Beiträge von Craterelle

    Hallo Ralf, das ist bei Kunstlicht fotografiert, oder? Falls ja, mach Fotos zukünftig besser bei Tageslicht, und sollte die Farbe auf dem Foto trotzdem nicht so wirken wie live, kannst du einen Weißabgleich versuchen oder es zumindest dazuschreiben.


    Falls da kein Holz drunter war: Es gibt auch seitlich wachsende Pilze, die auf Erde wachsen, etwa die Erdmuschelinge (in denen ich selbst auch schon mal unbedingt Seitlinge sehen wollte, es waren aber keine).

    Hm, meine Funde erinnerten von Textur und Aroma ziemlich exakt an Kiefernwald-Grünlinge (könnten somit ein guter Ersatz sein für diejenigen, die den vermissen). Ich bin von dem Mehl-Gurken-Aroma nicht ganz so angetan, und Austern o.ä. habe ich da nie erschnuppern können.


    Meine waren allerdings zu 100% Funde aus dem Kiefernwald und sahen deinen gar nicht so sehr ähnlich (hätte ich raten müssen, wäre ich niemals beim schwarzfasigen gelandet, aber das ist ja weder ein Rätsel noch eine Bestimmungsanfrage).

    schlimmere Strafen als herrliches Pilzeputzen

    Neee, fast gar nicht. Nach einer Pilztour (ohne Sammelstopp) brauche ich entweder eine Putzhilfe, oder ich schaffe gerade mal eben die Erstversorgung, also in der Richtung von "so halten die bis morgen im Kühlschrank gut durch". Und ich würde niemals jene Mengengrenze von 2 kg pro Person reißen, es sind dann eher so 500 g.

    Und dann ist da noch der Grünspanträuschling. Früher habe ich den stehenlassen, bis zu Christophs ( Tricholomopsis - lange nichts von dir gelesen...) Lobeshymnen auf seine kulinarische Eignung.


    Das Aroma hatte ich als leicht erdig (wie Safran) in Erinnerung, aber das habe ich diesmal überhaupt nicht mehr wiedergefunden. Vielleicht ein klein wenig nach Heu? Insgesamt ist der Geschmack für mich schwer zu beschreiben und auch nicht gerade intensiv.


    Ich habe sie dann in ein Knoblauchsüppchen geworfen (allerdings stückig, nicht püriert), weil sie da laut Christoph am besten zur Geltung kommen, und das war lecker, aber das wäre es meiner Einschätzung nach auch ohne Pilze gewesen.

    Und noch eine Reihe Einzelverkostungen, größtenteils Wiederholungen:


    Herbstlorchel: (Achtung: ich habe ausgiebig recherchiert und für mich selbst das Risiko einer Kostprobe abgewogen - bitte nicht blind nachmachen, sondern informiert euch selbst - als Ausgangspunkt kann vielleicht diese Diskussion dienen) haben mir sehr gut geschmeckt, nussig-buttrig (obwohl in neutralem Öl gebraten, nicht in Butter oder Butterschmalz). Ganz leichte Süße, ähnlich der krausen Glucken (dabei aber etwas weniger pilzig als diese, hier steht für mich das nussige im Vordergrund, was die Glucke für mich auch hat). Außerdem sehr angenehmer Biss, ebenfalls gluckenähnlich. Glatte 9.


    Rauchblättriger Schwefelkopf: bleibt bei 9, vom Aroma her dauerhaft einer meiner Lieblingspilze.


    Veilchen-Rötelritterling: War bei 8, setze ich runter auf 7.


    Violetter Rötelritterling: den fand ich am Anfang so toll, habe ihn dann eine Weile gar nicht mehr gesammelt, neuerdings habe ich wieder Lust drauf. In der Liste stand er mit 7, lasse ich auch so.


    Bei beiden Lepista-Arten ist für mich der jeweils sehr spezielle Geruch nach dem Braten praktisch nicht mehr wahrnehmbar.

    Hallo Bernd, wenn's um den Geruch geht, finde ich es ok. Ich assoziiere damit tatsächlich Weizenmehl, wenn es nicht näher spezifiert ist (das ich diese Komponente in Weizenmehl noch nie erschnuppern könnte, nicht einmal in Backstuben, wo selbst vermahlenes Mehl verarbeitet wurde, steht auf einem anderen Blatt).


