Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Christian,

    fuliginosa wurde in der Vergangenheit unterschiedlich interpretiert. Vellinga hat eine Zeitlang den Pilz so bezeichnet, der heute rhodosperma heißt.


    Inzwischen wurde fuliginosa neu typisiert und bezeichnet eine graue Form von procera aus Süditalien.


    Daher ist dieser Name nur in Verbindung mit dem verwenden Schlüssel sinnvoll.


    Da Dein Fund offensichtlich in keine Schublade passt (auch nicht rhodosperma), bleibt nur sequenzieren oder namenlos wegwerfen.

    Gruß,

    Wolfgang

    Hi Christian,

    ich bin mir unsicher, würde aber am ehesten auf den Jungfernschirmling (Leucoagaricus nympharum) tippen.


    Muss man vielleicht doch mal 'reinmikroskopieren...


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo,

    der Hautkopf sieht recht spannend aus.

    cinnamomeus würde ich ausschließen, weil die Lamellen orange sein müssen. Dies ist ein Pilz mit gelben Lamellen.


    cinnamomeolutea ist insgesamt blaß und ohne rote Pigmente.


    Dieser Pilz ist ausgezeichnet durch ein ausgeprägtes rotes Gesamtvelum. Zusammen mit den gelben Lamellen kenne ich da nur uliginosus. Allerdings ist mir uliginosus bisher immer nur in Verbindung mit Sphagnum-Moos begegnet.

    Da hilft nur mikroskopieren und sequenzieren.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Bernd,

    ich hab' das Heft bei mir im Schank stehen, aber vor der DGfM-Tagung keine Zeit, die 100 Seiten zu kopieren.


    wenn Du (a) Geduld hast oder (b) ein Einschreiben entgegennimmst und binnen ein paar Wochen danach wieder auf die Post bringst, lässt sich da was machen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Ich würde letzteres vermuten, aber eigentlich sind doch beides aufrecht stehende Zellen?

    Hi Schupfi,

    das ist wie bei Menschen: wenn die Haare zu lang werden, stehen sie nicht mehr senkrecht ab, sondern legen sich, von der Schwerkraft getrieben, an den Kopf an.


    Ein Hymeniderm hätte eine Lage an eiförmigen oder keuligen Zellen, dicht an dicht.


    Gruß,



    Wolfgang

    Hallo Thiemo,

    es ist schon ein paar Jahre her, seit ich venetus gesehen habe, aber m.E. ist das was Du zeigst kein Raukopf.

    Der Stiel ist zu dick und zu weiß.

    Die kugeligen Sporen sind in der Gattung aber selten, daher könnte es sein, dass Dein Pilz hier einen Namen bekommt. Ich kenne runde Sporen nur aus dem anomalus-Aggregat, aber dafür sind die Lamellen zu grün.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo,

    bresadolae müsste röten, und hat nicht so ausgeprägtes Velum. Mir ging splendens durch den Kopf, aber vielleicht warten wir auf einen mit mehr Gattungserfahrung?


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Schupfi,

    ein Feuerwerk an interessanten Funden!


    2. Entoloma undatum ist wahrscheinlich, die Sporen sind länglich knotig, Zystiden fehlen, Schnallen vorhanden und das Pigment in der Huthaut grob inkrustierend.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo,


    das Stinken kommt vom Alter - diese Pilze befinden sich in Zersetzung.


    Ob der Pilz aus der Parasol-Verwandschaft (Gattung Macrolepiota) oder ein Safranschirmling (Gattung Chlorophyllum) ist, würde man am leichtesten an einem Schnittbild sehen, denn Safranschirmlinge verfärben sich safran (-rot, -orange, -braun) im Fleisch.


    Hier können aber auch aufgrund der Natterung am Stiel die Safranschirmlinge ausgeschlossen werden.



    Gruß,

    Wolfgang

    Bei einer so deutlich gerandeten Knolle müsste man auch den Gift-Safranschirmling (Chlorophyllum brunneum) in Betracht ziehen.

