[..] Der Perlpilz ist da doch etwas besser. [..]
Diese Aussage wundert mich. Der Perlpilz gilt überall als hervorragender Speisepilz. Letztes Jahr habe ich den das erste mal verkostet und war vom Geschmack sehr angetan.
[..] Der Perlpilz ist da doch etwas besser. [..]
Diese Aussage wundert mich. Der Perlpilz gilt überall als hervorragender Speisepilz. Letztes Jahr habe ich den das erste mal verkostet und war vom Geschmack sehr angetan.
Hallo,
Pilz 9/10 würde ich Richtung Schwindling denken, genaueres kann ich aber auch nicht sagen. Spontaner erster Gedanke: Halsbandschwindling oder Käsepilzchen.
Pilz 11/(12?) könnte ein Breitblatt sein, die sind zur Zeit häufig. Hast Du beim "ernsten" darauf geachtet ob er wurzelartige Myzel-Fäden hat? Daran kann man das Breitblatt gut erkennen.
Ein Samtfußkrempling also... und sogar halbwegs essbar... aber ich finde den Pilz einfach schön zum anschauen!
Der Samtfußkrempling ist quasi DER Pilz-Klassiker in der Rubrik: ".. kann man essen - muss man aber nicht ..". Ich selbst habe ihn noch nicht probiert, aber alle Autoren bezeichnen ihn als ungenießbar bzw. unterste Kategorie. Es gibt wohl Rezepte in denen Der Pilz ähnlich Wurstsalat angemacht wird - wenn gar nichts anderes wächst kannst Du das ja mal ausprobieren. Zumal beim Samtfußkrempling eine sehr viel geringere Gefahr der Verwechslung besteht als bei den Scheidenstreiflingen (die ich übrigens nie sammle weil wenig dran ist und sie sehr empfindlich sind so dass sie den Transport im Korb selten auch nur halbwegs überleben) ![]()
Alles klar. Danke dir vielmals für die ausführliche Antwort.
Frühjahrslorcheln sind es glaube ich nicht. Die sind imo hellbrauner, und hirnartiger
Da wird Dir vermutlich jeder hier recht geben. Aber "..glaube ich.." ist halt eine etwas dünne Informationsbasis in Anbetracht der Tatsache dass einem die Pilzmahlzeit unter die Erde bringen könnte. Deswegen geben sich hier alle Forenten bei derartigen Anfragen eher bedeckt.
Der Wuchsort (auf relativ frisch gemulchten Beeten/Rabatten etc) ist übrigens recht typisch für die Spitzmorchel.
Hallo,
man liest übrigens häufiger davon dass bei frisch gemulchten Stellen im kommenden Jahr die Morcheln sprießen. Ich konnte das selbst bereits mehrfach in der Stadt bei Neubauhäusern oder frischen Grunanlagen beobachten. Im Jahr darauf ist es aber meist schon wieder vorbei mit den Morcheln. Überhaupt ist es gerade in der Stadt meist keine gute Idee etwas vom Straßenrand zu pflücken - nicht zuletzt weil mit großer Sicherheit schon viele Vierbeiner ihr Revier markiert haben
Aber auch im eigenen Garten weiß man nie so genau ob dem Rindenmulch etwas zugesetzt worden ist oder nicht..
Danke Euch für die Aufklärung! Fazit: keine voreiligen Schlüsse ![]()
Zwischenfrage:
wenn es hier ein Schleierling wäre, würde man dann nicht irgendwo zumindest nicht einen kleinen Rest der Cortina sehen? Bei den Klumpfüßen etc. bleibt ja gern ein kleiner (kaum sichtbarer) Rest am stiel zurück in dem sich dann die Sporen verfangen wodurch man die Cortina dann eben doch erkennen kann.
Oder gibt es in dieser Größe auch Cortinarien die dieses verhalten so gar nicht aufweisen?
Wenn Jena nicht so weit weg wäre...
...würde ich auch gerne gleich vorbeischauen.![]()
Wenn wir bereits jetzt beginnen zu planen hat vielleicht sogar Andreas Gminder mit Frau (Tanja Böhning) Zeit ![]()
Rätsel 2 erinnert an einen Pilz, den ich auch zu gerne mal finden würde, nämlich Hygrophorus latitabundus (Großer Kiefernschneckling).
Dann hiermit eine herzliche Einladung für kommendes Jahr: für eine kleine Pilzwanderung um Jena, da ist je nach Gebiet der Fund eines Kiefernschnecklings fest eingeplant ![]()
der Geruch ist nun mal immer wieder extrem wichtig bei der Pilzbestimmung.
