Beiträge von mollisia

    Hallo,

    Gut. Vielen Dank.

    Was würde sich denn als Schlüssel empfehlen? Ich habe leider kein Mikroskop.

    Ich frage mich, ob es sich lohnt den Gröger zu beschaffen und ob er auf Artenaggregate auch ohne Mikroskopie auskommt.

    nein, der Gröger lohnt sich nur wenn man auch mikroskopiert.


    Im KOSMOS-Verlag wird ein Buch als Nachfolger vom "Pareys" herauskommen, das in der Aufmachung einerseits mit dem alten Pareys als auch mit dem Kibby vergleichbar sein wird. Dieses Buch mit ca. 1300 Arten (hervorragende Aquarelle) wird dann auch (weitestgehend) makroskopische Bestimmungsschlüssel vergleichbar mit denen im Pareys enthalten - aber eben auf aktuellem Stand. Wenn alles so läuft wie geplant, dann kommt das Buch nächsten Juni heraus. Es werden darin übrigens dann auch sämtliche ca. 520 Arten der Feldmykologie-Prüfung Stufe 2 enthalten sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also bei Täubling 1 würde ich zumindest bei 1b R. pulchella erkennen. R. versicolor gilbt doch recht stark, da ist nichts zu sehen, weder bei 1a noch bei 1b.


    R. amoenolens und sororia unterscheiden sich auch durch die Guajak-Reaktion, die bei sororia negativ ist, bei amoenolens aber stark und schnell.

    Übrigens soll auch pulchella eine nur schwache Reaktion haben, zumindest in den Lamellen. Ich habs aber nie selbst getestet. Aeruginea oder auch versicolor sind dagegen +++


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Täublinge sind R. pulchella und R. aeruginea. Andere kann ich nicht erkennen. Welche Fruchtkörper welche Art sind ist müßig, vermutlich liegen da auch Mischkollektionen. Wenn Rottöne dabei sind ist es jedenfalls R. pulchella.


    Die Milchling halte ich für L. evosmus und L. pyrogalus/hortensis, jedenfalls dem Habitat nach. Die Gruben am Stiel seien kein Merkmal, meinen Heilmann-Clausen, geben andererseits aber bei der Diskussion gegenüber L. zonarius "the never pitted stem" als Merkmal explizit an .... L. zonarius ist aber ein reiner Eichenbegleiter, während unter Pappel immer L. evosmus kommen sollte. Die Wasserflecken auf dem Hut, die sehr an L. mediterraneensis erinnern, habe ich bei L. zonarius noch nie gesehen.

    Wenn Hainbuche ausgeschlossen ist, dann muss der andere der Hasel-Milchling sein. Auch wenn er eher wie ein Hainbuchen-Milchling aussieht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Norbert,


    die Gattung für den Fahlen Röhrling heißt ja nicht umsonst "Hemileccinum" - die sehen halt schon sehr ähnlich aus wie die gelbporigen Raufüße. Insbesondere der Steineichen-Raußfuß Leccinum lepidum und der Marmorierte Röhrling Hemileccinum depilatum sehen total ähnlich aus finde ich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    eines der wichtigsten Merkmale ist die Oberfläche des Stiels - glatt, bepustelt, netzig, oder wie auch immer. Bitte schau noch mal genau, notfalls mit Lupe. Ich nehme an, dass er kein Netz hat und es sich um den Fahlen Röhrling handelt. Du sagts ja auch "wie beim Flocki" aber andererseits "Stielnetz zu erahnen" ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    wie wastl denke ich auch am ehesten an Russula velutipes. Allerdings kann der Harte Zinnobertäubling (Russula rosea/lepida) dem so ähnlich sehen, dass man entweder die Härte des Stiels als Trennmerkmal nutzen muss, oder (wenn dieser z.B. madig ist) Guajak. R. rosea reagiert mit Guajak auf Stiel und Lamellen gleichermaßen schnell positiv (3 Sekunden), während R. velutipes auf dem Stiel schnell (ca. 5 Sekunden), aber in den Lamellen langsam (20++ Sekunden) reagiert. Am besten einen Tropfen Guajak an den Stiel-Lamellenansatz tropfen, damit beide gleichzeitig benetzt werden, dann sieht man die unterschiedliche Reaktionszeit schön.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, das ist Lactarius ruginosus. Gar nicht so selten, und ein echter Doppelgänger zu L. azonites aufgrund der fleckig-steingrauen Hutoberfläche. Aber durch den gerippten Hutrand und vor allem die gratigen Sporen gut zu unterscheiden. Die Art hat ein fast so hohes Ornament wie der Flügelsporige. L. azonies dagegen hat das flachste Ornament dieser Gruppe und nur kurze Grate die nie halb um die Spore laufen.

