Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Paula,


    Könnte vielleicht auch tatsächlich eine der selteneren Raslingsarten sein (Lyophyllum konradianum etc.)

    wichtige Merkmale wären also:

    -Schwärzen bei Verletzung

    - Farbe der Lamellen im Tageslicht: weißlich mit Graustich oder doch deutlich grau?

    - vielleicht mal einen Längsschnitt zeigen für den genauen Lamellenansatz?

    - Detailaufnahme der Huthaut?

    - Geruch, z.B. nach Mehl?


    Warum kein Brauner Rasling?

    Ich kenne L. decastes (andere Raslinge leider von nur sehr wenigen Funden) mit einer mehr oder weniger speckigen Huthaut. Das sehe ich auf Deinem Bild nicht.

    Auch den Flaum an den Stielspitzen würde ich gefühlt eher bei Ritterlingen (oder mir nicht bekannten Raslingen) einsortieren.


    Gruß,


    Wolfgang


    EDIT: Shanks ist mir zuvorgekommen...

    Auf keinen Fall ausprobieren!!!

    Ich würde das für giftige Risspilze halten.


    Wenn Du ohne jede Ahnung bei kleinen braunen Pilzen auf eine App vertraust, spielst Du mit Deinem Leben.


    Übrigens: wir sind nicht auf Kuba, Kubanische Kahlköpfe wachsen bei uns nicht im Freiland.


    Wolfgang

    Einen Pilz, der vom Zustand nicht bestimmbar ist, sollte man sowieso nicht essen.


    Falls es ein Milchling mit Hypomyces-Befall wäre, würde er durch den Befall nicht automatisch giftig - google mal nach "Steinreizker".


    Wolfgang

    Hallo Mummelbiene,

    Was immer es mal war, es hat mindestens einen Parasiten-Befall. Die Lamellen sind verkümmert.


    Sowas kenne ich eigentlich nur von Milchlingen mit Hypomyces-Befall.

    Milcht er?


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Peter,

    vergleiche mal mit dem Pinselschüppling o.ä..

    Hallimasche sind nicht schleimig am Hut und haben kein gelbliches Fleisch.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ob das noch M. procera (Parasol) oder doch schon M. rhodosperma (Grobscholliger Riesenschirmling, "Kleiner Wald-Parasol") ist?


    Ich vermute letzteres, aber man müsste bei diesen Übergangsformen öfter mal einen Gentest machen, um die Variabilität beider Arten zu ergründen. Und die Sporenpulverfarbe und den Wuchsort mit angeben.


    In meiner Region ist M. rhodosperma jedenfalls häufiger als M. procera, aber oft verkannt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Das zweite ist ein Parasol (M. procera), das erste ein Grobscholliger Riesenschirmling, M. rhodosperma, für den ich als Deutschen Namen "Kleiner Wald-Parasol" vorschlage.

    Hallo an alle,

    der Standort im Wald, die kleinere Größe und der schwach genatterte Stiel sind drei Merkmale des Rosasporigen oder Grobscholligen Riesenschirmlings, M. rhodosperma.


    Mal einen aussporen lassen, ob das Spp rosa ist. Zum Essen sind zumindest einige der Hüte eh zu alt.


    Wolfgang

    Hallo,

    ich tippe auf die Zitzenschirmlings-Verwandschaft (Macrolepiota mastoidea).

    Die hatte ich dieser Tage auch im Laubwald, auch bei mir waren sie gedrungener als die typischen Formen auf der Wiese.


    Gruß,


    Wolfgang

    Die spannenden Pilze sind leider nicht zu sehen

    Das ist hier im Hunsrück genauso. Bei dem CO2- Großexperiment an unserem Planeten könnte die Pilzdiversität in DE erheblich Schaden genommen haben. Bin gespannt, ob die Myzelien sich nur langsamer erholen, oder dauerhaft abgestorben sind.


    Und wenn man Alarm schlagen wollte, würde man vermutlich in verständnislose Gesichter gucken, angesichts der Steinpilz-Massen. Wozu braucht ein Wald noch andere Pilze?


    Gruß,


    Wolfgang

    Hi Azalee,


    Basidien betrachtet man im Durchlicht an einem Quetschpräparat (Lamellenstück in einem Tropfen Wasser zermatschen) in 1000-facher Vergrößerung unter Immersionsöl. Ggf muss man anfärben, ideal ist Kongorot aber blaue Tinte tuts manchmal als improvisierter Ersatz.


    Das einzige deutsche Buch über Pilzmikroskopie ist leider seit langem ausverkauft, es gibt aber Kurse in den einschlägigen Pilzschulen. Vielleicht hilft Dir ein lokaler Pilzverein.


    Wolfgang

    Hi Azalee,

    mal ganz blöd - schmeckt er denn pfeffrig?


    An den Sporengrößen und -form wirst Du beide Arten kaum auseinanderhalten, da sind sie schon recht ähnlich.


    Die Mikromerkmale, die sich unterscheiden, sind schon etwas diffiziler und hier nicht schnell zu erklären (Huthaut, Form der Basidien, verbreiterte Septen, ...).


    Als Mikro-Neuling besitzt Du vermutlich kein Melzers Reagens? Sporen des falschen Pfiffis reagieren stark braun mit Iod. Aber irgendwie wird alles leicht braun mit Iod, daher wären Vergleichsproben hilfreich, wenn man das noch nie gesehen hat.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Azalee,

    nach nochmaligem Betrachten würde ich vermuten, dass der falsche Pfifferling von einem Hypomyceten befallen ist.

    Dadurch wären die Gabelblätter leistenartig deformiert. Bei Milchlingen ist Peckiella-Befall nicht so selten ("Steinreizger"), bei falschen Pfifferlingen habe ich noch nicht davon gehört.


    Gruß,

    Wolfgang