Wenn ich mich recht erinnere ist bei der Gujak-Reaktion nicht nur der reine Farbumschlag und die resultierende Farbe sondern vor allem deren Geschwindigkeit relevant: hat man innerhalb einer Sekunde eine Farbreaktion (bspw. nach blaugrün) oder erst nach 30 Sekunden? Wenn die Farbreaktion sehr lang dauert (ich habe keine konkrete Zahl im Kopf, werfe aber einfach mal 30..60 Sekunden in den Raum) dann spricht man sogar von einer (quasi) negativen Reaktion.
Beiträge von Chorknabe
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Ich poste hier jetzt sehr oft Bilder von mir unbekannten Pilzen da ich unheimlich neugierig und wissbegierig bin, allerdings auch noch ein Anfänger! Und ich gebe mir wirklich immer extrem Mühe die Pilze so detailreich wie möglich darzustellen.
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Meine Anmeldung zum Pilzkurs für Fortgeschrittene I + II mit anschließender Prüfung zum PSV ist raus und kommt nächstes Jahr im August, ich freu mich wahnsinnig drauf! Bis dahin werd ich euch wahrscheinlich noch ab und zu mal behängen müssen!
Es ist schön dass Du wissbegierig bist und lernen möchtest. Aus diesem Grunde sind wir ja alle hier. Was Du zu Beginn aber unbedingt lernen musst ist Deine Funde besser zu dokumentieren, sonst ist eine Bestimmung oft sehr schwer oder gar nicht möglich. Bei Vielen Arten braucht es sogar Bilder von den mikroskopischen Eigenschaften um eine Bestimmung zu ermöglichen. Möglicherweise kann ein Experte einen Pilz durch bloßes ansehen erkennen. Bei Deinem Kurs kommendes Jahr wirst Du das bei Deinem Kursleiter erleben. Aber wenn der Kurs zu Ende ist hast Du nur noch Deine Bücher und dieses Forum. Und da wir Forenten Deine Pilze nicht in unserer Hand drehen und wenden können braucht es eine akkurate Beschreibung.
Deine Pilze sind Schleierlinge. Erstens siehst Du bei einigen Exemplaren sehr schön den Schleier, außerdem hast Du dunkles (in diesem Fall rostbraunes) Sporenpulver. Sie Sporenpulverfarbe ist übrigens bei Pilz-Kursen (bspw. der bei A.Gminder) eine wichtige Grundlage, denn sie hilft etwas Struktur ins Dickicht vielen Arten und Gattungen zu bringen. Es schadet also nichts als Vorbereitung schon mal Sporen-Abdrücke zu erstellen (was ausgesprochen einfach ist).
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[..]Während ich das schreibe, sitze ich übrigens bei meinen panierten, in der Pfanne rausgebratenen Pilzen. Äußerst lecker!!!
Willkommen hier im Forum.
Ich bin gerade etwas konstaniert von Deinem einstand und fasse daher nochmal zusammen: Du fragst in einem Dir fremden Forum (dass Du vermutlich vo 5 Minuten ergooglet hast) wildfremde Menschen die Du nicht kennst welche Pilze Du da massenhaft gefunden haben könntest - aber auf Verdacht bereits essfertig geputzt hast. Ein User (den Du nicht kennst) gibt sich mit den nicht hinreichend aussagekräftigen Bildern Mühe äußert aufgrund eine explizit wage Vermutung. Daraufhin packst Du alle Pilze in die Pfanne und lässt sie Dir schmecken.

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten aber das ist ganz vorsichtig ausgedrückt äußerst mutig. Ich hoffe dass Du hier Glück hattest und keine giftige Art erwischt hast (die es bei den Riesenschirmlingen nun mal gibt).
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Auch für mich ein Cortinarius.
Was mich etwas verwundert ist dass Du einen Pilz probierst den Du nicht einmal annähernd einsortieren kannst. Bei den Cortinarien gibt es diverse tödlich giftige Arten! Selbst wenn man nur kurz an einem Stück herumkaut und schnell wieder ausspuckt ist nicht klar wieviel Giftstoffe dabei schon in den Körper gelangen können.
