Beiträge von Wutzi

    Hallo Lukas, sehr viele Täublinge bekommst Du nur mit zu dem von Stefan aufgezählten Aufwand heraus. Natürlich kannst Du ein paar Dutzend Auchso bestimmen. Wieseltäubling, die Graustieltäublinge, Zinnobertäubling, Ledertäublinge, Grasgrüne, Speise-, Zinnober- und etliche andere bekommst Du mit etwas Erfahrung bestimmt. Aber wenn ich auf Exkursionen mit Fachleuten unterwegs bin, wandern etliche ins Döschen um sie zu Hause mit Chemie oder aufgrund ihrer Reaktion auf Phenol, KOH und Guajak zu untersuchen.

    Guten Morgen zurück, Liebe Ditte==Gnolm13, schon zurück?

    I. lacera hatte ich jetzt schon ein paarmal, aber ich fand die Sporen irgendwie anderes proportioniert (nicht ganz so lang). Verzwickte Gattung. Die letzten beiden sind dieselbe Art. Ich mach jetzt nur noch von einem Pilz Bilder und Präparate, sonst gibts Kuddelmuddel. Die Vergrößerung ist aber nur vierhundertfach auf den Bildern. Vielleicht macht das den Unterschied.

    Stark Emil, und dann gleich so schöne Exemplare. Das zeigt wieder einmal, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf. Aber bis die hier am Thüringischen Kältepol angekommen sind, wird's wohl noch dauern.

    Hallo Lukas, mit Täubling liegst Du richtig. Die brüchigen Lamellen und überhaupt der Habitus verrät ihn. Bei Täublingen sind die Zellen rund im Gegensatz zu anderen Pilzen. Deshalb brechen die auch im Fleisch und den Stielen so knackig durch. Da gibts nichts Zähes und Faseriges. Deshalb heißen die auch Sprödblättler. Wenn Du Dir in der Gattung sicher bist, ist eine kleine Kostprobe unbedenklich, wenn Du sie wieder ausspuckst. Im schlimmsten Fall brennt der Mund bzw. die Zunge ist kurzzeitig etwas taub==Gnolm7 oder Du schmeckst eine Weile nichts weil alles bitter oder scharf ist==Gnolm13. Geht aber in der Regel rasch vorbei und Du hast etwas Wichtiges über die Art gelernt. Wenn das alles nämlich nicht auftritt ist der Täubling essbar (gilt nur für Täublinge und Milchlinge!). Anfangs ist zur Sicherheit der Weg zur Pilzberatung zu empfehlen. Es gibt recht schmackhafte Arten in der Gattung und ich mag sie ganz gerne, weil sie nicht schleimen.

    Zu der Art kann ich Dir nichts sagen. Ich stehe mit der Artbestimmung auf Kriegsfuß, weil die ziemlich kompliziert ist und die Farben oft trügerisch sind. Wenn Du sicher gehen willst, brauchst Du bei den meisten Arten ein Mikroskop und/ oder Chemie.

    Hallo Experten, ich bin wieder einmal am Ende meines Lateins. vielleicht kann mir wieder jemand weiterhelfen bei der Bestimmung dieser kleinen Risspilze.


    Inocybe gefunden am 8.9.2020


    450 m ü. NN

    extensiv bewirtschaftete Bergwiese


    Geruch spermatisch


    2,5 cm Hutdurchmesser radialfaserig feinfilzig beige-

    braun, cremefarbig überfasert, später mittel und dunkelbraun fleckig, mittig dunklerer kleiner Höcker


    Stiel 6 cm hellbraun cremefarben überfasert, Stielbasis weiß


    Lamellen cremefarben untermischt







    Mikromerkmale


    Vielgestaltige Zystiden z.T. Kristallschöpfe, ovale Sporen

















    Danke schon einmal vorab.

    ".....Brandmäuse unter Naturschutz stehen....."

    .....das stimmt aber nicht.

    Hast Recht. Komisch. Das hatte ich noch aus Ostzeiten in Erinnerung. Da hat uns die Katze nachts eine Brandmaus ins Schlafzimmer geschleppt und wir mussten die Katze Wegsperren um die Maus (lebend) zu fangen und wieder auszusetzen. Vielleicht waren die früher weniger verbreitet. Ich hatte das in einem Buch gelesen. Google gab noch nicht.

    Danke Schupfi und Raphael, das passt!

    Ich habe gleich noch die Sporen angesehen. So richtig kann ich nicht erkennen, dass sie warzig sind, aber vermuten kann man das schon und amyloid. Darüber hab ich nichts gefunden, aber es scheint so unter Melzers. Und die Zystiden passen, auch die Sporengröße, na ja und der Name ist Programm. Steifstieliger Weichritterling. Genau so war der Eindruck. Jetzt kenne ich wieder eine neue Pilzart. Klasse!

    Hallo zusammen, bei diesem stattlichen weißen Pilz, den ich auf einer extensiv bewirtschafteten Weide fand, brauche ich Eure Hilfe. Ich halte das für einen Trichterling und finde nichts Passendes. Vielleicht bin ich in der ganz falschen Gattung.

    Danke schon einmal für Eure Hilfe.


