Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    meine Pilzfreundin und Russula-interessierte Heidrun meint auch immer, dass bei Täublingen das wichtigste erstmal die Ökologie, Sporenpulverfarbe, Geruch und Geschmack als wichtigste Bestimmungsgrundlagen sind.


    Ansonsten habe ich "Glück", denn in meinen sauren Gebieten kann ich mir bei den Griseinae heraussuchen ob ich R. inonochlora oder R. prazurea habe. ==Gnolm7==Gnolm10


    Zumindest in 99,9 % der Fälle kommt einer von beiden raus.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Climby,


    genau das habe ich Amy gesagt. Und sie ist eine Anfängerin, die Hilfe suchte. Du konntest ihr ja schon mal einiges zu den Knollen sagen. Jetzt ist es an ihr, sich hier und dort und überall weiter zu informieren! Hier im Forum kann sie dafür bestimmt einiges tun...:gzwinkern: ==Pilz25

    Mir klang deine Empfehlung etwas zu absolut (auch für interessierte Mitleser), weswegen ich das noch etwas relativieren wollte.


    Wer von euch "Blumeninschwaben" kennt; die Seite kann ich bedingungslos empfehlen. 123Pilze erreicht diese Qualität nicht. Ich war lange nicht mehr auf 123Pilzen, weswegen ich auch kein aktuelles Beispiel parat habe. Mir sind z.B. bei den Risspilzen und Tintlingen in der Vergangenheit einige Bilder aus der jeweiligen "Artkollektion" aufgefallen, die garantiert nicht zu der erklärten Art gehörten. Das fällt dann aber zugegebenermaßen auch nur auf, wenn man sich mit den Arten und z.B. den dazugehörigen Huthauteigenschaften auseinandersetzt.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Amy,


    zunächst von mir


    (welcome)

    Zusätzlich macht es Sinn, sich Pilzliteratur anzuschaffen, ein bißchen im Internet zu recherchieren (z.B. "123Pilze" ) und vor allem Kontakt zu erfahrenen Pilzfreund/innen in der eigenen Umgebung zu suchen! ==Pilz25

    Dann zur Beantwortung deiner Fragen:

    1. Nicht jeder Pilz hat eine Knolle. Das ist nur Vertretungen bestimmter Gattungen vorbehalten. Spontan fallen mir natürlich die Knollenblätterpilze/Wulstlinge, Klumpfüße und einige Risspilze ein. Die Knollen können dort auch durchaus mal standortbedingt mal fehlen. Gerade Perlpilze und Graue Wulstlinge haben gerne mal keine Knolle.


    2. Ich habe seitdem ich Pilze suche (und das sind schon über 30 Jahre) noch nie einen Röhrling mit Knolle gesehen; aber zu 100% ausschließen möchte ich das nicht. ;)


    Dann noch eine Sache zu Grünis erwähnter 123-Pilzseite. Für Anfänger, um sich einen groben Überblick zu verschaffen, ist die in jedem Falle hilfreich. Dennoch ist die mehr oder minder stark fehlerbehaftet, was die Beschreibungstexte, wie auch die hinterlegten Bilder angeht, insbesondere dann, wenn es um Pilzarten/Gattungen geht, die über die üblichen Speise- und Giftpilze hinaus gehen.


    Gute Einsteigerbücher sind von Ewald Gerhardt "Der große Pilzführer für unterwegs" und der "Laux". Pareys Buch der Pilze würde ich dir auch noch empfehlen, allerdings ist das Buch vergriffen und nur zu astronomischen Preisen zu bekommen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich weiß nicht, was ein Eichensteinpilz sein soll, aber ich würde seinen Fund als Boletus edulis bezeichnen. Zumindest danach, was ich gerade auf meinem Smartphone so sehe.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen. Leider trifft gerade die Lichenologie nicht meine Interessensschwerpunkte aber in was finde ich dann doch spannend, dass für die Bestimmung Dünnschichtchromatographie genutzt wird.==Gnolm8


    Was nimmst du denn so als Fließmittel und womit detektierst du? Tauchen oder Sprühen? ==Gnolm7


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    danke für deine Einschätzung Nobi. Fundort war ein fichtendominierter Mischwald auf dem Erzgebirgskamm nahe Nassau. Da passt ein Hirsch deutlich besser rein als ein Schaf; es sei denn, es ist eins ausgebüchst. Der Durchmesser/Breite der Köttel ist ca. 1 cm bei 1-2 cm Länge.


    l.g.

