Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen

    Auf der Unterseite eines Blattes von Ligustrum vulgare, welches auf der Oberseite nicht verfärbt war, fand ich diese "Erscheinung" . Nach diversen fehlgeschlagenen Bestimmungsversuchen habe ich keine Idee mehr. (Maße im letzten Bild)













    LG Karl

    Hallo Bernd

    Du solltest unbedingt Russula laccata aufnehmen. Mikroskopisch schwer von R. fragilis und R. atrorubens zu unterscheiden aber im Gegensatz zu diesen an Weide gebunden. Die Variabilität der Farben entspricht der von R. fragilis, wobei ich noch keine gelben Frk. gefunden habe.


    Du führst R. fragilis violett, rotviolett, grauviolett auf und dann weitere Farben und die dunkle abgesetzte Hutmitte unter mehrfarbig. Die weiteren Farben können aber auch in reiner Form auftreten und die dunkle (fast schwarze) Hutmitte ist eher der Normalfall. R. fragilis in hellgelb ist wahrscheinlich nicht selten, wird aber möglicherweise oft übersehen. Wichtigster Baumpartner von R. fragilis ist die Eiche. Funde im Nadelwald konnen eher R. atrorubens sein.


    Russula romellii ist extrem farbvariabel und rein weinrote Fruchtkörper finde ich eher selten. Mehrfarbigkeit tritt häufig auf und Grüntöne ebenfalls. Siehe auch Einhellinger


    Russula sardonia ist farblich sehr variabel und untermischte Grüntöne kommen häufig vor. Siehe aber auch Einhellinger und die paasenden Bilder unten dazu


    Bei manchen Arten ist die Orientierung mittels Tabelle ein schwieriges Unterfangen und man kann nur nochmal unterstreichen, wie wichtig die Ökologie, das Ermitteln der Sporenpuverfarbe und die Anwendung von Chemie ist. Auch dann ist die Mikroskopie oft unerlässlich.

    LG Karl

    Hallo Claudia,

    es lohnt sich unbedingt zu warten, bis Du reife Sporen hast. Ich hatte gestern das Glück mit Rainer in der Eifel Fruchtkörper mit reifen Sporen zu finden und kam problemlos zu einer Bestimmung. Wuchstelle Weißtanne; Haare farblos > Sporen oval , elliptisch > breiter als 4 mµ > Ascusporen Melzer negativ > Sporen 8 - 9 x 5 - 6 mµ.
    Lachnellula gallica war für mich ein Neufund, was nicht verwunderlich ist, da die Art in Rheinland - Pfalz noch nicht in PD aufgeführt ist.













    LG Karl

    stellen. boccaccio war die Tage so nett mir seine Liste zuzuschicken (weiß nicht ob ich die bereinigt um seine Funde hier einfach anhängen darf) und die werde ich nun zukünftig nutzen um meine Funde weiter zu reichen. Ich hatte bisher auch schon eine Excel-Liste, die aber nicht direkt importierbar war. Das ist für die Koordinatoren deutlich mehr Arbeit.

    Hallo Schupfi,

    die Tabelle von boccaccio Björn ist eine Vorgängerversion, die ich man in die Datenaustauschtabelle von Mykis kopieren und damit problemlos importieren kann.
    Die Tabelle die Tomentella Frank reingestellt hat ist von der Spaltenaufteilung übersichtlicher und kann über eine neue Funktion in Mykis direkt übernommen werden, was für die Landeskoordinatoren noch ein wenig einfacher ist. Du solltest also diese Tabelle verwenden. Wer schon lange mit der ersten Tabelle arbeitet, sollte dabei bleiben.

    LG Karl

    Hallo Aretha


    Pilze auf Brandstellen oder nach Waldbränden sind bereits nach 3 Monaten zu erwarten (z. B. Anthracobia) und nehmen dann beständig zu, bevor es nach 3 Jahren wieder rückläufig wird. Das Erscheinen ist wie bei anderen Standorten witterungs- und jahreszeit abhängig.

    Nach einem Brand im Nationalpark De Meinweg im April 2020 wurde die Fläche gezielt besucht und ich konnte 2x dabei sein. Dominiert wurde der Bereich in dem es gebrannt hatte von Kiefern. Ein Niederländscher Pilzfreund übermittelte mir die Angehängte Tabelle.


    Von September bis Anfang Dezember 2020 erfasste Arten
    Brandstellenpilze.xlsx

    Die Storys über Massenfunde von Morcheln nach Waldbränden in Nordamerika sind mir bekannt, aber ob es in Europa einen derartigen Zusammenhang gibt habe ich noch nicht gehört.

    LG Karl

    Hallo Steffen

    bei einem Test mit einer Listen von ca. 2400 Arten ist mir ein kleiner Schönheitsfehler aufgefallen, der zumindest in meiner Office-Version auftritt.

    Artnamen die es auch als Gattungsnamen gibt werden weiterhin rot unterlegt, da sie im Wörterbuch nur in Großschreibung enthalten sind.

