Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,


    vor einigen Jahren hatte ich schon einmal im Forum die Calcarisporium arbuscula gezeigt.

    Am 05.12.2020 konnte ich wieder einen Fund machen und jetzt soll daraus auch ein Portrait werden.

    Der Befall wurde auf einer Nemania sp. gefunden, die an einem Holzstück wuchs.

    Selten ist die Calcarisporium arbuscula nicht, aber sie wird gerne Übersehen.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo Matthias,

    An den Stümpfen davon hab ich an der Seite eines dünneren Triebs kleine schwarze Punkte gesehen. Um sicher zu sein, hab ich das Substrat noch nachmikroskopiert, es ist definitiv Hainbuche.

    Wie sicher bist du dir mit Hainbuche, denn es sieht eher aus wie Sambucus.

    Ich frage deshalb, weil Klaus Siepe (er war nicht der Finder) mir vor ein paar Tagen von einem ähnlichen Fund berichtet hatte, dieser war an Sambucus.

    Es gibt auch einen Fund auf Ascofrance (Siehe hier)

    Ich habe Klaus auf dem Thread aufmerksam gemacht und denke er wird sich bei dir noch melden.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    @ Hagen :

    Danke für das zeigen dieses Pilzes :daumen:

    Ich werde auch mal versuchen diesen zu züchten, ob das auch mit anderen Gemüse klappt oder sogar Obst :/


    nobi_†:

    Der Möhrenbeitrag von Matthias war einer der ersten von ihm, den er mit seinem neu erworbenen Mikroskop dokumentiert hat.

    Ich dachte damals, was ist das nur für ein Typ, gerade mal 20 oder so, und stellt in diesem Forum wohl als einer der ersten soganannte Schimmelpilze vor.

    Und dabei hat Matthias einen Stein ins Rollen gebracht. Denn u.a. haben seine Beiträge dazu beigetragen, dass ich mich jetzt mit Kleinpilzen und Anamorphen beschäftige.

    Auch wenn sein Thread mit der Karotte 7 Jahre alt ist, so ist er nach wie vor spannend. Denn so viele Leute gibt es nicht, die beim Gemüse Pilze suchen und diese auch noch gut dokumentieren.


    VG : Thorben

    Hallo Björn,

    gestern Abend habe ich mir Nr. 5 noch mal angeschaut und es sieht tatsächlich nach Ceratellopsis aus. Die Sporen messen (6.0+-0.5) µm x (3.3+-0.2) µm, Q=1.8+-0.1 bzw. (5.2-6.7) µm x (3.0-3.6) µm, Q=1.6-2.0. Wenn ich mir dann den Corner von 1950 schnappe und Rinde als Substrat berücksichtige, lande ich bei C. mucedinacea. Geht ihr da mit?

    Das ist eindeutig eine Ceratellopsis. Zu dieser Jahreszeit kann man diese auch haufenweise finden.

    Auch das Substrat spielt keine Rolle, so kann die Ceratellopsis auf Moos, Rinde und sogar Blättern wachsen. Oft wachsen die Frk. auch an mehreren Substraten.

    Ob dein Fund jetzt C. mucedina, C. aculeata oder C. acuminata ist, dass kann ich dir nicht sagen.

    Ich hoffe weiterhin, dass irgendwann eine Arbeit über Ceratellopsis herauskommt, wo das Problem mit den 3 Arten per Genetik gelöst wird.

    Juhu, wieder mal ein undurchsichtiger Artenkomplex :D

    Und es gibt noch viel mehr ;)


    VG : Thorben

    Hallo Raphael,


    danke für deine Einschätzung.

    Ich denke ich werde den Fund als Tubaria cf. furfuracea bezeichnen. Allerdings werde ich in Zukunft noch weitere Kollektionen einsammeln, damit ich einen Überblick bekomme.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier einen älteren Fund zeigen, den ich am 04.10.2020 finden konnte und auf dem Namen Allophylaria byssacea hört.

    Das Substrat könnte Solidago sein, aber es wuchsen auch noch andere Pflanzen dazwischen.

    Hier sind die Bilder:

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    6. Sporen reif einfach septiert


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    8. Reaktion auf Lugol


    9. Reaktion auf Lugol


    Ich bin gespannt auf eure Funde :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am Sonntag hatte ich euch diesen Fund hier gezeigt. Einige Meter weiter konnte ich ebenfalls eine Tubaria finden, die aber Makroskopisch anders aussieht.

    Der Fund stammt auch vom 24.10.2020.

    Ich habe keine Ahnung wie ich die Tubaria furfuracea von der Tubaria conspersa unterscheiden soll. Gehe ich nach dem Hutdurchmesser, wäre dieser Fund ganz klar eine Tubaria conspersa und der andere auch, aber die beiden Funde sehen so verschieden aus :(

    Hier sind die Bilder:

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    6. Stiel


    7. Stiel


    8. HDS


    9. Cheilozystiden


    10. Cheilozystiden


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    12. Lugol


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    ich bin da bei Nobi, dass sieht eher aus wie eine Ceratellopsis.

