Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo an alle,

    ich sehe bei beiden Exemplaren keinen fundamentalen Unterschied bei der Stiel-Natterung.


    Ja, bei der Huthaut schon, aber da ist die procera-Gruppe variabel.


    Wäre interessant zu sehen, ob beide die gleiche Spp-Farbe haben, wobei es auch hier innerhalb einer Art Variation geben kann.


    Da ich beide zu einer Art zählen würde, wollte ich 'die' schreiben.


    M. rhodosperma könnte man genetisch an der ITS erkennen, wenn also jemand 20 Eur sinnvoll anlegen will, sollte man solche Fälle sequenzieren.



    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    typische rhodosperma haben einen feiner genatterten Stiel, und einen Verbreitungsschwerpunkt im Wald.


    Ich hätte die noch in die procera-Gruppe einsortiert, die sich derzeit noch einer feineren Artaufteilung entzieht.


    Kleinere Exemplare gibt's immer mal.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Schupfi,


    nenn' es conica agg., denn auch hinter dieser sehr variablen Sammelart verbergen sich wohl mehrere genetische Arten.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Florian,


    einen Überblick über die Verbreitung findest Du auf Pilze Deutschland von der DGfM:


    Verbreitung Geastrum coronatum Pers. 1801


    G. Coronatum ist in den trockneren Regionen (Ostdeutschland, Rheinebene) nicht selten.


    Vom Aussterben bedroht schon gleich gar nicht, sondern wird eher zu den Gewinnern des Klimawandels gehören, wenn sich weite Teile des Landes in eine Steppe verwandeln.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Florian,


    Ich halte Deine 3 Bestimmungen für plausibel.


    Allgemein ich die Bestimmung etwas älterer Erdsterne leichter, wenn die fleischige Schicht schon verwittert ist. Oft muss man auch einen mit nach Hause nehmen und gucken, ob er sich beim Trocknen wieder schließt. Fotobestimmung also auch hier im Allgemeinen nicht aussagekräftig.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Timm,

    ja, ein Helmling, und ein wunderhübsches Foto.


    Für eine Bestimmung würden schnöde Dokumentations-Fotos aber mehr helfen, wenn man z.B. sehen kann, wie der Lamellenansatz und die Stielbasis ist und ob die Lamellen gefärbte Schneiden haben.


    Oft wird man bei Helmlingen aber Mikros benötigen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Andreas,


    über Deutsche Namen zu streiten, ist vermutlich etwas fruchtlos, weil die nicht normiert sind, also darf sie jeder nennen wie er oder sie will. Ich beziehe mich z.B. auf die Großpilze BaWü.


    Was als "gemein" im Sinne von "gewöhnlich" verstanden wird, ist aber in diesem Fall aber definitiv regional unterschiedlich. Wie geschrieben, halten Pilzsammler der Bergnadelwälder C.olivieri für den gewöhnlichen, Pilzsammler anderer Regionen C. rhacodes.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hmmh, wie heißt der gerade? Immer noch Chlorophyllum olivieri?

    Dieser hier heißt Olivbrauner Safranschirmling, oder C. olivieri.

    Der Gewöhnliche Safranschirmling (der Pilzsammlern in Nadelwäldern ganz ungewöhnlich vorkommt) heißt immer noch C. rhacodes.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo,

    Bei 2. halte ich einen Scheidling für unwahrscheinlich, weil der Lamellenansatz erst ausgebuchtet aussieht, aber dann doch die Gegenkurve zum Stiel herablaufend nimmt.


    Das ist m.E. schon ein Rötling, aus der lividoalbum-Ecke. Mit Mikro ließe sich die Gattung schnell klären.


    Gruß,


    Wolfgang

    ich wär auch eher beim blauen Träuschling mangels ausgeprägter Ringzone

    Der zweite Fruchtkörper rechts im Bild hat doch eine ausgeprägte Ringzone, direkt wo der Stiel abgebrochen ist? Der Ring ist schwarz vom Sporenpulver.


    Gruß,

    Wolfgang

    Denn das ist genau der Witterungsverlauf, den Boletus edulis so liebt

    "Lieben" ist relativ. In einem gleichmäßig feuchten Klima ist Mycelwachstum ja eine bessere Verbreitungsstrategie als Sporenbildung.

    Man kennt es ja auch von verschiedenen Pflanzen, dass sie auf Trockenstress mit vermehrter Samenbildung reagieren. Ich vermute, dass einige Pilze auf ähnliche Art mehr Fruchtkörper bilden, um entweder neue Lebensräume zu besiedeln oder um durch sexuelle Vermehrung den Gen-Pool durchzumischen. Wer gerne Fichten mykorrhiziert wie der Steinpilz, hat in diesen Zeiten ein Problem. Nichtsdestoweniger braucht er natürlich Wasser für die Fruchtkörperbildung, jetzt gibt er alles um hier wegzukommen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Was willst du machen, dieses Jahr ist komplett für die Katz, da wirds stellenweise gar nichts mehr groß geben.

    ich würde das Pilzjahr noch nicht abschreiben.

