Beiträge von Chorknabe


    das ist eine Conocybe. :) Ist nur mit Mikroskop bestimmbar; es sei denn ein Experte erkennt den makroskopisch.


    Hallo Stefan,


    wie komme ich zumindest auf die Gattung Conocybe? Gibt's da gattungsspezifische makroskopische Merkmale?
    [hr]


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der PSV-Prüfung. :thumbup: :thumbup: Ich glaube, Du mußt Dir keine Gedanken machen, wenn Du nicht alle Pilze kennst. Wichtig sind die gängigen Speisepilze und vor allem die Giftpilze. Da zähle ich die Conocyben nicht dazu. Diese Gattung habe ich mir auch erst nach meiner PSV-Prüfung angeeignet....


    Hallo Kerstin,


    danke für die aufmunternden Wort :) Es macht mich einfach nervös wenn ich so eine Prüfung angehe aber einen Pilz nicht einmal grob in eine Gattung sortieren kann. Aber mit diesem ganzen "Kleinkram" habe ich mich bislang noch gar nicht befasst; mit den "großen" Pilzen habe ich erst mal genug zu tun :cool:


    Lg, der Thomas.

    Da lernt man gerade wie von Sinnen für die eigene PSV-Prüfung (in nicht mal 2 Wochen ist es so weit 8| ) und ist dann nicht mal in der Lage Pilze im eigenen Garten/Hochbeet zumindest halbwegs einzukreisen. :shy:


    Daher eine demütige Anfrage an die Forums-Schwarmintelligenz:


    Fundort: Hochbeet im Garten. Pilze teisl einzeln stehend, teils bilden 2..3 Exemplare ein Büschel.


    Hut: creme bis hellbraun; Rand nicht behangen, sehr dünnfleischig, Geruch unspezifisch. Jung kegelig bis glockig, im Alter fast flach aufgespannt. Hygrophan.


    Lamellen: Creme-farben, im Alter ins bräunliche gehend.


    Sporenpulver: Braun (Braunton ist wärmer als graubraun aber nicht rostbraun) --> vielleicht "Tabak-braun"?!


    Stiel: hell creme, fast weiß. Holl, über die gesamte Länge längs gerillt (ähnlich aber feiner wie beim Rillstieligen Helmling). Stielbasis bei sämtlichen Exemplaren auffällig knollig.


    Mikroskop und zugehörige "Skills" sind leider (noch) nicht vorhanden.









    Ich habe nun eine Weile meine Nachschlagewerke gewälzt, komme aber nicht recht weiter. Habitus und Farben führen mich Richtung Psathyrella (mit denen ich keinerlei Erfahrungen habe), allerdings sollten diese sehr dunkles Spp. haben. Meine Pilze haben aber eher kein dunkelbraunes Spp. Tabak-braun würde mich eher Richtung Agrocybe führen, aber da scheint mir gar nichts zu passen. :/


    Mit welcher Gattung habe ich es hier zu tun? Kann man die Art zumindest halbwegs einkreisen?


    Lg, der Thomas.


    [..] Es geht in erster Linie um MENSCHEN die sich mit Pilzen vergiften. [..]


    Hallo Maria, ich möchte Dir zunächst für Deine umsichtigen und ausführlichen Beiträge in diesem Thread danken, sie waren für mich und die Diskussion hier wohltuend.
    Ich denke Dein obiger Satz bringt es auf den Punkt. Menschen vergiften sich mit Pilzen und Pilzsachverständige versuchen das zu verhindern. Das klingt jetzt etwas einfach ausgedrückt aber letzten Endes läuft es darauf hinaus. Jawoll, Pilzler frönen einem als eher verschroben geltendem Hobby, aber viele nutzen ihre Kenntnisse um sie ehrenamtlich der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen. Und wenn man sich für diese Tätigkeit entschieden hat ist es meines Erachtens nach absolut nahe liegend darüber nachzudenken wie man bspw. der Gefahr von vermehrten Vergiftungen unter Flüchtlingen entgegenwirken kann.


    Das Menschen "von weit her"aus Unkenntnis Giftpilze in den Korb packen weil diese heimischen Arten ähnlich sehen ist nichts neues. So scheinen sich überproportional häufig osteuropäische Sammler mit dem Grünen Knolli zu vergiften weil es diesen in Russland etc nicht zu geben scheint, man dort aber ähnliche Arten sammelt bzw. das Pilze sammeln ansich dort sehr populär zu sein scheint. Oder schauen wir auf den Pantherpilz, der in der DDR den Beinamen "Sachsenschreck" erhielt - weil sich auffallend häufig sächsische Urlauber in Thüringen, Brandenburg etc. daran vergifteten weil sie den Pilz aus ihrer Heimat nicht kannten..


