Hallo Claudia,
da kann selbst ich fast noch neidig werden, auch wenn Dir natürlich jeder Fund von Herzen gegönnt ist.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Sorry, was genau meint "lang septiert"?
Hallo Sebastian,
ich meine den Abstand zwischen zwei Septen an den Hyphen der Lamellentrama. Der ist bei den oben gezeigten Arten 200 mµ und mehr und kann in der Untergattung Hygrocybe selbst 1000 mµ überschreiten. In der Untergattung Pseudohygrocybe ist der Abstand < 200 mµ
LG Karl -
Hallo zusammen,
nachdem ich im letzten Jahr Wiesenpilzsuche unter erschwerten Bedingungen diverse Pilze gefunden habe, stattete ich dem Friedhof gestern einen Besuch ab und wurde nicht enttäuscht.
Zuerst fiel mir ein Einzelexemplar auf welches weithin sichtbar war
Cyclocybe erebia (Leberbrauner Ackerling)
Dann tauchten die ersten gelben Köpfchen auf und letztlich fand ich weitere Exemplare in allen Altersstadien
Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling)
Bei dieser Gruppe war ich nicht sicher, weil weder Hut noch Stiel wirklich schleimig waren aber die Mikros lassen keinen anderne Schluss zu
Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling)
Gelifizierte Hyphen der Hutdeckschicht
Gelifizierte Hyphen der Stielrinde
Hyphen der Lamellentrama lang septiert
Auch hier gelang die sichere Bestimmung erst mikroskopisch
Hygrocybe glutinipes var. rubra (Schleimfüßiger Saftling rote Varietät)
Gelifizierte Hyphen der Hutdeckschicht
Gelifizierte Hyphen der Stielrinde
Hyphen der Lamellentrama lang septiert
Noch ein Roter aber diesmal mit trockenem Hut und neu für den Standort
Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)
Schon ewas ausgeblasst aber noch leicht kenntlich
Cuphophyllus pratensis (Oranger Wiesenellerling)
Auch erste Keulchen fanden sich, wenn auch noch spärlich
Clavaria falcata (Weißes Spitzkeulchen)
Die hyaline Stielbasis kann gelegentlich auch C. fragilis aufweisen, aber die hätte keine Bogenschnallen an den Basidien bzw. die gegabelten Enden an Basidiolen
Clavulinopsis laeticolor (Schönleuchtende Wiesenkeule)
Clavulinopsis laeticolor reifeSporen
Zum Abschluss noch ein Grüppchen
Pholiota gummosa (Gummi- oder Strohblasser Schüppling) -
Hallo Sebastian,
wirklich eine tolle Artenvielfalt für eine einzige Begehung.
War ein Teil der Sporen von 1. angedeutet mittig eingeschnürt?
Bei 6. und 7. wäre ich nicht überrascht, wenn das alles H. glutinipes ist. Schau am besten mal die Septierung der Lamellentrama an.
12. Es wurde ja zwischenzeitlich noch C. trigonospora beschrieben
Bei 13. bin ich gespannt, ob nicht noch C. fumosa dabei herauskommt
LG Karl -
Hallo Karl,
Du glaubst echt, dass dieses Bild nicht gestackt ist???
Hallo Rika,
klar ist Bild 1 gestackt aber es ist mit dem Satansröhrling ist ein ungestacktes, unbearbeitetes Bild auf dem Treppchen. Die Aufnahme habe ich bei einbrechender Dämmerung gemacht und von vorne mit einer LED mit Tageslichtspektrum angestrahlt
LG Karl -
Hallo Sebastian
Bezüglich Nr. 9 würde ich R. faginea ebenso wie Oehrling schon makroskopisch ausschließen. Nr. 9b ist farblich zwar ungewöhnlich für R. graveolens agg. aber wie das folgende Bild zeigt durchaus möglich. (den roten Frk. habe ich separat mikroskopiert
) Bezüglich der Sporenpulverfarbe stehe ich aber absolutim Dunkeln.
LG Karl
PS Wenn Du bei der Sporenpilverarbe sicher bist schicke Deine Aufzeichnungen doch mal an Slavomír Adamcˇík slavomir.adamcik@savba.sk
Der hat doch die Heringe teilweise bearbeitet Xerampelinae Russula clavipes complex Adamcik Mycologia 108(4) 2016.pdf -
Platz 1. ist das verdiente Siegerfoto, aber immerhin hat es mal ein Bild ohne Stacking und sonstige Bearbeitung aufs Treppchen geschafft
LG Karl -
Ich habe einige Wiesenpilze, die ich zeigen kann
LG Karl -
Hallo Bernd,
ich weiß, dass Kucera an der Gruppe um Fallax arbeitet und die Stielschüppchen an Deinem Fund weisen in die Richtung. Er hat auch noch ein Exemplar mit 7 Septen und Schüppchen von mir da
LG Karl -
Hallo Bernd,
bei dem gelben Keulchen denke ich eher an Clavulinopsis laeticolor. Clavaria flavipes ist viel blasser und nur im Fleisch und am Stiel gelb, aber ohne Mikros kann man nie sicher sein.
Die dunkle Keule ist sehr wahrscheinlich in der Gattung Geoglossum zu suchen. Erdzungen sind häufig von Hypomyces papulasporae befallen aber beides geht auch nur mikroskopisch.
LG Karl -
Hallo Bernd,
ich sehe da auch E. chalybaeum. Ob der Frk, wirklich gerieft ist oder nur radial eingerissen kann ich nicht sicher beurteilen.
LG Karl -
Hallo Hans,
wie sah denn die Stielbasis aus? Vielleicht bist Du auf eine Hungerform von Agrocybe rivulosa reingefallen.