    50m ü.NN

    Boden sauer

    Geruch schwach nach Rettich

    Makromerkmale:,

    Hut: Durchmesser 8 cm Hutoberfläche glatt seidig beige, Trichterförmig mit etwas dunklerem Buckel in der Mitte

    Lamellen sehr dicht stehend, rein weiß, untermischt, mit Zahn angewachsen

    Stiel 12 cm, rein weiß, glatt, hohl, faserig

    Basis leicht verdickt





    Mikromerkmale:

    auffällige Cheilozystiden, z.T . mit Kristallschopf

    Sporen oval



    Sehr schön. Deine Katze weiß, dass Brandmäuse unter Naturschutz stehen und unterbindet die Jagd durch Fremdkatzen. Das ist vorbildlich😂

    ...und wenn er dann aber einer FK der Wulstlinge erwischt hat, befindet er sich laut Dir in Lebensgefahr.

    Hallo Mischa, kannst Du bitte belegen, wann ich die Aussage getroffen haben soll, dass er sich „in Lebensgefahr„ befindet? Wir wollen doch bitte sachlich bleiben.
    Ich sprach von der Blutveränderung Bei einem Mädchen aufgrund einer Lamelle im Mund und Allgemein von (gesundheitlichen) Risiken wegen der Resorption gefährlicher Giftstoffe über die Mundschleimhaut. Man muss sich deshalb nicht in Lebensgefahr begeben.

    Noch einmal: es gibt keinen vernünftigen Grund das zu tun.

    Es wäre zwar nicht die Feine Englische, aber man kann auch so phälen, dass die Konkurrenten absichtlich von der richtigen Lösung weggeführt werden. Sicher nicht bei dir - aber theoretisch wäre es möglich.

    Hallo Oehrling. Stimmt. Theoretisch. Aber wenn so ein Phal von mir käme, würde das niemanden beeindrucken bzw. beeinflussen😩, leider. Insofern hab ich auf diese Weise leider keinen Vorteil und probiere es gar nicht erst==19.

    Mal Hand aufs Herz! Gehen alle hier im Forum mit der Waage in den Wald? Auch hier wurden, über die Jahre, schon mächtige Strecken gelegt. Der Magen hat schon immer die Vernunft besiegt. In Ländern, wo der Handel mit gesammelten Pilzen erlaubt ist, dürfte es ja gar keine Pfifferlinge, Steinpilze etc. mehr geben.

    Nö Bibliothekar. Das tut wohl niemand. Aber mich ärgert es auch, wenn Leute zu faul sind zum Laufen und mit dem Quad und Wäschekorb in den Wald fahren und den (armen) Hund an der Seite mitlaufen lassen - Sonntag so gesehen. Ich glaube auch nicht, dass es den Pilzen etwas ausmacht, wenn bei starkem Fruchtkörperaufkommen mehr Exemplare geerntet werden als sonst. Aber das hirnlose Herausreißen, bei dem der Boden mit aufbricht, das Fahren mit dem Auto in den Wald hinein ärgert mich. Die Gier und das Raffen von Pilzen mit Dreck und Maden, Hauptsache große Beute machen, sind mir ein Gräuel.

    ....Wir diskutieren hier also nicht die Gruppe Amanita, sondern Perle versus Panther....

    Hallo Mischa, eben nicht. Wir diskutieren Kostproben. Hier von Amaniten. Und es lesen hier Menschen mit umfangreichem Wissen und es lesen Laien. Und Laien verwechseln nun einmal Rauköpfe mit Pfifferlingen und Laien kennen auch keine Pilzgattungen. Insofern macht es durchaus Sinn, die Risiken von Kostversuchen aufzuzeigen, insbesondere dann, wenn sie nicht zur Wahrheitsfindung beitragen, ob z.B. ein Sprödblättler aufgrund von Bitterkeit oder Schärfe essbar ist, ober ob es sich um das Erkennen eines Gallenröhrlings handelt.

    Zum anderen unterscheiden sich Amaniten geschmacklich nicht so eindeutig - durch Bitterkeit oder Schärfe wie z.B. die Täublinge. Wer Perlpilze nicht anhand der äußeren Merkmale zweifelsfrei erkennen kann, soll sie stehen lassen. Punkt.


    Marcel hat gefragt, ob der die Geschmacksprobe künftig lassen so. Das ist eine gute Frage und sie verdient ein eindeutiges Ja als Antwort.


    Ich weiß nicht, ob ich durch die Pilzprüfung gerauscht wäre, wenn sie als Prüfungsfrage gestellt worden wäre und ich mit nein geantwortet hätte. Ich vermute es allerdings schon. So eine Frage stellen nur Menschen, die sich nicht sicher sind bei der Bestimmung von Amaniten und die sollen sie halt auch nicht in den Mund nehmen, weil die Risiken der Resorption von gefährlichen Giftstoffen über die Mundschleimhaut gegeben ist, wenn versehentlich ein z.B ein Grüner oder Weißer Knollenblätterpilz probiert wird.

    Hier bei uns ja leider nicht, Tuppie, aber im wärmeverwöhnten Süden des Landes soll er schon beobachtet worden sein.