Stimmt Andreas erklärte mir beim Pilzkurs dass das intensive Beschnuppern des Pilzes elementar sei - weil es einem die nötigen 10 Sekunden verschafft nachzudenken was man da gefunden hat ![]()
Von der reinen Farbgebung der Huthaut denke ich spontan an den Speisetäubling (Russula vesca). Der müsste aber am Hutrand laut Literatur eine etwas zurückgezogene Huthaut aufweisen die ich bei Deinen Bildern nicht so recht erkennen ann. Mir fehlt aber die praktische Erfahrung wie sehr und wie sicher dieses Merkmal auftritt.
Bei einem jungen Exemplar (kein Bild) mit ganz weissem Fleisch dauerte es ca. 30 Minuten bis das Fleisch ganz rot war. Ich nehm an, dass es spaeter noch schwaerzlich wird.
Hallo Dieter,
das ist normal bei den Schwärztäublingen, da braucht die Umfärbung ihre Zeit. Wichtig ist ob sie über rot schwärzen oder direkt ins schwärzliche verfärben, damit kann man die gefunden Exemplare schon mal ganz gut in eine Gruppe sortieren. Bei Deinen Funden sind auch für mein Empfinden die Lamellen viel zu dicht - der Dickblättrige Schwärztäubling fällt also raus.
Wenn man die Dinger einmal in der Hand hatte erkennt man sie eigentlich überall wieder. Diese ganz typische Hutfarbe (weißlich mit kalt-bräunlichen Flecken) finde ich sehr einprägsam. Und auch die Kompaktheit der Fruchkörper (Härte des Fleisches, kaum eindrückbar) ist bei den Täublingen nicht so weit verbreitet.
Von der Hutfarbe her denke ich spontan an den Dunklen Kokosflocken-Milchling (Lactarius mammosus). Der Duft nach Kokos und Kuchen ist ja nicht sooo weit auseinander ![]()
Wenn ich den Sporenabdruck so betrachte würde ich eher an rosa-braun denken. Was mich eher Richtung Rötlinge denken lassen könnte..?
Ich habe einmal Schopftintlinge probiert und nie wieder. Allerdings gare ich meine Speisepilze auch immer mindestens 15 Minuten und da blieb von denen irgendwie nur amorpher, ekliger Brei nach......
Auf Spargel stehe ich allerdings auch nicht....
Das ist seltsam. Ich kenne den Schopftintling eher als festfleischigen Pilz in der Pfanne. Am besten man schneidet ihn wie Lauch in nicht zu dünne Scheiben, dann braten. Matschig wird da eigentlich nichts. Den Geschmack schätze ich übrigens sehr.
Achtung, die Geschichten von Unverträglichkeit von Schopftintlingen mit Alkohol sind nicht erfunden.
Eine Tintlingsmahlzeit mit weniger als 1 Flasche Bier danach haben bei mir für eine Vergiftung gereicht, mit der man auch in der Notaufnahme nicht abgewiesen worden wäre.
Nichts lebensbedrohliches, aber sehr beängstigend und höchst unangenehm.
Ich meine in der Literatur bislang nur gegenteiliges gelesen zu haben. Der Volksmund hat dem Schopftintling immer mal wieder Unverträglichkeit mit Alkohol unterstellt und mancher Autor hat das wohl einfach mal unreflektiert übernommen und niedergeschrieben. Meines Wissens nach gibt es aber keinerlei wissenschaftliche Belege dafür.
Hier mal beispielhaft eine Abhandlung vom bekannten wie renomierten Pilzgift-Experten R. Flammer. Der Schopftintling wird hier nur kurz erwähnt, die Aussage ist dennoch eindeutig.
Eine schöne Geschichte, hat Spaß gemacht zu lesen ![]()
Ich habe bisher nur einen Schneckling kulinarisch getestet: den Großen Kiefernschneckling (H. latitabundus). Der ist in der Tat ausgesprochen lecker und essbar.
Halo,
ich bin schon eine Weile auf der Suche nach einem Exemplar von Die Grosspilze Baden-Württembergs Bd. 2. Die Chance ist sicher außerordentlich gering, aber vielleicht möchte ja doch jemand sein Exemplar verkaufen?
Freue mich über Angebote, Lg.
Leider bislang keine Rückmeldung
Ich weiß, es ist ein gefragtes Buch, aber vielleicht hat doch jemand zwei davon herumliegen oder möchte sein Exemplar an mich abgeben?