    Was ich tatsächlich irreführend finde ist "mehliger Geschmack". Das soll vermutlich ausdrücken, dass man beim Kauen/Essen dieselbe aromatische Komponente wahrnimmt wie oben beschrieben (logisch, weil das Aroma auch beim Essen immer noch über den Geruchssinn wahrgenommen wird), aber außerhalb der Mykologie bezieht sich das für mich eben überhaupt nicht auf den Geschmack, sondern auf die Textur.

    Oehrling: es ist doch völlig legitim, sich geruchliche Assoziationen zu erarbeiten und zu diskutieren, gerade wenn es um einen nicht unbedingt häufigen Geruch geht wie hier. "Mit Mehlgeruch ist gemeint: riecht wie diverse Ritterlinge, z.B. T. equestre, T. potentosum" kann ich prima leben (weil ich die beide kenne), aber "L. irina riecht wie L. irina" bringt mich nicht wirklich weiter.

    Ah, ja, jetzt wo du es schreibst: schon möglich, dass die Iriswurzel irgendwen an Veilchen(blüten)-Geruch erinnert hat, und sie daher ihren Volksnamen hat.


    Und evtl. erinnert der Geruch von L. Irina dann doch eher an an Veilchen als an Iriswurzel, geschweige denn an Veilchenwurzeln? Es bleibt spannend, ich werde auch buddeln.

    Finde ich interessant, dass nicht nur die Namensgebung irreführend ist, sondern anscheinend überhaupt die Geruchsassoziaton. Jetzt bin ich doch noch neugierig, wie die Wurzeln des echten Veilchens eigentlich riechen.

    Meine persönliche Faustregel: probiere sie, wenn du einen Verdacht hast, um welche milde und kulinarisch verwertbare Art es sich handelt. Ansonsten lasse ich lieber die Finger insbesondere von den lebhaft gefärbten Exemplaren.

    Bei den Exemplaren ging meine spontane Assoziation nicht Richtung Rötelritterling, sondern zu den Schleierlingen (mit denen ich mich kaum auskennen).


    Lass einen aussporen, dann hast du zumindest mal darüber etwas Klarheit.

    Hallo,


    wenn das der Selbe ist wie der hier muss er eine Art Universalgenie sein. Eine Ähnlichkeit ist m.M. nach vorhanden.

    Ja klar, dieselbe Person.

    Zwei Menschen mit demselben Nachnamen, aber unterschiedlichen Vornamen und Adressen, die sich sehr ähnlich sehen, könnten vielleicht einfach Geschwister sein? Für mich scheint nicht zuletzt auch die gemeinsame Teilnahme am Wettbewerb dafür zu sprechen.

    Oh, Reifpilze! Die stehen immer noch auf meinem Wunschzettel, und möglicherweise bin ich einfach achtlos dran vorbeigegangen, ich war nämlich auch in der Nähe von Wandlitz unterwegs.


    Einen schönen bunten Korb mit Lamellenpilzen und genau 3 jungen Röhrlingen hat mir meine Tour trotzdem beschert, also kein Grund zu jammern.


    Ein paar Hallimasch-Knöpfchen waren auch drin, aber im Vergleich zu anderen Jahren scheint der wirklich spärlich zu fruktifizieren.

    Die Veilchenwurzel ist ein pflanzliches Arzneimittel, das bei Säuglingen und Kleinkindern traditionell zur Behandlung von Zahnungsbeschwerden eingesetzt wird. Das Beissen auf der Wurzel wirkt schmerzlindernd. Der Name ist irreführend, weil es sich nicht um die Wurzel des Veilchens, sondern um das Rhizom von Schwertlilien (z.B. Iris germanica) handelt.

    Ok, was du brauchst sind aber Schwertlilien. Ich hatte vor Jahren in einer Diskussion über meine ersten Funde auch mal danach gesucht, welche Art(en?) genau, aber das habe ich nicht mehr präsent. Norbert.S wollte damals auf jeden Fall in seinem Garten welche ausbuddeln, aber ich weiß nicht, ob er das wirklich getan hat.