Beiträge von Wutzi

    Also so schlimm glupschig wie das Kuhmaul empfand ich die Mehlräslinge nicht. Ich fand die besser als erwartet. Allerdings hatte ich auch ziemlich niedrige Erwartungen. Im Mischgericht ist er ganz ok für mich.

    Hallo Verena, das kenne ich von Kitschblumen. Die sind mit irgendeinem Farbstoff gefärbt. Vielleicht gibts bei Dir Kobaltblau im Boden==Gnolm13

    Oder die Schmierer sind da alle besoffen ==Gnolm4

    Oh weh. Da sollte man unbedingt ein Schild aufstellen, nicht dass versehentlich ein trockener Alkoholiker diese Pilze verspeist und anschließend rückfällig wird.

    Hallo Matthias,


    schöne Funde hast Du da gemacht aber da Du Murph mit Blaubeeren verwechselst rate ich Dir schnellstens zu einem Augenarzt zu gehen. Ich sehe da nicht einmal in der Blaufärbung eine Ähnlichkeit zu unserem Alien.


    VG Jörg

    Ach was, Jörg. Du weißt doch gar nicht, was Matthias sonst noch so an Pilzen gefunden und gegessen hat. Oder glaubst Du etwa, er zeigt uns alle seine Funde? Das wird schon wieder.

    Hallo Erwin, eine klasse Dokumentation. Meist sieht man die kleinen Schleimer zu früh oder zu spät und nur selten kann man beobachten, wie sie sich entwickeln. Danke fürs Dokumentieren und Zeigen.

    Hallo Ice, so mit Sporenpulver wird das nichts. Aber wenn Du z.B. Saprobionten - das sind Pilze, die sich von totem Holz oder anderen Pflanzenteilen mit dem entsprechenden Holz ernähren- eingräbst, ist es durchaus möglich, dass die auch im Folgejahr Fruchtkörper bilden. Sie können das tun, bis ihr Substrat aufgebraucht ist. Können! - müssen tun sie es nicht. Austernseitlinge sind einen Versuch wert.

    Wenn Du Mykorhizzapilze einbuddelst wirst Du nur Erfolg haben, wenn Du den dazugehörigen Baum mit eingräbst==Gnolm13. Das dürfte ein wenig schwierig werden. Wenn Du allerdings eine große Fichte, Buche oder Eiche oder einen anderen Baum im Garten hast und die richtigen Pilzsporen einbringst, kann das in Einzelfällen vielleicht funktionieren. Die Natur macht es ja so ähnlich.

    Also, wenn Du Erfolg haben möchtest, musst Du die richtigen Gattungen auswählen und ausreichend große Baum- oder Aststücke mitnehmen oder die passenden Mykorhizzapartner-Bäume auf dem Hof haben. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Ansonsten würde ich zum Fichten-Steinpilze sammeln nicht mehr das Grundstück verlassen müssen==Gnolm7. Fichten stehen bei mir nämlich jede Menge herum.

    Hallo Karl,

    schon wieder so eine Bilderbuch-Pilzstory. Das ist ja irre, was Ihr an Röhrlingen entdeckt habt. Die meisten kenne ich nur von Bildern und den Glattstieligen überhaupt nicht. Die kleine Netzhexe hätte ich nicht als solche erkannt. Da hätte ich wohl einen zu blass geratenen Flocke vermutet. Danke, dass Du uns teilhaben lässt.

    Hallo Wolfgang,


    herzlich Willkommen auch von mir. Wenn Du einen Pilz nicht kennst, den andere schon 1000 mal gesehen haben und leicht bestimmen können, ist da nichts Triviales dabei. Schön wäre nur, wenn Du den Pilz möglichst genau beschreibst und von allen Seiten mit Schnittbild fotografierst - ohne vorher Teile wegzuschnippeln. Je detaillierter die Anfrage, desto konkreter die Antwort.

