen, kostet einiges an Überwindung. Vielleicht ist es ja wie beim Mehlräsling, dass sich der Geruch verflüchtigt. Aber so was will ich nicht in meiner Küche. Never!

    Hallo zusammen,

    am Straßenrand entdeckte ich einen Champignon mit übelstem Geruch - irgendwie fischig - vergammelt. Erwartungsgemäß verfärbte er sich an der Stielbasis - aber nicht richtig gelb, sondern eher oranggelb, aber auch in der Pilzmitte. Nach wenigen Minuten änderte sich das Orangegelb in einen zunächst rötlichen, später in einen graurosa Farbton. Schaeffer negativ und KOH ebenfalls. Eigentlich dachte ich an Xanthodermatei-Sektion. Aber das passt nach der Reaktion nicht so richtig. Was habe ich da nur für einen Stinker eingesammelt?





    frisch angeschnitten



    Basis frisch angeschnitten, Anschnitt Innenseite nach ca. 5 Minuten


    KOH-Reaktion Ich sehe das eher nicht als gelbe Reaktion, oder?


    Schaeffer eindeutig negativ

    Ja, das letzte sind wohl die Caulos. Okay, also ich denke, es könnte sich um Inocybe soluta handeln. Eine Art des sauren Bodens mit Nadellbäumen. Die Sporen müssten allerdings im Durchschnitt klein, d.h. um 7 µm sein. Ist das so?

    Herzlich, Ditte

    Ich hab mal die Maße drangeschrieben. Ich weiß ab er nicht, ob mit oder ohne Höcker gemessen werden musst. Aber die Größe in etwa kommt wohl hin. Das wäre dann Inocybe soluta. Somit wären schon zwei, bzw. drei der vier identifiziert, wenn 6 und 7 dieselbe Art ist. Du bist genial, Ditte.


    Inocybe 6 und 7 scheinen mir dieselbe Art zu sein. Hier bitte ich dich die Caulozystiden ganz oben am Stiel zu untersuchen und ein paar Bilder zu posten. Könnte gut sein, dass sie aussehen, wie die auf dem Foto, das ich anhänge.

    Diese Fotos kann ich gleich noch zu Nummer 6 liefern. Leider musste ich die Messleiste im Bild abschneiden, weil die vom 40er Objektiv stammte und ich das nachträglich nicht ändern konnte.









    Von Inocybe 7 habe ich noch dieses Mikrofoto. Könnten das Caulozystiden sein?

    Liebe Ditte,

    hab vielen Dank für Deine Einschätzung. Ich werde versuchen umzusetzen, was Du vorgeschlagen hast. Das kann ein wenig dauern. Mit der Mikroskopie von Exikkaten habe ich keinerlei Erfahrung. Schön, dass Du ein Beispielbild angehängt hast von den Caulozystiden. Die hätte ich als solche nicht erkannt, sondern als irgendwie gequetschtes Trama interpretiert.

    Hallo Stefan, danke für den Hinweis zu den Fingerhüten. Einen hab ich gleich am Haus. Den habe ich mal beim Wegebau gerettet. Das ist allerdings nicht dieselbe Fundstelle wie auf dem Foto oben. Die kleinen Pilze bleiben vermutlich namenlos.





    Danke Werner, dann sind das sicher Pilze der seltenen Gattung Mycopus. Jetzt müssen wir nur noch warten, bis jemand einen Vorschlag für die Art hat==Gnolm7.


    Danke fürs Mitkommen, Jörg. Dass es keine Schmetterlinge Mehr bei Dir gibt, ist traurig. Fehlen die Wildblumen oder hast Du viel Landwirtschaft In Deiner Gegend?

    Hallo Matthias, danke für die Blumen, aber ich habe wegen der Fülle der Risspilze und meiner - sagen wir mal -kreativen Zettelwirtschaft und der dabei entstandenen Hektik viel verschusselt. Ich finde Deine Beiträge jeweils vorbildlich und verfolge sie neidvoll==Gnolm13, allerdings ohne irgendetwas beitragen zu können.
    Den Zapfensporigen Risspilze hatte ich zwar auf der Agenda, hab ihn aber verworfen, weil er auf kalkhaltigen Böden vorkommen soll. Hier bei mir ist alles quietschsauer. Der Weg erschien mir auch nicht gekalkt. Aber wer weiß, vielleicht kann der auch auf sauer.
    Es ist schon boshaft, dass die Risspilze alle gleichzeitig aufgetaucht sind und sich jetzt gar keiner mehr sehen lässt.

    Hallo zusammen,

    bei mir in der Gegend passiert pilztechnisch gerade nicht viel. Aber eigentlich ist die Bilanz bis jetzt doch gar nicht so schlecht. Nur leider vergesse ich das immer ziemlich schnell, wenn ich an den Täublings- und Wulstingsmumien vorbeilaufe. Ich habe einmal ein paar Fotos der letzten vier Wochen zusammengestellt. Wobei ich auf die die zahllosen Rüblinge, Risspilze, Täublinge und Schwindlinge verzichtet habe. Ich habe einfach ein paar Naturbilder gewählt, die mir gefallen.


