Beiträge von Karl W

    Hallo Björn,


    Schön, dass Du fündig geworden bist und 3 Motive kommen mir bekannt vor. Wir hatten nur Einzelstücke zur Mikroskopie mitgenommen. Botrytis ficarium ist übrigens wieder mal eine Ersterfassung für NRW und seit einer Stunde auch in Krefeld gefunden.


    LG Karl

    Hallo Bern,

    wenn Du schon mit R. amarissima eine extrem seltene Art aufnehmen möchtest, von der es aus den letzten 20 Jahren nur 3 Meldungen auf Pilze Deutschland gibt, solltest Du R. fragrantissima nicht auslassen. Ich schicke Dir gerne ein Bilder und weitere von 9 der gesuchten Arten, aber mir fehlt die Zeit sie in die Tabelle einzuarbeten.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    leider ist die Morchella cf vulgaris noch völlig unreif und im Hymenium ist kein einziger Ascus zu erkennen. Zumindest die Grate und die Stieloberfläche hab ich mir angesehen, um Vergleiche zu späteren Funden zu haben. Leider habe ich keine Bilder von Altfunden, aber der Anfang ist gemacht.

    Elemente der Grate (ridges) = acroparaphyses










    Ob die subglobosen bis 40 mµ breiten Elemente dazu gehören, kann ich nicht sicher sagen


    Elemente der Stieloberfläche = parames










    LG Karl

    Hallo zusammen,

    gestern ging es mal wieder früh los und das erste Bild war schon vor 8:00 im Kasten. Es sollte zwar die einzige Speisemorchel bleiben, aber wir wurden noch reichlich entschädigt :)

    Speisemorchel (Mochella esculenta s. l.)


    Die Käppcher waren für mich noch interessanter, da ich davon nicht so viele Bilder besitze und besonders nicht in meist taufrischem Zustand.
    Käppchen- oder Halbfreie Morchel (Morchella semilibera)




    Machen auch im Sonnenschein eine gute Figur


    Der Name Halbfreie Morchel zeigt sich im Schnittbild


    Ein etwas älteres Exemplar


    Es kam für mich noch besser da ich von den Fingerhüten noch weniger Bilder habe
    Fingerhut Verpel (Verpa conica) noch ziemlich versteckt


    Hier schon etwas weiter


    Hier in voller Länge


    Und noch ein Pärchen


    Im Nadelwald zeigten sich dann Giftlorcheln mit unterschiedlicher Begleitung
    Gift- oder Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta)


    Mit Sauerklee auf oberflächlich versauertem Kalkboden


    und noch mit Wechselblättrigem Milzkraut dessen Blätter im Gegensatz zur Giftlorchel sogar rohkosttauglich sein sollen


    LG Karl

    wenn ich die neueste Nomenklatur zu den Becherlingen richtig verstanden habe, dann ist tenacella der aktuelle Name für die alten Namen praetervisa, violacea und subviolacea (Van Vooren 2020). Vor einer Woche hatte ich ähnliche Becher mit der Sporengröße und Ornamentation, die ich nach breitenbach als Peziza praetervisa bestimmt habe, was a) zu deinen Angaben passt und b) dann g. tenacella heißen müsste.

    Hallo Andreas,

    wenn ich das richtig verstanden habe, sollte man auch den aktuellen Gattungsnamen dazu schreiben ;)

    Geoscypha tenacella
    (Sacc.) Van Vooren, Ascomycete.org 12(4): 187 (2020)

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Auf der Unterseite eines Blattes von Ligustrum vulgare, welches auf der Oberseite nicht verfärbt war, fand ich diese "Erscheinung" . Nach diversen fehlgeschlagenen Bestimmungsversuchen habe ich keine Idee mehr. (Maße im letzten Bild)













    LG Karl

    Hallo Bernd

    Du solltest unbedingt Russula laccata aufnehmen. Mikroskopisch schwer von R. fragilis und R. atrorubens zu unterscheiden aber im Gegensatz zu diesen an Weide gebunden. Die Variabilität der Farben entspricht der von R. fragilis, wobei ich noch keine gelben Frk. gefunden habe.


    Du führst R. fragilis violett, rotviolett, grauviolett auf und dann weitere Farben und die dunkle abgesetzte Hutmitte unter mehrfarbig. Die weiteren Farben können aber auch in reiner Form auftreten und die dunkle (fast schwarze) Hutmitte ist eher der Normalfall. R. fragilis in hellgelb ist wahrscheinlich nicht selten, wird aber möglicherweise oft übersehen. Wichtigster Baumpartner von R. fragilis ist die Eiche. Funde im Nadelwald konnen eher R. atrorubens sein.


