Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch eine Altlast aus dem Botanische Garten Bochum zeigen.

    Der Fund stammt vom 20.10.2020. Das Beet, wo die Pilze wuchsen stand kein Baum, aber etwas weiter weg standen Nadelbäume.

    Meine Vermutung ist eine Tricholoma terreum, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Hier sind die Bilder:

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    5. HDS


    6. Stiel


    7. Stiel


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 24.10.2020 konnte ich diese graue Anamorphe auf einem Salix Blatt finden.

    Die Konidien sind länglich, besitzen an der Spitze einen kleinen "Haken" und werden scheinbar an der Basis der Setae gebildet.

    Hier sind die Bilder:

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    3. Setae


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    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    die Tour mit dir hat richtig spaß gemacht und bin froh, dass noch ein paar Phytos zusammengekommen sind.

    1. Ramularia glechomatis ex Glechoma hederacea

    Interessanter Pilz. Ich werde mir am Sonntag noch etwas Material für das Herbarium besorgen.

    Auf jeden Fall neu für Witten.


    2. Das Gras konnte ich noch nicht bestimmen, aber der Rost geht auch so: Puccinia coronata

    Ich hätte nicht gedacht, dass man da noch einen Namen bekommt, da das Gras unbekannt ist.

    Auch da werde ich mir noch etwas Material für das Herbarium besorgen.


    4. Hier hatte ich im Feld an ein Botryobasidium gedacht, aber scheinbar ist es eine Anamorphe, die dort sehr großflächig einen größeren Ast besiedelt hat

    Ich vermute stark, dass diese Anamorphe unbeschrieben sein könnte, denn bisher konnte ich diese in keiner Arbeit entdecken.

    Die stark gebogenen Konidienträger und die runden Sporen sind schon sehr auffallend.

    Mal sehen, ob ich es morgen schaffe Frischmaterial einzusammeln, dann könnte der Pilz eventuell auch nach Holland gehen.

    6. Zur Abwechslung mal ein winziger Schleimpilz. Leider bin ich mir hier schon bzgl. der Gattung nicht sicher. Kann jemand weiterhelfen?

    Eventuell Didymium difforme. Bei mir waren in Didymium difforme Aufsammlungen diese Sporen dabei wie bei Bild Nr.5 hier.

    Eine Aufsammlung war auf Moos und eine andere vom 26.01.2020 konnte ich ebenfalls auf Impatiens machen. Der letzte Fund könnte auch im gleichen Gebiet gewesen sein, bin mir da aber nicht mehr sicher.


    7. Neottiella albocincta

    Einfach nur ein Augenschmaus und jedes Jahr kann man diesen Pilz an der gleichen Stelle entdecken.

    Ich habe gerade mal nachgeguckt und die erste Aufsammlung war 2014 (vermutliche gab es ihn vorher auch schon), somit ist das jetzt das 6. Jahr, wo dieser Pilz noch auftaucht.


    8. Hymenoscyphus scutula an Solidago

    Ein häufiger Pilz an Solidago, aber man muss anmerken, dass diese Art zu einem Aggregat gehört. (Siehe hier )


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    nur kurz, melde mich morgen noch einmal ausführlicher.

    Der Ascomycet von Nr. 12 sollte Cistella aconiti sein. Du müsstest auch Haare finden können.


    Vergleiche die Nr. 5 mal mit Typhula setipes.


    Die Nr. 4 ist in dem Gebiet sehr häufig und eine unbekannte Anamorphe.

    Letztes Jahr konnte ich zur selben Zeit ebenfalls eine Aufsammlung machen (Siehe hier).


    VG : Thorben

    Hallo Thomas,

    Super, das waren viele Tipps. Ich habe von meinem Fund ein Exsikkat angelegt. Im Winter werde ich mich dem Fund nochmal widmen, nicht zuletzt um die Präoaration und Mikroskopie zu üben. Vorm Untersuchen einfach einweichen? Funktioniert dann noch der Sporenabwurf?

    Einen Querschnitt versuche ich immer im vitalen Zustand zu machen, da es leichter ist und man keine harte Masse hat.

    Ansonsten ein Stück abschneiden, Wassertropfen drauf und Deckglas ggf. vorher das Präparat in Wasser etwas andrücken.


    Im Querschnitt kannst du alle Merkmale (Paraphysen, Texturen, Haare, Asci und sogar Sporen) erkennen, dann quetscht du das Präparat weiter und kannst so die Paraphysen und Asci deutlicher sehen. Bei den Asci sieht du dann auch, ob diese Haken haben oder nicht. Bei den Paraphysen siehst du dann den Inhalt.