    Amanita vaginata
    Cortinarius suillus
    Hygrophorus russula
    Lepiota tomentella
    Ripartites tricholoma

    Man sollte kaum glaube, dass es ca. 200 derartige Fälle gibt. Wenn man in der Taxrefliste Deutschland zunächst bei Gattungs- und Artnamen die Doubletten separat entfernt, ist das mit recht wenig Aufwand festzustellen. Ich habe Deine Liste mal entsprechend ergänzt.
    Mykologisches-Wörterbuch2.txt
    LG Karl

    PS Die Datei als DIC ließ sich leider nicht hochladen

    Was für eine filigrane Schönheit, dieser Tintling! Du hast das super gut in genau dem richtigen Moment eingefangen in deinen Fotos, Karl, chapeau! Liebe Grüße Ditte

    Danke für das Komplimet liebe Ditte. Das war ja nur möglich, weil ich das Substrat zu Hause in einer Dose hatte, die zweimal täglich überprüft wurde und dann kam noch das Glück dazu, mehrere einige Fruchtkörper in einer Ebene standen.

    LG Karl

    Hallo Wolfgang,

    eine gute und wichtige Aktion. Ich frage mich allerdings manchmal, wozu überhaupt noch Naturschutz- und FFH-Gebiete ausgewiesen werden, wenn sie aus wirtschaftlichen oder politischen Interessen wieder geopfert werden sollen und wozu man überhaupt noch Rote Listen führt die keine planunggsrechtliche Relvanz haben.

    Dein Rötling dürfte tatsächlich der erste Nachweis für Deutschland sein, allerdings fehlen die Leptonien aus FE 5b noch in der Taxaliste von Mykis und auf Pilze Deutschland. Eine Bearbeitung macht aber auch erst Sinn, wenn die mehrfach zitierte Arbeit (Dima et al. 2023) erschienen ist.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    da sich noch keine neuen Arten zeigen habe ich mir nochmal das Velum eines Nachzuglers von C. ephemeroides angesehen ohne zu quetschen. Rundliche Zellen waren absolut dominierend und teilweise inkrustiert. Ich sah aber auch Zellen in Ketten, wenn auch selten. Hat das schon jemand beobachtet, oder habe ich da doch schon etwas von der Hutdeckschicht erwischt.? coprinusspezi nobi_†












    LG Karl

    Liebe Dungpilzfreunde

    Eigentlich war ich auf der Suche nach Moosbecherlingen und Roseodiscus formosus als mir orangefarbene Pilzchen auf Rinderdung ins Auge fielen.


    Nur wenige Meter weiter wurde es dann richtig üppig

















    Das war natürlich unschwer als Cheilymenia stercorea zu bestimmen und auch auf dem nächsten Bild ist nicht anderes zu sehen.
    Ältere Fruchtkörper von Algen überzogen


    Von Hans coprinusspezi , weiß ich ja, dass man auch die Unterseeite mal ansehen sollte




    Leider haben sich bisher keine fotogenen Fruchtkörper entwickelt, aber die Mikros führen eindeutig zu Coprinopsis xenobia

    Velum hyphig mit Ausstülpungen




    Zystiden




    Sporen 10 - 13 x 6 - 8 mµ mit zentralem Porus


    Da ich auf einer Probe unter der Lupe noch winzige körnige Kügelchen sah, habe ich zum Glück zwei gefüllte Dosen mitgenommen.
    Am nächsten Mittag dann ein toller Anblick






    Velum aus rundlichen glatten Zellen, teilweise braun pigmentiert




    Lamellenschneide


    Sporen winklig stark abgeflacht ca. 8,5 x 7 x 5


    Die endgültige Entscheidung zwischen C. patouillardii und C. ephemeroides erledigte sich am nächten Morgen von selbst
    Kleiner Ring-Tintling (Coprinopsis ephemeroides)




    Bei einem schwarzes Kügelchen mit uniseriaten Sporen von 20,5 x 11 mµ mit Gelhülle ohne Keimspalte komme ich zu Sordaria fimicola









    Bin gespannt, was sich noch so zeigt

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    vom Am Roten Meer führte uns Günter an "sein" blaues Meer mit zahlreichen
    Blauen Rindenpilzen (Terana caerulea) in tollem Zustand.
















    Man hätte noch Stunden weiter fotografieren könne, aber Günter führte uns noch in ein Bachtal mit überraschen vielen
    Schwarzmündigen Flechtbecherlingen (Plectania melastoma)




    Nur 2- 5 mm groß im schönsten Kleid








    Es zeigte sich bereits eine Giftlorchel (Gyromitra esculenta) mit knapp 1 cm Hutdurchmesser


    Auf der Rückfahrt nutzten wir die letzte Helligkeit noch zu zwei erfolgreichen Suchen an bekannten Fundstellen
    Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea)


    Die letzte Etappe. Nach vorsichtiger Suche entdeckte Rainer ein erstes Exemplar und ein unglaublicher Tag ging zu Ende

    Spitzmorchel (Morchella conica agg.)



    LG Karl

    Da kann ich nur sagen - WOW!

    Danke fürs Zeigen und liebe Grüße

    Hallo Maria,

    ich war ja selber sprachlos. Auch 2017 gab es schon ein Massenvorkommen, aber das erstreckte sich jetzt über ein noch viel größeres Gebiet.

    LG Karl