    Russula romellii ist extrem farbvariabel und rein weinrote Fruchtkörper finde ich eher selten. Mehrfarbigkeit tritt häufig auf und Grüntöne ebenfalls. Siehe auch Einhellinger


    Russula sardonia ist farblich sehr variabel und untermischte Grüntöne kommen häufig vor. Siehe aber auch Einhellinger und die paasenden Bilder unten dazu


    Bei manchen Arten ist die Orientierung mittels Tabelle ein schwieriges Unterfangen und man kann nur nochmal unterstreichen, wie wichtig die Ökologie, das Ermitteln der Sporenpuverfarbe und die Anwendung von Chemie ist. Auch dann ist die Mikroskopie oft unerlässlich.

    LG Karl

    Hallo Claudia,

    es lohnt sich unbedingt zu warten, bis Du reife Sporen hast. Ich hatte gestern das Glück mit Rainer in der Eifel Fruchtkörper mit reifen Sporen zu finden und kam problemlos zu einer Bestimmung. Wuchstelle Weißtanne; Haare farblos > Sporen oval , elliptisch > breiter als 4 mµ > Ascusporen Melzer negativ > Sporen 8 - 9 x 5 - 6 mµ.
    Lachnellula gallica war für mich ein Neufund, was nicht verwunderlich ist, da die Art in Rheinland - Pfalz noch nicht in PD aufgeführt ist.













    LG Karl

    stellen. boccaccio war die Tage so nett mir seine Liste zuzuschicken (weiß nicht ob ich die bereinigt um seine Funde hier einfach anhängen darf) und die werde ich nun zukünftig nutzen um meine Funde weiter zu reichen. Ich hatte bisher auch schon eine Excel-Liste, die aber nicht direkt importierbar war. Das ist für die Koordinatoren deutlich mehr Arbeit.

    Hallo Schupfi,

    die Tabelle von boccaccio Björn ist eine Vorgängerversion, die ich man in die Datenaustauschtabelle von Mykis kopieren und damit problemlos importieren kann.
    Die Tabelle die Tomentella Frank reingestellt hat ist von der Spaltenaufteilung übersichtlicher und kann über eine neue Funktion in Mykis direkt übernommen werden, was für die Landeskoordinatoren noch ein wenig einfacher ist. Du solltest also diese Tabelle verwenden. Wer schon lange mit der ersten Tabelle arbeitet, sollte dabei bleiben.

    LG Karl

    Hallo Aretha


    Pilze auf Brandstellen oder nach Waldbränden sind bereits nach 3 Monaten zu erwarten (z. B. Anthracobia) und nehmen dann beständig zu, bevor es nach 3 Jahren wieder rückläufig wird. Das Erscheinen ist wie bei anderen Standorten witterungs- und jahreszeit abhängig.

    Nach einem Brand im Nationalpark De Meinweg im April 2020 wurde die Fläche gezielt besucht und ich konnte 2x dabei sein. Dominiert wurde der Bereich in dem es gebrannt hatte von Kiefern. Ein Niederländscher Pilzfreund übermittelte mir die Angehängte Tabelle.


    Von September bis Anfang Dezember 2020 erfasste Arten
    Brandstellenpilze.xlsx

    Die Storys über Massenfunde von Morcheln nach Waldbränden in Nordamerika sind mir bekannt, aber ob es in Europa einen derartigen Zusammenhang gibt habe ich noch nicht gehört.

    LG Karl

    Hallo Steffen

    bei einem Test mit einer Listen von ca. 2400 Arten ist mir ein kleiner Schönheitsfehler aufgefallen, der zumindest in meiner Office-Version auftritt.

    Artnamen die es auch als Gattungsnamen gibt werden weiterhin rot unterlegt, da sie im Wörterbuch nur in Großschreibung enthalten sind.

    Amanita vaginata
    Cortinarius suillus
    Hygrophorus russula
    Lepiota tomentella
    Ripartites tricholoma

    Man sollte kaum glaube, dass es ca. 200 derartige Fälle gibt. Wenn man in der Taxrefliste Deutschland zunächst bei Gattungs- und Artnamen die Doubletten separat entfernt, ist das mit recht wenig Aufwand festzustellen. Ich habe Deine Liste mal entsprechend ergänzt.
    Mykologisches-Wörterbuch2.txt
    LG Karl

    PS Die Datei als DIC ließ sich leider nicht hochladen