    Ich meine dass es sinnvoll ist das Thema Aufklärung von Flüchtlingen offensiv anzugehen (nebenbei kann man aber auch das Verhalten im Wald erklären). Ich verstehe dass man vor einer solchen Aufgabe Respekt hat - aber sprachliche Hindernisse kann man überwinden. Das Argument lieber erst gar nicht zu helfen weil man im Ernstfall in Haftung genommen werden kann finde ich persönlich nicht der Sache dienlich.


    P.S.: Direkt neben uns wohnt übrigens eine syrische Familie, wir treffen uns häufiger im Hof und unterhalten uns bzw. üben deutsch. Der Beitrag hier hat mich dazu angeregt dass ich beim nächsten Gespräch das Thema Pilze mal ansprechen werde. Wenn sie erwähnen dass sie in Syrien auch Pilze gesammelt haben dann kann ich ja bei Interesse Hilfe anbieten oder etwas erklären. Nichts großes was ich beizutragen hätte, aber wenn ich damit verhindern könnte dass sich ein junger Mensch seine Organe zerstört oder stirbt dann wäre das für mich persönlich ein sehr gutes Gefühl.


    Hallo,
    außer der Schleiereule kommt noch der ähnliche Taubenblaue Schleimkopf (Cortinarius cumatilis) in Betracht. Ich stutze bezüglich der Schleiereule wegen des geringen Hutdurchmessers von nur 10 cm für den ausgewachsenen Pilz und der ziemlich lilafarbenen statt schokoladenbraunen Hutfarbe.


    Die Hutfarbe könnte aber auch mit farbverfälschten Bildern zu tun haben - das Gras ist in allen Bildern ordentlich blaustichig..?


    das Sporenpulver ist braun. Ich werd mal versuchen, in Hebeloma zu bestimmen.


    Hallo Dieter,


    kannst Du "braun" noch etwas spezifizieren? Rostbraun, graubraun, schokoladenbraun, braun-lila? Hebeloma sollten eher hellbraun/graubraunes Sporenpulver haben.

    Wäre bei Pilz 2 auch der Grubige Weißtannenmilchling möglich? Ich weiß allerdings nicht so genau wie man den sicher vom Grubigen Milchling unterscheidet.


    Danke für die schnelle Bestimmung, Nobi!


    besonders die klebrigen, wattigen Velumreste scheinen den Fransigen Wulstling eindeutig zu kennzeichnen.


    Wenn der Pilz noch etwas frischer ist dann fühlt sich das Velum fast wie cremige Sahne an: man reibt es zwischen den Fingern und weg ist es. Meine Freundin meinte bei einer "Vorführung" an dass der Pilz eigentlich Sahniger Wulstling heißen müsste :) Wattiges Velum habe ich beim Fransigen Wulstling nicht nicht beobachtet.


    vielen Dank, ich werde es versuchen heute Abend - allerdings liegen die Pilze momentan einfach auf einem Regal, ich kann nicht sagen, ob es erfolgreich wird bzw. ob sie schon zu vertrocknet sind, wenn ich heimkomme.


    Hallo Alex,


    Vielleicht hat Dein Pilz ja schon auf das Regal abgesport. Schau doch nachher mal nach ob da Sporenpulver zusammengekommen ist :)

    Ich denke ein Sporenpulver-Abdruck würde helfen den Pilz einzugrenzen. Stiel abschneiden, mit Lamellen nach unten auf eine glatte Oberfläche legen (optimal ist eine Glasoberfläche oder Spiegel), das ganze mit einer kleinen Schüssel abdecken. Nach 5..15 Stunden mal nachschauen ob der Pilz Sporenpulver abgeworfen hat. Wenn ja dann die Farbe des Sporenpulvers beurteilen.


    Das ganze geht natürlich nur wenn der Pilz noch vorhanden und nicht völlig vertrocknet ist.


    Bei deinem Exemplar meine ich eine punktierte Stielspitze zu erkennen. Könnte ein Hinweis auf einen Schneckling sein?!

    Beim zweiten Pilz dachte ich zunächst an einen Täubling, aber die Lamellen sehen dafür ungewöhnlich dunkel. Es könnte aber auch ein Problem der Belichtung des Bilds sein. Oder ein Trockenschaden des Pilzes. Oder..