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Ein Täubling, Russula spec., Geschmacksprobe leicht bitter.Mit den Russula's werde ich mich erst in ein paar Jahren beschäftigen, da geht ohne Mikro angeblich fast gar nichts. Dieser Fund vielleicht doch?
Ich denke hier spontan an einen Bluttäubling. Steht bei Kiefer (auf den Bildern meine ich Kiefernnadeln zu sehen?), die Farbe könnte auch hinkommen. So kräftig gefärbte Stiele kenne ich nicht, aber rötlich angehaucht ist typisch. Geschmack nur wenig scharf (erst nach längerem kauen) bzw. etwas bitterlich könnte auch hinkommen.
Ich habe nicht sehr viel Erfahrung mit den Täublingen, aber vor wenigen Wochen hatte ich den/einen Bluttäubling mal in der Hand und Dein Bild erinnert mich doch sehr an diesen. -
Vielen Dank für die Antworten. Ja, das könnte wohl eine Nebelkappe sein. Die Lamellen lassen sich in der Tat leicht lösen/abschieben. Schade, ich empfinde den Geruch auch als sehr angenehm pilzig. Er wird dann wohl leider in die Tonne wandern.Mach Dir nichts draus, nun kennst Du einen Pilz mehr und kannst Dich bei den nächsten Waldspaziegängen üben ihn wieder zu erkennen. Und dann bringst Du wieder mal einen oder zwei unbekannte Pilze mit aus dem Wald und so ganz langsam Stück für Stück kennst Du immer mehr Arten

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Ich meine es könnten Nebelkappen sein. Die sind im späteren Herbst ausgesprochen häufig zu finden. Der Geruch wird von vielen als unangenehm empfunden, ich finde ihn aber sehr angenehm, nach einer weile vielleicht etwas aufdringlich - die Beschreibung "parfümiert" passt hier schon ganz gut. So oder so ist der Geruch sehr typisch und einprägsam so dass man den Pilz schnell überall erkennen kann.
Kleiner Test außerdem: drücke mal den Daumennagel in die Lamellen und versuch sie vom Hutfleisch zuschieben. Bei der Nebelkappe (und anderen verwandten Arten) geht das sehr einfach, wird daher oft als ein hilfreiches Merkmal in den Pilzbüchern erwähnt.
P.S.: Die Nebelkappe gilt nach neueren Erkenntnissen als nicht essbar (weil krebserregend!), in älteren Pilzbüchern kann sie aber noch als Speisepilz geführt sein.
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Hat denn Nummer 2 irgendwo in dem Schliem irgendwelche Schüppchen drin? So jung wie die Pilze sind, müssten da schon noch ein paar sein, wenn es Pholiota lenta wäre.Ich kenne den Tonblassen Schüppling auch mit (weißlichen) Flocken die wortwörtlich im extrem dicken und reichlichen Schleim schwimmen. Bei Bild 5 (kleinere der beiden Pilze) könnte man genau das mit gutem Willen erahnen..
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Noch eine Frage zum Täubling: hast Du mal dran gerochen?Ja, er roch eigentlich ziemlich mild, ich würde fast sagen nach nichts.
Dann ist meine Idee hinfällig. Rein optisch dachte ich an einen Stinktäubling, aber das hättest Du dann auch gerochen (ich finde er stinkt nicht, riecht aber zweifelsohne intensiv).
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Bei wem kann man sich denn da fachkundig beraten lassen vor Ort? Wohne in Rosenheim bei München, Bayern.Hallo,
hier gibt es eine offizielle Liste der Pilzsachverständigen (PSV):
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Noch eine Frage zum Täubling: hast Du mal dran gerochen?
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Spontane Idee: ein Hallimasch.
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Die blauen Träuschlinge sind wirklich immer sehenswert.
Grünspanträuschling, toll!Ja was denn nun?