    Piesau liegt drei Dörfer weiter, aber etwas höher. Da gab im vorletzten Jahr einen heftigen Waldbrand. Aber wie fast alles hatte der auch sein gutes: Brandstellenbecher.


    Letztes Jahr hatte ich übrigens einen schicken Frauenmantelpilz. Da wollen wir mal hoffen, dass der keinem seltenen Pflanzen-exemplar zugesetzt hat.




    Trachyspora intrusa

    Hallo Eule,

    ja schade, dass Du zu spät gekommen bist. Aber hättest Du von diesem Standort so dicht an der Straße auch Erdbeeren geerntet und mit Appetit verspeist?

    Hallo Mikromeister,


    vielen Dank für Deine Empfehlung. Eine gute Pinzette ist Gold wert und ich werde mir sicher so ein nadelspitzes Teil anschaffen. Allerdings nicht zur Entfernung von Zecken sondern von anderen winzigen spitzen Teilchen - von Kaktusstacheln bis Glassplittern.


    Mein Problem beim Zeckenziehen nicht das Greifen des Zeckentiers direkt hinter dem Kopf sondern die Technik beim Herausziehen. Du musst wirklich konzentriert gleichmäßig ziehen und darfst dabei nicht zu fest zudrücken und der Hund muss still halten. Sonst reißt Du der Zecke eben doch auch mal die Beißwerkzeuge ab. Hinzu kommt, dass ich als Grobmotorikerin mit so einem spitzen Werkzeug auch leicht einmal den zappelnden Hund piekse, was dessen Neigung sich "operieren" zu lassen nicht unbedingt erhöht.

    Für mich sind die kleinen Kuhfüße mittlerweile eine echte Alternative zur Pinzette. Drauf gekommen bin ich übrigens erst, weil meine Tierärztin die benutzt hat. Allerdings gibt es verschiedene Größen und in den allermeisten Fällen ist nur das kleinere Werkzeug geeignet.

    Hier mal ein Größenvergleich:

    Hallo Nobi, die Frage keimte auch in mir. Aber ich nahm an, dass Frauenmantel an sich ja ein ganz profanes Pflänzchen ist. Nun lerne ich gerade, dass es es ca. 1000 Arten geben soll, darunter auch recht seltene. Was tun sich hier jeden Tag für neue Wissenslücken auf!


    Rico hat viele entdeckt, aber von den seltenen, die er finden wollte, nur wenig. Diese aber hat er dokumentiert.

    Zitat

    ...und im Hohen Thüringer Schiefergebirge.

    Und dann lese ich von Dir Stefan, dass es quasi bei mir um die Ecke eine seltene Art geben soll. Da wird mein Mann noch mehr Spaß haben, weil ich nicht nur bei Blumen, Käfern, Pilzen und Steinen stehenbleibe und fotografiere, sondern auch noch bei den zahlreichen Frauenmänteln in der Region.

    Hallo Karl, die von Dir gezeigte Täublingsvielfalt habe ich mit sehr gemischten Gefühlen angeschaut. Einerseits sind das phänomenale Funde, die hätte ich auch ganz gern gehabt. Andererseits bin ich froh, dass mir dieseTäublingsvielfalt erspart geblieben ist, Weil ich keine Namen für die Täublinge gehabt hätte, wäre ich wieder einmal überfordert und frustriert gewesen. Ich habe wieder viel gelernt!

    Hallo zusammen,

    außer dem einsamen Rotfuß vor meinem Küchenfenster wächst gerade nichts Pilziges im herkömmlichen Sinne. Also hab ich mir einmal die Mehltaue und was da sonst noch so im Garten wuchs angeschaut. Spektakulär war das alles nicht, aber interessant und die Lupine hatte sogar richtig hübsche Beläge. Hier ist die Ausbeute:

    Ich beginne einmal mit dem Giersch:


    Der sieht fast wie eine Variegata-Form aus. Aber durch die Stereo-Lupe sind Beläge zu erkennen, die ich für falschen Giersch-Mehltau Plasmopara nivea halte.