    Um's abzukürzen: mit diesen wenigen Infos werden wir hier nicht weiter kommen. Bei den anderen Pilzen ist zumindest eine vorsichtige Hypothese (bereits mehrfach benannt) möglich.

    Ich hab da noch was :)


    Mir fiel ein Tip aus dem Pilzkurs ein: Ziegelrote Schwefelköpfe (vor allem junge Exemplare) haben sehr viel Velum auf dem Hut (Rand?), der Grünblättrige kann das wohl nicht. Gerade in jungem Zustand auch ein brauchbares Unterscheidungsmerkmal (oder sagen wir mal: Indiz)?


    Woran genau kann jemand wie ich erkennen um welchen Schwefelkopf es sich handelt?


    Hallo Maria,


    es gibt eine einfache Methode, den Graublättrigen Schwefelkopf vom Ziegelroten bzw. Gründblättrigen zu unterscheiden: ein Kostversuch (allerdings unbedingt wieder ausspucken). Der Grünblättrige Schwefelkopf ist extrem bitter, der Ziegelrote wohl auch wenn auch nicht so sehr. Der Graue dagegen weist keine Bitterkeit auf.


    Natürlich sollte man sich vor dem Kosten sicher sein dass man Schwefelköpfe vor sich hat!

    Von rosa Lamellen bzw. rosa Spp habe ich nichts gelesen?! Das wäre natürlich eine wichtige Info um Scheidenstreiflinge und Scheidlinge voneinander abzugrenzen.


    Ich schlage mal den Silbergrauen Scheidenstreifling (amanita argentea) vor. Farblich kann das alles hinkommen; auf den Bildern die ich gefunden habe schaut die Scheide recht stabil aus.

    Hallo Björn,


    mit "Weißtäublöing" ist als Arbeitshyppthese bist Du schon einmal sehr weit gekommen mit Deinem Bestimmungversuch. Ich würde rein von den Bildern ausgehend auch in diese Richtung denken. Wie schon geschrieben gibt es auch Milchlinge die ähnlich aussehen können, sich aber leicht über das Vorhandensein von Milch (oder eben nicht) ausschließen lassen. Die weitere Eingrenzung bei den Weißtäublingen traue ich mir anhand der Bilder nicht zu.

    Hallo,


    ich habe vor einiger Zeit spontan ein Pilzzucht-Set gekauft; das Substrat ist Kaffee-Pulver. Nun konnte ich bereits drei mal Rosenseitlinge ernten die sehr lecker waren. Das Substrat scheint mir nun ziemlich verbraucht und ich würde es gern erneuern. Am Verkaufsstand wurde mir auch gesagt dass ein erneuern des Substrats möglich sei - nur leider nicht wie. :(



    Ich habe nun brav eine Woche lang mein benutztes Espresso-Pulver aufgehoben und getrocknet. Wie stelle ich es nun am besten an den Pilz ins neue Substrat umzusetzen? Welches Gefäß eignet sich dafür? Bislang befindet sich der Pilz (altes Substrat) in einer Taschenbuch-großen Kunststoff-Tüte welche an einer Stelle kreuzförmig eingeschnitten werden musste.

    Hallo,


    ich danke Euch für Eure Antworten. Ich hatte befürchtet dass es so ausgehen wird - weil es bei Täublingen irgendwie immer so ausgeht. :( Ich speichere meinen Fund erst mal als "Arbeitshypothese R. lundellii" ab. Muss ich wohl doch mal einen Sprödblättler-Kurs besuchen ;)

    Hallo,



    ich habe ein paar Täublinge gefunden denen ich noch keinen Namen geben kann. Leider habe ich zu wenig Fotos gemacht. Ich hoffe dennoch dass mir die Schwarm-Intelligenz hier im Forum weiterhelfen kann :)





    Fundort: Waldnaher Park, Wiese mit großen Eichen, Buchen und Birken (andere Laubbäume könnten ebenfalls anwesend gewesen sein)



    Geruch: mäßig obstartig; für mich ein typischer Täublingsgeruch ohne herausragende Merkmale


    Geschmack: schärflich nach kurzer Zeit aber nicht brennend scharf


    Sporenpulverfarbe: ockergelb; auf der Skala nach Kibby A=weiß bis H=ocker) ist es eine F..G (also ziemlich dunkel).