Soweit ich mich erinnern kann ist der blaue Träuschling dadurch gekennzeichnet dass er quasi keine oder nur gering ausgeprägte Ringzone hat - im Gegensatz zum Grünspanträuschling. Auf den Bilder oben sieht man aber einen ordentlich ausgeprägten Ring. Also Grünspanträuschling? Bitte um Aufklärung! 
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Vielen Dank für all die nützlichen Antworten.
Ich hatte es wohl wirklich mit dem Grünblättrigen zu tun.
In Zukunft werde ich mich wohl nur an die Pilze halten mit denen ich mich auskenne.
Aber einen Pilzkurs würde ich gerne mal mitmachen.
Damit auch mal etwas anderes ausser Steinpilze,Maronen und Birkenpilze den Weg in meine Pfanne findet.Micha, Du machst Das im Grunde schon richtig. Wenn man die Pilze für die Pfanne kennen will muss man auch die Pilze kennen die keinesfalls in die Pfanne dürfen. Ab und zu mal was unbekanntes aus dem Wald mitbringen, das Bestimmungsbuch wälzen und im Forum Deine Idee äußern. So lernst Du langsam das kennen was in Deinem wald so wächst

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Das , wo die Hutfarbe bis in die Lamellenenden läuft , ist ein ganz bestimmter. Hab ich wo gelesen , fällt mir aber gerade nicht ein.Genau das fiel mir auch auf, und mir fiel gleichzeitig ein wo ich das schon mal gelesen hatte: beim Rotstieligen Ledertäubling (russula olivacae). Den findet man aber wohl eher im Wald, auch ist der Stiel auf den Bildern die ich gefunden habe deutlich intensiver rötlich überhaucht. Aber vielleicht haben auch andere Täublinge diese Farbstich vom Hutrand in die Lamellen hinein drauf..?
Lg.
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Ich habe eben mal ein mini Stück gekostet und danach sofort ausgespuckt und den Mund ausgespült.
Definitiv ekelhaft bitterer Geschmack.
Dabei haben sie so gut gerochen.
Schade.
Hätte ja ein leckerer Speisepilz sein können.Hallo Micha,
der Grünblättrige Schwefelkopf den Du hier scheinbar gefunden hast ist ein extrem häufiger Pilz und immer an Totholz zu finden. Wenn Du ihn etwas kennen gelernt hast wirst Du ihn quasi bei jeder Waldtour entdecken können. Der ebenfalls erwähnte (essbare) Rauchblättrige Schwefelkopf ist deutlich seltener. Sobald der Hut und vor allem Stiel mehr oder weniger kräftige Geldbtöne und die Lamellen grünliche Töne aufweisen hast Du es mit dem Grünblättrigen Schwefelkopf zu tun.
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Hallo Peter,
"Trick 17" bei der Nebelkappen: versuche mal mit dem Fingernagel die Lamellen vom Hutfleisch wegzuschieben, das sollte ganz leicht gehen. Das ist ein charakteristisches Merkmal der Nebelkappe und andere Rötelritterlinge ("lepista").
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das ist ziemlich sicher der rötliche Gallerttrichter.
Würde ich auch so bezeichnen. Übrigens einer der ganz wenigen Arten dessen Rohgenuss unbedenklich ist. Schmeckt zwar wohl nach nichts, aber wenn man mal etwas Farbenfrohes für den Salat braucht..
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Du hättest mal an der Milch lecken können. Danach ist zwar die Zunge eine kleine Weile taub aber man hat mal erlebt was "scharfe Milch" bedeutet

Sporenabwurf wird übrigens noch hübscher wenn man den Pilz mit einem Gefäß abdeckt. Dadurch bleibt jedwede Luftströmung draußen und Du hast am nächsten Tag einen tollen Sporenabdruck in Lamellenform.
