. Die Beschaffenheit der Lammellen brachten mich in Unsicherheit.
Hi Corinne,
warum genau?
Ich tippe auch auf Kirschrote wobei das Vorkommen von Saftlingen im Eichen-Buchenwald sehr selten ist.
Gruß,
Wolfgang
. Die Beschaffenheit der Lammellen brachten mich in Unsicherheit.
Hi Corinne,
warum genau?
Ich tippe auch auf Kirschrote wobei das Vorkommen von Saftlingen im Eichen-Buchenwald sehr selten ist.
Gruß,
Wolfgang
Hi Nicole,
Lies doch mal von Rita Lüder : Grundkurs Pilzbestimmung.
Als erstes solltest Du versuchen, die großen Gattungen zu erkennen: Täublinge, Milchlinge, Schleierlinge, ...
Auf Artniveau im modernen Sinn kommt man oft ohnehin nur mit Mikroskop.
Viel Spaß mit den Pilzen!
Gruß,
Wolfgang
Ich war vor einigen Wochen auf einer geführten Pilzwanderung, der PSV hat ein paar Champignons gesehen, sie ca. 1/2s angeschaut und verkündet das es sich um essbare Champignons handelt. ...
Hi HDPilz,
es gibt innerhalb der Champignons Gruppen, in denen das geht. Dafür muss man noch nicht mal die Art bestimmen können.
Letztlich muss man nur die heftig giftigen ausschließen können wie die Karbolegerlinge, und in Deinem Fall auch pseudopratensis, was ich mir z.B. nicht zutrauen würde.
Viele Arten, die dann als "essbar" übrig bleiben, sind entweder Cadmiumsammler, oder potenziell krebserregend, oder schmecken wiederlich... aber das steht auf einem anderen Blatt. Andere PSV geben gar keine Champignons mehr frei.
Gruß,
Wolfgang
Hallo HDPilz,
ein Mikroskop eröffnet Dir einen Blick in ungeahnte, faszinierende Welten.
Ausgerechnet für Champignons brauchst Du neben einem Mikroskop und Literatur aber auch ein gehöriges Maß an Geduld und Frustrationstoleranz.
Für Speisezwecke erwirbt man ohnehin besser Zuchtchampignons.
Grüße,
Wolfgang
Hi Untersee,
Jungfernschirmlinge röten nicht. Sie gehören zu den Egerlingsschirmlingen.
Gruß,
Wolfgang
Hi Frank,
ich sehe auf dem Bild braune Röhrenmündungen, die von Trockenheit, Frost oder anderen Umwelteinflüssen stammen können.
Dann wäre es kein Artmerkmal.
Gruß,
Wolfgang
Hi Ingo,
ohne dass ich besondere Helvella-Expertise hätte: die so regelmäßig gelappten, nicht am Rand angewachsenen Hüte würden mich für lacunosa misstrauisch machen.
Deswegen habe ich mal fusca gegoogelt, und da findet man sofort auch Bilder wie dieses:
sooo braun scheint die Art also nicht immer zu sein, oder der Fotograf hat selbst schlecht bestimmt. Müsste man also noch tiefer einsteigen, oder sequenzieren oder Frau Skrede schicken.
Nochmal googeln: Es gibt von Frau Skrede einen Nachfolge-Artikel aus 2020: "The genera Helvella and Dissingia (Ascomycota: Pezizomycetes) in Europe – Notes on species from Spain", in dem weitere Arten beschrieben werden. Guck mal da die Bilder auf Seite 82 + 83 (den Text hab' ich auch noch nicht gelesen). fuscolacunosa und inexpectata wären neu also auch im Rennen.
https://fuse-journal.org/images/Issues/Vol6Art5.pdf
Fazit: ich würde ihn - glaube ich - Frau Skrede schicken.
schöner Pilz, danke für's zeigen!
Grüße,
Wolfgang
Hi Timm,
bist Du sicher, dass Du hier keine Holzkeule abgelichtet hast?