    Etliche Frauenmantel-Blätter sind grau bereift - Trockenstress.



    Vermutlich handelt es sich um Echten Frauenmantel-Mehltau Podosphaera aphanis


    Meine Forsythie macht seit letztem Jahr komische Blätter.



    Unter der Lupe sehen die so aus.

    Einen Pilz konnte ich dem Schadensbild nicht zuordnen. Schade. Vielleicht hat ein Pflanzenkrankheitsauskenner eine Idee.


    Die Lupinen am Waldrand sind richtig übel dran. Da ist es knochentrocken und entsprechenden Stress haben sie.

    Diese Beläge fand ich spannend.


    Neben dem Echten Lupinenmehltau Erisyphe Intermedia fand ich unter der Lupe gelbe punktförmige Strukturen, die ich mir genauer ansah.


    Die sahen dann unter den scharfen Augen so aus. Hier habe ich ebenfalls keine Idee, worum es sich handeln könnte. Über Sachen dienliche Hinweise würde ich mich freuen.




    Ach so, kleine Becherchen gab auch noch. Aber die kommen einen anderen Tag unter die Lupe. Ich hab sie leider vertrocknen lassen.


    Und hier ein Suchbild mit dem einzigen Pilz mit Hut und Stiel weit und breit.


    Na gut, hier etwas größer. Es lohnt sich doch immer, einen unaufgeräumten Garten zu haben.

    Japp. Stäublingsschleimpilz trifft es. Alienkotze kenne ich übrigens noch nicht, während ich schon eigene Sternenrotz-Erfahrungen machen durfte==Gnolm7.

    Hallo Sabine,

    meine Erfahrungen beschränken sich auf das eine Exemplar. Farblich sah mein Pilz im Schnittbild ähnlich aus, allerdings hatte meiner nicht einmal den Ansatz einer Knolle. Im Gegenteil. die Basis war eher leicht zugespitzt. Mal sehen, ob hier in diesen Beitrag noch einmal die Experten reinschauen. Eigentlich ist der Thread ja durch. Falls es keine Antwort gibt, solltest Du einen eigenen Beitrag schreiben. Da bekommst Du dann sicher eine zielführende Antwort.

    Nun ja, sehr wundert mich das nicht, bei meinen Pilzuntersuchungskünsten, liebe Ditte. Aber immerhin, das Lob von dir tut gut. Danke! Dann schicke ich Dir mal ein XXL-Paket mit Trockenrisspilz. Und wenn Du die oder auch nur eins der Risspilzrätsel lösen konntest, machen wir hier weiter bzw. ich denke mir auf der Basis des dann vorhandenen Herrschaftswissens ein unlösbares Pilsrätzel (oder umgekehrt) für die Rätzelbande hier im Forum aus==Gnolm7. Nein, so fies bin ich denn doch nicht. Das war ein Scherz==Gnolm13.

    Liebe Ditte, Hausaufgaben sind erledigt. Ich habe von Nummer 8 noch ein paar Zystiden fotografiert und die Sporen vermessen. Die Zystiden hatten unterschiedliche Formen, das war mir beim ersten Mal durch die Lappen gegangen. Am Stiel habe ich nichts Auffälliges in Richtung Cauloystiden gefunden. Schau selbst, die beiden von der Spitze und der Basis waren die einzigen mit etwas abweichenden Strukturen.


    Stielbasis


    Stielspitze: hier vermute ich, dass ich ein Stück von der Lamelle mit erwischt hatte


    Die längliche Zystide mit dem Kristallschopf ist bei der ersten Mikroskopie unbemerkt geblieben


    Die meisten Zystiden sehen aus, wie Luftballons




    Hier bin ich nicht sicher, ob es sich bei den länglichen Zellen im unteren Bildteil auch um Zystiden handelt



    Stielbasis


    Sporen zwischen 8 und 11