Beiträge von thorben96

    Hallo Carina,

    Bei Google komme ich nicht so Recht weiter und ich würde echt gern etwas mehr über die kleinen Smaragdfarbenen Kügelchen erfahren..

    Was möchtest du denn gerne wissen ?


    Wenn man diese Anamorphe einmal gefunden hat, dann findet man sie öfters.

    Denn man muss erst einmal wissen, wie sie aussieht und vor allem woran sie wächst, also verrottetes Holz.

    Diese Art ist durch ihre Farbe eigentlich unverwechselbar, denn andere Synnemata bildende Anamorphen wie z:B: Lauriomyces, Graphium.... sehen farblich am Kopf anders aus.


    VG : Thorben

    Hallo Erich,


    das ist gute ist, dass die Forschung immer weitergeht und immer mehr Pilze beschrieben werden, so dass man eine gewisse Chance hat diesen auch ohne Kulturen und Sequenzierungen bestimmen kann.

    Blöde ist es halt, wenn man eine Anamorphe findet, die nirgendwo beschrieben ist oder gar bearbeitet wurde.

    Dann hat man immer verschiedene Möglichkeiten. Entweder man lässt die Bestimmung, man postet den unbekannten Pilz im Forum ( so dass auch andere aufmerksam werden) und/oder man sucht jemanden der diesen Pilz versucht zu Kultivieren.

    Jetzt muss man dazu sagen, dass eine Kultur nicht immer gelingt oder besser gesagt, es muss auch der richtige Pilz wachsen.

    Um auf dem Punkt zu kommen, lass dich nicht unterkriegen und ich freue mich schon auf deine zukünftigen Anfragen von Anamorphen Pilzen :)


    VG : Thorben

    Hallo Felli,


    vor 6 Jahren hatte ich auch mal einen Fund von Didymopsis helvellae, aber auf Neottiella albocincta (Siehe hier) gemacht.

    Ich würde deinen Fund genauso als D. helvellae bezeichnen, auch wenn diese eher auf Helvella vorkommen soll.

    Vielleicht haben wir auch eine andere Art gefunden.


    VG : Thorben

    Hallo Kerstin,

    Stachybotrys gehört aber nicht zu den Zygomyceten.

    Danke für den Hinweis. Ich habe da nicht mehr nachgeschaut gehabt :haue:

    habe etwas gegoogelt und die Bilder die ich gfunden habe passen wirklich sehr gut zu Stachybotrys. Du hast mir wieder einmal sehr weitergeholfen.

    Stachybotrys könnte es sein, aber gehe mal davon aus das es eher etwas ähnliches ist oder halt in Richtung Stachybotrys gehen könnte.

    Du müsstest jemanden suchen, der dir den Pilz kultiviert und anschließend sequenziert, denn das auch mal unbeschriebene Pilze unter die Linse kommen ist völlig normal, zumindest bei den Anamorphen.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern (31.10.21) habe ich eine Ischnoderma resinosum an einer liegenden Erle bearbeitet.

    Für mich ist das ein Neufund und dank eines vorherigen Beitrages im Forum, bin ich schnell auf den richtigen Namen gekommen.

    Leider gab es beim Sporenabwurfpräparat nicht viele Sporen, aber zumindest ein paar konnte ich messen.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. auf KOH reagiert die Oberfläche schwarz


    5. Oberfläche HDS


    6. Unterseite des Pilzes


    7. Unterseite des Pilzes


    8. Spore


    9. Sporen


    VG : Thorben

    Hallo Peter,


    ich fürchte, dass zu 80% aller Mikroskopierten Funde nur die Sporen Mikroskopiert werden.

    Mikroskopisch und Makroskopisch bin ich mir jetzt recht sicher, dass es ein Butterrübling ist, auch wenn es unterschiedliche Angaben gibt.



    Ich habe jetzt mal grob die Infos herausgesucht:


    Diese Seite soll eine R. butyracea zeigen, aber die Sporen sind völlig verschieden, auch die Bilder scheinen einen ganz anderen Pilz zu zeigen.

    Rhodocollybia butyracea (MushroomExpert.Com)


    Auf dieser Seite gibt es eine Skizze zu den Cheilozystiden:

    Micro Features


    Der Fund von Enrique Rubio passt mit meinem überein.