LG Karl -
Hallo Flämmli,
was Du für eine Ammoniakreaktion hältst ist sicherlich etwas anderes. Gemeint ist hiermit die Bildung von Kristallnadeln, was mitunter auch erst nach einer Nacht im Kühlschrank passiert. Die Arten mit starker NH3-Reaktion haben im Übrigen immer Kaulozystiden die den Cheilozystiden ähneln. Bei den Arten mit gemischten Kaulos z. B. C. pubescens oder (fast) ohne kopfige Zystiden wie C. siennophylla, gibt es keine mit positiver NH3-Reaktion. Hinzu kommt, dass die Angaben über die NH3-Reaktion in älteren Büchern oder Schlüsseln oft falsch sind. Es gibt mehrere Arten, bei denen die Reaktion inkonstant ist.
Unabhängig davon ist die Bestimmung Deines Pilzes als C. siennophylla sicher richtig, aber bitte streiche bitte Deine Notitz mit der positiven NH3-Reaktion. Das mögliche Vorkommen an Dung, wird auch bei Hausknecht FE 11 erwähnt.
LG Karl -
Hallo Bernd,
es gibt mit messapica f. messapica und apulica mindestens zwei weitere Kandidaten. Ohne Mikroskopie ist da leider wenig drin.
LG Karl -
Hallo Bernd,
wahrscheinlich auch nicht aber E. favrei ist schwer zu fassen, da der Typus nicht sequenziert werden konnte.
LG Karl
PS ich kann unmöglich in allen altten Beiträgen nomenklatorische Änderungen korrigieren
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Hallo Bernd
E. favrei habe ich korrigiert. Nach Nach FE 5b Entoloma clandestinum Syn. E. papillatum.
Dein Pilz ist sicher etwas Anderes, da die Stielspitze nicht bereift ist. E. Infula könte in angetrocknetem Zustand so aussehen.
LG Karl -
Hallo Bernd,
das sieht schon sehr nach E. serrulatum aus. E. caesiocinctum kenne ich auch von Wiesen, ist aber im Alter braun. Ein möglicher Kandidat wäre noch E. querquedula.
LG Karl -
Hallo zusammen,
nachdem ich einen Tip bekommen hatte gab es einen kurzen Abstecher auf dem Weg in die Eifel.
Ein Riesenexemplar war leider nicht mehr völlig intakt
aber besonders von oben immer noch sehr ansehnlich
Ein kleineres Exemplar stand in den Starlöchern und war ein Fall für die Rückfahrt
ca.11 Stunden später die perfekte Kugel
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde,
heute konnte ich gemeinsam mit Rainer Platz 1. von unserer Wunschliste streichen. Rainer wümschte sich seit 30 Jahren dieses Kleinod zu finden und ich seitdem ich 2012 einen überständigen Fruchtkärper gesehen hatte den Pilz endlich mal in frischen Zustand zu sehen
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Der erste Blick auf einen umgekippten Fruchtkörper löste schon einen Jubelruf aus eyyyreeiiii
Dann begann eine akribische Suche in der umliegenden Laubschicht mit anschließender Foto-Orgie
Melanophyllum eyrei (Grünblättriger Zwergschirmling)
Dafür kann man mal auf Täublinge, Imperatoren und Rubroboletüsse verzichten
LG Karl -
danke für die Info! Schön, dass du R. pumila von R. alnetorum unterscheidest. Letztere kenne ich von einem Bachsumpf mit Alnus viridis aus dem Mittleren Schwarzwald auf ca. 900 Mtr.
Hallo Bernd,
ich habe R. alnetorum noch nicht gefunden, da bei uns Alnus viridis nicht vorkommt. Wahrscheinlich sind als R. alnetorum kartierte Funde außerhalb des Areals von A. viridis tatasächlich R. pumila. https://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=328
LG Karl -
Kannst du im Nachhinein noch etwas zum R. pumila-Fund sagen. Ich weiß, es ist lange her, aber weißt du noch, ob es ein feuchter Standort war, welche Bodenart vorlag und um welche Erlenart es sich als Mykorrhizapartner gehandelt hat.
Hallo Bernd,
R. pumila stand recht feucht bei Alnus glutinosa, kann aber auch bei Alnus incana stehen. R. alnetorum wächst nur bei bei Alnus alnobetulae Syn. A. viridis
LG Karl -
Hallo zusammen
Eifelpilze von vor 14 Tagen hab ich noch bisher nicht gezeigte, müsste dann diesmal aber anfangen, da ich nicht so lange dabei sein kann.
LG Karl
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Hallo Max,
ein toller Fund der in meiner Wunschliste unter den TOP 5 steht. Bereits als ich den Betreff gelesen habe, musste ich sofort an E. parasiticum denken.
LG Karl -
2012 wurde die Art mit zwei Kollektionen und aussagekräftigen Fotos im PilzePilze-Forum vorgestellt.
Hier zum Vergleichen. Kollektion 1 (an den Leisten) & Kollektion 2 (ebenfalls am Stiel)
Lieber Nobi,
ich bin immer total beeindruckt, wie schnell Du passende links zu diversen Themen aus dem Hut zauberst. Entweder Du hast ein phänomenales Gedächnis oder eine tolle Datenbank.
LG Karl -
Was bringt einem hier die Eisen(II)-Sulfat-Probe, wenn ich fragen darf?
Hallo Schupfi
Das habe ich hier gelesen, dachte versuchst das mal aus.
Hallo Andy,
da steht aber mit FeSO4 sofort blaugrün für C. venenatum.
LG Karl