    Hut: Die Hutfarbe ist ein lebhaftes aber warmes orange-rot. Die Huthaut ist klebrig und lässt sich bis ca zur Hälfte abziehen. Der Pilz kommt als bereits recht große Halbkugel aus dem Boden und breitet sich dann recht flach aus, die Hutmitte ist leicht eingedellt und etwas heller gefärbt. Große Exemplare waren größer als 10cm Durchmesser (also ordentliche Kaliber).


    Lamellen: mitunter gegabelt; am Stiel angewachsen mit einem gaaanz leicht angedeuteten Burggraben (vielleicht auch Einbildung), bei einem exemplar wirken sie auf den ersten Blick fast frei.


    Stiel: Farbe weiß. Bei einem Exemplar zeigte sich zu Hause eine bräunliche Verfärbung am Stiel, bei anderen gar keine trotz intensiven Betastens. Ich denke daher dass die Verfärbung vom Transport stammt.


    Sonstiges: weitere Pilze in unmittelbarer Umgebung: Ein stattlicher (unbestimmbar weil zu alt) Täubling mit lila-grünlichem Hut (Frauen-; Papagei-Täubling..?); zahlreiche Graue Scheidenstreiflinge; ein unbestimmter Lepiota.


    Chemie: Eisensulfat = zartrosa (kann aber auch an zu altem Eisensulfat liegen); Gujak = blaugrün nach mehreren Minuten, Phenol = lila-braun nach vielen Minuten.



    Meine erste spontanen Ideen vor Ort (ausgehend von der organge-toten Hutfarbe) waren der Apfeltäubling oder der Orange-rote Graustieltäublich. Bei ersterem passt der Standort und Sporenpulver-Farbe nicht, den zweiten konnte ich durch erfolgloses anritzen ausschließen, zudem sollte der nicht scharf schmecken.



    Mit etwas Recherche bin ich nun auf den "Weichen Dotter-Täubling" bzw. "Prachttäubling" (Russula intermedia, Syn.: Russula lundellii, Russula mesospora) gestoßen. Die Merkmale scheinen mir gut zu passen. Kann ich meinen Fund abheften oder kommen noch andere Täublinge in Frage?


    Generell: so viele Täublingsarten mit einer derartigen warmen orange-roter Hutfarbe gibt es gar nicht, oder?


    kennt jemand diesen Pilz: [..]


    Wenn die Milch vom Pilz (sollte aufgefallen sein und zeigt ganz klar an dass wir es mit einem Milchling zu tun haben) bräunliche Flecken auf Deiner Hand hinterlassen hat die Du nur schwer wieder abwaschen kannst - dann war mit großer Wahrscheinlichkeit ein Brätling. Auf den Fischgeruch wurde ja bereits hingewiesen. Auch typisch für den Brätling: die extrem reichliche Milch sowie deren recht klebrige Konsistenz (zieht Fäden). Leider selbst noch nie gefunden :(


    Trocknen? Es soll möglich sein, aber ich kann mir das ganz nicht so recht vorstellen. Immerhin wäre es eine Möglichkeit, auch etwas davon mitzunehmen. Hat jemand damit Erfahrungen?


    Hallo,


    trocknen funktioniert bei den Milchlingen meines Erachtens nach nicht. Und soweit ich mich erinnern schreibe auch diverse Autoren dass Trocknen von Reizkern etc. nicht sinnvoll ist.


    Interessehalber: wie haben denn die Reizker auf das einfrieren reagiert? Ich sammle den Edelreizker sehr gern, er gehört zu meinen kullinarischen Lieblingspilzen; allerdings haben wir unsere Funde immer noch am gleichen Tag verspeist - auch um ev. vorhandenen Maden nicht zu sehr das Feld zu überlassen :)

    Hallo,


    von der Optik her erinnert er mich sehr an einen Perlpilz. Auch die rötlichen Fraßstellen sprechen dafür - insofern ist die Arbeitshypothese "Perpilz" durchaus gerechtfertigt. So richtig beurteilen kann man den Pilz aber nur wenn man die Knolle und die Manschette gesehen hat. Diese hast Du uns auf Deinen Bildern aber leider vorenthalten. Beim nächsten Pilz also bitte ebenfalls ablichten und hier einstellen :)


    [..]
    Erinnert mich tatsächlich etwas an Heftpflaster und etwas an den Laphroaig 10 Single Malt Whiskey..[..]


    Sehr schöne Beschreibung, das werde ich mir merken :) Du hast recht, die extrem torfigen Whiskeys (Laphroig; Ardberg, ...) riechen in der Tat sehr chemisch - da ist der Vergleich mit Karbolchamignons gar nicht so abwegig :)