Gruß,
Wolfgang
Hallo Wastl,
das allererste Bild zeigt m.E. eine Kammkoralle mit typischem parasitischem Befall von Helminthosporium.
Bei den braunen und rötlichbraunen bin ich allerdings unsicher, ob solche Farben auch durch Befall ausgelöst werden, oder ob Du noch echte Korallen (Ramaria) gesammelt hast.
Die grauen Kammkorallen (inzwischen auch mehrere Arten) haben meist eine andere Ökologie.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Thorwulf,
ich weiß nicht, in welchem Teil Deutschlands Du aktiv bist, aber hier in der Oberrheinebene finden wir rhacodes regelmässig im Wald (auch heute) und ich auch schon mal brunneum.
Der Klimawandel wird diese Grenzen sicher weiter verschieben.
Gruß,
Wolfgang
Aufgrund der makroskopischen Verwechslungsgefahr zwischen C. rhacodes und C. brunneum?
genau. Wie Matthias schreibt, schließt eine zwiebelförmige Knolle brunneum nicht sicher aus. Letztlich muss man mikroskopieren oder sequenzieren.
Gruß,
Wolfgang
Hi Tine,
guckst Du hier:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/45/Chlorophyllum_brunneum_ts1.jpg
Die Knolle läuft nicht zwiebelförmig in den Stiel, sondern ist mit einer Kante abgegrenzt.
Gruß,
Wolfgang
Hi,
ich tippe auf rhacodes.
Würde als PSV aber nur typische olivieri freigeben.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
1 A. spathulata wurde ja schon mehrfach bestätigt. Für mich eine ganz gewöhnliche Art.
2 halte ich für einen aus der Geröllnabelings-Gruppe, die zur Zeit wohl bei Arrhenia rickenii agg. steht.
3 halte ich für Rickenella fibula
Aber wie immer ohne Mikro: nix genaues weiß man nicht...
Gruß,
Wolfgang
Hallo Raphael,
bei dem Pilz Nr. 7 hätte ich spontan nicht an eine Clitocybe, sondern eine Rhodocybe gedacht.
Da wurden in den letzten Jahren einige Arten neu beschrieben, die in den gängigen Schlüsseln noch nicht enthalten sind (R. asenii, R. tugrulii, ...).
Einen aus der Riege hatten wir auch schon mal, der bei der Bestimmung lange Kopfschmerzen bereitet hat.
Die höckerigen Sporen sieht man manchmal nur wenn man's weiß.
Wäre vielleicht auch was für's DGfM-Forum und Kai Reschke, und/oder eine Sequenz.
Grüße,
Wolfgang
Hi Raphael,
stell' ihn gerne ins DGfM Forum. Da liest Kai Reschke mit, der vielleicht Interesse an dem Fund hat.
Dass dort kein Bestimm-Service ist, liegt ja eher im Verhalten der User. Natürlich ist die Frequenz der Antworten eher in Tagen als in Minuten wie hier.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
alle Rauköpfe, die ich probiert habe (wie venetus), färben mit Spiritus hell zitronengelb aus.
Bei den grünlichen Hautköpfen dagegen lösen sich viele Pigmente, das gibt so ein ockerbraun - olivbraun.
Die Unterscheidung fällt mit einer UV-Lampe noch leichter, denn da sind wiederum die Rauköpfe den Hautköpfen meilenweit voraus (aber auch einige Dermocyben haben fluoreszierende Farbstoffe).
Könnte 1. auch aus der anomalus-Gruppe stammen? Dann wären die Sporen kugelig, das ist bei Cortinarius eher selten.
Gruß,
Wolfgang
Hi Maria,
beide Arten sind genetisch klar getrennt.
Sonst wäre man da vielleicht gar nicht drauf gekommen, denn wer mikroskopiert schon incanum?
Durch die neuen molekularen Methoden kommen wir jetzt in rasantem Tempo zu einem feineren Artkonzept, aber wenn das durch ist, so in 10 -20 Jahren, und sich alle dran gewöhnt haben, wird wieder Stabilität einkehren.