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Hallo,
wie andere schon schrieben hast Du hier einen Kiefernreizker (oder: "echter Reizker") vor Dir. Er gehört zu den Milchlingen - der Grund ist klar ersichtlich wenn man die Milch raustropfen sieht. Es gibt viele Arten bei den Milchlingen; die rot bzw. orange milchenden Arten (sind ca 5 Arten) nennt man "Reizker". Präge Dir diesen Pilz gut ein: Hut, Lamellen und Stiel sind orange. Der Hut ist "zoniert" - das bedeutet er hat eine Art konzentrische Zeichnung; der Stiel hat "Grübchen" - das sind die dunkel-orangenen Punkte). Standort: immer bei Kiefern. Ein Pilz den man auch als Anfänger nach etwas Übung leicht erkennen kann - und der ganz hervorragend schmeckt. Für mich persönlich einer der besten Speisepilze.
Wichtigster (und wahrscheinlichster weil häufig) Verwechslungspartner ist der Fichtenreizker: kaum Zonierung keine Grübchen, oft Grüntöne auf dem Hut, Standort bei Fichten. Dieser ist auch essbar aber nicht so lecker wie der Kiefernreizker.
Der Vergleich mit den Täublingen ist gar nicht so weit hergeholt, denn Täublinge und Milchlinge brechen - im Gegensatz zu allen anderen Pilzen - nicht fasering sondern eher spröde wie bspw. Hartkäse. Daher nennt man sie auch "Sprödlättler".
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Also war Lactarius deliciosus auch mit im Spiel?
Das Bild hatte ich aebr auch schon mal, Kiefernwälder mit eingestreuten Birken, da kann man die drei Arten auch gut nebeneinander beobachten.
Es kann durchaus gut sein, daß das alles seine Richtigkeit hat, wie du es bestimmt hast. Wie das mit der Stielspitze ist, das müsste ich nun auch erstmal nachgucken und nachlesen. Ist mir bei eigenen Funden bisher nichts Konkretes aufgefallen, die waren auch so eindeutig genug (eben zoniert vs. unzoniert).Hallo Pablo,
die Kiefernreizker waren der einzige Grund die Stelle zu besuchen

Hier mal Fremdbilder vom blassen Birkenmilchling: http://www.123pilze.de/DreamHC…/BlasserBirkenreizker.htm
Bei denen kann man dieses rosalichen recht scharf abgegrenzten Ring um an der Stielbasis gut erkennen. Genauso habe ich die Art auch beim F1-Kurs kennen gelernt. Es kann natürlich sein dass dies ein Merkmal ist was nicht immer sicher oder so eindeutig auftritt, dazu fehlt mir die Erfahrung.Lg.
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Der Baum hing einfach im Geäst der umgebenden großen und kräften Buchen/Eichen. Ist mir erst gar nicht aufgefallen, erst als ich den Boden nach Pilzen absuchte bemerkte ich dass der tote Baum irgendwie frei im Raum bzw. Wald schwebt

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Halo,
ich bin schon eine Weile auf der Suche nach einem Exemplar von Die Grosspilze Baden-Württembergs Bd. 2. Die Chance ist sicher außerordentlich gering, aber vielleicht möchte ja doch jemand sein Exemplar verkaufen?
Freue mich über Angebote, Lg.
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Das ist wirklich eine harte Story die Du uns berichtet hast.
Die Unbekümmertheit liegt sicher auch an der Hängematten-Mentalität die sich entwickelt hat. Wir sind stetig umgeben von Sicherheitseinrichtungen, Vorschriften und Verboten. Das Leben wird dadurch sicherer, Unfälle weniger, aber wir werden immer mehr daran gewöhnt dass andere oder die Technik uns davon abhalten wird etwas falsches oder gar gefährliches zu tun. Vielleicht ist diese Theorie etwas weit hergeholt, für mein Empfinden klingt es aber nicht unlogisch. Aber es hilft ja nichts, man kann als Einzelner nur immer wieder versuchen aufzuklären und ein gesundes Bewusstsein für die mykologischen Gefahren zu schaffen. Keine Panik verbreiten aber Unbekümmertheit mit Wissen zu ersetzen.
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der Fehler auf Bild 3 könnte ja sein, dass dieses Gehölz noch steht.
Oder hängt es gar schon?
Oder doch ne Montage.Ich drücke es mal so aus: keine Bildmontage, und stehen tut es auch nicht mehr

