Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Hackstutz,

    der Schmierröhrling ist genauso alt wie der letzte. Schade, da wirst Du wohl bis nächstes Jahr warten müssen, um den Fall aufzuklären. Der weiße Pilz kann ein Egerlingsschirmling sein, aber eventuell auch ein Champignon. Lass doch einfach den Hut auf eine Untertasse oder eine Glasscheibe aussporen, dunkle Sporen haben Champignons, helle Egerlingsschirmlinge. Ich denke aber auch, dass es Letzterer ist.

    Klar, wenn du die Gattung Hygrophoropsis als "Falscher Pfifferling" benennst (ich mach das so), gibt es da mehrere Arten. Du kannst für die Gattung auch den deutschen Namen Afterleistling benutzen, der mir allerdings nicht gefällt (der ist, wie der Name schon sagt, "für den Ar***) ==Gnolm7 Insbesondere die weißen Arten/Formen sind spannend. Darauf hat uns Tricholomopsis-Christoph zur BMG-Tagung nochmals hingewiesen. Wir hatten da einen ganz speziellen dort gefunden.


    C. rutilus =Chroogomphus rutilus ist der Kuperrote Gelbfuß. Da das inzwischen ein Artenaggregat ist, wollte ich oben nur darauf hinweisen, dass es meiner Ansicht nach nicht der Kupferrote Gelbfuß im strengen Sinne ist. Ich habe letzte Woche auch noch eine Mail mit dem entsprechenden Artikel an die Fachgruppe rumgeschickt, den du auch bekommen haben müsstest.


    Auf der Boletus-Tagung und auf der BMG-Tagung haben wir fast ausschließlich nur Chroogomphus mediteraneus gefunden, für den bisher kein deutscher Name existiert. Mittelmeer Gelbfuß ist halt auch blöd, da der hier auch wächst und das sogar recht häufig. Das verwirrt nur, weswegen ich bei vielen Arten Deutsche Namen nicht verwende. Steffen (Toffel) hat auch einen deutschen Namen für einen Rindenpilz gefunden, der zwar für die Mikromerkmale passt, allerdings ellenang und überhaupt nicht einprägsam ist, weswegen ich in diesen Fällen auch auf deutsche Namen verzichte.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    also bei der Spinatsache, war die Primärquelle fehlerhaft, das weiß ich zufällig genau. ;) Trotz allem enthält Spinat frisch 3,5 mg/100g und gekocht/abgetropft 2,9 mg/100g, was für ein pflanzliches Lebensmittel gar nicht mal so wenig ist. (Hab gerade mal im Souci/Fachmann/Kraut nachgeschlagen.)

    Für diesbezüglich sensible Leute wie mich würde ich mir wünschen, bei Aussagen ähnlich wie "der ist giftig, den darf man nicht essen" dann auch belastbare (Primär-) Quellen anzuführen, oder eben eindeutig zu sagen, es ist unklar, ob der Pilz giftig ist.

    Siehe auch, wie oben schon mal genannt „Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert“ Speisepilze - Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V.. Hier werden leider auch keine Quellen genannt.


    Und wem soll ich nun glauben ?

    Glauben kannst du der DGfM, dass Nebelkappen als Pilz mit uneinheitlich bewertetem Speisewert gelistet sind. Die Nebelkappe steht da nicht umsonst dort; zumindest aufgrund der oft eintretenden gastrointestinalen Beschwerden. Ob dem FA Tox da konkrete Daten zu Nebularin vorliegen, kann ich gerne mal nachfragen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    der Bitte von Craterelle habe ich gerne entsprochen und die Butterdiskussion ausgelagert.


    Ansonsten finde ich die Dikussion einerseits spannend Fredy und Gaukler aber ist es nun denn so wichtig über solche Begrifflichkeiten zu streiten? Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so sinnvoll ist, hier über die Rechtlichkeiten der VO EU 1308/2013 zu streiten? Das ist immer noch ein Pilzforum. ;)


    l.g.

    Stefan

    Wie bereits gesagt, es war ja nicht die aufkeimende Diskussion über die Nebelkappe, sondern einige Äußerungen über die Schreibweise von Boeserwolf und weiteres. Ich hielt es zu dem Zeitpunkt am besten das Thema zu schließen und das muss als Erklärung an dieser Stelle reichen. Glaube mir bitte, dass ich solche Entscheidungen auch nicht leichtfertig treffe.


    l.g.

    Stefan

    Gerüche sind immer so eine Sache. Die können manchmal auch aufgrund von Witterungsbedingungen etc. sich schon sehr ändern, weswegen für mich die nicht zu sicheren Bestimmungskriterien gehören. Schön, wenn sie passen, aber wenn nicht und sonst alles passt, dann ist das dann trotzdem noch die bestimmte Art.


    Wie sehen denn die Mikromerkmale denn sonst so aus? Es stehen leider keine Sporengrößen da. Hast du auch mal einen HDS-Schnitt gemacht?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    also der Carcharias passt makroskopisch aus meiner Sicht; beim 2. Zum ersten sage ich mal nix, habe aber bei Carcharias so meine Probleme. In solch einem Rotton habe ich die nämlich noch nie gefunden...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    danke für die Ergänzung. Da das aber in jedem Fall Saprobionten sind, ist die Angabe für die Artbestimmung nicht wichtig. Mit einem Lamellenpräparat und HDS-Schnitt wäre eine Artbestimmung bei nicht zu großem Frostschaden in jedem Falle möglich.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    für eine Lepiota sind 9 cm Hutdurchmesser fast schon zu groß. Das ist eher ein Leucoagaricus; badhamii oder americanus oder so. Alternativ wäre auch noch ein Chlorophyllum möglich. Anhand der Bilder der alten FK (womöglich mit Frostschaden) traue ich mir da keine weitere Bestimmung zu.


    Frag mal Margitta, ob sie den dir vielleicht mikroskopiert. Kann gut was spannenderes sein.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    die Kultivierung ist kein Problem; die Indizierung der Fruktifikation ist das Knackpunkt. Auf der Agarplatte kommen so gut wie keine Fruchtkörper. Von EberhardS weiß ich, dass die Innsbrucker in den 70ern das mal mit Steinpilzen geschafft hatten. Sie konnten Fruchtkörper von 1,5 cm Größe aus einer Kultuer generieren. Dafür mussten die aber das Pilzmycel sehr stressen.


    l.g.

    Stefan

    Sagen wir mal so. Es begann die Situation aufgrund der Gesamtgemengelage, dass die Diskussion insgesamt langsam aus dem Ruder zu laufen, weswegen ich den Thread geschlossen hatte. Dass hier die Diskussion über die Nebelkappe weitergeführt wird, finde ich sehr gut.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    also das ist defintiv eine büschlig wachsende Psathyrella. ==Gnolm7Ab dann wird das Eis zumindest für mich sehr dünn. Es gibt da bestimmt noch 1-2 Arten mit dem Aussehen. Also ohne Mikrodaten lege ich mich da nicht fest aus Mangel an Erfahrung in dieser Gattung.


    Zum Speisewert: So weit ich weiß sind in der Gattung Psathyrella s.l. keine Giftpilze bekannt. Essen, bzw. zum Verzehr freigeben würde ich die aber trotzdem nicht. Ich bin der Meinung, dass nicht alles gegessen werden muss, nur weil in Pilzbuch X ein Besteck oder dergleichen drin steht.


    l.g.

    Stefan