    Der ist vom Gewöhnlichen Safranschirmling (Chlorophyllum rhacodes) für Anfänger nicht zu unterscheiden.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Bernd,

    den Ausführungen von Ingo habe ich wenig hinzuzufügen - ohne Mikros an untypisch ausgeblichenen Fruchtkörpern herumzurätseln ist Zeitverschwendung.


    Die wissenschaftlichen Artnamen einiger Keulen sind aber in der Tat irreführend, so heißt die strohblasse Keule amoenicolor, während die aprikosenfarbene luteoalba heißt. Frag nicht, ist halt so, ich hätte es auch nicht so geplant. Tatsächlich ist die Originalbeschreibung von amoenicolor eine knallrote Form aus Kuba (ob das wirklich das gleiche ist??), und die Typuskollektion von luteoalba hat anscheinend an den Spitzen Frost abbekommen. Danach sind alle gelben Arten an der Spitze weiß, aber man kann ja deshalb nicht alle luteoalba nennen :)

    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo an alle,

    der Vermutung luteoalba würde ich mich anschließen.

    Die Art hat mikroskopisch nicht nur gut kenntliche Sporen, sondern auch eine andere Pigmentierung als andere Keulchen, nämlich in Form von Tröpfchen in der Trama, während die Basidien ungefärbt sind. Alle anderen Arten, die ich schon unter dem Mikro hatte, waren einheitlich pigmentiert.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Bernd,


    10 müsste Entoloma griseocyaneum sein und bei 12 ist E. serrulatum ein sehr, sehr guter Kandidat.


    Bei 4 sehe ich wie Karl Gelbtöne, was Deine Bestimmung ausschließt und eine mikroskopische Untersuchung erforderlich macht.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Ingo,

    ich habe gerade eine ganz ähnliche Kollektion hier liegen, die noch keinen Namen hat, und auch der letzthin diskutierte Fund von Wutzi hat ja Ähnlichkeiten.


    Ich bin nicht besonders überzeugt davon, dass eine serrulatum-Schneide immer eine taxonomischen Relevanz hat, denn fast alle Cyanula neigen dazu, dass die Huthaut aus der Lamellenschneide auswächst, so wie man das auch z.B. von Russula olivacea kennt. Bei manchen Arten wie serrulatum ist das ein recht konstantes Merkmal, bei anderen ist es variabel.


    Ich denke, diese Funde müssen dringend sequenziert werden, damit man erstmal herausfindet, um wieviele Arten es geht, und dann welche Merkmale konstant und welche variabel sind. M. E. gibt es im corvinum-Aggregat noch mindestens eine unbeschriebene Art (wobei Noordeloos die violaceoserrulatum ja in's serrulatum-Aggregat gesteckt hat).


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Claudia,

    Mit dem neuen Bild von 1a "im rechten Licht" würde ich meinen Tipp chalybaeum auch zurückziehen.

    Allerdings sieht der Hut (vom kleinen Rand auf dem Foto) jetzt eher dunkelbraun und nicht schwarzblau aus??? Das wäre für eine Bestimmung nach aktuellen Schlüsseln schon sehr wichtig, denn einen schwarzbraunen Hut könnte auch z.B. anatinum haben.


    Man sieht es wieder: die "Blauen" (Sektion Cyanula) haben es in sich! Da ist auch noch viel Bewegung drin, insofern würde eine Seqenzierung vermutlich Noordeloos freuen, aber Dir aktuell nicht viel helfen, weil viele Vergleichssequenzen in der Datenbank falsch bestimmt sind.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wutzi,

    schöne Wiese! Der erste Fruchtkörper sollte E. chalybaeum sein. Ob der 2. Schwarze das gleiche ist oder etwa E. corvinum, weiß ich nicht. Der weiße Pilz mit Ritterlingshabitus könnte auch ein Rötling sein, nämlich E. prunuloides, aber da sollte man kurz die Sporen checken, um nicht total daneben zu liegen.

    Der Rötling mit dem trichterigen Hut wird, wie Du vermutest, wohl namenlos bleiben.


    Gruß,

    Wolfgang