    Haben alle ihre Nelkenschwindlingsbrille auf? Fein!



    Und dann fange ich gleich einmal mit diesem Fliegenpilz-indikatorpilz an. Das habe ich doch richtig verstanden heute, oder?



    Auf den Indikator folgt auch gleich der Gesuchte. Ein Königsfliegenpilz, in ziemlich unköniglichem Zustand. Den würde ich so nicht mehr verwenden==Gnolm22==Gnolm7.


    Und weil manchmal auch Beiträge wie dieser von schlauen Menschen gelesen wird, zur Abwechslung ein Rätzelpilz. Was kann das für ein Hellsporer sein?



    Mir ist der vorher noch nie über den Weg gelaufen. Sporenpulver cremeweiß.



    Und weil sie so schön sind, und es jetzt immer noch hunderte davon (allerdings in deutlich schlechterem Zustand) gibt, ein Schöner Fußröhrling auch Schönfußröhrling genannt.


    Auch Regen gab es hin und wieder - im Gegensatz zu den letzten beiden Sommern und dann zuverlässig auch meine Lieblings- Regenbegleiter.


    Ich durfte meinen ersten Erbsenstreuling bei einer Bekannten bewundern. Leider nicht selbst gefunden.


    Bei diesem hier musste ich an unsere künstlerisch begabten Geschwister denken. Die drei hier haben mich angeglotzt, hatte ich das Gefühl.


    Mein Lieblingshäckselhaufen hatte wieder einiges zu bieten. Tintenfische, viel früher als im letzten Jahr.


    Und einen weiteren stinkenden Fund - sogar einen persönlichen Erstfund (Perser) durfte ich machen: Hundsruten. Leider waren die schon nicht mehr so ganz taufrisch.


    Dann gab einen Pilz der nur auf den ersten Blick unbekannt schien. Es handelte sich schlicht und einfach um ein Breitblatt.


    Auch der Porphyrröhrling war schon am Start.


    Es gibt einen Standort an dem zahllose gelbe Fingerhüte wachsen. Die habe ich bislang nur sehr selten gesehen.


    Hier ein Bild vom Pilzspürhund im Kreise seiner Lieben, wenn er gerade nicht nach Pilzen spürt.


    Eine schicke Fliege, ausnahmsweise einmal nicht völlig unscharf.


    Es kreucht und fleucht gerade erfreulich viel. Und Stauden, wie die Witwenblume, die wild auf den Wiesen wachsen, erweisen sich auch im Garten als die besten Insektenmagneten.


    Stellvertretend für die zahllosen Käfer und Schmetterlinge hier ein Labkrautschwärmer.


    Nach den tierischen Eindrücken ein Blatt zum Abschluss. Einfach nur ein Blatt, aber die Natur hat sich so viel Mühe gegeben, es akkurat mit Stacheln zu besetzen, dass es lohnt, einmal genauer hinzuschauen.


    Danke fürs Mitkommen! Die Brille dürft Ihr wieder absetzen.

    Hallo Björn,

    in Dein Pilzkörbchen zu schauen ist sicher eine nicht alltägliche Erfahrung. Dass die Menschen da neugierig werden, kann ich gut verstehen.

    Die Frage klingt vielleicht blöd, aber die in Kongorot gefärbten Mikroaufnahmen von dem Schwärztäubling sind Bilder der HDS, richtig? Ich muss das endlich auch mal lernen. Ich sehe zwar nimmer irgendetwas unter dem Mikroskop, kann es aber schlecht einordnen.

    .

    Übrigens denke ich jedes Mal an Dich, wenn ich an meiner Forsythie und dem Giersch vorbeikomme und mich frage, ob das wohl Pilze sind an den Blättern. Wenn das mit den Großpilzen so mau bleibt, werde ich mir die wohl tatsächlich einmal anschauen.

    Falls du mit den "Profis" und der Verachtung Streiflinge als Speisepilze geschmackstechnisch meinst - Amanita crocea ist einer der besten Speisepilze, finde ich.

    Hallo Christoph,

    diese Erfahrung habe ich gerade gemacht. Eigentlich wollte ich gar keine Scheidenstreifling mehr mitnehmen. Ich hatte Orangebraune probiert und die haben muffig und unangenehm geschmeckt, selbst in unaufgeschirmtem, ganz frischen Zustand. Aber vor kurzem fand ich A. crocea und die gefielen mir optisch so gut, sodass ich ihnen noch einmal eine Chance gegeben habe. Sie waren vorzüglich. Jetzt werde ich die anderen hier vorkommenden Scheidenstreiflingsarten Pilz für Pilz testen. Vielleicht gibt es ja noch weitere Überraschungen.

    Hallo Kröti!