    Aufpassen muss man, weil oft alle diese Arten durcheinander vorkommen können.


    kuhmaul: L. acris ist sofort von allen anderen Korallenmilchlingen unterscheidbar, weil seine Milch richtig krass pink verfärbt, und zwar auch wenn man sie abtropft (also ohne Kontakt zum Fleisch). Außerdem ist diese Art in feuchtem Zustand schmierig-schleimig, die anderen sind trocken.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    hast Du den Leucopaxillus albissimus mal gekostet? Wenn ja, schmeckte er scharf? Ich hatte im Schwarzwald mal mehrere Hexenringe gezeigt bekommen von Dr. Haas und zusammen mit Prof. Moser den Pilz versucht zu bestimmen. Der schmeckte zwar scharf und wurde daher erst mal als Lepista ricekii bestimmt, aber die Sporen ergaben klar einen Leucopaxillus und alles deutete auf L. albissimus hin - der wiederum aber nicht als scharf berichtet wird. Bis heute nicht geklärter Fund ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich habe subappendiculatus schon mit rötlichen Farbtönen im unteren Stielbereich gesehen, so wie das ja auch bei Hemmileccinum impolitum z.B. mal vorkommt (dort häufiger als bei subappendiculatus). Ob sich das auch aufs Netz erstrecken kann, das habe ich nicht beachtet. Könnte ich mir aber schon vorstellen.

    Boletus roseogriseus ist so selten, während subappendiculatus im Schwarzwald keine Rarität (mehr?) ist. Ich weiß, das ist kein Argument, aber trotzdem. Und überhaupt kein Blauen, auch nicht in den Poren auf Druck, das würde ich auch alten roseogriseussen nicht zutrauen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich vermute mal dass es der Falsche Anhängselröhrling (Butyriboletus subappendiculatus) ist. Der Schönfuß würde bitter schmecken beim draufrumkauen. Das kannst Du ja noch testen, falls du den Pilz noch greifbar hast..


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die ersten beiden sehe ich auch so.

    Der Täubling ist vermutlich Russula romellii oder R. curtipes, denn "groß", dottersporig, mild" ist immer ein Ledertäubling. Und unter Laubbäumen kommt R. integra kaum in Frage, die Hutfarben würden für romellii wie auch curtipes passen. Vom Biotop her sogar eher letzterer.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die fehlende rote Linie über den Röhren ist auch ein guter (wenn auch nicht 100%iger) Hinweis, dass es erythropus und nicht luridus ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Barney,


    wichtig wäre, erst mal mittels Melzers Reagens zu klären, ob es sich um einen Suillellus (also Netz-Hexe und Verwandtschaft) oder einen Neoboletus (also Flocken-Hexe und Verwandtschaft) handelt. Suillellus Jod-positiv (blau reagierend), Neoboletus negativ.


    Aufgrund der Fotos würde ich sehr viel drauf verwetten, dass der Pilz Jod-negativ ist, also ein Neoboletus, sprich FLockenstieliger Hexenröhrling im weiteren Sinne. Dass die Flocken zu einem Netz zusammenlaufen können halte ich für weniger bedeutend. Wichtiger wäre mir a) dass das Stielfleisch bis zur Basis gelb ist und keine rhabarberrote Färbung hat und b) ein olivgelber Basisfilz am Stielgrund vorhanden ist. Beides sind eigentlich untrügliche Kennzeichen von Neoboletus und Ausschlusskriterien für Suillellus.