    In der Mitte des Bildes kann man auch einen Befall der Frk. erkennen. Vielleicht der gleiche Befall wie hier ?

    Zumindest wäre die Cladobotryum meine Vermutung bei deinem Befall, kann aber auch genauso gut etwas anderes sein.

    7. Galerina marginata s.l. Sporengröße (8.0+-0.4) µm x (5.0+-0.3) µm, Q=1.6+-0.1 bzw. (7.5-9.1) µm x (4.5-5.5) µm, Q=1.5-1.8

    Sehr interessant. Denn deine Sporen sind kleiner als bei meinem Fund hier. Entweder mein Fund ist etwas anderes oder diese Art ist extrem variabel.

    So ist die Sporenbreite bei mir nicht kleiner als 6 Mikrometer.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    @ Sebastian:

    Danke für den Tipp das könnte wirklich passen :)


    @ Raphael:

    Dann glaube ich, dass es eher in Richtung conspersa geht, denn der Hutdurchmesser war unter 20 mm.

    Ich habe hier noch eine vermutliche Tubaria liegen, wo die Bilder noch nicht bearbeitet und auch die Sporen noch nicht gemessen sind.

    Der Fundort lag nur 6 m entfernt von diesem hier.

    Mal sehen wann ich es schaffe den Fund zu zeigen.


    VG : Thorben

    Hallo Bernd,

    das Gras von Pilz Nr. 2 ist Phalaris arundinacea. Die Bestimmung stammt von einem befreundeten Botaniker, der auf Gräser spezialisiert ist. Falls es irgendwo gebraucht werden sollte: (det. Vaclovas Stukonis).

    Richte ihm meinen Dank aus :)

    Mir fällt auch gerade ein, dass ich letztes an dem gleichen Gras, eine Morenoina phragmitis gefunden hatte.

    Die ja auch an Phalaris wachsen soll.

    Auf jeden Fall bin ich froh, dass das Gras geklärt ist, was auch die Bestimmung von zukünftigen Funden am dem Substrat erleichtern könnte.


    VG : Thorben

    Hallo Andreas,


    dann lege ich sie jetzt als T. terreum ab.

    Interessant, wusste nicht, dass die T. terreum nach nichts schmeckt oder das man bei einer Tricholoma einen Geschmackstest macht.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 24.10.2020 konnte ich auf einer Wiese mit Solidago, diese Tubaria finden.

    Dank Björn ( boccaccio ) bin ich auf die Gattung Tubaria gekommen, sonst hätte ich vermutlich weiterhin bei Galerina gesucht :haue:

    Was wohl auch daran liegt, dass ich eine Tubaria mit Häcksel in Verbindung bringe :/

    Meine Vermutung geht in die Richtung Tubaria furfuracea, aber kenne mich mit Tubaria nicht aus.

    Was meint ihr dazu ?

    Hier sind die Bilder:

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    4. Stiel


    5. Stiel


    6. HDS


    7. Cheilozystiden


    8. Cheilozystiden


    9. Cheilozystiden


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch eine Altlast aus dem Botanische Garten Bochum zeigen.

    Der Fund stammt vom 20.10.2020. Das Beet, wo die Pilze wuchsen stand kein Baum, aber etwas weiter weg standen Nadelbäume.

    Meine Vermutung ist eine Tricholoma terreum, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Hier sind die Bilder:

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    5. HDS


    6. Stiel


    7. Stiel


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 24.10.2020 konnte ich diese graue Anamorphe auf einem Salix Blatt finden.

    Die Konidien sind länglich, besitzen an der Spitze einen kleinen "Haken" und werden scheinbar an der Basis der Setae gebildet.

    Hier sind die Bilder:

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    3. Setae


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    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    die Tour mit dir hat richtig spaß gemacht und bin froh, dass noch ein paar Phytos zusammengekommen sind.

    1. Ramularia glechomatis ex Glechoma hederacea

    Interessanter Pilz. Ich werde mir am Sonntag noch etwas Material für das Herbarium besorgen.

    Auf jeden Fall neu für Witten.


    2. Das Gras konnte ich noch nicht bestimmen, aber der Rost geht auch so: Puccinia coronata

    Ich hätte nicht gedacht, dass man da noch einen Namen bekommt, da das Gras unbekannt ist.

    Auch da werde ich mir noch etwas Material für das Herbarium besorgen.


    4. Hier hatte ich im Feld an ein Botryobasidium gedacht, aber scheinbar ist es eine Anamorphe, die dort sehr großflächig einen größeren Ast besiedelt hat

    Ich vermute stark, dass diese Anamorphe unbeschrieben sein könnte, denn bisher konnte ich diese in keiner Arbeit entdecken.