    Anschließend machst du einen Tropfen Lugol neben dem Deckglas und lässt es mit Hilfe von Papier in das Präparat fließen.

    So kannst du dann auch die Reaktion der Asci auf Lugol sehen, aber auch ob sich der Inhalt der Paraphysen verändert.


    Im Trockenen Zustand klappt der Sporenabwurf nicht bzw. durch das Trocknen wird schon ein großer Teil der Sporen abgegeben.

    Oft hast du nach dem trocknen, einen weißen Belag auf dem Frk., was Sporen sind.

    Du musst dann ein Quetschpräparat machen, so mache ich das zumindest.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 22.11.2020 war Björn ( boccaccio ) in Witten zu Gast und fand dort einen interessanten roten Pilz auf einer Fallopia sp. (keine F. japonica).

    Wir haben gerätselt was es ist und sind bei einer eventuellen Tomentella oder einem anderen Rindenpilz stehengeblieben.

    Zuhause kam dann die Überraschung, denn es ist eine Anamorphe.

    Welche Anamorphe es ist, dass weiß ich nicht.

    Vielleicht bringt die Zeit neue Erkenntnisse oder jemand von euch hat eine Idee dazu.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    vor 2 Tagen (22.11.2020) konnten Björn ( boccaccio ) und ich auf Heracleum giganteum einen Becherling finden.

    Ich wollte diesen Pilz eigentlich nicht mitnehmen, weil die Vermutung nahe lag, dass es wieder eine Cistella aconiti ist, die bei mir relativ häufig ist.

    Zum Glück habe ich geirrt und Zuhause hat sich der "Falsche Ascomycet" als Lachnella alboviolascens herausgestellt.

    Der Pilz ist nicht selten, aber wird oft übersehen oder als Ascomycet gehalten.

    Da es zu diesem Pilz noch kein Portrait gibt, mache ich doch gleich mal den Anfang.

    Hier sind die Bilder:

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    4. Basidiole


    5. Sporen gibt es wenige


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gleicher Fundort und fast die gleiche Fundstelle (nur etwa 2 m weiter) gab es am 22.11.2020 weitere Frk.

    Björn ( boccaccio ) war mit auf der Tour und hat sich ebenfalls Frk. mitgenommen.

    Vor Ort kam die Frage auf, ob das dieses mal nicht doch eine andere Art ist.

    Dieses mal konnte ich deutlichere Bogenschnallen entdecken, weshalb ich wieder auf Clavaria falcata (oder lieber Clavaria falcata agg. ?) komme.

    Was mich wundert ist die Sporengröße, denn diese ist im Vergleich zum ersten Fund deutlich größer, sowohl in der Breite als auch in der Länge.

    Ich bin gespannt, was Björn da herausbekommen hat.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern (22.11.2020) konnten Björn ( boccaccio ) und ich einen Befall einer Phaeohelotium imberbe mit Bakterien entdecken.

    Bisher kannte ich nur Befälle auf Lachnum mit Bakterien (Siehe hier), aber der Befall auf P. imberbe ist für mich neu.

    Ob das nur ein Befall ist oder mehrere, dass weiß ich nicht, gehe aber eher von mehreren Befällen aus.

    Hier sind die Bilder:

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    Phaeohelotium imberbe

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    VG : Thorben

    Hallo Pablo,

    Ich hatte den Beitrag dann dennoch abgeschickt, und in der veröffentlichten version war die Schriftgröße dann normal.
    Was das nun zu bedeuten hat, kann ich auch nicht einordnen.

    Es würde schon etwas bringen, wenn ein Symbol in der Leiste wäre, wo man das Format des Forums übertragen könnte.

    Oder noch besser, dass die Texte direkt in das Forumsformat angepasst werden.


    VG : Thorben

    Hallo Thomas,


    auf dem Bild lässt sich die Textur nicht genau erkennen.

    Ich meine zwar eine Textura globulosa zu erkennen, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Da bleibt halt nur noch das übrige offen:

    Blaufärbung der Asci in Lugol ?

    Sporen mit oder ohne Ornament ?

    Größe der Sporen. Keine Sporen im Ascus messen, wenn dann frei schwimmende Sporen messen. Ideal wäre ein Abwurfpräparat.

    Für ein Abwurfpräparat nimmst du ein Stück vom Frk. und legst die Seite mit den Asci auf ein Objektträger, dann legst du ein Deckglas auf dem Frk. und erschwerst dieses.

    Nach ca. 2 min, dass Deckglas und den Frk. entfernen, Wassertropfen drauf, Deckglas drauf und das überschüssige Wasser mit 2 Stücke Zewa Papier (oder anderes Papier) an 2 gegenüberliegenden Seiten Absaugen.