    Rhodocollybia butyracea var. butyracea (Bull.) Lennox • CEMAS


    Bei diesem Fund werden keine Cheilos gezeigt oder zumindest nicht offentsichtlich:

    Guía de Setas y Hongos de Navarra.: Rhodocollybia butyracea f_asema (Fr.) Antonín, Halling & Noordel


    Auf first-nature wird nicht auf Zystiden eingegangen und gibt es Sporengrößenangaben von 6-10,5 x 3,5-5 Mikrometer.

    Rhodocollybia butyracea, Butter Cap mushroom


    Jetzt kommen die Bücher dran.


    Gröger:

    Es wird im Schlüssel nur darauf eingegangen, dass die Sporen mindestens anderthalb oder sogar zwei mal so lang wie breit sind und gibt als Quotienten 1.5-2.4,2.8) an.

    (Bei meinem Fund sind es 1,7-2,6, also im Rahmen)

    Cheilos werden wie folgt beschrieben:

    schlank flaschenförmig-zylindrischen Cheilozystiden.


    Funga Nordica:

    Das wird auf den Quotienten eingegangen im Schlüssel, der über 1.5 sein soll.

    R. butyracea:

    - 6,5-8,5(-9) x 3-4(5) Mikrometer (passt in etwa mit meinem Fund)

    - cheilozystiden (inconspicuous, clavate or subcylindrical, often irregular and coralloid, sparse to fairly abundant).


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    letzte Woche (23.10.21) konnte ich einen Pilz im Fichtenwald finden, der mich zuerst vor einem Rätsel gestellt hatte.

    Meine erste Vermutung war ein Gymnopus gewesen, aber später bin ich auf die Rhodocollybia gekommen.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stiel


    5. HDS


    6. HDS


    7. Das hier habe ich als Cheilozystiden identifiziert, nur sollen die Cheilos bei R. butyracea anders aussehen.


    8. gleiche wie bei Bild Nr. 7


    9.


    VG : Thorben

    Hallo Ditte,


    danke für die Bearbeitung und Bestätigung des Fundes :)

    Ich freue mich sehr darüber, besonders wenn diese Art nicht so häufig ist.

    Für NRW gibt es bisher nur 4 Fundmeldungen und bin das jetzt ein Fund mehr hinzu kommt.

    Jetzt können die nächsten Risspilze kommen :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich versuche ich mich mal an weiteren Korallen.

    In diesem Fall habe ich hier eine Clavulina rugosa, zumindest hoffe ich das.

    Der Fund stammt vom 24.10.21 und wurde in einem Fichten-Kiefernmischwald gefunden.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. mit Schnallen


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einige Sebacina zeigen, die ich in der letzten Zeit finden konnte und hoffe das ihr diesen Thread mit euren Funden ergänzt.

    Dank der Genetik gibt es viele unbekannte Sebacinas, die sich selbst Makro/Mikroskopisch ähneln (Siehe Morphology and molecules: The Sebacinales, a case study), aber auch welche die ähnlich sind wie die Helvellosebacina.

    Ein paar der hier gezeigten Pilze könnten eine Sebacina incrustans (Pers.) Tul. & C. Tul. 1871 sein, aber letztendlich kann da nur die Genetik weiterhelfen.

    Die vermutliche Sebacina incrustans aus dem verlinkten Portrait könnte vielleicht zu einem Arten-Aggregat gehören oder vielleicht sogar eine Helvellosebacina sein.

    Mein Ziel ist es einige Sebacina zu Dokumentieren und zu hoffen, dass in Zukunft ein paar Aufsammlungen erfolgreich Kultiviert und Sequenziert werden.

    Ich finde nur so kann man sich einen Überblick über die Gattung verschaffen.

    Hier sind die Bilder:


    1.0 Der Fund stammt aus einem Buchenwald mit einzelnen Eichen und wurde am 19.09.21, an einem bodenliegenden Stock aufgesammelt.


    1.1 Hyphen (in Kongorot)


    1.2 Hyphen (in Kongorot)


    Bild 1.3 bis 1.5 sind Sporen zu sehen die weitere Sporen bilden

    1.3


    1.4


    1.5


    1.6


    1.7


    2.0

    Eine Sebacina "incrustans" vom 01.08.21, die auf Boden in einem Buchenmischwald aufgesammelt wurde.


    2.1


    2.2


    2.3


    2.4 Links keimende Spore


    3.0

    Der Fund stammt vom 09.08.21 und wurde in einem Buchenmischwald aufgesammelt.

    Es konnten keine keimenden Sporen gefunden werden.