Die Kuhmäuler schmecken mir auch recht gut. Hast Du evtl. die klebrige Huthaut mitgebraten?
Wir hatten die Diskussion schon hier im Forum. Die Huthaut hab ich ordentlich abgezogen. Die Pilze lagen aber ca 6 Stunden lose eingewickelt in Alu-Folie im Korb, möglicherweise hat das ihnen den Rest gegeben. Ein etwas metallischer Geschmack spräche dafür..
[..] Das Fleisch ist weiss und zeigt keine Farbveraenderung bei Verletzung. [..] Die dicht-stehenden Lamellen sind relativ elastisch.
[..]
Ich tippe auf den Dickblaettrigen Schwaerz-Taeubling (Russual nigricans).
Hallo Dieter,
unabhängig von der Theorie dass Du hier zwei verschiedene Pilze vor Dir hast - R. nigricans kann das keinesfalls sein:
- R. nigricans gehört zu den Schwärztäublingen. Der Name leitet sich von der ins Schwärzlich gehenden Verfärbung des Fleisches ab (bei R- nigricans verärbt das Fleisch über rot nach schwärzlich. Keiner Verfärbung --> kein Schwärztäubling
- R. nigricans hat ausgesprochen dicke Lamellen, die weit auseinander stehen und extrem brüchig sind. Du hast hier dicht stehende elastisch Lamellen --> Ausschlußkriterium für R. nigricans
Ich und meine Freundin haben den Perlpilz dieses Jahr zum ersten mal verkostet. Ergebnis: klassisch in Butter ausgebraten wirklich sehr lecker. So lecker dass wir ihn künftig gern mitnehmen werden wenn im Wald vorhanden. Sehr heftig war der "Schwund der Pilze in der Pfanne, es blieb nach dem Ausbraten kaum etwas übrig.
Zeitgleich bereiteten wir auch in einer zweiten Pfanne Kuhlmäuler zu die wir nach dem Probieren einer Gabelspitze gern unter Rühren dem Ausguss überantwortet haben.
Und die Moral von der Geschichte: Perlpilz immer, Kuhmaul nimmer. ![]()
Unsere Lieblingspilze sind übrigens Edelreizker.
Danke für eure Beiträge. So einfach wie gedacht ist das also doch nicht mit dem Faltentintling :-/
Heute beim Mittagsspaziergang im Industriegebiet habe ich folgenden Pilz gefunden:
Standort: kleines Grünflächenstück, Büsche und Sträucher aber keine Bäume. Wuchs direkt an einem Laternenpfahl (gibt's da auch Mykorrhiza-Partner?
)
Geruch: intensiv pilzig aber unspezifisch.
Geschmack nicht getestet
Besonderheit: der Pilz ist (für einen Tintling) sehr kompakt und erstaunlich schwer.
Ich würde ihn als Coprinus atramentarius (Faltentintling) ansprechen. Da ich diesen aber noch nie leibhaftig in der Hand hatte wollte ich meinen Fund doch mal hier vorstellen. Hab ich richtig bestimmt oder kommt noch etwas anderes in Frage?
P.S.: Bei den Tintlingen sind mir nur zwei Arten bekannt die derart groß werden: Schopf- und Faltentintling. Ist das so korrekt? In diesem Falle könnte man ja schon wegen der Größe alles andere ausschließen..
Hallo,
ich möchte hier noch meine Kostversuche nachreichen:
Pilz 1) sofort und sehr kräftig nach Mehl
Pilz 2) mild und nicht mehlig
Pilz 3) mild und nicht mehlig
Pilz 4) nach wenigen Sekunden deutlich nach Mehl
Ein Gilben oder Röten konnte ich bislang bei keinem Exemplar feststellen.
Die neue Hypothese ist nun: Pilz 1 + 4 ist T. scalpturatum, Pilz 2 + 3 ist T. terreum. Einwände oder Anmerkungen?
Danke für Eure Kommentare. Ich habe die Pilze im Kühlschrank aufgehoben, insbesondere weil ich das Gilben (bislang noch nie beobachtet) mal sehen möchte. Geschmackstest kann ich auch noch gern nachholen. ehrlich gesagt halte ich mich bei den Erdritterlingen mit Geschmackstest gern etwas zurück weil ich eine Verwechslung mit dem Tigerritterling fürchte (ich hatte den noch nie in der Hand hatte und kann ihn daher nicht kategorisch ausschließen)..