    Stefan

    Danke für die Hinweise. Ich hab den Bovist/Fliegenpilz auch so stehen lassen und nicht etwa längs aufgeschnitten. Mir ist bewusst, dass die Amanita Arten jung so aussehen könnten. Jedenfalls hat mich Nr. 3 im Wald auch abgeschreckt, vielleicht weil er tödlich giftig ist :D.

    ein Bestimmungsversuch mit Schnittbild ist aber vollkommen ungefährlich. Vom anfassen hat sich in Europa noch niemand mit einem Pilz vergiftet. Nachdem du das Pilzmesser auch abgewischt hättest, wäre auch die Gefahr einer Vergiftung über Pilzfragmente eliminiert gewesen...


    l.g.

    Stefan

    Wobei beim Fahlen schon das bloße Schnuppern an der Stielbasis vollkommen ausreicht um den Jodoform-Geruch wahrzunehmen; zumindest bei meinen bisherigen Sichtungen war das so...


    l.g.

    Stefan

    Servus!


    Beim ersten kommt das Fleisch im Hut und oberen Stielteil auf meinem Monitor gelblich an, im unteren Stielteil rosabräunlich.

    Ich sehe das nur in Nuancen und viel Einbildung; ansonsten aber alles in reinweiß, weswegen ich auch ferrugineus ins Rennen geworfen habe...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    sehr schöne Doku. ==Gnolm8


    Bei I. curvipes gehe ich mit. Die Art kenne ich selbst ganz gut. Das passt.


    Bei I. margaretispora habe ich arge Zweifel, wenn ich mir die Zystidenform deines Fundes so mit Dittes Website vergleiche. Die Zystiden deines Fundes sind für mein Geschmack zu schlank und zu dickwandig im Vergleich zu Dittes Bildern. Auch die Sporenform passt aus meiner Sicht nicht so wirklich.


    Inocybe - margaritispora


    Bist du sicher, dass du nicht was aus dem Mixtilis-Aggregat gefunden hast?


    Mit was hast du geschlüsselt? Wie ist die Ökologie des Fundortes? Wie sind die Zystidenmaße?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    "nur" noch eine kurze Ergänzung zu dem Thema. Diese Chytridiomyceten sind an sich eine sehr spannende Gruppe. Es sind sehr einfach aufgebaute Pilze (basale Gruppe), die noch kein Mycel ausbilden können. Die Sporen sind begeißelt, d.h. sie können sich aktiv bewegen und sind damit sehr gut an aquatische Lebensräume angepasst, was leider im Falle der Salamander fatal ist.


    Ich hoffe sehr, dass es Projekte gibt, ein paar (oder mehrere) Salamander zu fangen und separat, geschützt irgendwo zu halten, so dass die Art eben nicht ausstirbt.


    Übrigens gibt es auch Phytopathogene Pilze, die sehr große Probleme bereiten können. Es gibt Listen von Organismen, die bei einem Nachweis in Deutschland oder Europa behördlichen Maschinerien auslösen, die sich gewaschen haben; nur um zu verhindern, dass sich das Pathogen/Organismus ausbreitet. So was kann durchaus bis zur Vernichtung/Entfernung/Fällung aller in Frage kommenden Wirtspflanzen in 10 km Umkreis des Nachweisortes gehen.


    Ein prägnantes Beispiel ist der Nachweis von Xylella fastidiosa (ein Bakterium) im Vogtland vor ein paar Jahren gewesen.


    l.g.

    Stefan

    Genau meine Meinung. :)


    l.g.

    Stefan