    ... und wiieee bitter der ist. Ich habe am Anfang meiner Pilzkarriere einen dieser Pilze zum Lendchen gebraten. Was bin ich froh, dass ich das Fleisch extra briet.

    Aner ein Stück probiert, den bitteren Geschmack hatte ich noch nach Stunden auf der Zunge und im Gaumen!

    Und ja, man könnte verzweifeln, wenn man etwas Schönes für die Pfanne sucht und nichts findet. Und dann stehen da die Radicanse massenweise madenfrei herum...

    Hallo Tuppie, den Wurzelnden Bitterröhrling hatte ich erst einmal in der Hand und nicht einmal selbst gefunden. Aber die Geschichte funktioniert auch mit dem Schönfußröhrling sehr gut. Der wächst hier auch als Einziger massenhaft, wenn bei allen anderen Sendepause ist.

    Hallo Stefan,

    ich hab mich zumindest bemüht==Gnolm4. Aber mir ist aufgefallen, dass immer dann, wenn ich welche vermutet hatte, keine da waren. Bei Nummer 8 hatte ich keine Kaulozystiden entdeckt. Allerdings ist bei mir auch präparationstechnisch noch jede Menge Luft nach oben. Die Höckersporer finde ich zumindest ansatzweise unterscheidbar. Bei den ovalen weiß ich nicht mal, wo ich anfangen sollt. Die Vielfalt ist einfachunüberschaubar.

    Vielleicht ist das ein östliches Phänomen, Jörg. Aber es gibt Ersatz: Jede Menge Gifthäublinge, das Vorkommen dieser Pilze nimmt in meiner Gegend von Jahr zu Jahr zu. Daran kann man sich ebensogut vergiften, man muss nur genug essen==Gnolm9... .

    Hallo zusammen und hoffentlich vor allem, liebe Ditte ==Gnolm7,


    hier noch ein paar von den gesammelten und unprofessionell untersuchten Risspilzen. Auf Namensvorschläge verzichte ich besser, da ich ohnehin regelmäßig daneben liege.


    Inocybe 5


    Den fand ich am Wegrand, Begleitbäume waren Fichten und wenige kleinere Birken. Spermatischer Geruch. Hut 3,5 cm Durchmesser.











    Inocybe 6

    habe ich an einer Böschung unter Fichten und Buchen - Birken weiter entfernt - gefunden.










    Inocybe 7 entdeckte ich im Quellmoorgebiet des Hausbachs.












    Inocybe 8

    wuchs wieder einmal an einer Böschung unter Fichten und Buchen. die Stielbasis war ausnahmsweise einmal intakt und kräftig weiß bereift. Hier habe ich zunächst in Kongorot, dann in Wasser mikroskopiert. Eigentlich reicht Wasser aus, finde ich.



















    Die Risspilze wuchsen alle zur selben Zeit und ich habe den Fehler gemacht, alle bestimmen zu wollen. Herausgekommen ist Murks. Aber vielleicht lässt sich anhand der dürren Informationen doch zu dem Einen oder dem Anderen etwas sagen.


    Hallo Jörg, bei mir war es auch das rechte Knie und die Diagnose lautete zuerst auch Kreuzbandriss. Am Ende war „nur“ der Innenmeniskus gerissen und ein Teil davon hatte sich unter die Kniescheibe abgesetzt. Fünf Tage nachdem das Stück entfernt war, konnte ich wieder ohne Krücken laufen. Das musste zwar auch repariert werden, aber der Aufwand hielt sich in Grenzen. Vielleicht hast Du Glück und das Knie kommt mit einem kleinen Eingriff wieder ins Lot. Ich wünsch Dir das sehr!

    Hallo liebe unerschütterliche Forianer,

    richtig, bis Mitternacht ist es noch etwas hin, aber ich stelle jetzt trotzdem einmal die gruseligen Beißwerkzeuge einer Zecke vor.

    Normalerweise kommt frau ja nicht auf die Idee so perverse Tierversuche zu machen. Aber das Tierlein hatte sein Leben ohnehin verwirkt, da es sich am Hund zu schaffen machen wollte - und das Enkelkind wollte gern einmal sehen, warum die Biester sich so gut festhalten können. Es war also mausetot und wir haben einmal mit den scharfen Augen nachgesehen, womit sich Zecken in die Weichteile ihrer Opfer bohren. Hier ist das Ergebnis:



    Und weil es so schön ist, noch einmal in richtig groß:



    Kein Wunder also, dass die Dinger so schwer rausgehen. Und: nein, man muss sie auch in tausendfacher Vergrößerung nicht mögen.


    Ihr solltet jetzt noch einen schönen Film oder Orchideenbilder gucken. Dann schlaft ihr bestimmt besser==Gnolm7.

    Hallo Timon,

    Täublinge bestimmen ist was für echte Profis, finde ich.

    Wenn Du Dir sicher bist einen Täubling gefunden zu haben ist die Täublingsregel sinnvoll, um zu wissen, ob der essbar ist oder nicht. Kennst du die?