Beiträge von Climbingfreak

    Was meinst du wie viele Giftpilze es gibt und wie viele giftige Inhaltsstoffe? Es sind ja bei den meisten nicht mal die chem. Strukturen bekannt. Von den wichtigsten giftigen Pilzen sind die Giftstoffe bekannt, das ist wahr. Allerdings sind die meisten davon bei 100°C, wie z.B. das Amanitin nicht zu knacken. Glaub auch mal einem studierten Chemiker, wenn er dir was sagt. *kopfschüttel*

    Also kurz zusammengefasst: Du hast keine Ahnung, fürchtest aber es könnte Probleme geben.

    Dann sind wir ja schon zu zweit mit dieser Meinung.


    Die Kochzeitproblematik wurde ja schon öfter angesprochen, ohne dass ich da jemals mehr als höchst qualitative Aussagen gehört hätte.

    Gibt es wirklich keine wissenschaftlich fundierte Meinung zum Zerfall der Giftstoffe unter Zeit und Temperatur?

    Hi,


    Stoffe zersetzen sich erst ab einer gewissen Temperatur. Wenn diese nicht erreicht ist, dann zersetzen sie sich/denaturieren auch nicht gescheit. Da kannst du stundenlang die unter der Temperatur erwärmen, die Abnahme wäre gering.


    Leider ist es so, dass viele Giftstoffe unbekannt sind und man demzufolge auch die Reaktionskinetik und die Zersetzungstemperatur nicht kennt.


    So ist das alles nur pure Spekulation. Hinzu kommt noch dass Steinpilze z.B. roh essbbar sein sollen. Da würde ein Niedertemperaturen vielleicht Sinn machen. Für Hallimasch aber, wäre das mehr als gefährlich. Roh sind Hallimasch stark giftig! Ebenso bekommst du vielleicht auch mit 65°C vielleicht auch keine Nematoden tod.


    l.g.

    Stefan

    Hallo zusammen,

    laut Kibby ist L. roseofractum synonym mit L. scabrum und L. oxydabile ein "Nomen dubium", das gar nicht mehr verwendet werden sollte.


    VG


    Hi,


    vergiss das bitte schnell! Diese Synonymisierungen gehen auf Nordeloos/den Bakker zurück. In der Studie ist genetisch viel Mist passiert/fehlinterpretiert. Die Gattung muss dringend neu überarbeitet werden mit einem anderen Locus als der ITS. Ich würde für Leccinum den Schlüssel von Wolfgang Klofac von der ÖMG empfehlen.


    Ansonsten ist das oben nicht L. melaneum, schon allein deshalb, weil die Stielschuppung nicht passt. Die Rötung ist auf jeden Fall das absolute KO-Kriterium gegen Melaneum.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Rotfuchs,

    Christoph Hahn hat letztens einen Online-Vortrag zu den Vela gehalten. Vieles von dem, was er vorgetragen hast ist mir neu gewesen. Da gibt es bedeutend mehr Hüllen um den Pilz als ich bislang gelesen hatte. Ich geh mal davon aus, dass du mit Guthmann und Hahn aktueller bist.

    Hi,


    zumal ich persönlich mit den Angaben von "Grundkurs Pilzbestimmung" einige Probleme habe. Viele Fehler, die in dem Buch enthalten sind, wären mit einem guten Fachlektor/Fachlektorin vermeidbar, bzw. könnten leicht korrigiert werden. So sind viele Fehler bin in die 6. Auflage erhalten geblieben, bzw. wurden hineinkorrigiert.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja gibt es. Allerdings stammt die Studie aus den 80ern und deshalb würde ich das anzweifeln, weil damals die Analytik noch nicht soweit war wie jetzt.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    gerade bei längerem übermäßigem Verzehr passieren böse Dinge, wie Rhabdomyolyse etc. Das ist vor einigen Jahren bei Grünlingen passiert. Bei Steinpilzen ist das im Tierversuch auch nachgewiesen. Dann kommen noch Schwermetallbelastungen und Anreicherung von Caesium-137 hinzu.


    Es wird allg. empfohlen 250g Wildspeisepilze pro Woche zu essen. Mit dem Ratschlag kann nach heutigem Stand der Erkenntnis nix passieren.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Vorsicht,die Art sammelt/reichert, wie alle Champis aus der Sektion Arvenses das stark nierengiftige Cadmium (an). Deswegen vor dem Verzehr von vielen PSV auch abgeraten. Eine Cadmiumvergiftung ist nicht gerade erstrebenswert.


    l.g.

    Stefan

    Hallo,


    wenn gewünscht, dann kann ich das Thema gerne schließen. Danke für die Threaderstellung Nobi. Ich finde auch, dass ein bisschen Mühe bei der Erstellung der Anfrage angesagt ist. Wenn ich das aber mit FB Vergleiche ist das Forum 1000x mal besser. Dort gibt's sehr oft nur irgendwelche Bruchstücke zu sehen aus denen man die Art orakeln soll. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ohne Mikro ist eine Bestimmung in der Gattung unmöglich. P. leiocephala, P. kuehneri und P. plicatilis sind nur mikroskopisch sicher zu unterscheiden. Zudem sollten unbedingt junge Exemplare auch untersucht werden. Ich meine Velumreste auf dem Hut zu sehen was Parasola ausschließt oder sind das Erdpartikel?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    hinzu kommt noch, dass da bestimmt noch ein paar unbeschriebene Arten in der Gattung sind. Bis jetzt habe ich dazu auch noch nix neueres konkretes dazu gefunden. Spannend ist die Gattung, zumal es ja die Schwestergattung der Champis ist.


    l.g.

    Stefan