    3.1


    3.2


    3.3


    3.4


    3.5


    3.6



    4.0

    Dieser Fund stammt vom 17.08.21 aus dem Botanischen Garten. Die Sporen bilden höckerige Sporen.


    4.1


    4.2


    4.3


    4.4


    4.5



    5.0

    Der Fund stammt vom 06.09.21 und wurde an einem Hang von einem Buchenwald gemacht.


    5.1


    5.2


    5.3 junge Basidien


    5.4 keimende Spore mit Bildung einer neuen Spore


    5.5


    5.6



    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe mir am 23.10.21 eine Postia ptychogaster an einer Fichte angeschaut.

    Zu meinem Erstaunen las ich, dass diese Clamydosporen bildet und mein Fund nur die Nebenfruchtform ist.

    Mir war vorher gar nicht bewusst, dass die Polsterartigen Gebilde keine Hauptfruchtform ist.

    Hier sind die Bilder:

    1.



    2.


    3. in KOH


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne eine unbekannte Typhula auf toten Stängeln von Solidago zeigen, die ich am 16.10.21 finden konnte.

    Spannend ist sie deshalb, weil diese ein Sklerotium, Haare am Stiel (sogar oft verzweigt) und lange schmale Sporen besitzt.

    Die Sporen sind inamyloid. Ob Schnallen da sind weiß ich nicht.

    Ich zitiere auch mal Klaus Siepe zu dem Fund:

    Zitat von Klaus Siepe

    T. hyalina: Da würden Sporen und Haare passen; die sieht aber makroskopisch völlig anders aus.Ich glaube, die hat auch gar kein Sklerotium.

    T. quisquiliaris: Hat breitere Sporen, andere Haare. Vor allem: Die wächst ausschließlich an Adlerfarn.

    T. capitata: Hat längere Sporen; sieht makroskopisch anders aus

    T. setipes: Haare passen; Sporenform nicht so besonders gut.

    Vielleicht hat jemand von euch einen ähnlichen Fund oder macht in Zukunft einen.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stielhaare


    5. Stielhaare


    6. Stielhaare


    7. Stielhaare


    8.


    VG : Thorben

    Hallo Harzi,


    hast du du das unbekannte Sporenfoto in Wasser Mikroskopiert ?

    Ich meine Zystiden-ähnliche Gebilde ausmachen zu können.


    Meine erste Vermutung war ein "Trüffel", aber jetzt frage ich mich, ob das nicht doch ein Corticiaceae in Frage kommen kann, gerade wegen dem Makroskopischen Bild ?


    VG : Thorben

    Hallo Frank,

    @Thorben, deine Sporenmaße würden nicht zu P. alni und auch nicht zu P. subcaesius passen (vorallem wegen der Sporen bis 1,9 µm Breite), eher zu P. simulans, aber in der Gruppe der bläulichen Saftporlinge bin ich auch noch am Lernen.

    Danke für deine Einschätzung. Ich werde den Fund jetzt einfach nur als Postia sp. ablegen und weitere Funde sammeln.


    VG : Thorben

    Hallo Frank,


    24 blauende Postia... Die Genetik macht es nicht einfacher, sie macht abhängig :(

    Ich bin gespannt wer sich jetzt noch mit blauen Postia beschäftigen möchte :/

    Wenn ich mir in der Arbeit die Bilder der Hyphen anschaue, dann kann ich kaum einen Unterschied erkennen.

    Meinen Fund werde ich jetzt einfach als Postia cf. alni ablegen, vielleicht wird der Fund irgendwann einmal sequenziert und dann wird es die 25. blauende Postia ;)

    P.S. Ist vielleicht besser sich mit Kriechtieren zu beschäftigen. Da gibt es in Deutschland nur 13 Arten. :D

    Da werden die Kriechtiere immer sympathischer ;)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    vorgestern (23.10.21) habe ich mir eine blaue Postia eingepackt, die ich an Laubholz (Buche) finden konnte.

    Dann hatte ich mich gefreut und wollte ein Portrait zu der Postia subcaesia aufmachen, als ich gelesen habe, dass die P. subcaesia eine mediterrane Art ist und diese hier P. alni heißen sollte :/

    Was mich wundert ist, dass so wenig P. alni kartiert wird, wenn die P. subcaesia eine mediterrane Art ist oder gibt es hier auch P. subcaesia ?`

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3. Außenseite


    4. Röhre in Melzer


    5.


    VG : Thorben