    Im Rhein-Main-Gebiet kennen wir das seit vielen Jahren, dass manchmal der Dezember der beste Pilzmonat ist. Woanders ist man darüber überrascht...

    Wir überlegen gerade, die im August ausgefallene Exkursion im Januar nachzuholen.


    Da wo in RLP vor 3 Wochen Gewitter 'runtergekommen sind, gibt es jetzt immerhin Speisepilze (Steinpilz, Parasol). Woanders ist es noch mau, aber ist ja erst September.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Rainer,


    in Deiner Fundbeschreibung fehlt ein ganz typisches campestris-Merkmal, nämlich die schon jung leuchtend fleischrosa Lamellen. Im Bild ganz typisch. Viele andere Arten sind blasser rosa.


    Insofern scheint Deine Bestimmung plausibel, aber ich habe pseudocampestris im Vergleich noch nie gesehen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    vor nicht so langer Zeit hatten Naturschutzbehörden bei Kartierungslisten einen Deutschen Namen verlangt. Vermutlich deswegen hatte z.B. Bollman, Gminder und Reil (2007) im "Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze" einen Namen erfunden, wo es keinen gab.

    Mit den vielen neuen Arten kommt man da aber nicht hinterher. Grundsärzlich fände ich es immer noch gut, wenn es einen Vorschlag zur einheitlichen Verwendung gäbe ( einen Zwang den zu benutzen gibt es nicht). In der heutigen Zeit vielleicht als Webseite, auf der die User mehrere Vorschläge voten können?


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,

    Danke für die interessante Diskussion. Dazu 2 Anmerkungen:


    1. Douglasien-Wurzeln sind meines Wissens sehr wohl komplett mykorrhiziert, aber die Mycelien bilden in Europa meist keine Fruchtkörper. Warum auch immer.


    2. Die wiederholende Dürre wird einige Baumarten in DE aussterben lassen, als erstes die Fichte. Damit werden auch die assoziierten Pilzarten aussterben. Besonders wenn der Forst auf Arten setzt, die keine Entomykorrhiza bilden wie Walnussgewächse, wird es eng. Kastanien statt Buchen dürfte mehr Pilzarten als Alternative dienen können.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,

    im Mainzer Lennebergwald kam gestern zum ersten Mal diesen Monat 'was an (30 Liter).


    Für diese Weißdornbüsche kommt aber vermutlich die Hilfe zu spät (Bilder von heute). Die Kiefer im Hintergrund hat schon 2020 nicht geschafft. Hier entsteht also gerade neuer Lebensraum für Tulostoma (Stielstäublinge), die ja im nahegelegenen NSG Mainzer Sand besonders artenreich und zahlreich sind. Wer also bei sich den Klimawandel noch nicht sehen kann oder will, ist herzlich nach Mainz eingeladen. Hier sind die Folgen nicht zu leugnen.



    Interessanterweise scheinen Stieleichen nicht so resilient gegen Trockenstress zu sein wie Traubeneichen. Während Traubeneichen noch einigermaßen OK aussehen, haben die Stieleichen nicht ganz den typischen Juli-Look:


    Gruß,


    Wolfgang

    Länder wie China, Indien, viele Staaten in Nah- und Fernost, die USA, Russland etc. (die Aufzählung ist unvollständig) werden weiterhin ihre wirtschaftliche Entwicklung und geostrategische Bedeutung priorisieren und den Umweltgedanken hintenan stellen, da sollten wir uns wirklich nichts vormachen.

    Hallo an alle,

    da wir nun doch in der Grundsatzdiskussion sind, würde ich gerne auch der obigen, gerne und oft wiederholten Falschaussage erwidern:


    China und Indien investieren weit mehr in Erneuerbare als Deutschland (allein China 100 GW Zuwachs an Solar nur in 2022), und auch Saudi-Arabien hat Solar- und Windenergie schon länger als langfristigen Ersatz für Öl in der Planung. Siehe z.B. hier:


    Bloomberg - Are you a robot?

    India may miss its 300 GW solar energy target for 2030: Report
    India is also expected to miss its goal of having 100 GW of installed solar capacity by about 27% this year
    www.hindustantimes.com

    Location for NEOM’s $6.5bn green hydrogen-based ammonia plant finalized
    RIYADH: The solar and wind power projects aimed at supplying electricity to the $6.5 billion planned green hydrogen-based ammonia plant in Saudi Arabia’s NEOM,…
    www.arabnews.com


    Auch wenn Indien die 300 GW in 2030 vielleicht nicht erreicht, hier mal zum Vergleich mit Deutschland als 6-größter Volkswirtschaft der Welt (https://www.germanwatch.org/de/21247) zum "Osterpaket" von Habeck:

    "Die Ausbauziele für Photovoltaik (PV) sind mit 200 GW im Jahr 2030 sehr ambitioniert und stellen eine Verdopplung des alten Ziels dar."


    Grüße,


    Wolfgang