    Die stark gebogenen Konidienträger und die runden Sporen sind schon sehr auffallend.

    Mal sehen, ob ich es morgen schaffe Frischmaterial einzusammeln, dann könnte der Pilz eventuell auch nach Holland gehen.

    6. Zur Abwechslung mal ein winziger Schleimpilz. Leider bin ich mir hier schon bzgl. der Gattung nicht sicher. Kann jemand weiterhelfen?

    Eventuell Didymium difforme. Bei mir waren in Didymium difforme Aufsammlungen diese Sporen dabei wie bei Bild Nr.5 hier.

    Eine Aufsammlung war auf Moos und eine andere vom 26.01.2020 konnte ich ebenfalls auf Impatiens machen. Der letzte Fund könnte auch im gleichen Gebiet gewesen sein, bin mir da aber nicht mehr sicher.


    7. Neottiella albocincta

    Einfach nur ein Augenschmaus und jedes Jahr kann man diesen Pilz an der gleichen Stelle entdecken.

    Ich habe gerade mal nachgeguckt und die erste Aufsammlung war 2014 (vermutliche gab es ihn vorher auch schon), somit ist das jetzt das 6. Jahr, wo dieser Pilz noch auftaucht.


    8. Hymenoscyphus scutula an Solidago

    Ein häufiger Pilz an Solidago, aber man muss anmerken, dass diese Art zu einem Aggregat gehört. (Siehe hier )


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    nur kurz, melde mich morgen noch einmal ausführlicher.

    Der Ascomycet von Nr. 12 sollte Cistella aconiti sein. Du müsstest auch Haare finden können.


    Vergleiche die Nr. 5 mal mit Typhula setipes.


    Die Nr. 4 ist in dem Gebiet sehr häufig und eine unbekannte Anamorphe.

    Letztes Jahr konnte ich zur selben Zeit ebenfalls eine Aufsammlung machen (Siehe hier).


    VG : Thorben

    Hallo Thomas,

    Super, das waren viele Tipps. Ich habe von meinem Fund ein Exsikkat angelegt. Im Winter werde ich mich dem Fund nochmal widmen, nicht zuletzt um die Präoaration und Mikroskopie zu üben. Vorm Untersuchen einfach einweichen? Funktioniert dann noch der Sporenabwurf?

    Einen Querschnitt versuche ich immer im vitalen Zustand zu machen, da es leichter ist und man keine harte Masse hat.

    Ansonsten ein Stück abschneiden, Wassertropfen drauf und Deckglas ggf. vorher das Präparat in Wasser etwas andrücken.


    Im Querschnitt kannst du alle Merkmale (Paraphysen, Texturen, Haare, Asci und sogar Sporen) erkennen, dann quetscht du das Präparat weiter und kannst so die Paraphysen und Asci deutlicher sehen. Bei den Asci sieht du dann auch, ob diese Haken haben oder nicht. Bei den Paraphysen siehst du dann den Inhalt.

    Anschließend machst du einen Tropfen Lugol neben dem Deckglas und lässt es mit Hilfe von Papier in das Präparat fließen.

    So kannst du dann auch die Reaktion der Asci auf Lugol sehen, aber auch ob sich der Inhalt der Paraphysen verändert.


    Im Trockenen Zustand klappt der Sporenabwurf nicht bzw. durch das Trocknen wird schon ein großer Teil der Sporen abgegeben.

    Oft hast du nach dem trocknen, einen weißen Belag auf dem Frk., was Sporen sind.

    Du musst dann ein Quetschpräparat machen, so mache ich das zumindest.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 22.11.2020 war Björn ( boccaccio ) in Witten zu Gast und fand dort einen interessanten roten Pilz auf einer Fallopia sp. (keine F. japonica).

    Wir haben gerätselt was es ist und sind bei einer eventuellen Tomentella oder einem anderen Rindenpilz stehengeblieben.

    Zuhause kam dann die Überraschung, denn es ist eine Anamorphe.

    Welche Anamorphe es ist, dass weiß ich nicht.

    Vielleicht bringt die Zeit neue Erkenntnisse oder jemand von euch hat eine Idee dazu.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    vor 2 Tagen (22.11.2020) konnten Björn ( boccaccio ) und ich auf Heracleum giganteum einen Becherling finden.

    Ich wollte diesen Pilz eigentlich nicht mitnehmen, weil die Vermutung nahe lag, dass es wieder eine Cistella aconiti ist, die bei mir relativ häufig ist.

    Zum Glück habe ich geirrt und Zuhause hat sich der "Falsche Ascomycet" als Lachnella alboviolascens herausgestellt.

    Der Pilz ist nicht selten, aber wird oft übersehen oder als Ascomycet gehalten.

    Da es zu diesem Pilz noch kein Portrait gibt, mache ich doch gleich mal den Anfang.

    Hier sind die Bilder:

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    4. Basidiole


    5. Sporen gibt es wenige


    VG : Thorben