    Ob das aber nun Neoboletus erythropus ss.str. ist, oder der neu beschriebene N. xanthopus, das kann ich nicht beurteilen und ist vielleicht auch gar nicht makroskopisch klärbar.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo.


    aus SIcht der nördlichen Bundesbürger ist Wetzlar eindeutig Süddeutschland, wie ich lernen musste. Ich wurde immer ausgelacht, weil für mich Kassel Norddeutschland ist (als Stuttgarter ....), während das für einen Hamburger Süddeutschland ist :D:D


    Aber wie auch immer: R. legaliae ist der Flachlandpilz, R. rubrosanguineus die Art der höheren Lagen. Auch in Brandenburg, Mecklenburg und in Polen gibt es B. legaliae. Münster ist da absolut kein geografisches Problem - für R. rubrosanguineus wäre es schon sehr außergewöhnlich dagegen. Aber um den gings ja auch nicht, sondern um R. satanas oder R. leglaiae. Ich habe mich beimanschauen der Bilder auch sofort gewundert und gedacht das müsse legaliae sein. Schön zu sehen, dass es anderen auch so ging.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    puh, also da habe ich so meine Schwierigkeiten, muss ich zugeben. In der Praxis konnte ich diese Unterscheidung bisher noch nicht selbst testen, weil ich mich darauf verlassen hatte, dass die Art vorwiegend gelbhütig sein soll. So wird sie auch von Assyov beschrieben. Außerdem soll der Basisfilz weinfarben bis violett oder bräunlich sein. Solche Pilze hatte ich noch nie in der Hand, auch nicht die bei queletii unter Linde wuchsen. Alle meine Flockis hatten mehr oder minder dunkelbraune Hüte und einen olivgelben Basalfilz - so wie deine das ja auch haben. Daher habe ich sie mir nie in Hinblick auf weitere Merkmale angeschaut. Ob da jetzt welche dabei waren mit gegen den Rand zu etwas gelberen Poren oder mit etwas feinerer Stielschuppung - hab ich nicht überprüft. Und wahrscheinlich auch noch nicht mal als wichtige Merkmale erachtet.

    Unter "derart typisch" hätte ich mir jedenfalls einen anderen Pilz vorgestellt. Für mich sehen die eigentlich sehr typisch für erythropus ss.str. aus.


    Aber ich muss mal selber die Funde von unter Linde, Hainbuche, Eiche genauer anschauen, vielleicht kriege ich dann ein besseres Gefühl für die Unterscheidung.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    bei Nr. 2 wäre ich mir mit cavipes nicht so sicher. Die Stiele passen überhaupt nicht dazu, und auch die Hutform wäre eher untypisch.

    raphael: Falls Du Ammoniak hast, setze die Lamellen doch mal dem Dampf des Fläschchen aus oder tupfe ordentlich was in die Lamellen. Wenn es cavipes sein sollte, dann sollte nach spätesten 10-15 Minuten eine rote Reaktion eingetreten sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    ich hätte den 3. ohne mit der Wimper zu zucken als Jodoform-Täubling angesehen. Du gibst allerdings Sporen mit IIa an. So wie bei Pilz 1, wo du auch IIa geschrieben hattest. Zumindest bei Pilz 1 kann das aber nicht sein, das sieht man schon auf dem Foto, das muss dunkler sein. Daher die Frage, ob Du auch genug Spp. hattest und vor allem, ob Du es zu einem Häufchen zusammengekratzt hast? Wenn man abgeworfenes Spp. so interpretiert wie es fällt ohne zusammenkratzen liegt man fast immer viel zu hell. Könnte das sein?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    wenn das als einziger sicherer Unterschied genannt wird, dann solltest Du glaube ich über die Anschaffung eines anderen Pilzbuches nachdenken ....

    Das Bläuen ist zwar bei gleich frischen Pilzen durchaus unterschiedlich, kann aber durch witterungseinflüsse auch mal untypisch ausfallen.

    Das erste und wichtigste und augenfälligste Merkmal ist zunächst, dass der Satans-Röhrling ein Stielnetz hat und der Flockenstielige Hexenröhrling einen gepustelten Stiel.

    Die Hutfarbe dunkelbraun gegenüber weiß bis grau, bestenfalls hell lederfarben ist auch ein eigentlich immer eindeutiges Merkmal.

    Flocki wächst auf saurem oder oberflächenversauertem Boden, der Satansröhrling im Kalk-Buchenwald oder auch mal in Parks, aber immer auf Kalkboden.

    Man könnte noch Geruch, Statur, Fleischfarbe, Filz an der Stielbasis anführen, was aber teils für Ungeübte etwas schwieriger zu beurteilen ist - so wie eben auch die Fleischverfärbung.


    beste Grüße,

    Andreas