Beiträge von Craterelle

    Maronen haben schon einige Variationsbreite in ihren Merkmalen. Vor langer, langer Zeit, als ich noch nie einen Steinpilz gefunden hatte und so gern einen finden wollte, habe ich bei jeder ungewöhnlichen Marone gehofft, dass wäre jetzt endlich der gesuchte.


    Da bist du schon drüber weg, Glückwunsch!

    Bei dem, was halbwegs erkennbar ist, würde ich eher auf Filzröhrlinge tippen. Und gerade die nehme ich nur mit, wenn sie wirklich ganz jung und knackig sind. Sie werden schnell weichfleischig und scheinen besonders anfällig für Goldschimmel.

    Hallo zusammen,


    Ich bin mal über den Friedhof (Pankow X) gegangen, und es sind keine Massen, aber ein wenig tut sich. Die Butterpilze sind tatsächlich schon da, Kuhmaul und Reizker fehlen im selben Areal aber noch, wobei sie da auch sehr viele der Kiefern gefällt haben. Riesenboviste sind wohl durch, ansonsten Immerhin 3 Arten Täublinge, außerdem Karbolchampignons, erste frische Birkenporlinge, und für die Pfanne reichlich Nelkenschwindlinge (die sammle ich dort besonders gern, weil die Hundedichte geringer ist als in den Parks).


    Wird schon werden!

    3. Jeder Pilz kann in genau einer oder keinen Roten Liste stehen.

    Hm, da gibt es schon mehrere, internationale, nationale und auf Landesebene, dachte ich? Je nach Referenzrahmen würde ich dann eher formulieren "kann in der roten Liste stehen oder nicht" (z.B. der gesamtdeutschen oder der internationalen) oder "kann in einer, keiner oder mehreren ..." (Landesebene, Listen mehrerer Länder etc).

    Ok, danke, ihr beiden. Vom Stummelfuß-Rötling hatte ich noch nie gehört, der sollte aber schon einen - wenn auch reduzierten - Stiel haben nach einer Blitz-Recherche im Internet?


    Eine der ungestielter Räslings-Arten käme mir auch plausibel vor. Auch davon hätte ich noch keine bewusst in der Hand, aber zumindest habe ich schonmal davon gehört.

    Interessant! Den Sklerotienporling nehme ich immer gern mit, ich empfinde ihn als "unspezifisch umami". Den wolligen Scheidling habe ich einmal gefunden, aber nie probiert. Wir hatten kürzlich ein paar kleine Stückchen von der breitblättrigen Glucke (zugleich auch ein persönlicher Erstfund). Leider schmeckt sie kein bisschen wie die krause Schwester, sondern ziemlich exakt nach gar nichts. Christoph hatte den Geschmack einmal als sehr unangenehm bezeichnet, wenn ich mich richtig erinnere, das fand ich aber wiederum auch nicht.

    Theo, Malone und ich waren mal wieder unterwegs (davon vielleicht demnächst noch mehr).


    Währenddessen tat sich Unerwartetes in meinem Garten: kleine (bis knapp 2 cm) weiße muschelförmige Fruchtkörper.



    Das Substrat ist eine uralte Wolldecke, vermutlich Baumwolle, die zur Wasserversorgung einiger Jungpflanzen diente.


    Ich habe einen aussporen lassen, Sporenpulver ist mykologenrosa, so dass ich Stummelfüßchen vermute.

    Trag ihn gern ein, Benjamin. Die Liste ist offen für Wachstum!

    Hallo Benjamin,


    sehr fein, dass es wieder neuen Input gibt. Ich habe leider seit Monaten keine Pilze mehr gesehen oder gegessen. Eigentlich sollten die Formeln automatisch erweitert werden, das hat aber nur bei denen am Ende funktioniert, beim Mittelwert war es kaputt. Ich habe die Formeln korrigiert, so dass deine Wertungen mit einberechnet werden.


    LG, Craterelle


    P.S.: Mohrenkopf ist auch einer meiner absoluten Lieblinge.

    Hallo Ylli, ich freue mich immer über mehr Beteiligung am Fotowettbewerb, aber du solltest dein Bild nicht direkt hier einstellen, sondern an JanMen schicken. Hast du die Funktion für eine "Konversation" schon entdeckt? Sonst können wir es dir sicher erklären (ich musste allerdings selbst gerade ein wenig danach suchen).

    Mal eine etwas eher unqualifizierte Zwischenfrage von mir zum interessanten Lamellenpilz auf Bild 5 - du weißt bestimmt, was das für einer ist, vielleicht möchtest du verraten, was das ist?

    Hallo Martin, ich bin zwar nicht Frank und kann mich inzwischen auch kaum mehr erinnern wie Pilze überhaupt aussehen, aber das halte ich für ein sehr typisches Kuhmaul.


    LG, Craterelle

    Unverhofft kommt oft. Eigentlich wollten wir nur den aktuellen Stand unserer Gefilde im Norden von Brandenburg erkunden und sind dementsprechend mit relativ geringen Erwartungen losgefahren. Wir wurden dann aber sehr schnell eines Besseren belehrt. Offensichtlich haben die gelegentlichen Schauer bzw. Gewitter der letzten 2-3 Wochen doch ausgereicht, um bei uns den ersten ernstzunehmenden Schub von Pfifferlingen auszulösen. Wir hatten nach ca. einer Stunde ungefähr ein Kilo zusammen und haben dann abgebrochen, bevor es zu viel wird.

    Das überrascht mich wirklich, weil ich mich hier bei mir aus den letzten Wochen kaum an Regen erinnern kann, zumindest während ich hier war (und nennenswert feucht war es auch nie, wenn ich zurückkam). Vielleicht etwas begünstigtere Gebiete? Auf jeden Fall meinen Glückwunsch & guten Appetit!

    Hallo Steffen,


    gründlich vorbereitet und dann auch mit reichlichen Funden belohnt, :thumbup: und Glückwunsch.

    Dazu wachsen die Mykorrhiza-Partner des Pisolithus arhizus, Birken und Kiefern, mit welchen der Pilz eine Symbiose eingeht.

    Das ist aber fakultativ, oder? Ich kenne den Pilz inzwischen von einigen verschiedenen Standorten in Deutschland (Nobis Fundstellen - mit Birken) und aus verschiedenen südeuropäischen Ländern, und an mindestens zweien meine ich, dass da weder Kiefern noch Birken vorkamen.


    Einmal unter Eukalyptus: https://goo.gl/maps/oTDgVEmPYBbS6o376


    Und im Eichenwald: https://www.pilzforum.eu/attac…5-img-20191008-134843-jpg (Bild von Sarifa)