Dann müssen wir uns nur an die neuen mediterranen Arten gewöhnen, die zu uns einwandern.
Grüße,
Wolfgang
Hi Maria,
vielleicht manchen wir auch mal wieder ein Wiesenpilz-Treffen an der Nahe, aber vermutlich erst 2024, weil ich 2023 die DGfM-Tagung mit organisiere.
Ein Nachtrag zu Entoloma incanum: das sind inzwischen auch 2 Arten, die man über die Sporengröße trennen kann ( verae im Mittel > 12,5 my, incanum < 10,5 my).
Gruß,
Wolfgang
Hallo Raphael,
E. allospermum kenne ich nicht aus eigener Anschauung, aber Deine Bilder sehen aus wie ein Fund von mir, den Kai Reschke per Sequenzierung als Entoloma coracis identifiziert hat.
Nach Lit. soll allospermum einen polierten Stiel haben, und die blaue Farbe rasch verlieren. Beides sehe ich auf Deinem Bild nicht. Was die Zystiden von allospermum angeht, hat Noordeloos zwischen FE 5 und FE 5b seine Einschätzung geändert, in der Originalbeschreibung steht noch "cystidia nulla". Schwierig.
Zu coracis kommt man im FE 5b-Schlüssel aber nur, wenn man in Frage 18 zu "Schneide serrulat" abbiegt, was bei meinem Fund definitiv nicht der Fall war.
Man muss wohl noch einige mehr von diesen blauen Biestern sowohl sequenzieren als auch mikroskopieren, bevor ein Schlüssel entstehen kann, der die natürliche Variabilität der Arten widerspiegelt.
Viele Grüße,
Wolfgang
Denkst du beide gelben Korallen sind die gleiche Art?
Hallo romana,
das kann man vom Bild nicht genau sagen.
Bei der zweiten würde ich corniculata für sehr wahrscheinlich halten.
Die erste könnte auch Ramariopsis crocea sein, aber auch eine etwas eingetrocknete cornuculata.
Weitere stark verzweigte gelbe Arten fallen mir gar nicht ein.
Ramariopsis hätte warzige Sporen (nur bei 1000x erkennbar).
Gruß,
Wolfgang
Hi Romana,
C. corniculata ist die einzige Wiesenkeule mit Mehlgeruch. Das sollte ohne Mikro klappen.
Bei der 2. sieht man auf dem letzten Bild am linken Fruchtkörper deutlich den hyalinen Stiel. Das wäre typisch für falcata, die mikroskopisch schwer zu bestimmen ist, weil sich die fingerartigen Sporenauswüchse erst im Alter bilden.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
ich wäre bei dem oben gezeigten Pilz nicht zwangsläufig bei einem weißen Trichterling.
Ich könnte mir auch einen jungen Gefleckten Rübling vorstellen, der die Flecken erst noch bekommen muss.
Als Übungsobjekt für Gattungsmerkmale jedenfalls ein schwieriges Objekt, das sich auf dem Niveau von "Grundkurs Pilzbestimmung" vermutlich nicht klären lässt.
Grüße,
Wolfgang
Also wenn die im Frühsommer gefunden worden wären mit den Infos dazu, hätte ich die ohne mit der Wimper zu zucken auch als Maipilz angesprochen.
ja, ich auch.
Man sollte eben ALLE Bestimmungsmerkmale beachten, und dazu gehört beim Maipilz auch zwingend die Erscheinungszeit.
Das soll nicht heißen, dass es nicht mal "Ausreißer" von Maipilzen im Herbst geben kann, die sollte man dann halt entweder mikroskopieren oder nicht essen.
Wenn es mal Ausreißer von z.B. hellen Riesenrötlingen im Mai gäbe, wäre das dann für die Betroffenen persönliches Pech.
Weißritterlinge (Tricholomella) sind meines Wissens ungiftig.
Gruß,
Wolfgang