    Wenn man es geschickt anstellt, braucht man nur 3 Präparate für diesen Ascomyceten. Es sei denn, dass Ornament lässt sich sofort erkennen, dann brauchst du nur 2 Präparate.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier einen speziellen Fund vom 22.11.2020 auf einem Ast.

    Am Fundort war ich am Rätseln was es ist und habe zu Björn ( boccaccio ) gesagt, dass es wohl wieder eine Gymnoascus ist.

    Wie man sich doch irren kann :D

    Es ist eine Arthroderma sp. und soll ein Ascomycet sein, auch wenn ich keine Asci mehr erkennen konnte, nur erahnen.

    Das googlen dieser Gattung ist sehr interessant (im Sinne von abschreckend), denn dort wird der Pilz als Dermatologische Krankheit gezeigt.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo Thomas,


    Mit Ascomyceten hab ich mich bisher nicht wirklich befasst. Der Schlüssel in PDS führt mich zu Peziza micropus bzw. Peziza varia. Passt?

    Also das Kongorot kannst du weglassen. Was du brauchst ist Lugol und Baumwollblau.

    Lugol ist für die Reaktion der Asci. In diesem Fall sollte es eine intensive Blaufärbung geben, falls es überhaupt eine Peziza ist.

    Wo ich keine Zweifel habe, aber Kontrolle ist besser ;)

    Manche Ascomyceten haben auch nur eine kleine Blaufärbung an der Ascuspitze oder auch mal keine blaufärbung.

    Das Baumwollblau hilft dir das Ornament der Sporen zu erkennen, denn Sporen können auch ein feines Ornament besitzen, was man nur in Baumwollblau sieht.

    In Wasser schaust und misst du die Sporen, schaust dir die Paraphysen an und bei manchen Ascomyceten (bei diesem kannst du das weglassen) musst du dir die Asci anschauen, ob diese Haken haben an den "Füßen".

    Bei diesem Asco musst du auch einen Querschnitt von dem Frk. machen, also einfach feine Streifen abschneiden und Mikroskopieren, damit man den Aufbau sieht.

    Das hier ist eine ältere Arbeit, wo auf Seite 185 Nr. 6/7/8 mögliche Aufbau gezeigt wird. Natürlich siehst du im Querschnitt nicht nur diese Texturen, sondern auch die Asci und Paraphysen.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,

    Ich schreibe einen Text und trenne Absätze mittels "Enter". Dann möchte ich den Absatz wieder löschen und setze entweder den Cursor vor den unteren Absatz und drücke "<--" oder setze ihn ans Ende des oberen Absatz und drücke "Entf". in beiden Fällen gibt es den gleichen Effekt: Die Formatierung des ehemals unteren Absatzes ändert sich plötzlich und bekommt eine andere Schriftgröße. Kennt jemand diesen Effekt und weiß Abhilfe?

    So etwas kenne ich Beispiel (hier). Auch kann man viele Kopierte Texte nicht einfach übernehmen, da sich dann oft die Formatierung ändert.


    VG : Thorben

    Hallo Kauz,


    das sind interessante Otidea die du da zeigst, auch in den anderen Threads.

    Falls dich interessiert was es für Otideas sind, dann kannst du diese ruhig einsammeln und trocknen, dann kann jemand diese später Mikroskopieren.

    Wichtig ist halt nur, dass du mehrere Frk. (mit 3 Stück bist du gut dabei) einsammelst und welche wo am Stiel Myzel ist. Denn das Myzel ist wichtig für das spätere bestimmen.

    Ebenfalls ist ein kleiner Zettel mit Funddaten (mind. Funddatum und Fundort) wichtig, da diese dann Kartiert werden können.

    Interessant ist auch die Otidea Monografie (Siehe hier), wo man einen Überblick über einige Arten bekommt.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    der Befall sieht auf jeden Fall interessant aus und wäre bereit ein Stück von der roten Verfärbung zu Mikroskopieren.

    Sollte das ein Befall sein, dann könnte man dies sehen.

    Bei der Plicatura crispa und Lachnum sp. gibt es auch diese Verfärbung durch Bakterien, warum nicht auch bei der Tuber alba.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ihr beiden habt Recht, dass ist eher G. penetrans. Denn gerade habe ich auch einen Fund vom Jürgen gesehen (Siehe hier) der ebenfalls inkrustierte Hyphen zeigt.

    Meine Hyphen sind auch kleiner (unter 10 Mikrometer), weshalb der Fund jetzt auf Gymnopilus penetrans hört.


    VG : Thorben